TEST: Stereo Vor-/Endstufenkombination AURUM P8/M8 – Top-Qualität made in Germany?

Aurum P8 M8 Gruppenbild2

Wer es ernst meint mit dem Thema Hören in High End-Qualität, bekommt von Aurum, Edel-Division von Quadral, nicht nur Lautsprecher, sondern auch die entsprechende Elektronik geliefert – wie die Stereo-Vorstufe P8 für 2.500 EUR und die Stereo-Endstufe M8 für einen Stückpreis von 3.000 EUR. Beide Hannoveraner Komponenten überzeugen durch eine eigenständige Formensprache mit hohem Wiedererkennungswert. Trotzdem wirken die recht flachen Komponenten nie unangenehm auffällig, sondern integrieren sich dezent in beinahe jede Umgebung. Kennzeichen wie die sorgfältig gebürstete Aluminium-Front, die hochwertigen Drehregler für Lautstärke-Regelung und Quellwahl bei der Vorstufe und die edlen Standfüße sorgen dafür, dass auch derjenige, der sich alles genau im Detail anschaut, voll auf seine Kosten kommt. Wenn die M8 Endstufe in Betrieb ist, leuchtet vorne zentral ein tiefblauer Streifen, bei der Vorstufe P8 gibt es ein einzeiliges Display in ähnlicher Farbgebung. 

Aurum P8 Fernbedienung

Sehr hochwertige, „aus dem Vollen gefräste“ Fernbedienung  

Mitgeliefert bei der P8 Vorstufe wird eine edle Fernbedienung, die komplett aus Metall besteht. Sie hat ein beträchtliches Gewicht, liegt aber trotzdem recht gut in der Hand. Hinten ist die Rückseite mittels vier Schrauben befestigt, mit sehr geringen Spaltmaßen. Auch die Fernbedienung ist „Handmade in Germany“ und eignet sich als Systemfernbedienung, wenn man noch einen CD-Player von AURUM (C5) mit in der Kette einsetzt. 

Aurum P8 Front Seitlich1

Flach und elegant kommt die P8 Vorstufe daher. Das Design ist dezent und edel, besitzt aber trotzdem hohen Wiedererkennungswert 

Aurum P8 Rueckseite Seitlich2

Hervorragend verarbeitete Rückseite, unter anderem mit symmetrischen XLR- und assymmetrischen Cinch-Anschlüssen

Aurum P8 Display

Sauber integriertes Display in angenehmer tiefblauer Farbgebung             

Der in Deutschland handgefertigte Vorverstärker P8 ist mit einer parallel-symmetrischen 4-fach-Ausgangsstufe ausgestattet. Zudem verwendet AURUM hochentwickelte Netzfilter, die gegen jede Art von asymmetrischer oder symmetrischer Störung vorgehen und so die Basis für höchste Klangreinheit sicherstellen.

Aurum P8 Innenleben2

Die Vorstufe P8 setzt auf einen Ringkern-Trafo als zuverlässigen Stromlieferanten

Aurum P8 Innenleben1

Sorgfältiges Platinenlayout

Aurum P8 Innenleben Gesamt

 Innenleben in der Gesamtübersicht

Für die analoge und die digitale Sektion stehen im Sinne größtmöglicher Signalreinheit getrennte Netzteile zur Verfügung, so kann es nicht zu unschönen Beeinflussungen kommen. Um digital eingehende Signale in Premium-Qualität in die analoge Ebene zu überführen, gehen Burr Brown-Chips mit 192 kHz/24 Bit präzise ihrer Arbeit nach. Hier geht allerdings mittlerweile mehr, und ein Beispiel dafür kommt von Onkyo: Bei den zwei 2015er AV-Receivern TX-NR646 und TX-NR747 kommen neue 384 kHz/32-Bit D/A-Wandler von Asahi Kasei zum Einsatz.  192 kHz-Konverter mit 32 Bit Genauigkeit sind schon seit einigen Jahren Standard z.B. in hochwertigen AV-Receivern. Hier also könnte Aurum aufrüsten. 

Kommen wir zu weiteren Merkmalen der P8. Mittels phase-locked loop (PLL) wird das Zusammenspiel der digitalen Eingänge und Wandler kontrolliert. Jeder dieser Bereiche wird durch eigens entwickelte Regler gesteuert. Ein ausgeklügeltes System feinster passiver Filter entkoppelt die Digitalelemente untereinander.Um eine Reinheit der Signalwege zu garantieren, arbeiten im Inneren keine herkömmlichen Elektrolyt-Kondensatoren (ELKOs) sondern hochwertige Folienkondensatoren, die eine deutlich bessere Langzeitstabilität und Zuverlässigkeit auch in extremen Situationen garantieren. 

Aurum P8 Anschluesse Rueckseite1

P8 – Anschlussauswahl hinten, Teil 1

Aurum P8 Anschluesse Rueckseite2

 P8 – Anschlussauswahl hinten, Teil 2

Neben asymmetrischen Cincheingängen (vier Stück, Phonoeingang MM-/MC-Tuner, CD, AUX) befinden sich auf der Rückseite auch 2 x symmetrische XLR-Terminals, die Konzert-, Studio- und Bühnentechniker aus der professionellen Schiene kennen dürften. Das Anschlusssortiment wird von einer USB-Schnittstelle sowie einem optischem und einem koaxialem Digitaleingang ergänzt. Zur USB-Schnittstelle: An diese kann ein PC oder Mac angeschlossen werden, und dann nutzt man die P8 sozusagen als „externe Soundkarte“. Nachteilhaft ist hier allerdings, dass laut Herstellerangaben nativ maximal 48 kHz verarbeitet wird. Das Ganze funktioniert problemlos in der Praxis, wenn man ein Notebook mit entsprechendem Software-Player an den USB-Input anschließt. 

Die P8 wiegt 5,31 kg und ist 453 mm breit, 82 mm hoch und 330 mm tief. Im Standby-Betrieb werden weniger als 0,5 Watt an Strom verbraucht. 

Aurum M8 Front Seitlich3

Die M8 ist die kleinere der beiden AURUM Endstufen. Neu hinzugekommen ist dieses Jahr die größere M10. 

Aurum M8 Rueckseite Seitlich2

Sehr hochwertige Schraubanschlüsse für die Lautsprecher

Aurum M8 Bedienelemente Rueckseite

 „Handmade in Germany“ – das liest man nur selten

Natürlich verlangt die edle Vorstufe nach einem entsprechend potenten Partner auf der „Verstärkungs-Seite“. Hier greift die M8 ein. Akustisch und optisch stellt die wahlweise im Stereo- oder Monobetrieb arbeitende Endstufe die perfekte Ergänzung dar. Ebenso wie im Inneren der Vorstufe P8 sorgen hochwertige breitbandige Netzfilter für extreme Störungsarmut. Unter nahezu allen Bedingungen mehr als ausreichende Leistungsreserven stellt der großformatige 850 VA-Ringkerntransformator bereit. Das Bauteil ist besonders streuarm und weist eine spezielle Wickeltechnik für höchste Effektivität als Besonderheit auf.

Aurum M8 Innenleben Gesamt

M8 – Innenleben in der Gesamtübersicht

Aurum M8 Innenleben1

Ringkerntrafo der M8 Stereo-Endstufe, die man auch als Mono-Endstufe nutzen kann. Dann werden satte 350 Watt an 4 Ohm freigesetzt

Aurum M8 Innenleben2

Schwarze Alu-Kühlkörper für effektive Wärmeabfuhr stellen sicher, dass die 2 x 200 Watt an 4 Ohm im Stereobetrieb auch immer zur Verfügung stehen

Aurum M8 Innenleben3

 Die Kabel hätte man noch sauberer verlegen können

Ein kompletter Doppelmono-Aufbau ab der Sekundärseite des Transformators verhindert ein mögliches Übersprechen zwischen den Kanälen. Die beiden verbauten Niederimpedanz-Netzteile ermöglichen eine extrem stabile Stromversorgung und garantieren damit enorme Leistungsreserven. Eine eigene Spannungsversorgung für die Eingangsendstufen und die Spannungsverstärker erhöhen Auflösungsvermögen und Feindynamik. Ein eigenes Netzteil mit separater Masse für alle digitalen Schaltungselemente der M8 stellt eine komplett separierte Stromversorgung der Digitalsektion sicher.

Aurum M8 Anschluesse Rueckseite2

Symmetrische XLR und asymmetrische Cinch Eingänge bei der M8

Aurum M8 Anschluesse Rueckseite1

 Lautsprecherkabel-Schraubanschlüsse

Für die Umschaltung der Signalquellen kommen ausschließlich besonders hochwertige Relais mit hartvergoldeten Kontakten zum Einsatz. Die Umschaltung zwischen Stereo- und Mono-Betrieb erfolgt durch die Relais und somit nahezu verlustfrei. Die Schaltung passt überdies automatisch die Betriebsspannung an, was zur Folge hat, dass auch leistungshungrige, von der Impedanz her kritische Lautsprecher an der leistungsfähigen Endstufe betrieben werden können.

Aurum M8 Bedienelemente Front1

Speaker A/B Umschaltung

Aurum M8 Bedienelemente Front2

 On-/Standby-Schalter

Im Stereobetrieb liefert die M8 2 x 200 Watt an 4 Ohm, nutzt man die Endstufe als Mono-Block, kommt sie auf 350 Watt. Damit die P8 auch bei hoher Beanspruchung nie in thermisch kritische Bereiche kommt, setzt AURUM Hochtemperatur-Isolierfolien ein. Dadurch wird entstehende Wärme schnell abgeleitet, was zur Erhöhung der thermischen Reserven und zu einer längeren Lebensdauer der Endtransistoren beträgt.

Klang

Wir starten ganz unkonventionell – und zwar mit Mysterious Arts, „Das Omen“ von 1989. Es war schwer genug, eine perfekt erhaltene CD aufzutreiben, die Disc ist nur noch schwer erhältlich. Aber für den Test dieser edlen Kombination ist uns kein Aufwand zu hoch, und so genießen wir, was P8 und M8 aus dieser Scheibe herausholen. Nach heutigen Maßstäben entspricht das Quellmaterial bestenfalls gutem Durchschnitt, wenn überhaupt, umso erstaunlicher, wie es zur Sache geht. Das liegt natürlich auch an den angeschlossenen Nubert nuVero 140, die extrem belastbar, aber auch recht fordernd sind. Beim Mysterious Art-Hit geht es dermaßen zur Sache, dass sich empfindsame Naturen umgehend aus dem Hörraum entfernen und so schnell nicht wiederkommen. Dass die Nubert nuVero 140 gewaltig im Bassbereich ist, machte schon der Test vor einigen Wochen mehr als deutlich. Nun aber liefert die M8 Leistung satt und pur an, und es geht ab wie die Hölle: Tiefgang, Bassgewalt, Nachdruck bei der Effektwiedergabe – gnadenlos schieben die Basswellen bis in die Magengrube der Zuhörerschaft. Dabei trifft der Bass exakt den richtigen Punkt, kein Nachschwingen, kein Aufweichen bei hohem Pegel: Immer kraftvoll und präzise, mit überragender Staffelung. Die nuVero 140 kennen bei der Pegelfestigkeit kein Limit, man kann hier die M8 bis ans Ende ausreizen, ohne dass es der schwäbischen Standbox schadet. Wie gut Stimmen von Instrumenten getrennt werden, ist ebenfalls vorzüglich. Rein, dynamisch, raumfüllend – die AURUM Elektronik macht sich gleich im ersten Klangbeispiel bestens, und wir sprechen hier noch von normaler CD-Qualität. 

Dieser bleiben wir noch eine Weile treu und lassen nun „Rocket“ von Goldfrapp im Remix von Tiesto laufen. Hart und präzise ertönt der Bass gleich am Anfang, nach kurzer Zeit mischt sich noch ein tieferer, sattere Bass dazu, der herausragend erfasst wird. Mit exaktem Timing und einer enormen Härte geht es voran. Trotz dieser Urgewalten in tiefen Bereichen des Frequenzspektrums kommt die Stimmwiedergabe nicht zu kurz, die mit sauberen Konturen und erstklassigem Facettenreichtum aufwarten kann. Die Trennung von Stimmen und Instrumenten gelingt ganz ausgezeichnet. Die gesamte räumliche Wirkung ist exzellent, Vocals und Effekte sowie die Grundmelodie werden bis weit in den Hörraum geschleudert. Die AURUM Elektronik würzt neutrale Tonalität mit einem Schuss Emotion, so dass pure Hörfreude entsteht. Anstatt sich streng an einer analytischen, nüchternden, teutonisch korrekten Auslegung festzuklammern, bringen P8 und M8 einen Schuss mit feinster Wärme durchzogenen Esprit mit ins Klangbild – das schätzen wir sehr. Beim Pet Shop Boys Remix des Blur-Hits „Girls And Boys“ trumpft die M8 erneut mit einer enormen Belastbarkeit bei hohem Pegel auf. Was hier den nuVero 140 an Bassgewalt entlockt wird, ist schier unglaublich. Die drei Langhub-Chassis der Schwaben-Schallwandler werden mit purer Hannoveraner Energie zu Höchstleistungen angeregt. Was die flache Endstufe an Leistung ausgibt, ist ohne Zweifel bewundernswert. Souverän und lässig, diese beiden Attribute passen perfekt. Die gelungene akustische Auslegung bewundern wir auch bei diesem Hörbeispiel wieder. 

Von Andrea Bocellis CD „Andrea“ hören wir „Dell’Amore Non Si Sa“ und „“L’Attesa“. Mit hervorragendem Tiefgang wird der erste Bassimpuls von „Dell’Amore Non Si Sa“ präsentiert. Der dann folgende Aufbau des Stückes gelingt glänzend, vor allem besticht, wie sensibel kleine stimmtypische Charakteristika wiedergegeben werden. Auch wenn Andrea die Stimme erhebt, gleitet die Wiedergabe nicht unpassend ab, sondern bleibt stabil und in der Räumlichkeit unbeeinträchtigt. Das sanfte Abklingen z.B. des Pianos beweist uns das Feingefühl, das M8 und P8 an den Tag legen. Auch zu Beginn von „L’Attesa“ beeindruckt uns wieder, wie gut die Kombination aus Andreas Stimme und dem Piano miteinander harmoniert. Dynamik, Auflösung, Detailreichtum – alles bewegt sich in Sphären, die man spontan deutlich teureren Ketten zuordnen würde. Hier zeigt sich, dass sowohl die AURUM Elektronik als auch die Nubert-Schallwandler preislich absolut fair eingestuft sind. 

Wenden wir uns nun der SACD „The Best Of Simple Minds“ zu. Hier beginnen wir mit dem ersten Track, „Don’t You (Forget About Me)“. Diese Disc ist im Hochtonbereich relativ prägnant abgemischt, dies verbirgt die Kombination aus M8 und P8 nicht. Das Auflösungsvermögen ist hervorragend, man merkt auch, wie gut sich alles räumlich verteilt. Die Stimmabmischung auf der SACD ist durchschnittlich gut gelungen, von daher ist es überraschend, wie gut sortiert sich die Stimme behaupten kann, wenn unsere AURUM Elektronik die Wiedergabe übernimmt. Wer sinnieren und überlegen genau: Seit Jahren arbeiten wir mit dieser SACD, aber noch nie konnten wir so gute vokale Konturen feststellen wie mit dieser Kombination. Die neu entwickelten Hightech-Mitteltöner der nuVero 140 tragen sicherlich auch noch ihren Teil zum Gesamterlebnis bei. Als zweiten Track wählen wir „Alive And Kicking“ an. Und hier begeistert der kraftvolle, präzise Bass, der sich aber nie unpassend nach vorn drängt, von Beginn an. Auch die Vocals überzeugen uns ein weiteres Mal. Lebendig, mitreißend, mit feinen Konturen – wir stellen fest, dass man aus dem Quellmaterial deutlich mehr herausholen kann, als uns bislang bewusst war.

Und auch „Footloose“ von Kenny Loggins, ebenfalls auf einer Stereo-SACD mit dem Soundtrack des gleichnamigen Films abgelegt, beeindruckt – durch Basskraft, Dynamik und eine tadellose Räumlichkeit. Dass die Stimme etwas arg scharf daherkommt, kann auch die AURUM/Nubert-Kette nicht verhehlen. Die akustischen Disharmonien, die uns oft massiv gestört haben, halten sich aber absolut im vertretbaren Rahmen. Man kann sogar richtig laut hören, ohne dass es zu unangenehm wird. Der flotte Rhythmus von Bonnie Tylers „Holding Out For A Hero“ liegt den AURUM Komponenten hörbar: Hier gehen immense Leistungsreserven und tadellose Impulstreue eine gelungene Verbindung miteinander ein. Die Stimme Bonnies mit ihrem speziellen Charme wird lebendig und detailreich präsentiert. Sie wird gekonnt fokussiert und somit in den akustischen Vordergrund gestellt, ohne, dass die am Song beteiligten Instrumente unterrepräsentiert würden – die Balance ist erstklassig, ohne Einschränkungen. 

Weiter geht es mit Klassik – hier greifen wir zur Deutschen Grammophon-SACD mit Ludwig Van Beethovens Symphonie Nummer 9 „Ode An Die Freude“. Wir genießen das „Allegro Ma Non Troppo, Un Poco Maetoso“. Fein und sensibel wird der Auftakt, erst leise und trotzdem facettenreich, dann dynamisch, lebendig und umfassend, wiedergegeben. So kann der Zuhörer den vollen Umfang des wunderschönen ersten Satzes komplett nachvollziehen. Man merkt deutlich: Der ambitionierte Klassik-Liebhaber liegt bei AURUM im Zentrum des Fadenkreuzes. Ihn möchte man ködern, und mit solchen Qualitäten wie im Testbetrieb gezeigt dürfte dies auch problemlos möglich sein: Wie leicht und souverän sich das Ergebnis anhört, beeindruckt zutiefst. Klar, substanzreich und fein auflösend, werden all die Attribute berücksichtigt, die der erfahrene Klassik-Hörer schätzen und brauchen, wollen sie auf hohem Niveau ihre Lieblingsmusik genießen. Wir springen in den 5. Satz „O Freude, Nicht Diese Töne“ und lauschen begeistert den Solisten Kurt Moll (Bass), René Kollo (Tenor), Hanna Schwarz (Alt) und Gwyneth Jones (Sopran) sowie der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor und den Wiener Philharmonikern unter Leonard Bernstein. Filigran, fein und sensibel ertönt der Sopran, fundiert, mit Kraft, der Bass. Exzellent kommen die choralen Elemente heraus, mit fesselnder Strahlkraft, feinster räumlicher Verteilung und enormer Lebendigkeit im gesamten Klangkörper. 

Konkurrenzvergleich

Man kann von Advance Acoustic – pikanterweise im Vertrieb von Quadral hier in Deutschland – für 2.198 EUR ebenfalls eine Vor-/Endstufenkombination ordern. Somit liegt der Gesamtbetrag, der für X-Preamp und für die X-A160 Stereoendstufe aufgerufen werden, unter der Summe, die allein für den AURUM P8 Vorverstärker fällig werden. In Anbetracht des Kaufpreises werden attraktive Leistungen von den beiden highfidelen Franzosen aufgeboten. Pegelfest, dynamisch und tonal recht neutral, überzeugen sie mit handfesten Vorteilen. Überdies gibt es sogar XLR-Terminals und auch die Möglichkeit der Nutzung des X-Preamp als USB-DAC. Bei den akustischen Qualitäten fällt aber recht schnell auf, selbst dann, wenn man nicht der absolute Profi-Hörer ist, dass die AURUM Referenz-Elektronik den Mehrpreis gerade für ambitionierte Musikliebhaber Wert ist:  Mehr Auflösungsvermögen, noch mehr Punch und Impulstreue im Bassbereich, verbesserte vokale und instrumentale Konturen und eine höher liegende Pegelfestigkeit verdeutlichen, dass der immense Preisunterschied voll gerechtfertigt ist.

Für rund 4.000 EUR eine verheißungsvolle Alternative ist der Marantz Stereo-Vollverstärker PM-11S3. Mit satten 2 x 200 Watt Leistung an 4 Ohm steht der integrierte Verstärker reinen Endstufen praktisch in nichts nach. Hervorragend verarbeitet, bietet der PM-11S3 auch akustisch ein herausragendes Niveau. Dominiert vom riesigen Ringkern-Trafo und vom Doppelmono-Aufbau, zeigt schon das Innenleben die großen Reserven auf. Akustisch beeindrucken dann Pegelfestigkeit und Räumlichkeit über alle Maßen. Möchte man wirklich noch mehr akustische Performance, darf man den Mehraufwand von rund 3.000 EUR nicht scheuen und kauft sich die AURUM Kombination aus M8 und P8. Selbst für sehr anspruchsvolle Musikhörer ist der PM-11S3 schon eine tolle Maschine, die glücklich macht. Mit noch mehr Dynamik, noch mehr Pegelreserven und einer nochmals besseren Auflösung macht die M8/P8 Kombination aber deutlich, dass man für noch mehr Geld auch noch mehr geboten bekommt. 

Fazit

Aurum P8 M8 Gruppenbild1

Das ist höchste Klangkultur, made in Germany: Mit feinster Auflösung, toller Grobdynamik, enormer Pegelfestigkeit, einer atmosphärisch über alle Maßen dichten Räumlichkeit und einer tonal sehr angenehmen, spitzigen, aber gleichzeitig harmonischen Auslegung bieten M8 für 3.000 EUR und P8 für 2.500 EUR absolut Maßstäbe setzende Leistungen in allen Belangen. Der Gesamtpreis von 5.500 EUR geht für diese überragende Kombination bis auf den letzten Cent in Ordnung, denn das Siegel „Handmade in Germany“ finden wir nur noch ganz selten, und die handwerkliche Güte bei der Herstellung ist ebenfalls sehr zu loben. Optisch dezent, zeitlos und edel auftretend, passen auch diese Attribute zum Gesamtkonzept der AURUM Elektronik. Für uns zweifelsohne in Relation zum Preis-/Leistungsverhältnis eine der besten Stereo-/Vorendstufen-Kombinationen auf dem gesamten deutschen Markt. 

Maßstäbe setzend bei allen relevanten akustischen Eigenschaften, verdient sich die AURUM P8/M8 -Kombi die höchste Testauszeichnung voll und ganz
masterpiecelogo
Stereo Vor-/Endstufenkombinationen Luxusklasse
Test 17. Juni 2015

+ Extrem leistungsfähige, pegelfeste Endstufe
+ M8 und P8 mit Maßstäbe setzender Grob- und Feindynamik
+ Angenehme, absolut stimmige Tonalität
+ Für alle Musikstile bestens geeignet
+ Herausragende Fertigungsqualität
+ Für Performance fairer Kaufpreis
+ XLR und USB Beschaltung

– USB nur bis 48 kHz

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 17. Juni 2015




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