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„Apple Music“ im Detail – Das bietet Apples neuer Musik-Streaming-Service (Update)

Apple Music

Apple hat heute seinen neuen Musik-Streaming-Dienst „Apple Music“ vorgestellt, der schon Ende Juni an den Start gehen soll. Apple beschränkt sich bei dem Angebot nicht alleine auf das Streaming von Musik, die bislang nur zum Kauf im Tunes Store erhältlich war sondern will sich durch verschiedene besondere Services von der Konkurrenz abheben.

Der Musik Streaming-Service wird mit iOS 8.4 direkt in die Musik-App von iOS-Geräten integriert. Neben klassischen Playlists, die der Benutzer individuell festlegen kann, gibt es auch Vorschläge für individuelle Playlists, die anhand der persönlichen Präferenzen erstellt werden. Dabei werden auch die bereits in der Musikbibliothek vorhandenen Titel berücksichtigt. Laut Apple sollen die Vorschläge nicht einfach anhand eines Computer-Algorithmus erstellt werden sondern auch auf handselektierte Vorschläge zurückgreifen.

„Beats 1“ ist ein globales 24 Stunden-Radioprogramm, welches unter Beteiligung des ehemaligen BBC Radio 1-DJs Zane Lowe produziert wird. Das Programm hat den Anspruch, Top-Musik aus allen Genres und auch moderierte Magazine mit Interviews und Gästen bieten. Die Sendungen werden in Studios in London, New York und Los Angeles produziert. Neben „Beats 1“ wird es für Abonnenten auch noch mehrere themenbasierte „Apple Music“-Radiosender z.B. für Rock oder Hip-Hop geben.

„Connect“ ist die „Social Media“-Komponente von Apple Music. Hier sollen Künstler die Möglichkeiten erhalten, mit ihren Fans in Verbindung zu treten. Diese Möglichkeit steht nicht nur bereits etablierten Musikern zur Verfügung, sondern soll auch dazu dienen, für neue Talente eine Plattform zu bieten, die bislang noch keinen Plattenvertrag haben. Die Künstler können bei Connect eigene Texte, Bilder und Videos veröffentlichen.

Apple Music wird auch mit „Siri“ verknüpft: Man kan den persönlichen iOS-Assisten z.B. auffordern, die Top-Titel eines bestimmten Jahres oder Genres abzuspielen.

Apple Music soll am 30. Juni 2015 in über 100 Ländern starten. Der Service wird Teil des Updates von iOS 8.4 für das iPhone, iPad und den iPod touch sein. Ebenfalls wird ein Update für die Mac-Version von iTunes mit Apple Music Veröffentlicht. Neben einem Windows-Update für iTunes soll im Herbst auch eine Android-App folgen.

Das Abo von Apple Music kostet 9,99 USD pro Monat. Die ersten drei Monate werden gratis sein. Ohne Kündigung wird nach Ablauf der Probezeit automatisch ein kostenpflichtiges Abo aktiviert. Zum Preis von 14,99 USD kann man auch ein Abo abschließen, welches von bis zu sechs Familienmitgliedern genutzt werden kann. Die deutschen Preise wurden noch nicht bekannt gegeben. Das Abo umfasst auch eine Offline-Wiedergabefunktion.

Ein kostenpflichtiges Abo ist nur für das Musik-Streaming-Angebot erforderlich. Das Radioprogramm Beats 1 und Connect lassen sich auch ohne Abonnement kostenlos nutzen.

Zur technischen Qualität des Streaming-Angebots wurden von Apple keine Angaben gemacht. Es gibt noch keine Infos darüber, welcher Audio-Codec und welche Bitraten zum Einsatz kommen.

Im Rahmen der Präsentation wurde von Apple auch noch keine direkte Integration von Apple Music in HiFi-Systeme und AV-Receiver angekündigt wie sie z.B. Spotify, Napster und Tidal bieten. Um Apple Music auf einem hochwertigen Soundsystem zu nutzen, muss man zunächst auf die vorhandenen Verbindungs-Möglichkeiten wie Docking-Station, Kopfhörer-Anschluss bzw. drahtlos Bluetooth oder AirPlay zurückgreifen.

Update: Verschiedene US-Medien haben inzwischen bereits eine Vorschau von Apple Music erhalten. Diese geben zum Teil etwas genauere Infos zur Technik: Laut einem Bericht von SlashGear soll Apple die Musik-Streams mit einer Bitrate von 256 kbps komprimieren. Andere Dienste wie Spotify oder auch Beats Music nutzen eine Bitrate von bis zu 320 kbps. Gegenüber Re/Code erklärte Apple ausserdem, dass Apple Music für zahlende Kunden auch die Möglichkeit bieten soll, Musik oder Videos zur Offline-Wiedergabe herunterzuladen.

Bildquelle: Apple

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