UPDATE: Denon und Marantz auf der High End 2017

Für Denon und Marantz (D&M) ist die High End 2017 eine besonders wichtige Messe. Daher verwundert es nicht, wenn die nun zu Sound United gehörenden Unternehmen eine besonders reichhaltige Produktauswahl mit nach München nehmen.

Update 17.05.: Denon hat mit dem AVR-X2400H und AVR-X1400H auch zwei veredelte Bestseller-Modelle mit im Gepäck, siehe unten.

Bei Denon im Fokus steht eine groß angelegte Heimino-Vorführung. Hierbei kommt allerdings als AV-Zentrale nicht das 2016er Modell AVR-X6300H mit 11 Kanälen zum Einsatz, sondern der bereits ältere, durch entsprechende Updates aber immer auf der Höhe der Zeit gehaltene 9.2 AV-Netzwerk-Receiver AVR-X7200WA. Der Denon Stand im Atrium 4.1/F111 und F112 ist daher eine lohnenswerte Adresse gerade für denjenigen Anwender, der sich die objektbasierten Audio-Formate dts:X und Dolby Atmos in einer Live-Vorführung anhören und sich von 3D-Sound umgeben lassen möchte. Doch nicht nur das: Bei Denon (und auch bei Marantz) gibt es schon seit geraumer Zeit für die Top AV-Receiver für 150 EUR ein Upgrade (online bestell- und abrufbar) für das dritte objektbasierte Audioformat Auro-3D der belgischen Galaxy-Studios. Daher fließen in die Denon-Vorführung auf der High End auch Auro 3D-Quellen ein. Als zusätzliche Verstärker für das 7.2.6 Setup auf der High End dienen Vollverstärker aus der 2500NE-Serie. 

Denon AVR-7200W Front Seitlich1

Hier unser Test-Fazit zum AVR-X7200WA vom 30. März 2016:

„Der Denon AVR-X7200WA besticht durch die nahezu konkurrenzlos umfangreiche und gleichzeitig sinnvolle Ausstattung. Dolby Atmos und DTS:X inklusive der jeweiligen Surround-Aufpolierer gibt es gleich ab Werk, für 150 EUR extra findet überdies Auro-3D inklusive Auro-Matic den Weg in den Neunkanal-Netzwerkreceiver. Dass Auro-3D extra kostet, finden wir etwas schade, auch wenn sich generell die Frage stellt, ob man das dritte objektbasierte Audioformat überhaupt braucht. Da Auro-Matic ein herausragender Aufpolierer ist, kann man diese Frage aber durchaus auch bejahen.

Kraftvoll, dynamisch, pegelfest, mit dichter Räumlichkeit: Der AVR-X7200WA beeindruckt bei Mehrkanal-Musik- und Filmton-Material gleichermaßen. Im Stereobetrieb bietet er ein präzises, lebendiges und homogenes Klangbild – auch hier findet sich demnach kein Anlass zur Klage. Die Leistungsstärke des 7200WA liegt schon beinahe auf dem Level von Vor-/Endstufenkombinationen, nur beim Kaufpreis hält sich der vergleichsweise günstige große AV-Receiver angenehm zurück. Dass dies keinesfalls auf Kosten der Gesamtqualität geht, verdeutlicht auch die exzellente Videosektion mit den beiden sehr gut gelungenen ISF-Bildmodi. Derzeit dürfte es kaum eine bessere Möglichkeit geben, 3.000 EUR für eine AV-Schaltzentrale auszugeben – der AVR-X7200WA demonstriert Ausgewogenheit auf höchstem Niveau und verdient sich eine besondere Kaufempfehlung“.

Denon AVR-7200W Innenleben Gesamt

Der innere Aufbau wirkt noch hochwertiger als beim AVR-X6300H

Denon-AVR-X6300H-Innenleben-Gesamt

Der AVR-X6300H von innen

Wie sieht die Performance des AVR-X7200WA aus heutiger Sicht aus? Immer noch überzeugt der 7200 mit sehr homogenem Klang und einer überzeugenden Pegelfestigkeit. Etwas mehr Pegel verdauen die neueren 11-Kanal-Maschinenn SC-LX901 von Pioneer und TX-RZ3100 von Onkyo. Dafür begeistert der 7200 immer noch mit enormer akustischer Homogenität, kaum ein anderer AV-Receiver klingt so angenehm. Noch voll auf der Höhe der Zeit ist auch die Videosektion, die nicht nur durch das saubere Upscaling auf bis zu 4K, sondern auch durch die beiden ISF-Bildmodi, im Fazit erwähnt, punkten kann.

Denon möchte auch die ersten 2017er AVR-X-AV-Receiver auf der High End zeigen. Schon angekündigt wurde das neue Einstiegsmodell AVR-X540BT für 329 EUR – Test bei uns folgt. Hier nochmal in Kürze alle Fakten:

Denon AVR-X540BT

  • 5.2-Kanal-AV-Receiver mit 130W pro Kanal
  • 4K/60 Hz Full-Rate-Passthrough, HDR, ARC und HDMI CEC
  • 5 HDMI-Eingänge, 3 davon mit voller HDCP 2.2-Unterstützung (das ist mehr als bei der Konkurrenz z.B. von Pioneer, Yamaha, die nur 4 HDMI-Eingänge bieten)
  • Integrierte Blutooth-Funktion für Musik-Streaming
  • Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio – bei dem Kaufpreis kann man kaum ernsthaft bemängeln, dass kein dts:X und kein Dolby Atmos Duet (für 3.1.2 Setups, die man mit 5 Endstufen realisieren kann) an Bord ist. 
  • MP3, WMA, FLAC und MPEG-4/AAC-Dateien über USB-Eingang an der Vorderseite
  • Automatische Lautsprecher-Kalibrierung über ein mitgeliefertes Messmikrofon
  • Setup-Assistent, Denon 500-Serie Remote-App (Bluetooth-basiert)
  • Intelligenter Eco-Modus
  • Erhältlich in Schwarz für 329 EUR, bereits im Handel
Update

Der AVR-X2400H tritt in große Fußstapfen, denn der Vorgänger AVR-X2300W kann als eines der am besten beurteilten Produkte in der Geschichte von Denon gelten. Dennoch will der Hersteller sich selbst überbieten. Die Modelle der X-1000er Serie zählen zu den beliebtesten AV-Receivern und müssen besonders bezüglich ihrer Preis-/Leistung überzeugen.

Das größere Modell ist, wie der AVR-X1400W, ein 7.2-Kanal-AV-Receiver, bringt aber mit 150 Watt pro Kanal gegenüber 145 Watt pro Kanal ein wenig mehr Leistung mit. Insgesamt acht HDMI-Eingänge und zwei Ausgänge stehen dem AVR-X2400H zur Verfügung. Die Raumeinmessung übernimmt Audyssey MultEQ XT, mithilfe der neuen Audyssey MultEQ Editor App für iOS und Android kann der Nutzer die Einstellungen besonders fein justieren. Ebenfalls mit an Bord ist die HEOS Multiroom-Technologie für unkompliziertes Streaming.

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AVR-X2400H

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Mit Fernbedienung und Mikro

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Rückseite

Selbstverständlich werden die objektbasierten Tonformate Dolby Atmos und DTS:X dekodiert, aber auch die Video-Einheit des neuen Denon AVRs kann sich sehen lassen. Dolby Vision-Support ist bereits integriert, HLG wird erst per Firmware-Update nachgereicht. Etwas schade ist, dass nur einer der acht HDMI-Eingänge 4K Ultra HD inklusive HDCP 2.2 und HDR mit BT.2020, Wide Color Gamut und 4:4:4 unterstützt.

Im Bereich der Musikwiedergabe kann natürlich auch auf Netzwerk-Streaming oder Bluetooth zurückgegriffen werden. AirPlay und Internetradio sowie Streaming-Dienste (Deezer, TIDAL, JUKE!, Spotify Connect) sind ebenfalls mit dabei. Mit High-Resolution Audio-Dateien hat der AV-Receiver ebenfalls kein Problem und unterstützt DSD bis 5.6 MHz.

Ein Installations-Assistent für eine unkomplizierte Einrichtung ist integriert und auch der Eco-Modus für geringen Energieverbrauch fehlt nicht.

Der AVR-X1400H begnügt sich mit insgesamt sechs HDMI-Eingängen und 145 Watt pro Kanal sowie einem HDMI-Ausgang. Ebenso wie beim AVR-X2400H verfügt nur einer der HDMI-Eingänge über HDCP 2.2-Support sowie den vollen HDR-Umfang. Dolby Atmos und DTS:X sind aber auch hier dabei, schließlich ist auch das kleine Modell in der Lage, eine 5.1.2-Konfiguration problemlos zu befeuern. Der AVR-X1400H ist auch mit einer soliden Video-Sektion ausgestattet, die FullHD-Inhalte auf UltraHD skaliert (kein SD).

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AVR-X1400H

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Rückseite

Beim Einmess-System macht Denon keinen Unterschied und auch der AVR-X1400H ist mit Audyssey MultEQ XT ausgestattet und bietet Kompatibilität zur MultEQ Editor App. Bluetooth sowie die volle Netzwerk-Konnektivität ist gegeben, auch die HEOS Multiroom-Integration steckt im Gerät.

Beide Geräte sollen ab Juni 2017 in Schwarz erhältlich sein. Die UVP beträgt jeweils 699 EUR (AVR-X2400H) bzw. 559 EUR (AVR-X1400H). Wann das für Firmware-Update für HLG kommt, ist noch nicht bekannt gegeben worden.

Marantz

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PM-10 und SA-10

Bei Marantz im Mittelpunkt steht die seit Februar erhältliche 10er Referenz-Serie: der PM-10 Vollverstärker und der SA-10 SACD-Player. Hier nochmal alle wichtigen Features der Hightech-Stereo-Komponenten:

Marantz PM-10: 

  • Neuer Vollverstärker der Referenzklasse
  • Vier Leistungsverstärkerkanäle im Bridged-Modus (zwei Schalterverstärkermodule pro Kanal) für maximale Leistung und Lautsprecher-Kontrolle)
  • Symmetrisches Konzept vom Eingang bis zum Lautsprecher für massefreies Signalmanagement
  • Hohe Leistung: 200 Watt pro Kanal bei 8 Ohm und 400 Watt pro Kanal bei 4 Ohm
  • Müheloses Ansteuern vieler verschiedener Lautsprechertypen
  • Sehr großer Dynamikbereich dank einer Stromversorgung, die blitzschnell riesige Strommengen bereitstellen kann
  • Vollsymmetrischer Aufbau aller Sektionen in Vor-und Endstufe
  • Marantz Hyper Dynamic Amplifier Module (HDAM) in der Vorverstärkerstufe
    Dual-Mono-Endstufenkonfiguration
  • Separate Netzteile für Vorverstärker und Lautstärkeregler sowie für die einzelnen Endstufenkanäle
  • Diskrete Phono-Stufe für MC- und MM-Tonabnehmer, separates abgeschirmtes Gehäuse
    Hochwertige mechanische Konstruktion mit Doppelschicht-Chassis, fünf Millimeter starkem Aluminium-Topcover, massiver Aluminiumfront, kupferbeschichtetem Chassis und Lautsprecheranschlüssen aus hochreinem Kupfer
  • Besonders starke Kupfer-Platinen für die Ausgangsstufe und die Hauptnetzteile

Marantz SA-10:

  • Komplett neuer Transportmechanismus SACD-M3 für CD, Super Audio CD und weitere Medien
  • Wiedergabe hochauflösender Audiodateien von DVD-ROM
  • USB-Eingang für Hi-Res-Audio bis PCM / DXD 384 kHz / 32 bit und DSD 11,2 MHz
  • Aufwändige vollständige Isolation des USB-Eingangs und der anderen Digitaleingänge zur Vermeidung der Übertragung von Rauschen
  • Innovatives Upsampling auf DSD und Filterung mit einzigartiger Marantz Musical Mastering-Streamingtechnologie
  • Komplett neu entwickelte direkte Marantz Musical Mastering-Konvertierung (1-Bit) von DSD in Analogsignale
  • Hochwertige analoge Ausgangsstufe mit Marantz HDAMs
  • Großzügig dimensioniertes Netzteil mit Ringkerntransformator
  • Dedizierter Kopfhörerverstärker mit vollständig diskreter Konstruktion

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HD-DAC1

Des Weiteren zeigt Marantz die MusicLink-Serie, die aus dem HD-AMP1 Vollverstärker, dem HD-DAC1 Kopfhörerverstärker und dem HD-CD1 CD-Player besteht. Den Kopfhörerverstärker mit USB-DAC Marantz HD-DAC1 für 799 EUR haben wir bereits vor geraumer Zeit getestet, hier unser Fazit vom 05. Februar 2016: „Der Marantz HD-DAC1 ist ein exzellent verarbeiteter Kopfhörer-Verstärker in exklusiver Optik. Er ist für die gebotenen, enormen akustischen Leistungen sogar als preiswert einzustufen. Er arbeitet aufgrund seiner zahlreichen Fähigkeiten am liebsten mit hochwertigen Kopfhörern zusammen. Hinsichtlich seiner Auslegung wird ein kultivierter Auftritt auf höchstem Level mit emotionaler Spielweise verbunden. Detailarbeit, Impulstreue und räumliche Ausprägung sind sehr zu loben. Mit reichhaltiger Anschlussbestückung und kompletter Bedienmöglichkeit mittels Fernbedienung wartet der HD-DAC1 ebenfalls auf. Die Fernbedienung wirkt nur nicht sonderlich hochwertig, und da wir gerade bei den wenigen Kritikpunkten sind: Wir würden uns einen gerasterten Lautstärke-Drehregler wünschen. Insgesamt aber ist der HD-DAC1 ein exzellentes, modern ausgerichtetes Device, das ungemein viel Hörfreude bringt“. 

Auch im Bereich Heimkino wartet Marantz mit Neuerungen auf: Die Slimline Serie mit Premium-AV-Receivern in platzsparenden Gehäusen wird komplett auf neuesten Stand gebracht.

Update

Auch Marantz zeigt neue AV-Receiver auf der High-End in München, namentlich den NR1608 und NR1508:

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Marantz NR1608

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Rückseite NR1608

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Marantz NR1508 in Silber

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Rückseite NR1508

Zu den neuen Marantz Netzwerk-AV-Receivern gibt es hier bereits eine News-Meldung: Klick!

 

Special: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Datum: 13. Mai 2017; Update 17. Mai 2017




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