TEST: Kenwood M-9500S - smartes Micro HiFi System mit Internetradio, DAB+ Tuner, CD-Laufwerk und Audiostreaming

Klangwertung

Wir starten unsere Klangwertung mit "Turn So Cold" von der US-amerikanischen Rockband Drowning Pool. Nach einigen Hörversuchen haben wir uns für die EQ-Klangkurve "Ausgeglichen" entschieden. Diese bietet eine bessere Differenzierung als z.B. "Kraftvoll", ist aber nicht so voluminös im Bassbereich. Der Titel beginnt mit einer aggressiven und vom Frequenzbereich her hoch angesiedelten E-Gitarre, die erstaunlich akkurat von unseren Testkandidaten umgesetzt wird. Bereits nach wenigen Momenten legt Ryan McCombs, Frontmann der Band, mit seinem sehr speziellen und teilweise mystisch wirkenden Gesang los. Auch hier überrascht die Kenwood M-9500S uns und liefert eine für die bescheidene Preisklasse ausgezeichnete Stimmwiedergabe, die sich sehr gut von den 2-Wege-Schallwandlern lösen kann, wenn der Hörraum nicht zu groß ist. Als der Titel dann einen deutlichen Dynamiksprung erlebt, mit mehrstimmigen Gesang, harten Drums sowie harten E-Gitarren, gelingt weiterhin eine richtig gute Differenzierung, was wir so nicht erwartet hätten. Selbst bei höheren Lautstärkepegeln gibt sich die Komplettlösung von Kenwood keine Blöße, und in Anbetracht des günstigen Kaufpreises ist die Gesamtperformance hervorragend.  

Weiter geht es in unserer Klangwertung einer Akustikversion von "Running Blind" von der Band Godsmack. Der Titel beginnt mit einer Akustikgitarre, welche sogar richtiggehend fein und somit glaubwürdig präsentiert wird. Als sich zusätzliche Elemente in Form von einer weiteren Gitarre sowie einen Schellenring hinzugesellen, gelingt abermals eine ausgezeichnete Differenzierung der musikalischen Elemente. Als Erny Sully, Sänger der Band, mit seiner unverwechselbaren Stimme in den Titel einsteigt, wird der Stimmcharakter prima getroffen, und so dargestellt, wie wir es eigentlich nur von deutlich teuereren Devices her kennen. Als im weiteren Verlauf des Titels dann mehrstimmiger Gesang hinzukommt und auch etwas Dynamik, gelingt weiterhin eine klare Trennung der vokalen und instrumentalen Elemente.

Von der deutschen Ausnahmekünstlerin Zoe Wees ist unser nächstes Klangbeispiel. Wir haben uns für den Titel "Hold Me Like You Used Now" entschieden. Los geht der Song mit einem Klaviersolo, was glaubwürdig und homogen in unseren Hörraum transportiert wird, natürlich kann man nicht erwarten, dass feine Nuancen der Anschlagdynamik herausgestellt werden. Als Zoe dann mit ihrer Ausnahmestimme hinzukommt, besitzt diese ebenfalls einen überraschend hoch liegenden Wiedererkennungswert. Natürlich fehlen manch feine Facetten in ihren Vocals, aber für die Preisklasse ist dies erneut eine grandiose Performance. Als der Titel dann etwas an Fahrt aufnimmt, bleibt das Kennwood-System souverän.

Wir wechseln das Genre und möchten nun wissen, wie sich das Ensemble aus Headunit und Lautsprechern bei der Wiedergabe von elektronischer Musik schlägt. Hierfür haben wir uns für "Vois sur ton chemin" im Techno-Mix von Bennett entschieden. Der sehr kickbasslastige Track startet mit einem mehrstimmigen Chorgesang, welcher in den Grundzügen sauber dargeboten wird. Bereits nach wenigen Momenten explodiert der Track förmlich, mit sehr schnellen und harten Kickbässen und dem sehr fordernden Chorgesang. Die harten und blitzschnellen Bässe werden kraftvoll und einer tadellosen Struktur umgesetzt. Das rasante Bassfeuerwerk ist trocken und zu unserer Überraschung wahrhaftig präzise. Das Zusammenspiel aus den sehr fordernden Synthesizer und dem kräftigen Kickbässen gelingt abermals überragend für ein so günstiges Device. Die angebenden 2 x 50 Watt von der Schaltzentrale sind definitiv keine Fantasiewerte.

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Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit "Such A Shame", in der DJ Klaas-Coverversion. Der Track beginnt mit einer elektronisch verzerrten Damenstimme sowie Synthesizer-Elementen. Auch diese akustischen Bestandteile werden mit einem erstaunlichen Facettenreichtum von der Kenwood M-9500S präsentiert. Die Damenstimme löst sich sehr gut, von den eingesetzten Schallwandler. Auch als der Titel deutlich dynamischer wird, gelingt eine überzeugende Abzeichnung der verschiedenen Elemente. Der Bassbereich wird ebenfalls mit gutem Volumen und solider Struktur präsentiert. Die Kenwood M-9500S kann problemlos sogar mittelgroße Räume beschallen, das hat sie eindrucksvoll bewiesen. 

Konkurrenzvergleich

Kenwood M 925dab B Gruppenbild2

  • Kenwood M-925DAB: Der erste Kandidat in unserem Konkurrenzvergleich kommt aus dem eigenen Haus. Das Microsystem M-925DAB aus dem Hause Kenwood verfügt neben einem DAB+/FM-Tuner, noch über einen konventionellen CD-Player und Bluetooth Audiostreaming wird ebenfalls unterstützt. Für einen Kaufpreis von 269 EUR kann der Käufer zwischen einer schwarzen oder silbernen Headunit wählen. Im Lieferumfang befinden sich zudem 2-Wege-Bassreflex-Lautsprecher. Dei Headunit ist sauber verarbeitet und an der Front hat Kennwod Drehregler aus Aluminium angebracht, die teilweise eine Rasterung besitzen. Die Lautsprecher sind foliert und weisen ebenfalls eine gute Verarbeitungsqualität auf. Überrascht hat uns die klangliche Performance in Anbetracht des doch geringen Kaufpreis. So erklangen Stimmen und Instrumente immer natürlich und authentisch, der Bassbereich konnte mit hartem Punch überzeugen, ohne dabei an Struktur zu verlieren. Die M-925DAB muss allerdings ohne Netzwerkschnittstelle auskommen und besitzt keinen dedizierten Subwoofer Ausgang und die Lautsprecheranschlüsse sind sehr einfach ausgeführt.

Teufel Kombo 62 Cd Receiver Frontansicht2

  • Teufel Kombo 62 CD-Receiver: Der Teufel Kombo 62 2.1-CD-Receiver ist im Onlineshop oder in einem der zahlreichen Flagshipstores des Hersteller für 599,99 EUR erhältlich. Mit einem leistungsstarken Class-D Verstärker mit 2 x 130 Watt an 4 Ohm bei 1 % THD, ist der Kombo 62 CD-Receiver der perfekte Spielpartner und selbst größere Standlautsprecher, werden eindrucksvoll in Szene gesetzt. Um den Teufel CD-Receiver vielseitig einsetzen zu können, ist ein integriertes CD-Laufwerk für Audio-CDs, CD-Rs und CD-RWs an Bord. Für eine komfortable Einbindung eines TVs ins Stereo-Setups verfügt der Kombo 62 über einen HDMI-Eingang mit eARC-Unterstützung. Ein moderner DAB+/FM-Tuner ist ebenfalls integriert. Weitere Zuspieler können problemlos mit dem CD-Receiver verbunden werden. Zudem verfügt das Device über ein integriertes WLAN-Modul, Bluetooth 5.2, einen Kopfhöreranschluss sowie einen Subwoofer-Pre-Out. Musikstreaming ist dank Spotify Connect ebenfalls möglich und mit TuneIn fehlt auch eine Internetaradio-Plattform nicht im Sortiment. In unserer Klangwertung überzeugte der Teufel Kombo 62 CD-Receiver mit einem kräftigen und souveränen Klang, welchen wir für 599 EUR Kaufpreis so nicht erwartet hätten. So konnte das Teufel Device unsere Canton Vento 90 gekonnt in Szene setzen. Auch bei höheren Pegeln gelang eine ausgezeichnete Differenzierung, gepaart mit einem harten und präzisen Punch. Es dürfte schwer sein, aktuell zum Kaufpreis des Teufel Kombo 62 eine klangstärkere und hochwertigere All-In-One-Lösung zu bekommen. Fairerweise muss erwähnt werden, dass der Kombo 62 CD-Receiver mit 599,99 EUR in einer anderen Preisklasse antritt und Lautsprecher ebenfalls nicht zum Lieferumfang gehören.

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