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TEST: Marantz ND8006 - Solide verarbeiteter Netzwerk- & CD-Player mit harmonischem Klang und HEOS-Steuerung

Nachdem wir erst kürzlich mit dem NA6006 einen Netzwerkplayer aus dem Hause Marantz getestet hatten, können wir uns gleich mit einem weiteren hochklassigen Player befassen, und zwar diesmal mit dem ND8006. Dieser ist allerdings nicht nur auf der Schiene der Netzwerkwiedergabe unterwegs, sondern hat außerdem noch ein CD-Laufwerk mit CD/CD-RW/WMA und MP3-Unterstützung im Angebot (SACD und AAC über CD können nicht wiedergegeben werden). Durch die eingebaute Marantz Musical Digital Filtering-Technologie (MMDF), die hauseigenen HDAM-SA2-Schaltungen (Hyper Dynamic Amplifier Module) und außerdem einem ESS9016 D/A-Wandler mit 192 kHz/32 Bit soll laut Produktseite der satte, reine Marantz-Klang generiert werden. Über USB-B/USB-DAC unterstützt der Marantz dann mithilfe des integrierten Wandlers auch Abtastraten von bis zu 384 kHz im PCM-Format und 11,2 MHz bei Quad-DSD.

Der Marantz ND8006 ist in Schwarz und Silber-Gold zu einer UVP von 1249 EUR erhältlich.

Verarbeitung

Bedienelemente linke Seite

Bedienelemente rechte Seite

Headphone-Anschluss und Lautstärkeregler mit einem der großzügig bemessenen Standfüße

Saubere Übergange zwischen den Frontplatten und der Oberseite

Rundum in mattschwarz gehalten

Seitenansicht des ND8006

Kupferschrauben seitlich

Der Marantz ND8006 kommt in einem klassisch simplen, dafür aber bewährten und optisch ansprechenden Design daher. Wir haben von Marantz die schwarze Version des Players zugeschickt bekommen, die uns durch ihren zeitlosen Chic sehr gut gefällt. Das gesamte Gehäuse nach hinten ist in elegantem mattschwarzem Metall gehalten und mit zahlreichen kupfernen Schrauben stabil befestigt. Auch an der Unterseite befindet sich eine große schwarze Metallplatte. Zwar sieht man für gewöhnlich den Player nicht von unten, wir finden es aber dennoch lobenswert, dass hier das Material und die Optik einheitlich gestaltet wurden, auch an den Stellen, die praktisch nie sichtbar sind. Positiv fallen dann auch die wirklich großzügigen und deshalb sehr robust wirkenden Standfüße auf.

Bedienelemente mit Display und Laufwerk im Detail

Laufwerk im offenen Zustand

Die Front ist dreigeteilt: Vorne mittig in eine Metallplatte verbaut sind die Bedienelemente und das Laufwerk des ND8006 und wir sind wirklich sehr zufrieden mit der Verarbeitung und der Handhabung dieser. Alle Knöpfe lassen sich gut drücken und geben ein deutlich hörbares, aber unaufdringliches Klicken von sich, wenn sie betätigt werden. Das sorgt für ein angenehmes Bedienerlebnis. Links befinden sich vier radial angeordnete Pfeiltasten und eine Enter-Taste zur Menü-Navigation und darunter eine Back- sowie die Input-Taste zum Festlegen des gewählten Eingangs, und darunter wiederum ein USB-Slot. Auf der rechten Seite sind noch einmal vier radiale Tasten mit der Play/Pause-Taste in der Mitte zur Steuerung der Musikwiedergabe und darunter schließlich ein Headphone-Anschluss in 6,25mm-Klinkenform mit einem Drehregler für die Lautstärke. Dieser ist unserer Meinung nach ein wenig zu klein für eine angenehme Bedienung, allerdings wird er wohl eher selten verwendet werden, weswegen wir daraus auch keinen großen Hehl machen wollen. Das Display ist immer gut lesbar und lässt sich außerdem dimmen oder ganz ausschalten. Darüber befindet sich dann das CD-Laufwerk, welches beim Öffnen und Schließen einen robusten, aber zügigen Eindruck macht. Wir müssen aber festhalten, dass die Einlesezeit nicht die schnellste ist. Bei zweimaligem Einlegen dauerte es etwa sieben Sekunden, bis wir den Play-Button betätigen und die Wiedergabe starten konnten. Trotzdem, die Bedienung am Gerät, auch bei der Einrichtung, geht locker und leicht von der Hand und lässt eigentlich keine Wünsche offen.

Einen Negativpunkt, den wir noch anbringen müssen, sind die beiden Plättchen links und rechts von der Metallfront. Diese sind nicht aus Metall, sondern als einzige Bestandteile des Gehäuses aus Kunststoff. Die Verarbeitung ist sehr gut gelungen, das Finish an den Übergängen ist sauber und rein optisch wirkt das Gerät ebenfalls edel, dennoch schmälert die Verwendung von Kunststoff ein wenig den Gesamteindruck. Alles in Allem aber wurde hier zuverlässig gearbeitet und der Player macht im Rack eine tolle Figur.


Übersichtliche Fernbedienung

Auch mit dabei und sauber verarbeitet ist die Fernbedienung, die sehr der Fernbedienung des NA6006 ähnelt. Die Tasten sind gummiert und gut eingepasst und lassen sich angenehm drücken. Oben, unter dem Power-Knopf und dem Dimmer-Knopf, mit dem das Display in drei Stufen gedimmt werden kann, sind die Knöpfe zur Auswahl des Inputs, darunter die zur Wiedergabesteuerung inkl. Lautstärke. Die untere Hälfte besteht dann aus einer Zehnertastatur und die Pfeiltasten zur Navigation durch die Menüs.

Anschlüsse

Rückseite

Analoge und digitale Audio-Ausgänge und LAN-Anschluss

Audio-Eingänge und weitere Anschlüsse zur Steuerung

Drehen wir den Player doch einmal um und werfen einen Blick auf die Anschlüsse, die allesamt schön fest  angebracht sind, nichts wackelt oder wirkt in irgendeiner Weise instabil. Zusätzlich sind die Anschlüsse vergoldet und wirken gleich hochwertig. Mit im Paket sind selbstverständlich, wie bei einem Netzwerkplayer zu erwarten, rechts und links die Anschlüsse für die Wifi-/Bluetooth-Antennen mit 2,4 GHz und 5 GHz-WLAN-Modul. Da der ND8006 aber auch über LAN mit dem Netzwerk verbunden werden kann, ist relativ mittig noch ein gewöhnlicher Ethernet-Anschluss zu finden. Links unten sehen wir außerdem für die analoge Audio-Übertragung die analogen Ausgänge in zwei Varianten: Fixed und Variable, wodurch man die Wahl hat, ob ein Vollverstärker (Fixed) oder der Player selbst (Variable) die Lautstärkeregelung vornehmen soll.

Für den digitalen Anschluss sind mittig außerdem ein koaxialer und ein optischer Output vorhanden, genauso wie ein koaxialer und zwei optische Inputs, wenn man den ESS Hyper-Stream-Wandler des ND8006 verwenden möchte. Hier befindet sich auch der USB-DAC-Anschluss zur Verbindung mit einem PC. Unter den digitalen Eingängen sind dann noch ein paar Extras: Beim Flasher In kann eine Steuerungsbox mit dem Player verbunden werden, mit welcher der Player dann bedient werden kann. Außerdem lassen sich über die Remote Control-Anschlüsse andere Marantz-Geräte über die HEOS-App steuern, sofern diese miteinander verbunden sind. Zu guter Letzt bietet der RS-232C-Anschluss die Möglichkeit, den ND8006 in die Heimautomationssteuerung einzubinden.

Überblick über den Innenaufbau

Solider Aufbau aus der Nähe

Transformator

Das Audio-Board mit den HDAM-SA2-Schaltungen

Bei den Komponenten des ND8006 setzt Marantz auf die bewährten HDAM-SA2-Schaltungen, die für eine besonders detaillierte Signalverarbeitung und somit reineren Klang sorgen sollen. Der NA6006 unterstützte noch in keiner Weise eine Abtastrate von 384 kHz, der ND8006 jetzt jedoch schon, wenn auch nur bei der Wiedergabe von einem PC oder Mac und im PCM-Format. Zum inneren Aufbau bleibt nicht allzu viel sagen, die Platinen sind ordnungsgemäß fest verankert und keine Kabel hängen lose, wo sie vielleicht nicht sein sollen. Alles in Allem weist der ND8006 ein sauberes Innenleben auf.

Streaming mit der HEOS-App

Der Marantz ND8006 ist natürlich mit einem HEOS-Modul ausgestattet und unterstützt daher diverse Streamingdienste, darunter Spotify, Soundcloud, TIDAL, Deezer, Amazon Music und mit TuneIn Radio auch Internetradio. Bei den Formaten wurde dabei nicht gespart, über Streaming gibt der ND8006 MP3, AAC, WMA, FLAC, ALAC und WAV wieder, DSD-Streaming ist mit 2,8 und 5,6MHz vertreten. Leider wird bei HEOS nach wie vor kein MQA-Streaming unterstützt, weswegen z.B. bei TIDAL keine High-Resolution-Wiedergabe möglich ist. Dennoch, die aufbereitete Zentralisierung der verschiedenen Streamingdienste in einer App und die damit einhergehende Wiedergabesteuerung sind bei einem kompatiblen Gerät Grund genug, sich die HEOS-App zuzulegen und das ist auch schnell erledigt. Wir installieren die App aus dem Play Store und bereits wenige Minuten später ist der Marantz in unserer App ansteuerbar und wir können in den Netzwerk-Streaming-Genuss kommen. Leider ist für die Benutzung der Online-Musikdienste ein HEOS-Konto nötig, aber auch das ist natürlich schnell erstellt. Es folgen einige Impressionen der Steuerung mit der HEOS-App.

Räume in der Übersicht

Eingänge auf einen Blick

Diverse Services als Wiedergabemöglichkeiten

TIDAL-Menü

Diverse Genres zur Auswahl

Optionen für eigene Playlisten

TIDAL-Suche

Aktuelle Wiedergabe

Allgemeine Einstellungen

Einstellungen des Marantz ND8006

Mehrere Musik-Quellen zur Auswahl

Klang

Im folgenden Klangtest wollen wir die Wiedergabequalitäten des ND8006 aus mehreren Quellen überprüfen. In Betrieb nehmen wir ihn mit seinen variablen analogen Anschlüssen, sodass auch die Lautstärkeregelung am Marantz erfolgt, und zwar zusammen mit dem Audiolab 6000A Play. Damit dies funktioniert, muss man zwei kleine Dinge beachten: Im Menü muss der „Variable Ausgang“ aktiviert sein und außerdem muss der Fernbedienungsmodus der Lautstärketasten im Bedienmodus „Netzwerk-CD-Player“ stehen. Dazu drücken wir auf der Fernbedienung die Enter-Taste und die 1-Taste für ca. 5 Sekunden. Da wir leider kein Feedback bekommen, ob die Einstellung funktioniert hat, müssen wir uns auf unser Glück verlassen, wir stellen aber fest, dass die Lautstärkeregelung am CD-Player auch tatsächlich klappt.

Wir starten mit der CD-Wiedergabe. Auch in der heutigen vernetzten Welt gehört das schließlich zum Grundwissen eines Players. Ausgesucht haben wir uns zu diesem Zweck die James Bond Themes, aufgeführt vom Royal Philharmonic Orchestra, und zwar zunächst deren Interpretation von „Goldfinger“. Besonders gefällt uns hier gleich zu Anfang die Darstellung des Kontrabasses. Dieser ertönt sofort prominent und kraftvoll, aber auch weich und schön passgenau im Klanggeschehen. Er wird sozusagen sehr „elegant“ aufgespielt. Das Gleiche können wir aber auch über die Streicher sagen, die bei „Goldfinger“ eine sehr dominante Rolle spielen, aber dementsprechend auch präsentiert werden. Gerade mit dem Bass harmonieren die Streicher sehr angenehm, weil sie zusammen einfach stimmig klingen und sich abwechselnd die Prominenz in der Sounddarstellung zuspielen. „Unterbrochen“, aber auf eine positive Art und Weise, werden sie durch das laute, kräftige Ertönen der Fanfare gegen Ende des Stücks, wo auch die restlichen Bestandteile des Orchesters immer stärker aufspielen und zusammen eine schwungvolle, ausgewogene Performance bieten. Wir gehen noch kurz in einen etwas neueren Bond-Teil rein und gönnen uns „Goldeneye“. Gut gefallen uns hier die Trompeten und die Querflöten, die miteinander einen schönen Klangrahmen bilden, in den sich die anderen Instrumente einfügen können, wie z.B. später die E-Gitarre und die Streicher. Wir kommen nicht drumherum: Die höheren Frequenzen kann der Marantz, auch dann, wenn diese alle auf einmal auftreten und somit den Hörer mitreißen sollen. Das funktioniert auch tadellos, bei „Goldeneye“ bekommen wir direkt Lust, uns einmal mehr den Pierce-Brosnan-Klassiker zu Gemüte zu führen.

Wir machen weiter mit der HEOS-App und spielen dem ND8006 „Access is Denied“ von SayMaxWell über Spotify zu. Beim vorigen Beispiel hatten wir ja die Präsentation insbesondere der höheren Frequenzen gelobt und wir können erfreut berichten: Das setzt sich hier fort! Die Synthesizer-Klänge zusammen mit den Vocals kommen sehr deutlich zur Geltung, und das auch bei höheren Lautstärken. Häufig kommt es ja vor, dass gerade bei einer direkteren Höhenwiedergabe diese dann unangenehm in den Ohren werden. Hierbei können wir aber sagen, dass der Marantz die goldene Mitte trifft. Eine ausgewogene Wiedergabe mit Spaßfaktor bei hohen Lautstärken, sodass bei uns in der Redaktion ordentlich Stimmung aufkommt. Im ersten Moment würden wir uns allerdings einen etwas stärkeren Kickbass wünschen. Klar, dröhnende Bässe sind nicht immer ein Vorteil, und bei „Goldfinger“ hat uns auch die Tiefendarstellung gefallen, aber ein treibender, nachdrückender Tiefgang gerade bei Techno und ähnlicher Musik gehört eben auch zur Disziplin eines guten Players. Wir müssen uns an der Stelle aber natürlich auch bewusst sein, dass dies sehr subjektiv ist und von einem „schwachen“ Bass können wir hier auch nicht sprechen. Außerdem: Im Zweifel hat man dann doch lieber einen ausgewogenen und etwas zurückhaltenden Tiefgang, als einen, der zu stark ist und die anderen Klangelemente in den Hintergrund stellt.

Zu guter Letzt schließen wir noch unseren Laptop an den ND8006 an, über ein USB-B/USB-DAC-Kabel. Bevor wir das jedoch tun können, laden wir uns von der Produktseite den dort verlinkten Treiber für den Player herunter und installieren diesen auf unserem Laptop. Es ist genauso möglich, den ND8006 an einen Mac anzuschließen und ihm davon Musik zuzuspielen, wir hingegen nehmen diesen Test mit einem Windows-10-Laptop vor. Nach der sehr einfachen Installation des Treibers, bei der wir nur den angezeigten Instruktionen folgen mussten, überprüfen wir in den Wiedergabegeräten von Windows, ob der ND8006 als Standardgerät festgelegt ist und unter „Eigenschaften“ à „Erweitert“ legen wir noch die Wiedergabequalität auf „2-Kanal, 32-Bit, 192000Hz (Studioqualität)“ fest. Anschließend können wir auch schon loslegen und gönnen uns einmal etwas Schnelles: „Changing Tide“ von Bad Religion im FLAC-Format. Positiv fällt auf, dass der Marantz kein Problem damit hat, die Dynamiken des Stücks zu verarbeiten. Sowohl die E-Gitarre, als auch das Schlagzeug überzeugen durch das Klangbild bestimmende Klarheit in der Wiedergabe. Dabei geht aber auch der Lead-Gesang nicht unter, sondern wird direkt bei seinem Einsatz gekonnt ins Geschehen eingefügt. Gerade im Refrain gefällt uns die Stimme sehr gut, weil sie hier dann noch prominenter und mitreißender ertönt. Ähnliches Zusammenspiel aus Gesang und Instrumenten beobachten wir auch bei Daft Punks „Get Lucky“. Die sehr weiche Stimme von Pharrell Williams inszeniert der Marantz schön anmutig, wodurch die „Gute-Laune-Atmosphäre“ von „Get Lucky“ problemlos zum Vorschein kommt. Auch die schnellen Akkorde der E-Gitarre, die Pharrells Gesang begleiten, bereiten unserem Testkandidaten keinerlei Schwierigkeiten. Bei diesem Stück wird unserer Meinung nach auch die gesamte Detailliertheit der Wiedergabe deutlich: Der ND8006 schafft es, mehrere Klangebenen zeitgleich gut und ausbalanciert darzustellen. Hier kommt ihm das zugute, was wir auch schon beim Royal Philharmonic Orchestra gelobt hatten: Der Bass ist für solche Nummern durch seine weiche, zurückhaltende Zeichnung schlichtweg genau richtig, weil keine anderen Frequenzen in den Hintergrund gedrängt werden. Auch wenn wir zwar schon räumlich stärkere Klangkulissen in unserer Redaktion zu hören bekommen haben, wir können nicht leugnen, dass beim ND8006 am Ende ein sehr schön ausbalancierter Sound entsteht, der auch im Detail bei genauerem Hinhören mit Harmonie und angenehmer Wiedergabe glänzt.

Konkurrenzvergleich

Preislich einer der direkten Konkurrenten des Marantz ist der CXN-V2 von Cambridge Audio, welcher auf der Herstellerseite für 1099EUR erhältlich ist. Dieser überzeugte uns aber auch entsprechend mit seinen Wolfson DACs, die für sehr detailliert aufgelösten und präzisen Klang sorgen. Auch bei der Verarbeitung zeigt der Cambridge keine Schwächen auf, sein schlichtes, aber ansprechendes Design und das Farbdisplay sorgen für eine allgemein freundliche Benutzererfahrung. Einzige Nachteile sind das mangelnde Bluetooth-Modul sowie die Abwesenheit von MQA-Streaming, wobei man letzteres allerdings auch beim Marantz vergeblich sucht.

Wer mit einem begrenzteren Budget operiert, für den dürfte der Magnat MMS 730 interessant sein, der für aktuell 499EUR eine wesentlich günstigere Alternative darstellt, aber durchaus einige wesentliche Features vorzuweisen hat. So ist er nicht nur ein Netzwerkplayer, sondern hat auch noch einen DAB/DAB+-Radiotuner verbaut und außerdem Bluetooth 5.0 mit aptX HD im Gepäck. MQA wird leider auch bei ihm nicht unterstützt und er verfügt auch nur über einen fixen Cinch-Analog-Ausgang.

Zum Abschluss können wir noch den direkten Vergleich zum kleinen Bruder ziehen. Der NA-6006 von Marantz für 599EUR hat vor einiger Zeit bei uns in der Redaktion durch seine schicke Optik und seinen stimmungsvollen Sound für gute Stimmung gesorgt, für den natürlich auch der identische exzellente Wandler verantwortlich zeichnet. Der 6006 verfügt nicht über ein CD-Laufwerk und bietet auch keinen USB-DAC. Ansonsten jedoch schenken sich die beiden Player nicht wirklich etwas, hier kommt es schließlich darauf an, wieviel dem Kunden diese Funktionalitäten tatsächlich wert sind. Der doppelte Kaufpreis ist doch eine Hausnummer.

Fazit

Marantz bietet mit dem ND8006 einen absolut grundsoliden Universal-Player, der durch einen sauberen, runden Klang und solide Verarbeitung sowie ein optisch ansprechendes Design überzeugt. Der ND8006 ist aber nicht nur schön anzusehen, auch die Benutzung geht über die HEOS-Streaming-App bzw. die Fernbedienung leicht von der Hand. Preislich ist er nicht der günstigste, insbesondere wenn man sich den NA6006 ansieht, der aber eben ohne USB-DAC und CD-Laufwerk auskommen muss.

Der Marantz ND8006 – ein rundum gelungener Netzwerk- & CD-Player mit detailliertem Sound

Netzwerkplayer bis 2000EUR
Test: 30.04.2021

Test: Michael Kind
Fotos: Philipp Kind
Datum: 30.04.2021

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