TEST: Samsung Ultra HD-TV UE55HU8590 – „Curved-Star“ mit Premium-Qualität?

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Kaum auf dem Markt, schon bei uns: Der Samsung Curved LCD-TV UE55HU8590 mit UHD-Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln und EDGE LED-Backlight. Der Kostenpunkt für den edel anmutenden Hightech-TV beträgt laut UVP 3.499 EUR.

Overview und Ausstattungsmerkmale

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Schmaler Rahmen, Curved-Shape

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One Connect Box in schicker Optik, und mit geringer Bauhöhe

Samsung 55HU8590 Anschluesse Rueckseite

 Hier am TV wird die One Connect Box per Systemkabel angeschlossen

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 Bedienelement auf der TV-Rückseite

Kennzeichen sind neben der Curved-Wölbung des Bildschirms für mehr empfundene Bildtiefe und Bildgröße der Triple HD-Doppeltuner, der extrem schnelle Quad Core + Prozessor (agiert bis zu dreimal schneller, je nach Anwendung, wie der Quad Core-Prozessor aus 2013, z.B. bei der F9090er Serie), HDMI 2.0 (wieder befinden sich die Terminals ein einer Connect Box – somit ist der TV auch ready für zukünftige Updates mittels UHD Evolution Kit, es wird einfach die Connect Box getauscht. Dies kann in der nächsten Zeit auch mit den 2013er F9090 Modellen gemacht werden, hier kommt eine neue Connect Box.  Mehr dazu hier). Neben HDMI 2.0 ist auch der aktuelle Kopierschutz HDCP 2.2 mit an Bord, überdies wird HEVC/H.265 unterstützt. Für eine besonders nuancenreiche Farbwiedergabe ist der TV mit dem „PurColor“-Display ausgestattet. 

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 Anschlüsse

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Seitliche Anschlüsse

Alle Anschlüsse befinden sich an der One Connect Box, die mit ausgezeichneter Verarbeitung und schicker Optik aufwarten kann. Seitlich an der Box gibt es einen USB 3.0 (5V, 1A) Anschluss sowie zwei USB 2.0 Anschlüsse (5V, 0,5A). Ein IR-Out und ein optischer Digitalausgang sind auch noch seitlich vorhanden. Hinten dann gibt es Satellitentuner-Terminals (Sub und Main) für die Nutzung des Doppeltuners, denn im Falle DVB-S2 muss man zwei Kabelleitungen zuführen. Für Kabel sowie Antenne folgt dann der nächste Anschluss. Es gibt vier HDMI-Terminals: HDMI 1 ist für eine Set Top Box (STB) vorgesehen, HDMI 2 kann auch als Bild-Connection für einen DVI auf HDMI Adapter genutzt werden. HDMI 3 ist mit Audio Return Channel (ARC) ausgestattet, HDMI 4 mit MHL. Dann gibt es noch eine LAN/Ethernet-Buchse, wenn man nicht das eingebaute WLAN-Modul zur Netzwerkeinbindung verwenden möchte. Audio Out, Component InIAV In sowie Extern/RGB sind spezielle Buchsen, die mittels der mitgelieferten Adapter genutzt werden können. Eine Servicebuchse ist noch vorhanden, und natürlich das Terminal für die One Connect Leitung zum Display. Der HU8590 verfügt überdies über zwei CI+ Schächte, die auch, von hinten gesehen links, auf der Rückseite der One Connect Box zu finden sind. 

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Fußball-Modus

Samsung bietet für Fußball-Fans auch einen speziellen Fußball-Modus, der Bild und Ton entsprechend der Live-Atmosphäre von Fußball-Spielen eingestellt.  In der Praxis aber überzieht der Fußball-Modus aus visueller Sicht gnadenlos bei Farbsättigung, Kontrast und Bildhelligkeit, so dass man eher davon abraten kann, ihn einzusetzen – es sei denn, es ist draußen sehr hell. 

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„Cleane“ Rückseite

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 Manuell ausfahrbare Kamera, die für verschiedene Anwendungen (z.B. Skype, Gestensteuerung) gebraucht wird

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 Sauber im Rahmen integriert

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 Eleganter Standfuß

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 Schmaler, edler Rahmen

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 Neue Fernbedienung

Fernbedienung2

 Aus seitlicher Perspektive

Fernbedienung3

 Ergonomische Formgebung

Optisch beeindruckt der edle Fernseher mit einem  enorm schicken Standfuß-Design, das sich sehr gut der Formgebung des Displays anpasst. Trotz des gebogenen Displays kann man den HU8590 auch an der Wand aufhängen. Da die Biegung in der Praxis gar nicht so drastisch ausfällt, ist es durchaus auch noch elegant, wenn der Samsung-TV seinen Platz an der Wand findet.  Richtig schmuck wird es, wenn eine der neuen 2014er Samsung Soundbars darunter hängt. Dann nämlich kann man dank „Sound Connect“-Funktionalität drahtlos per Bluetooth eine unter dem TV hängende Soundbar ansteuern. Die Klangwiedergabe erfolgt dann automatisch immer über die Soundbar. Dank Bluetooth Power On aktiviert sich zudem die Soundbar, wenn auch der TV angeschaltet wird. Natürlich hat Samsung auch eine hochwertig wirkende neue Fernbedienung kreirt, leider aber können wir Ihnen nur von den Erfahrungen mit den Exemplaren, die wir auf der Roadshow in den Händen hatten, berichten. Unserem HU8590 Testgerät lag leider gar keine Fernbedienung bei, so dass uns nichts anderes übrig blieb, als eine ältere Samsung TV-Remote mit konventioneller Tastatur aus unserem Repertoire zu nehmen. Natürlich haben wir alternativ auch die Steuerung mittels App gesteuert. Die App ist für Smartphones und Tablets und für Android- sowie Apple iOS-Devices erhältlich. Übrigens – mit der Samsung Multimedia Fernbedienung ist dank eingebautem Mikrofon auch eine Sprachsteuerung möglich. Ferner kann man den TV mittels einfacher Gesten steuern. Man kann, bevor man loslegt, einen Test zur Funktion der Gestensteuerung machen. Hier ist zu beachten, dass in abgedunkelten Räumen diese nicht optimal arbeiten kann, da sie in Verbindung mit der – nicht besonders lichtempfindlichen – manuell ausklappbaren Kamera funktioniert. Insgesamt ist die Gestensteuerung noch nicht ganz ausgereift und birgt noch Verbesserungspotential. 

Ersteinrichtung

Die Ersteinrichtung erfolgt nach dem üblichen Samsung-Schema. Wir Zunächst wird die Sprache festgelegt, dann erfolgt direkt im nächsten Schritt die Einbindung ins Heimnetzwerk. Im dritten Schritt stimmt man den Geschäftsbedingungen und Datenschutzlinien für den Samsung Smart Hub zu, wenn man diesen nutzen möchte. Im folgenden Step gibt man das Land ein, in dem der TV steht. Es folgt die Auswahl zwischen TV-Empfang, Satelliten- oder Kabelbox oder kein TV (nur Anzeige). Hier ist „TV-Empfang“ die korrekte Option in den meisten Praxisfällen. Nun fragt der TV nach dem automatischen Sendersuchlauf. Hier kann man aussuchen: Beides, terrestrisch/Kabel oder Satellit. Nehmen wir als Beispiel terrestrisch/Kabel. Hier kann man sich zwischen Antenne und Kabel entscheiden, wir haben Kabel verwendet. Nach dem Treffen der Einstellungen beginnt dann der Sendersuchlauf.  Dieser geht recht zügig vonstatten, viele Konkurrenten brauchen hier länger. Allerdings haben wir auch nur Vergleiche mit 2013er Konkurrenten. Der Sendersuchlauf wird ohne Probleme durchgeführt. Dann wird die Uhrzeit eingestellt, anschließend per Eingabe der Postleitzahl der Dienstanbieter für die Betreiberdienste (z.B. Kabelanbieter) bestimmt. Dann ist der TV einsatzbereit. 

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Integriert ist auch eine elektronische Bedienungsanleitung

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 Menü „Unterstützung“

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 Menü „System“

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 Menü „Smart Hub“

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Menü „Netzwerk“

Alle Menüs sind übersichtlich aufgebaut und im Großen und Ganzen sind die Funktionen auch logisch in die zugehörigen Menüs integriert. 

Smart Hub und Multimedia

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Übersicht am unteren Bildschirmrand

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 Einschaltbildschirm

Natürlich ist der Samsung Smart Hub mit an Bord, gewohnt mit vielen vorinstallierten Apps bestückt, und gut aufgeteilt, dass man nicht den Überblick verliert. Neu ist die Übersicht am unteren Bildschirmrand, hier kann man auf Wunsch, ohne in den Smart Hub zu gehen, direkt auf verschiedene Anwendungen aus allen Bereichen zugreifen (z.B. YouTube, Facebook, aber auch den 3D-Betrieb oder verschiedene Quellen). Der TV zeigt in dieser Leiste, wenn man keine Favoriten konfiguriert, die zuletzt benutzten Betriebsarten, Quellen und Apps. Man kann auf Wunsch alle zuletzt betrachteten Inhalte löschen. Favoriten werden nicht gelöscht.

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Spiele

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 Neu gestalteter App Store

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 Neues aus dem App Store

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 Trending

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 Multimedia-Bildschirm, hier kann man z.B. auch auf Netzwerkgeräte zugreifen

Neu beim Smart Hub ist direkt beim Einschaltbildschirm mit dem laufenden TV-Programm unten die Rubrik „Trending“ neben dem TV-Programm, der Zeitleiste und der TV-Aufzeichnung (hier sammelt der Samsung-TV Sendungen, die auf ein angeschlossenes USB-Medium aufgezeichnet wurden, übersichtlich nach Monaten, auf Wunsch kann man sich auch z.B. die Sendungen anzeigen lassen, die man noch nicht angesehen hat). Unter „Trending“ versteht Samsung eine Einordnung von beliebten Hashtags zu nachgefragten TV-Sendungen (z.B. Champions League oder Tagesschau). Dieses Feature ist Twitter-basiert. Der Leser findet eine Einordnung nach Geschlechts- und Altersverteilung gleich zur dazugehörigen populären Sendung. In neuer grafischer Aufmachung mit großen Symbolen und enormer Übersicht empfiehlt sich Samsungs App Store darüber hinaus mehr denn je, um eine Vielzahl neuer Anwendungen auf den TV zu holen. Insgesamt stehen gut 5 GB an Speicher für Apps zur Verfügung (ab Werk ca. 540 MB belegt). Das reicht für zahlreiche Downloads. 

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Schnell bootet der TV und man kann gleich fernsehen

Apropos Downloads und auch andere Bedienprozesse: Ebenso wie bei der hochwertigen Upconversion von niedriger auflösendem Material (dazu später mehr) merkt man auch bei Downloads neuer Apps, beim Verwenden von Internet-Applikationen, dem Öffnen von Browser-Fenstern des freien Internet-Browsers und bei der Anwahl von Menüfunktionen die sehr kurzen Reaktionszeiten des TVs. Beim Starten bootet der TV überdies sehr schnell in rund 3 Sekunden. Der Quad Core +  Prozessor steigert demnach tatsächlich noch die Performance unter allen Bedingungen und ist kaum ans Limit zu bringen, selbst bei Multitasking nicht. natürlich ist ein schnelles Netzwerk mit entsprechend flotter Internet-Anbindung hier Grundvoraussetzung, um bei internetbasierten Anwendungen die volle CPU-Power auch nutzen zu können. 

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Screen Mirroring

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 Funktioniert schnell und zuverlässig

Der HU8590 hat natürlich auch die Möglichkeit zum Screen Mirroring, wenn Smartphone oder Tablet entsprechend kompatibel sind. Man muss das anfragende Smartphone nur einmal zulassen, dann funktioniert das Abbilden des Screens über den TV zuverlässig. 

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Zugriff auf PCs und Server im Netzwerk

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 Auch MKV-Container werden wiedergegeben

Mittlerweile ist es eine Selbstverständlichkeit, dass moderne Smart TVs Kontakt zu PCs und Servern im Heimnetzwerk aufnehmen, um Musik-, Foto- und Videodateien über den TV wiederzugeben. Demnach gelingt dies natürlich auch dem HU8590. HiRes-Audiodateien im Flac Format gibt er nicht wieder, das wird bei einem TV aber auch nicht wirklich benötigt. Mit Videos im MKV-Container in SD- und HD-Qualität hat der Samsung keine Probleme, und er realisiert hier eine Bildqualität, die absolut erstklassig ist. 

Bild

Display Basic Check:

Zunächst suchen wir einen Bildmodus, der schon „Out Of The Box“ ein ausgewogenes Bild bietet. Bei Samsung gibt es nicht viel Auswahl, Standard, Dynamisch, Natürlich und Film sind vorhanden. Wir raten, wenn im abgedunkelten Raum qualitativ hochwertig Material betrachtet werden soll, zum Film-Modus. Der Modus „Natürlich“ z.B. stellt Farben immer noch zu kalt  dar. Weiterer Vorteil des Film-Modus: Alle Rauschfilter, weiteren Bildverbesserer bis auf die 1.000 Hz Zwischenbildberechnung werden deaktiviert, so dass man dies nicht mehr manuell tun muss. 

Nun starten wir mit dem PLUGE-Testbild, bei dem die korrekten Helligkeitseinstellungen vorgenommen und gecheckt werden können.  Gleichzeitig kann man hier schon Schwarzwert und Helligkeitsverteilung beurteilen. Die Helligkeit ist ab Werk auf „45“ voreinstellt. Das ist schon äußerst präzise, das sollte man auch so belassen. Schon bei „46“ wird der Unterschwarz-Balken sichtbar, was nicht erwünscht. Die Helligkeitsverteilung/Homogenität setzt neue Maßstäbe für Edge LED-LCDs. Nur in den äußersten Ecken sind kleine Hotspots, die noch nicht einmal auffallen, wenn man direkt vor dem TV steht. Das ist hervorragend! Wenn man sich direkt mittig vor dem TV platziert, ist der Schwarzwert exzellent. Geht man weiter nach außen, nimmt die Tiefe des Schwarz allerdings etwas ab. 

Das nächste Testbild sind die „Reverse Grey Ramps and Steps“. Hier sieht man erst einmal, dass der HU8590 ein exzellentes Kontrastverhältnis ohne jedes Clipping bietet. Auch im Über-Weiß und Unter-Schwarz kann man noch differenzieren. Der Blickwinkel spielt beim Genuss des bestmöglichen Kontrastes übriges eine weniger bedeutende Rolle als beim Schwarzwert. Oft gibt uns die Grautreppe auch schon zu erkennen, dass das jeweilige Panel einen deutlichen Farbstich hat – nicht so beim HU8590 nicht der Fall. Nur ein extrem geringer, rötlich-erdiger Einschlag ist bei genauer Betrachtung zu erkennen. 

Der HU8590 hat einen RGB-Modus, so kann man ohne Filterbrille das Farbdecoding begutachten. Hier sehen wir, dass sowohl Rot als auch Grün und auch Blau herausragend decodiert werden. So eine gute Leistung bei diesem Testbild hatten wir noch nicht gesehen – dass bei allen drei Primärfarben eine so fehlerlose Decodierleistung geboten wird, verdient Applaus. Hier hoffen wir, dass alle Chargen eine so hohe Displaygüte bieten wie unser Testgerät. 

Wählt man das Bildformat „Bildanpassung“, wird ein komplettes FullHD (nicht UHD!) Testbild ohne Overscan dargestellt. Wie sieht es mit der Bildschärfe im Bildfeld „Kino“ aus? Ab Werk steht die Schärfe auf „20“ in einer Skala bis „100“. Das Bild wirkt knackig scharf und es tritt kaum Ringing auf. Der Kinofan, der ein besonders angenehmes und augenfreundliches Bild fokussiert, kann die Schärfe auf 10 bis 15, je nach Gusto, herabsetzen. Höher als 20 sollten aber selbst Schärfe-Fanatiker nicht anwählen. 

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Bravourös – Farbraum-Darstellung und Treffen des korrekten Weißpunktes

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 Absolut hervorragend – so gute Werte hatten wir beinahe noch nie

Wie sehen die Ergebnisse bei den Messungen aus? Wir können erneut nur die Hoffnung äußern, dass alle Besitzer ein solches Gerät ihr Eigen nennen können wie unser Testgerät. Denn die Messungen im Display Basic Check ebnen weiter den Weg zu einem brillanten Testergebnis. Der HD-Farbraum wird exzellent getroffen, sowohl Primär- als auch Sekundärfarben liegen genau mittig und somit im Idealbereich. Eine minimale Abweichung gibt es nur bei blau, es liegt trotzdem noch im Toleranzbereich, ist aber minimal zu dunkel, was man bei der Grafik mit der Darstellung der Gammut-Luminanz auch erkennt. 

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Gute, auf 2,2 optimierte Gammakurve, aber nicht absolut perfekt

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 Gammapunkt

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 Überragend – RGB-Balance

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 Besser geht es kaum noch – Konstanz der korrekten Farbtemperatur (6500 Kelvin) bei  unterschiedlichen Bildhelligkeitsstufen

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 Nur geringe Abweichungen

Die Präzision, mit der der Weißpunkt getroffen wird, setzt in allen Helligkeitsbereichen Maßstäbe.  Weiter geht es mit der Gammakurve, die auf den Wert 2,2 optimiert ist, dadurch bietet sich hier noch die Möglichkeit zur Nachoptimierung z.B. auf 2,375. Dann ist das Bild etwas dunkler. Überragend ist der TV bei den Messdiagrammen von Farbtemperatur und RGB-Balance. Bei der Farbtemperatur wird der Idealwert 6.500 Kelvin beinahe bei jeder Bildhelligkeitsstufe erreicht, lediglich in den untersten drei Helligkeitsstufen ist das Bild minimal zu warm und die Farbtemperatur folglich etwas zu niedrig. Auch die RGB Balance legt die Messlatte höher, die drei Linien der Primärfarben Rot, Grün und Blau liegen beinahe genau übereinander und bilden eine Linie. 

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Bilanzierend muss man sagen: Top-Leistung!

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 Nur keine Bestwerte beim Gamma

Bilanzierend setzt der HU8590 eine neuen Bestwert im Display Basic Check – wir sind gespannt, wie er sich sonst in der Bildwertung schlägt. 

Video-EQ:

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Video-EQ

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 Multi-Link-Screen mit Start-Tipps

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 Praktisch – mit verschiedenen Fenstern kann man den HU8590 wie einen großen PC-Monitor nutzen

Nun stellen wir den Video-EQ vor. Wie schon erwähnt, bringt er vier Bildfelder mit: Standard, Dynamisch, Natürlich und Film stehen zur Disposition. Weitere Parameter auf der ersten Seite des Video-EQs: Hintergrundbeleuchtung, Kontrast, Helligkeit, Schärfe, Farbton, Bildmodus anwenden (alle Quellen oder Quell-selektiv), Bildformat (automatisch breit, 16:9, Breitenzoom, Zoom, 4:3, Bildanpassung, Smart-Anzeige 1, Smart-Anzeige 2) , Multi-Link-Screen öffnen (der HU8590 verfügt über einen Multi-Link-Screen, hier können parallel verschiedene Fenster auf dem Bildschirm, maximal 4, angezeigt werden. Man kann wählen z.B. zwischen Web Browser, Samsung Apps, TV, YouTube…), 3D (3D-Modus, 3D-Perspektive, Tiefe, L/R-Wechsel, 3D–>2D, 3D-Autoansicht), Picture in Picture und Erweiterte Einstellungen sowie Bildoptionen.

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Erweiterte Einstellungen

Diese beiden Untermenüs werden wir uns nun genauer anschauen. Bei den Erweiterten Einstellungen finden sich: Optimalkontrast, Schwarzton, Hautton, Nur RGB-Modus (zum Test des Farbdecodings), Farbraum (Auto, Nativ, Benutzerdefiniert – bei Benutzerdefiniert kann man Rot, Grün, Blau individuell konfigurieren), Weißabgleich (2 oder 10 Punkte, einstellbar sind RGB Gain und RGB Offset), Gamma (nicht ganz so präzise Gamma-Einstellungen möglich) sowie Bewegungsgesteuerte Beleuchtung (Stromverbrauch durch Helligkeitsregelung, die an Bewegungen angepasst wird, reduzieren). 

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Bildoptionen

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 Motion Plus als 1.000 Hz Frame Interpolierer arbeitet sehr gut und bietet eigene Justagemöglichkeiten oder vordefinierte Programme

Im Menü „Bildoptionen“ kann man den Farbton einstellen (Kalt, Standard, Warm1, Warm2), die Option „digital aufbereiten“ wählen, zudem den MPEG-Rauschfilter justieren, HDMI-Schwarzpegel und HDMI UHD Color (für perfekte Farbwiedergabe bei UHD-Quellen), Filmmodus und Motion Plus (Frame Interpolation) nach Wunsch einstellen. Motion Plus als Zwischenbildberechnung kommt mit verschiedenen Programmen: Klar, Standard und Glätten. Wählt man „Benutzerdefiniert“, kann man Unschärfeminderung, Judder-Minderung, und LED Clear Motion nach eigenem Gusto einstellen. In der Einstellung „Standard“ arbeitet Motion Plus mit sehr guter Bewegungsschärfe, das Bild erscheint überdies immer noch natürlich und nicht mit künstlichem Touch. 

Natives 4K-Material

Was kann der TV, wenn man ihm natives 4K-Material von einem PC zuspielt? Hier haben wir uns eine Sequenz angeschaut, in der einer asiatischen jungen Dame hochwertiges Essen dargeboten wird. Detailaufnahmen von einem gebratetenen Stück Geflügen und von Garnelen wirken enorm plastisch – hier merkt man überdies gleich den Curved-Effekt, denn die Bildtiefe wird als besonders intensiv wahrgenommen. Überdies zeigen auch diese UHD-Bewegtbilder, dass der HU8590 in der Lage ist, feine Kontrastdifferenzen sauber abzubilden. Die exzellente Farbwiedergabe, die äußerst geringe Rauschneigung des Panels und die sehr saubere Bewegungsdarstellung sind weitere Pluspunkte. Vergleichen wir mit 2013er UHD-TVs, dann erscheint das Bild des HU8590 noch eine Idee sauberer, feiner und bewegungsstabiler. Normalerweise, dies sei ehrlich erwähnt, würde man keine Differenzen sehen, wenn man nicht gleich daneben ein Vergleichsgerät aufgebaut hat. Da waren die 2013er TVs, z.B. von Samsungs Modellereihe F9090, schon so gut, dass es wirklich nur im direkten Vergleich auffällt, dass die 2014er TVs noch besser agieren. bei einem sich drehenden Teller mit Garnelen sieht man auch exakt die Spiegelungen im Porzellan. Das Gesicht der hübschen jungen Asiatin erscheint fein heraus modelliert, der Glanz in ihren Augen und die Haut mit all ihren Nuancen kommen sehr plastisch heraus. 

Full HD 3D-Wiedergabe

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3D-Brille

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Leicht, sitzt aber nicht unter allen Bedingungen perfekt

Exzellent beherrscht der HU8590 die Wiedergabe von nativem Full HD-3D-Material mittels aktiver Shutterbrille. Zunächst waren wir im vergangenen Jahr etwas irritiert, dass Samsung – wie übrigens auch Panasonic – bei der 3D-Darstellung auf einem UHD-Display auf aktive und nicht auf passive Brillen setzt. Hauptnachteil passiver Brillen war immer der Auflösungsverlust auf einem Full HD-Display. Dieser Auflösungsverlust ist aufgrund des simultanen Erzeugens von zwei Bildern fürs rechte und linke Auge zwar auch bei einem UHD-Panel gegeben, aufgrund der vierfachen Pixelanzahl im Vergleich zu einem Full HD-Display aber bleibt für linkes und rechtes Auge immer noch ein Full HD-Bild übrig. Also eigentlich genug – trotzdem aber setzt Samsung nach wie vor auf die aktive Shutterbrille und verweist auf die enorm gute Auflösung. Das stimmt auch, aber dafür haben sich, so kennen wir es, immer noch Nachteile in die Bildwiedergabe gemischt. Besonders das Flimmern rund ums Bild in helleren Räumen, Crosstalk und Ruckeln, sowie eine selbst bei neueren Modellen immer noch feststellbare Empfindlichkeit des 3D-Aktivsystems gegenüber Kopfbewegungen wären hier aufzuzählen.

Mit Spannung erwartet wurde daher in der Redaktion die Güte des 3D-Bildes, welches der HU8590 mit aktivierter Motion Plus Funktion (Programm „Standard“) und dem Bildmodus „Film“ bei der 3D-Version von „Avatar“ in der Eröffnungssequenz und im 6. Kapitel bereitstellen konnte. Schon nach der kurzen, flotten Kamerafahrt gleich zu Beginn über die Planetenoberfläche Pandoras wurde uns klar: Auch, was die 3D-Wiedergabe betrifft, ist Samsungs „Kurvenstar“ ein Könner und somit ein Siegertyp. Die flüssige, scharfe Bewegungswiedergabe, das enorm saubere Bild beinahe ohne Ghosting und die geringen Helligkeitsverluste und Farbverfälschungen sorgen für sehr zufriedene Gesichter. Nur die Empfindlichkeit gegenüber dem Neigen des Kopfes nach unten konnte Samsung dem aktiven Brillensystem nicht ganz austreiben. Das Bild wird dann dunkler, zudem nimmt die Farbintensität etwas ab. Da wir gerade beim Meckern sind – eine Offenbarung stellt auch der 3D-Brillentyp nicht dar, den Samsung mitliefert. Zwar ist die Brille sehr leicht, aber Brillenträgern, die die 3D-Brille über die normale Brille ziehen möchten, rutscht die 3D-Brille leicht herunter, und zudem kommt Restlicht von links und rechts zum Auge, da die Brille seitlich komplett offen ist. Daher bietet es sich an, im abgedunkelten Raum 3D-Material zu betrachten.

Ansonsten fährt der HU8590 sein volles Bildqualitäts-Programm auf: Das Langstreckenraumschiff ist von innen schlichtweg perfekt detailliert, bis in die hintersten Ebenen, als die Cyro-Schlafkabinen herausfahren, ist der Bewegungsablauf flüssig, keine Unschärfen sind zu erkennen. Die Bildschärfe ist von der vordersten bis in die hinterste Bildebene auf Top-Niveau. Und auch die kühle Farbgebung im Inneren des Langstreckenraumschiffs kommt sehr gut heraus. Was an 3D-Güte möglich ist, beweist uns der Samsung einige Sekunden zuvor, die Wassertropfen tanzen frei schwebend vor Jakes Gesicht – so gut haben wir diese Sequenz selten gesehen. In den Außenaufnahmen im All begeistert der ruhige Flug des Raumschiffs, die Oberfläche der Sonnensegel werden scharf und artefaktefrei abgebildet. Als das Raumschiff mit dem riesigen Planeten im Hintergrund auf sein Ziel zusteuert, wird die Flugbahn akkurat, ohne Flimmern oder Ruckeln, dargestellt. Gerade diese schwieriger kurze Sequenz wurde bislang noch nie so gut dargestellt. Wir springen ins 6. Kapitel, und Jake Sully macht hier in Gestalt seines Avatars den ersten Ausflug in den exotischen Dschungel Pandoras. Als Flugsaurier neben dem Helikopter auftauchen, wird das Rudel fein durchzeichnet und mit toller Raumwirkung dargestellt. Die tosenden Wasserfälle und der knapp darüber fliegende Helikopter zeigen eine hohe Treffsicherheit des HU8590, Objekte räumlich exakt zu positionieren und dem Zuschauer ein echtes, authentisches räumliches Gefühl zu vermitteln. Als der Helikopter dann mitten im Dschungel landet, durchzeichnet der Samsung Curved UHD jede Pflanze exakt, die wehenden Farnblätter kommen plastisch heraus. Die unterschiedlichen Grüntöne arbeitet der TV realistisch heraus, beim Thema Farbwiedergabe im 3D-Betrieb hatten wir noch nie einen Samsung-TV und auch kaum ein Konkurrenzprodukt, das so gut gearbeitet hat – Kompliment. Die seltsame Mischung aus Affe und Frosch, die sich im Dschungel Avatars von Ast zu Ast hangelt, wird vom HU8590 mit fein detaillierter Hautoberfläche präsentiert, die Bewegungsabläufe sind, wie wir schon zuvor festgestellt haben, sehr sauber. Was uns noch aufgefallen ist: Als Jake seine Orientierungsrunde mit Waffe im Anschlag dreht, fliegt eine Vielzahl von Insekten im Bild herum. Noch nie hat ein Fernseher mit 3D-Funktion in unserem Testraum diese Insekten so plastisch und in verschiedene Ebenen präzise sortiert dargestellt. 

Konvertierung Full HD Material von 2D nach 3D

Wie konvertiert der Samsung 2D-Content nach 3D? Wir haben es anhand des 007-Films „Ein Quantum Trost“ überprüft. Und auch hier sind wir voll des Lobes: mehr Gesamtplastizität, nur minimal weniger Schärfe als beim reinen 2D-Bild und lediglich geringe Farbverfälschungen beweisen uns auch hier das Können des HU8590. Bewegungsabläufe sind nicht ganz so ruhig wie bei nativem 3D und nativem 2D Material, aber immer noch stabiler als bei manchem Konkurrenten bei nativem 3D-Material, also auch hier eine richtig gute Leistung. Mehr Bildtiefe, z.B. als die Kamera zu Filmbeginn auf die Verfolgungsjagd zoomt, oder beim Stadtbild von Siena, sorgt für einen intensiveren Bildeindruck.

Wiedergabe BD/1080p, 2D

2D-Material von Blu-ray wird im 2D-Betrieb ebenfalls in hoher Qualität dargestellt. Das Kapitel „Der Krieg“ der Blu-ray der „Avengers“ sieht ausgezeichnet aus. Im Film-Modus freuen wir uns über authentische Farben und einen ausgewogenen Kontrast. Alle Arten von Bewegungen werden stabil und ohne Schärfeverluste dargestellt. Ganz gleich, ob der Helm von Captain America, der Hammer des Halbgottes Thor oder die Außenhaut der gepanzerten Riesenechse – die Detaillierung ist extrem gut, trotzdem ist die Gesamtschärfe so gut ausbalanciert, dass kein Ringing an Objektkonturen entsteht. Ebenfalls fehlen Artefakte beinahe gänzlich, und zu guter Letzt ist auch noch kaum Rauschen auf dem Panel zu sehen. Hervorragend stellt der HU8590 auch Hauttöne dar, mit feiner Nivellierung, jede Pore der Haut, jedes Härchen oder jede Narbe bzw. Verletzung kommt exakt heraus. Die brennenden Autos und die mit Trümmern übersäte Straße wirken so echt, dass man sich mitten im Geschehen auf dem Screen wähnt. 

Upconversion 576i auf UHD

Kann man sich mit dem HU8590 noch altes 576i SD-Material, zum Beispiel von DVD, ansehen, oder ist die Bildqualität dann so schlecht, dass man lieber wegschaut, als dem filmischen Geschehen zu folgen? Wir haben es mit „Star Wars Episode III“ in DVD-Form ausprobiert und die Eröffnungssequenz mit der gelben Laufschrift, dem großen Sternzerstörer und der Raumschlacht oberhalb von Coruscant angeschaut. Und man kann festhalten: es ist beachtlich, was der HU8590 selbst aus einer DVD herausholt. Die gelbe Laufschrift kommt mit authentischer Farbgebung und ruhigem Lauf heraus. Der Sternzerstörer fliegt ruhig und sicher, und die Gesichter von Obi-Wan und Anakin in ihren Raumjägern sind gut herausgearbeitet. Daher kann man selbst SD-Material auf dem Samsung anschauen – natürlich darf man hinsichtlich Schärfe und Rauschverhalten keine Wunder erwarten, denn die enorm niedrige Auflösung hinterlässt schon sichtbare Spuren. 

TV-Tuner

Der TV-Tuner bietet ebenfalls keinen Anlass zur Klage, weder im DVB-S- noch im DVB-C-Betrieb. 720p Signale der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender werden sauber und klar sowie farbecht übertragen, allerdings legt der Samsung gnadenlos offen, wenn es sich um nicht in HD produziertes, schlecht hochgerechnetes Material handelt. Neuere Filme und Serien oder Nachrichtensendungen, die in HD produziert wurden, bieten eine sehr gute Schärfe, verbunden mit gelungener Bewegungswiedergabe und hohem Kontrast. Mit Ringing, Artefakten und nur durchschnittlicher Schärfe sind SD-Sender verständlicherweise nicht die erste Wahl, ist der Betrachtungsabstand größer, kann man sich aber auch diese ansehen. Dank des eingebauten Doppeltuners kann man ein Programm anschauen und parallel ein anderes aufnehmen, das ging bei den Topmodellen 2013 allerdings auch schon. 

Curved-Effekt

Einer Frage müssen wir noch nachgehen: Wie wirkt sich der gebogene Curved-Bildschirm auf das Betrachten von Inhalten aus? Unsere Antwort: Sehr positiv. Durch die gebogene Form hat man zum einen den Vorteil, dass die Bildschirmecken vom Betrachter genauso weit entfernt sind wie die Bildschirmmitte. Dies ist einem homogenen Bildeindruck förderlich. Des Weiteren hat der Anwender den Eindruck, dass das Bild größer und weitläufiger sowie bezüglich der Bildtiefe weiter nach hinten gestaffelt ist. Durch das Vermögen des HU8590, auch kleine Kontrastdifferenzen mit großer Sicherheit herauszuarbeiten, steigt in der Verbindung mit der Wölbung des Bildschirms der Eindruck enormer Bildtiefe. Der Blickwinkel aus horizontaler Sicht ist, wie wir es bereits im ersten Preview festgestellt haben, überraschend groß. Problemlos kann man daher auch mit mehreren Personen Filme betrachten. Die Person aber, die zentriert sitzt, genießt den besten Schwarzwert und den besten Kontrast sowie einen exzellenten Eindruck räumlicher Weite. Bei der Wiedergabe von nativem 3D-Material überzeugt der gebogene Bildschirm ebenfalls, auch hier ist ein Zugewinn an Bildgröße und auch an Tiefe festzustellen, was für einen besonders intensiven, aber gleichzeitig überraschend natürlichen 3D-Bildeindruck sorgt.  Weiterer kleine Vorteil: Von der Seite her dringen durch die Biegung weniger störende Reflexionen auf den Bildschirm vor. Für uns ist Curved demnach tatsächlich ein interessantes Thema und keinesfalls Spielerei, letzten Endes aber muss der Anwender im Selbsttest entscheiden, ob ihn Curved-TVs faszinieren oder ober lieber ein herkömmlicher Flat-TV ins Haus soll. 

Klang

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Einstellmöglichkeiten im Klangmenü inklusive EQ

Übrigens – sogar die Klangqualität fügt sich ins Gesamtbild ein. Im Modus „Musik“ bringt der HU8590 sogar die Fähigkeit mit, musikalisches Material gefällig und recht lebendig abzubilden. Selbst Bässe sind vorhanden, und auch die Pegelfestigkeit ist ordentlich. Für eine Übergangszeit kann man also mit der Klangqualität gut leben, und selbst, wenn man z.B. eine 5.1 Anlage  hat, diese aber nicht für jede Nachrichtensendung anwerfen möchte, genügen die Lautsprecher des HU8590 problemlos. 

Konkurrenzvergleich

Vergleichen wir den HU8590 mit TVs der 2013er Generation, so zeigen sich Fortschritte. Wir beginnen mit einem Vergleich mit der Samsung F9090er Serie von 2013. Nach wie vor bleibt der Flat TV F9090 ein tolles Gerät, mit noch mehr Gesamtplastizität, noch besserer Farbdarstellung, besserem Detailkontrast sowie tieferem Schwarz aber beweist der HU8590 gerade in den Basis-Bildparametern, dass noch Steigerungen möglich sind. Dank des extrem schnellen Prozessors erledigt der HU8590 alle ihm anvertrauten Aufgaben noch flotter und präziser. Hier kann aber der F9090-Eigner hoffen, denn für ca. 350 bis 400 EUR kommt eine neue UHD Evolution One Connect Box für diese Bauserie (ebenso für S9 Timeless) auf den Markt. Schnelligkeit und noch höhere Bildgüte bezüglich der Basisparameter, verbunden mit dem speziellen Curved-Bildeindruck – das sind also die Vorzüge des HU8590, dessen herausragende Qualität noch nicht einmal besonders teuer bezahlt werden muss.  Der Panasonic WT600 wurde auf der IFA vorgestellt und ist nur im großen 65 Zoll Format lieferbar. Der exzellente TV ist sorgfältig verarbeitet und bietet gerade in den beiden THX-Bildmodi nach wie vor außergewöhnliche visuelle Qualitäten. Allerdings weist der 2014er HU8590 aus dem Hause Samsung den Panasonic bei der Bewertung der elementaren Bildparameter durch den Display Basic Check erstaunlicherweise in die Schranken. Schon der WT600 war richtig gut, aber der Samsung legt nochmals eine Schippe drauf, gerade bei RGB-Balance, Weißpunkt sowie Konstanz der 6500 Kelvin Farbtemperatur in Abhängigkeit von der Bildhelligkeit. Panasonic und Samsung setzen bei der 3D-Bilddarstellung übrigens beide auf aktive Shutterbrillen und zeigen, was alles in dieser Technologie steckt.  Wir können schon mal mit 2014er Sony-UHD-TVs kurz vergleichen, hier haben wir die X95 Baureihe, allerdings noch nicht völlig serienfertig, bereits begutachten können. Das Hochskalieren von Full HD-Material gelingt auch bei Sony nahezu makellos, zudem ist die Farbgebung sehr lebendig und natürlich. Schwarzwert und Kontrast wirken ausgesprochen gut. Den weiter oben angesprochenen Curved-Effekt können die gerade geschnittenen Sony-Displays nicht bieten, wir wagen trotzdem die Prognose, dass die X95-Modelle zu hartnäckigen Konkurrenten werden.

Fazit

Samsung 55HU8590 Front1

Der Samsung 55HU8590 ist unser neuer Maßstab bei den bislang von uns getesteten TV-Geräten. Sein Geheimnis ist, dass er keine Schwächen kennt und auch noch mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis punkten kann. Wir können nur hoffen, dass unser Testgerät kein positiver Ausreißer war – wenn Samsung die bei unserem HU8590 gezeigte Qualität in jedem Seriengerät verwirklicht, wird es hart für die Konkurrenz. Dass der TV im Curved-Shape auftritt, verschafft ihm überdies weitere Vorteile, wie ein als größer und tiefer empfundenes Bild. Mit den besten Ergebnissen, die wir je registriert haben, begeistert der HU8590 im Display Basic Check. Er stellt überdies natives 4K-Material mit faszinierender Farbtreue und grandioser visueller Sauberkeit und Dynamik dar. Blu-rays rechnet die extrem schnelle, leistungsstarke CPU-Einheit mit Quad Core + Prozessor in erstklassiger Güte auf die native Panelauflösung von 3840 x 2160 Pixeln hoch. Selbst SD-Material kann man auf dem HU8590 betrachten. Das multimediale Angebot, das Samsung offeriert, ist schier unerschöpflich, die Verknüpfung von konventionellen mit modern-multimedialen Leistungsmerkmalen ist Samsung sehr gut gelungen – trotz der Ausstattungsvielfalt ist der HU8590 problemlos beherrschbar. Die im Gerät integrierte Bedienungsanleitung und die Hilfetexte zu allen Funktionen stellen sicher, dass man sich schnell mit dem hochwertig verarbeiteten und edel anmutenden Curved-UHD-TV anfreunden wird. 

Neuer Maßstab: Der Curved-UHD-TV Samsung 55HU8590 brilliert mit nie zuvor gesehener Bildqualität, extremer CPU-Power und lückenloser Ausstattung
masterpiece
UHD-TVs bis 60 Zoll Oberklasse
Test 09. April 2014

+ Neue Referenz im Display Basic Check
+ Neue Referenz bei der 3D-Wiedergabe mit aktiver Shutterbrille
+ Herausragende Upconversion von Full HD-Signalen
+ Extrem leistungsstarke CPU-Einheit
+ Curved-Shape für mehr Bildtiefe und empfundene Bildgröße
+ Lückenlose Ausstattung
+ Guter Klang
+ Fairer Kaufpreis

– Wenig Bildprogramme

Test: Carsten Rampacher
Display Basic Check: Philipp Kind
Bilder: Sven Wunderlich
Datum: 09. April 2014




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