TEST: Samsung HW-QS710GF - leistungsfähiges 3.1.2 Soundbar-/Subwoofer-System zum fairen Kaufpreis?
Klangwertung
In diesem Abschnitt unseres Reviews möchten wir auf die klanglichen Eigenschaften der Samsung HW-QS710GF genauer eingehen. Wir starten unsere Klangwertung, wie üblich bei unseren Soundbar-Test, mit der Wiedergabe von Musik, die wir via Spotify Connect zuspielen. Wir fangen mit der Wiedergabe von "Just Pretend" von der US-amerikanischen Metalcore-Band Bad Omens an. Nach einigen Hörversuchen haben wir uns für den Tonmodus "Adaptiver Ton" entschieden, denn die Anpassung seitens der Samsung-Soundbars an den jeweiligen Titel funktioniert erstaunlich gut. Der Track beginnt mit mystisch wirkenden Klängen, die aus dem Hintergrund agieren, und gehen dann in den Gesangspart von Noah Sebastian, Frontmann der Band, über. Beides kann unser Soundbar/Subwoofer System lebendig und natürlich wiedergeben. Die Stimmfarbe von Noah Sebastian wird überraschend gut getroffen, die vokalen Anteile können sich zudem erkennbar von der Soundbar lösen. Auch im weiteren Verlauf, als der Titel einen deutlichen Dynamiksprung mit harten Drums und E-Gitarren erlebt, gelingt eine sorgfältige Präsentation der verschiedenen akustischen Elemente und Ebenen. Der Wireless-Subwoofer unseres Sets liefert ein solides Bassfundament, das für kleinere Räume vollkommen ausreichen sollte. In unserem etwas größeren Redaktionsraum fehlt es ihm aber etwas an Durchschlagskraft, auch dann, wenn wir den Subwooferpegel manuell erhöhen.
Weiter geht es in unserer Klangwertung mit dem CYRIL Remix des Titels "The Door" von Teddy Swims. Der äußerst dynamische Track liefert ab der ersten Sekunde schnelle Bässe sowie lebendige Synthesizer-Klänge. Die Synthesizer werden harmonisch und mit einer tadellosen Struktur dargestellt und werden auch im weiteren Verlauf des Titels nie zu harsch. Die basslastigen Signale können vom kompakten Wireless-Subwoofer überzeugend umgesetzt werden. Der kompakte Sub liefert ein sehr gutes Bassfundament und sollte für die Beschallung von kleineren Wohnzimmern oder Ähnlichem mehr als ausreichen. Punkten kann uns die Darstellung von Teddy Swims spezieller Stimmfarbe, die facettenreich zum Ausdruck kommt und teilweise sehr soulig wirkt. Die charakterstarke Stimme kann sich ebenfalls wieder gut von der Soundbar lösen, und dadurch entsteht ein realistisches Bühnenbild.
Nun setzen wir unsere Klangwertung mit der Filmtonwiedergabe fort, und zwar mit "Kingsman: The Golden Circle". Hier legen wir gleich los mit der Anfangssequenz, als sich Eggsy und Charlie im Kingsman "Taxi" einen erbitterten Fight abliefern. Die dynamische und vielschichtig aufgebaute Szene wird von der Samsung HW-QS710GF klar und mit sauberer Struktur dargeboten. Nebeneffekte wie beispielsweise das Heranfahren der Verfolger-Volvos sind wahrnehmbar, könnten aber unserer Meinung nach mehr Volumen besitzen. Die Dolby Atmos-Effekte werden dank der Topfiring-Module glaubwürdig umgesetzt. Kleine Nebengeräusche wie zum Beispiel die leicht elektronisch verfälschte Stimme von Charlie kommen sehr klar und mit tadellosen Konturen zum Ausdruck. Den Schüsse aus den Schnellfeuerwaffen der Verfolger fehlt es etwas an Durchschlagskraft.
Als Nächstes haben wir uns für "The Expandables 3:A Man's Job" entschieden. Sehr gerne verwenden wir Kapitel 10, als sich Barney und das Expandables-Team seinen Weg aus einem Hochhaus freikämpfen muss und dabei massiv unter Beschuss steht. Die Stimmen der Protagonisten sowie die Kampfszenen werden akkurat gegliedert von der HW-QS710GF umgesetzt. Als das Team dann mit unerbittlicher Härte beschossen wird, gelingt eine erstaunlich gute Differenzierung der verschiedenen Elemente. Nun kommt die Schrotflinte zum Einsatz, und hier liefert der Wireless-Subwoofer ein ausgezeichnetes, kräftiges Bassfundament. Nun feuern die Panzer aufs Expandables-Team, in dieser Sequenz nehmen wir die Effekte als präzise und mit einem sehr guten Volumen versehen wahr. Die Dolby Atmos-Effekte in Form der über den Köpfen fliegenden Hubschrauber und dem Abseilen der Soldaten kann das Soundbar-/Subwoofer System realistisch ins Geschehen einbinden.
Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit mehrkanaliger Musik, konkret mit "Hans Zimmer: Live in Prag". Wir verwenden die Dolby Atmos Tonspur. In diesem Test ist die Wahl auf "Now we are free" aus dem Blockbuster Gladiator gefallen. Der gefühlvolle Titel handelt davon, dass Maximus über die Felder schreitet und seiner ermordeten Familie gedenkt, um sich wieder mit ihnen zu vereinen. Der emotionale Track wird von einem klassischen Orchester begleitet, und wir sind erstaunt, wie realistisch sowie detailreich die Samsung HW-QS710GF das durchaus komplexere akustische Geschehen umsetzten kann. Die Streichinstrumente kommen gefühlvoll und zugleich klar Geltung, und der Gesang von Lisa Gerard, den sie gerne "die Sprache des Herzens" nennt, wird für eine so preiswerte Soundbar richtig gut dargestellt: Wir werden förmlich mit eingebunden und können tatsächlich fühlen, was in Maximus vorgegangen sein muss. Der Wireless-Subwoofer liefert hier saubere und durchaus kräftige Bässe. Dadurch entsteht eine atmosphärisch dichte Gesamtwiedergabe.
Konkurrenzvergleich

- Sharp HT-SBW55121: Wir starten unseren Konkurrenzvergleich mit der Sharp HT-SBW55121. Das System ist aktuell für einen Marktpreis von gut 475 EUR im Handel erhältlich. Wer möchte, kann sein Soundbar/Subwoofer-System mit den optionalen erhältlichen Surroundlautsprechern HT-SPR52021 zu einer 7.1.4 Konfiguration erweitern - für einen Paarpreis von 239 EUR. Mit einer Systemleistung von 650 Watt können mit der Sharp HT-SBW55121 problemlos auch größere Räume beschallt werden, und dank der dedizierten Topfiring- und Sidefiring-Module ist die Sharp-Soundbar auch für ein immersives Klangerlebnis bestens gerüstet. Eine Vielzahl an Decodern wurde ebenfalls integriert, so stehen Dolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Digital Plus, Dolby Digital, DTS:X, DTS-HD, DTS 5.1 Decoder zur Verfügung. Über eine Netzwerkschnittstelle verfügt die Sharp HT-SBW55121 nicht. Einfaches Musikstreaming vom Smartdevice ist aber dank der Integration von Bluetooth in der Version 5.3 jederzeit möglich. Die Soundbar verfügt zudem über unterschiedliche Soundmodis, die sich mittels der EQ-Taste auf der Fernbedienung abrufen lassen. So stehen dem Nutzer "Music", "Voice", "Game", "Sport", "Night" sowie "Custom" zur Verfügung. An Anschlüssen besitzt Sharps System einen optischen Digitaleingang für den Anschluss eines älteren Fernsehers, eine AUX-In Buchse für eine Verbindung mittels eines Stereoklinkenkabels sowie eine USB-Buchse für die Wiedergabe von USB-Speichermedien. Den Abschluss der Anschlusssektion bilden zwei HDMI Eingänge, die 4K-Passthrough unterstützen. Weiterhin steht natürlich ein HDMI-eARC-Terminal zur Verfügung - für die komfortable Einbindung eines Smart-TVs. In unserer Klangwertung überzeugte das Sharp-System in der 7.1.4 Konfiguration mit einem dynamischen und klaren Klang. Bei manchen Filmtiteln wie z.B. "Kingsman: The Golden Circle" wirkten die Dialoge der Protagonisten etwas nüchtern auf uns. Dem Sharp-Set gelang generell eine überraschend saubere Darstellung der unterschiedlichen Effekte. Die immersiven Überkopf-Elemente wurden dank der Upfiring-Treiber in der Soundbar und in den Rear-Lautsprecher glaubwürdig umgesetzt. Der im Set enthaltene Wireless-Subwoofer lieferte eine solides Bassfundament, könnte aber unserer Meinung nach etwas manchmal etwas präziser und voluminöser agieren. Das eint das Sharp-System mit unserem Samsung-Testkandidaten, der Stimmen noch etwas authentischer reproduzieren konnte.

- Hisense AX5125H: Weiter geht es in unseren Konkurrenzvergleich mit der Hisense AX5125H. Für unfassbar günstige Marktpreise ab 260 EUR (Stand 15. November 2025, ursprünglich mehr als 500 EUR fürs Set) gibt es nicht nur eine Soundbar mit Decoding für Dolby Atmos und DTS:X, sondern auch einen Wireless-Aktivsubwoofer und zwei Wireless Rear-Lautsprecher. In Anbetracht dieser Opulenz mag man es dem System verzeihen, dass bis aufs obligatorische Bluetooth keine weiteren Streaming-Optionen an Bord sind - kein Netzwerkstreaming, aber auch keine App-Steuerung, was ja auch mittels einer Bluetooth-App erfolgen könnte. Die Anschlussauswahl ist in dem Umfang gehalten, der heute bei solchen Soundbar-Systemen üblich ist. Zum Ausstattungsumfang gehören zudem mehrere DSP-Modi und eine Fernbedienung mit einfacher Handhabung. Verarbeitet sind alle Komponenten routiniert, daher gibt es bei dem günstigen Kaufpreis keinen Anlass zur Kritik. Klanglich wird viel geboten - der aktive Subwoofer agiert druckvoll und kräftig, die Soundbar selbst gibt, selbst bei Musikmaterial, Stimmen stets verständlich wieder und überzeugt mit solider Dynamik. Bedingt durch die beiden Top Firing-Module der Soundbar erfolgt die Wiedergabe von effektbasierten Audio-Tonformaten recht glaubwürdig. Mittels der beiden Rear-Lautsprecher entsteht zudem eine lebhafte Surround-Klangkulisse.

- Teufel Cinebar 11: Die Teufel Cinebar 11 Modelljahr 2025 ist als bewährtes "2.1-Set" mit dem Wireless Subwoofer T6 für aktuell (Stand 15. November) für 349,99 EUR anstatt für 449,99 EUR direkt im Onlineshop von Teufel oder in einem der zahlreichen Flagshipstores erhältlich. Neben einer schwarzen Farbvariante ist das Set auch in weiß verfügbar. Möchte man echten Surround-Sound genießen, gibt es ebenfalls ein Set mit Wireless-Rears, hierfür werden 749,99 EUR fällig. Das Design der Soundbar ist sehr schlank sowie zeitlos gestaltet und lässt sich nahezu an jedes Wohnambiente harmonisch anpassen. Die Soundbar besitzt zwei 20 mm messende Hochtöner sowie sechs Mitteltöner mit 45 mm Durchmesser. Der integrierte Class-D Verstärker befeuert die Lautsprecherchassis der Soundbar mit 65 Watt RMS bzw. 150 Watt Peak tatkräftig und eignet sich dadurch auch für mittelgroße Räume. Sehr erfreulich ist die Tatsache, das die 2025er Generation der Cinebar 11 die Wiedergabe von Dolby Atmos unterstützt. Dies geschieht allerdings nicht über dedizierte Topfiring Module, sondern über einem virtuellen Dolby Atmos Decoder. Ebenfalls integriert in den Soundriegel aus Berlin wurde ein Decoder für DTS Surround. Die Cinebar 11 2025 verfügt über keine Netzwerkschnittstelle. Dank der Integration von Bluetooth in der Version 5.3 ist die Wiedergabe von Musik vom entsprechend kompatiblen Smartdevice sowie eine Nutzung vom Musikstreamingdiensten problemlos möglich. Die Cinebar verfügt zudem über unterschiedliche Soundmodis. So stehen dem Nutzer "Normal", "Sprache" und "Nacht" zur Verfügung. Anschlusstechnisch stehen ein HDMI Eingang 2.1, der für externe Zuspieler genutzt werden kann, zur Verfügung. Dieser bietet HDR- Support und unterstützt HDCP 2.2/1.4. Zudem ist ein HDMI Terminal mit eARC an Board, für die problemlose Verbindung zu einem modernen Smart-TV. Weiterhin ist noch ein analoger AUX-In Eingang vorhanden, sowie ein optischer Digitalausgang zu verzeichnen. Der Wireless Subwoofer T6 kann in stehender Ausführung aufgestellt werden oder, wer nicht so viel Platz hat, der kann den Subwoofer auch unter ein TV Board oder unter die Couch legen. Dank des integrierten Sub Connect Modul kann er so fast frei im Raum aufgestellt werden, ohne das ein Verbindungskabel nötig ist. In unserer Klangwertung überzeugte die Teufel Cinebar 11 mit einer Performance, die wir so nicht erwartet hätten. Die Soundbar selbst löst überraschend fein auf und dementsprechend entsteht eine facettenreiche und glaubwürdige Darstellung bei Film- und sogar auch bei Musik-Material. Der Subwoofer, der bei einem Kaufpreis von 449,99 EUR im Set enthalten ist, liefert ein kräftiges und voluminöses Bassfundament, gepaart mit untadeliger Präzision. Selbst richtig tiefe Basspassagen meisterte der Sub mit Bravour.
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Tags: Dolby Atmos Soundbar • Lautsprecher • Q-Symphony • Samsung • Soundbar • Soundbar-System






