TEST: KEF MUO - nobler Bluetooth-Lautsprecher mit moderner Technik und exzellentem Klang

Klangwertung

In diesem Abschnitt unserer Reviews möchten wir auf die klanglichen Eigenschaften der KEF MUO genauer eingehen. Im ersten Schritt werden wir die integrierte Freisprecheinrichtung auf ihre Qualität überprüfen. Und nach mehreren Telefonaten dürfen wir der Freisprecheinrichtung Bestnoten aussprechen. Wir verstehen den Angerufen nahezu perfekt und die Stimme klingt natürlich, als würde die Person direkt vor uns stehen. Auch der Angerufene versteht uns hervorragend, allerdings mit ganz leichtem Hall. Die Geräusch- und Echounterdrückung funktioniert ebenfalls tadellos.

Nun möchten wir feststellen, wie die sich der KEF MUO bei der Musikwiedergabe schlägt. Hierfür haben wir uns von der norwegischen Musikproduzentin und Sängerin Aurora den "Runaway" ausgesucht. Der gefühlvolle Chorgesang zu Beginn des Titels wird mit überraschend viel Feingefühl umgesetzt. Die darauffolgenden Bässe werden bei mittlerer Lautstärke sehr gut umgesetzt, bei höheren Lautstärkepegel wirken diese allerdings etwas flach - zaubern können eben auch die KEF-Ingenieure nicht, hier merkt man die kompakten Abmessungen. Das leicht nasal wirkende Gesang von Aurora wird jedoch mit sauberen Konturen und tadelloser Klarheit vom KEF MUO umgesetzt. Als im weiteren Verlauf des Titels die Anzahl der akustischen Effekte zunimmt und Aurora in die höhere Stimmlage wechselt, bleibt die Gesamtwiedergabe erstaunlich differenziert und beeindruckt uns mit guter Präzision. 

Weiter geht es mit "Angels Fall" von Breaking Benjamin. Der Titel startet nach kurzem ruhigen und sphärischen Klang explosiv durch, mit harten Gitarrenriffs und Drums - beids kann der KEF MUO tadellos umsetzen. Die Schwierigkeit bei diesem Titel liegt bei der Differenzierung der harten Gangart und der dennoch gefühlvollen Stimmfarbe von Benjamin Burnley, Frontmann der Band. Aber auch hier kann der MUO seine KEF-Gene der sauberen akustischen Abstimmung voll ausspielen und liefert uns, für die kompakte Baugröße, eine hervorragende Arbeit hinsichtlich der Herausarbeitung der verschiedenen musikalischen Ebenen ab. Haben wir bei vorgehenden Titel noch das Bassfundament als mager beschrieben, müssen wir beim jetzt laufenden Track unsere Einschätzung revidieren. Bei "Angels Fall" lieferte der kompakte Bluetooth-Speaker einen ausgezeichneten tiefreuenden Bereich, absolut lobenswert für ein so kompaktes Device. Dadurch gelingt eine dynamische Gesamtwiedergabe, die ein breites dynamisches Spektrum abdeckt.

Als nächstes Klangbeispiel haben wir uns für "I Don't Care" von Apocalyptica feat. Adam Gontier entschieden. Am Anfang des Stücks hören wir die Klänge von drei Cellos, die erstaunlicherweise realistisch und differenziert dargeboten werden. Selbst, als der kanadische Rockmusiker Adam Gontier mit seinem sehr feinen und dennoch aussagekräftigen Gesang in den Track einsteigt, sind wir von der Gesamtwiedergabe begeistert. Die Stimmfarbe wird tadellos getroffen und das Zusammenspiel aus Cellos und den vokalen Elementen gelingt erstklassig. Als der Titel dann nach einigen Momenten einen deutliche Dynamiksprung vollzieht, bleibt die Wiedergabe klar gegliedert, und wir freuen uns über die für einen so kleinen Bluetooth-Lautsprecher hervorragender Struktur. Die vokale Präsenz bleibt sauber und lebendig, und die klassischen Instrumente im Gesamtgeschehen erhalten. 

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Wir wechseln das Genre und spielen dem KEF MUO "Whatever" von Kygo feat. Ava Max zu. Der Track beginnt mit vokalen Elementen von Ava, die authentisch und homogen dargestellt werden. Nach kurzer Zeit gesellt sich ein Bassfundament dazu, das der kompakte Lautsprecher mit gutem Volumen darstellen kann. Als sich nach wenigen Momenten ein mehrstimmiger Gesang mit einfügt, gelingt wieder eine ausgezeichnete Ausformung der unterschiedlichen Elemente. Der Titel legt dann weiter an Dynamik zu, und der MUO überzeugt uns mit einem gekonnt abgestimmten Bassbereich, kombiniert mit einer überraschend detailreichen Wiedergabe der unterschiedlichen Facetten. 

Kef Muo 2025 Stereoset

Die KEF MUO im TWS-Verbund

KEF war so freundlich und hat uns gleich zwei der neuen KEF MUO zur Verfügung gestellt. Freilich haben wir es uns nicht nehmen lassen, die beiden miteinander zu kombinieren und die True Wireless Stereo Funktion (TWS) genau zu prüfen. Um den TWS-Modus zu aktivieren, muss man die Bluetooth-Funktion auf unserem Smartphone aktivieren. Nun drückt man an einem der MUO-Lautsprecher die Lautstärke + Taste sowie die BT-Pairing-Taste für ca. drei Sekunden. Bei korrekter Vorgehensweise beginnt die Status-LED auf der Oberseite Gelb zu pulsieren. Den identischen Vorgang führt man dann am zweiten (rechten) MUO durch. Ist das Pairing der beiden Lautsprecher abgeschlossen, erfolgt ein Signalton und die LED leuchtet wieder Blau, sofern unser Mobilgerät mit den Komponenten verbunden ist.

Wir starten die Wiedergabe von der 2025er Version von "I Refuse" von Five Finger Death Punch. Für die aktuelle Version hat sich die Band Unterstützung von Maria Brink geholt, die manchem als Frontfrau von "In This Moment" bekannt sein dürfte. Der Titel beginnt mit einem sehr klaren und erstaunlich sauber strukturierten Piano-Klang und als nach einem kurzen Augenblick Ivan Moody, Frontmann der Band, mit seiner sehr speziellen Stimme in den Titel einsteigt, wird auch die Stimmcharakteristik erstaunlich gut getroffen und sehr detailliert umgesetzt. Auch als sich dann Maria mit ihrer außergewöhnlichen und teilweise sehr rau wirkenden Stimme hinzugesellt, können die beiden KEF MUO mit einer tadellosen Abbildung der beiden Vokalstimmen sowie einem ausgeprägten Stereo-Panorama überzeugen. Das harmonische Zusammenspiel aus dem mehrstimmigen Gesang, den E-Gitarren und den harten Drums gelingt in Anbetracht der Tatsache, dass wir zwei kompakte Bluetooth-Lautsprecher im TWS-Verbund vor uns stehen haben, wirklich ausgezeichnet. Bei nicht allzu hohem Pegel bieten die beiden Testkandidaten ein überzeugendes Bassfundament. Bei höheren Pegeln fehlt es dann doch ein wenig an Präzision und Durchschlagskraft, dennoch überrascht die MUO-Kombi mit einem üppigen Maximalpegel.

Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit klassischer Musik und hierfür haben wir uns den Titel "I Believe in You (Je crois en toi)" von Il Divo feat. Céline Dion herausgepickt. Das Stück startet mit sehr glaubhaften und natürlichen Querflöten und auch, als sich nach und nach die Streicher aus dem Orchester einbringen, werden alle Instrumente sorgfältig und transparent herausgearbeitet. Eine perfekte Differenzierung ist in dieser Gerätekategorie natürlich nicht gegeben, aber für das Bluetooth-Speaker-Paar im Stereo-Aufbau wird hier ein Ergebnis realisiert, das wir so nicht erwartet hätten.Als die ersten vokalen Elemente der multinationalen Gesangsgruppe folgen, überzeugen die beiden KEF MUO ein weiteres Mal. Die unterschiedlichen Stimmcharaktere kommen klar heraus und auch tieffrequente Elemente des Titels werden akkurat umgesetzt, wenngleich es in den tiefsten Regionen erwartungsgemäß ein wenig an Nachdruck mangelt.

Konkurrenzvergleich

Dali Katch G2 Front Seitlich Mit Tragegriff

  • Dali Katch G2: Los geht es in unserem Konkurrenzvergleich mit dem Dali Katch G2. Der Katch G2 verfügt über einen 3300 mAh Akku, was bei moderaten Pegeln eine Wiedergabezeit von bis zu 30 Stunden verspricht. Bei der Designsprache bleibt sich Dali treu und nimmt die Formen des Vorgängers wieder auf. Verfügbar ist der Speaker in den Farben Chilly Blue, Iron Black und Caramel White und ist für einen Kaufpreis von 399 EUR im Handel erhältlich. Die aus Aluminium gefertigten Gehäuse machen einen sehr soliden und edlen Eindruck. Die hochwertigen Schallwände aus einer ABS-Polycarbonat-Struktur sind äußerst sauber eingepasst und steigern den edlen Eindruck des dänischen Lautsprechers. Der Katch G2 besitzt ein mittlerweile schon etwas älteres Bluetooth 5.0 Modul und ermöglicht so eine Wiedergabe von hochauflösenden Audiodaten (mittels aptX HD und AAC Standards). Im MUO steckt bereits Bluetooth 5.4 und auch Auracast wird unterstützt. Auch beim Thema Klang enttäuschte uns das Dali-Device nicht. Der Katch G2 klingt homogen und authentisch und liefert dabei eine natürliche Wiedergabe, ohne Effekthascherei zu betreiben. Wie beim Vorgänger auch, setzt Dali hier nicht auf ein unpräzises Pegelmonster, sondern möchte lieber authentisch natürlichen Klang abliefern, was auch wieder gelungen ist. Optisch geht auch KEF beim MUO keine neuen Wege und akustisch sind sich Katch und MUO gar nicht so unähnlich, beide richten sich eher an denjenigen Anwender, der eine seriöse, wohl ausbalancierte akustische Präsentation schätzt und keine vordergründige, per DSP auf maximales Bass-Volumen getrimmte Auslegung möchte. 

Lg Xboom Bounce By Will.i.am Front Seitlich2

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Kommen wir zum LG xboom Bounce, der zurzeit für 169 EUR zu haben ist. Er wirkt im Vergleich zum MUO eher wie ein Produkt, das verstärkt auch junge Zielgruppen anspricht. Der MUO verkörpert seriöse Ästheitk, während der LG-Speaker eher auf jugendlicher Rebell getrimmt ist. Der Bounce präsentiert sich als sehr robust, er wurde sogar nach US-Militärstandards geprüft. Dass er eine richtige kleine Party-Maschine ist, belegen seine für die kompakten Abmessungen durchaus großzügige Ausgangsleistung, das KI-gesteuerte Stimmungslicht und die hochwertigen Chassis vom dänischen PA-Experten Peerless. Auch die lange Akkulaufzeit bringt Pluspunkte, zudem, was den Gedanken der Langlebigkeit und der Nachhaltigkeit unterstützt, ist der Akku durch den Anwender wechselbar. Mit AI trifft der Lautsprecher zudem eine Wahl, welches der Soundfelder am besten zum momentan laufenden Quellmaterial passt, was in der Praxis erstaunlich gut funktioniert. Für den xboom Bounce spricht zudem seine extrem rauscharme und klar darstellende Freisprecheinrichtung, wobei hier der MUO nochmals eins draufsetzen kann. Aber zurück zum Bounce. Die Integration des Funktionsumfangs der Bluetooth-Lautsprecher in die LG ThinQ-App finden wir ebenfalls äußerst sinvoll - nicht für jedes Produkt eine eigene App, sondern eine gemeinsame, gut gemachte und einfach zu handhabende Plattform für viele verschiedene Produktgruppen - das ist genau der richtige Weg. Klanglich gefällt uns der Bounce nach wie vor wirklich gut, er klingt homogen und bringt sogar ordentlich Nachdruck mit. Der MUO spielt im direkten Vergleich aber noch detailreicher und feiner auf, er bringt noch mehr Struktur in die Wiedergabe gerade komplexerer Titel. 

Teufel Rockster Cross 2 Frontansicht3

Teufel Rockster Cross 2: Den neuen Teufel Rockster Cross der 2. Generation, erhältlich für knapp 300 EUR, gibt es nun im klassischen Ur-Design in Schwarz mit roten Akzenten, in Light Gray sowie in Black & Green. Zunächst überzeugt der robuste, im Design mit hohem Wiedererkennungswert gehaltene Speaker mit sauberer Akku-Performance. Der integrierte Akkupack liefert ca. 38 Stunden Laufzeit (bei 70 dB gemessen nach IEC-Norm). Bei aktiviertem Eco-Modus sind bis zu 46 Stunden Wiedergabezeit möglich. Gelungen ist auch die Integration der Teufel Go-App, die eine komfortable Steuerung via Smartphone ermöglicht. Als Bluetooth-Version kommt die Variante 5.2 inklusive AAC zum Einsatz, zudem besitzt der Rockster Cross 2 die IPX5-Klassifizierung. Weitere Merkmale umfassen Google Fast Pair sowie die Teufel-spezifische Party Link-Funktion. Durch den USB-C-Anschluss kann man den Rockster Cross 2, ebenso wie den KEF MUO, als externe Soundlösung für PC oder Notebook verwenden. Auch eine Powerbank-Funktion wurde integriert - hier ist der Rockster Cross 2 gegenüber dem MUO im Vorteil. Für einen kräftigen Klang verfügt der Rockster Cross 2 über ein 2-Wege-System mit zwei Hochtönern, Subwoofer und zwei rückseitigen Passivmembranen. Die hauseigene Dynamore-Technologie ermöglicht ein breites, räumliches zugleich aber immer noch ausreichend präzises Klangbild. Mit seinem gefälligen, sauber aufbereiteten Klangbild ist der Rockster Cross etwas anders ausgelegt, als man aufgrund seiner optischen Erscheinung annehmen würde. Er kommt auch mit differenzierten Musikstücken prima zurecht, wenngleich der MUO noch etwas mehr Finesse im Detail zeigt. Dafür schafft der Rockster Cross 2 nochmals höhere Pegel. Optisch wirkt der MUO zweifellos gediegener und seriöser.

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