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DVB-T2 HD: Auch RTL & ProSiebenSat.1 ohne natives 1080p

DVB-T FMT Nuernberg

Fast alle großen Sender haben inzwischen angekündigt, ihre Programme via DVB-T2 HD in 1080p-Vollbildauflösung verbreiten zu wollen. Doch keiner dieser Sender wird auch wirklich natives 1080p anbieten können. Sowohl die RTL-Gruppe als auch ProSiebenSat.1 erklärten auf Anfrage, dass auch für DVB-T2 die Programme weiterhin in 1080i produziert würden. Erst im „Playout“ für die DVB-T2-Ausstrahlung erfolgt dann eine Umwandlung der Halbbilder in Vollbilder. Den echten Vorteil der höheren Bewegtbildschärfe einer progressiven Bilddarstellung wie man sie von Blu-ray Disc & DVD kennt, wird man daher nicht erleben können. Immerhin erfolgt aber bei den Privatsendern kein Upscaling sondern man erhält eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln wie bei der Verbreitung der Programme über Kabel oder Satellit.

Anders sieht es bei ARD und ZDF aus. Diese werden ihre Programme vorerst für die DVB-T2-Ausstrahlung von 720p auf 1080p hochskalieren. Beim ZDF wird es voraussichtlich noch einige Zeit dauern, bis die Sendeabwicklung für 1080p geeignet ist. Bei der ARD ist das 720p-Upscaling zunächst einmal für den Pilotbetrieb mit „Das Erste HD“ vorgesehen. Auf Anfrage, ob zum DVB-T2 HD-Start im Frühjahr die ARD in der Lage sein wird, ihre Programme in nativem 1080p zu produzieren, gibt es bislang noch keine konkrete Aussage. Laut Angaben der ARD Digital-Pressestelle seien die Planungen für den DVB-T2-Regelbetrieb noch nicht abgeschlossen.

Zumindest für Aufzeichnungen der Programme bietet DVB-T2 HD einen eindeutigen Vorteil: Die effizientere HEVC/H.265-Kompression ermöglicht niedrigere Datenraten und erfordert somit weniger Platz auf der Festplatte zur Archivierung.

Der DVB-T2 HD-Einführungsbetrieb beginnt in vielen Regionen Deutschlands mit einem sechs HDTV-Sender umfassenden DVB-T2-Multiplex Ende Mai.

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