XXL-TEST: Teufel Ultima 25 Aktiv - Master-/Slave-Set mit HDMI ARC, DAB+/FM-Tuner und Bluetooth 5.0
Klangtestreihen
Da die Wiedergabemöglichkeiten der Teufel Schallwandler sehr vielseitig sind, möchten wir zunächst in unserer Klangwertung den DAB+-Tuner genauer unter die Lupe nehmen. Um den bestmöglichen Empfang zu erhalten, muss die im Lieferumfang befindliche DAB-Antenne angeschlossen sowie ausgerichtet werden. Nach einem kurzen Suchlauf stehen uns zahlreiche Radiostationen zur Disposition. In nächsten Schritt gehen wir ins umfangreiche System-Menü. Dort angekommen, können wir den Lautsprecherabstand sowie weitere Parameter konfigurieren. Wir starten die Wiedergabe des Senders "Antenne Bayern", auf dem gerade "Uprising" von Muse läuft. Die elektronischen Effekte und die Drums zu Beginn des Titels, wirken harmonisch und facettenreich auf uns. Die Stimme von Frontmann Matthew Bellamy löst sich sehr gut von den Schallwandlern und wird auch aus tonaler Sicht stimmig präsentiert. Die 165 mm-Tiefmitteltöner aus Fiberglas mit Phase-Plug liefern einen sehr gut strukturierten Bassbereich, der weder überladen oder überfordert wirkt.
Nun checken wir die Wiedergabe via Bluetooth und spielen den "Berliner Aktivisten" "Long Way To Go" von der Andreas Diehlmann Band zu. Dieser Track beginnt mit einer Akustikgitarre, die erstaunlich genau und klar herausgearbeitet wird. Bereits nach wenigen Momenten nimmt der Titel dann an Geschwindigkeit und Effekten zu, die Gesamtwiedergabe bleibt klar, strukturiert und sauber. Überragend wird die Stimmfarbe von Andreas getroffen, die mit ihrer Rauigkeit und Rauigkeit charismatisch präsentiert wird. Auch im Bassbereich gibt es keine Kritik. Tiefe Frequenzen kommen präzise heraus und haben ein tadelloses Volumen. Etwas verwundert sind wir vom möglichen Maximalpegel, den die Teufel Lautsprecher abliefern können - allzu hoch liegt dieser nicht, hier ist Luft nach oben. Für kleinere Hörräume ist der Maximalpegel aber vollkommen ausreichend.
Weiter geht es mit "Bad Memories" von Meduza, James Carter feat. Elley Duhé & Fast Boy. Die Eingangspassagen können die Ultima 25 Aktiv tadellos umsetzen, und als der Titel fahrt aufnimmt, liefern uns die beiden Tiefmitteltöner sehr präzisen und kräftigen Bass. Die dargestellten Stimmcharaktere werden solide getroffen und überzeugen mit einer tadellosen Differenzierung.
Für das nächste Klangbeispiel haben wir uns für die gefühlvolle Künstlerin Gabrielle Grace mit "I Wish That I Could Tell You" entschieden. Auch dieser Titel beginnt mit einer Akustikgitarre, die sehr glaubhaft und realistisch in Szene gesetzt wird. Als Gabrielle dann mit ihrer zarten Stimme in den Titel einsteigt, sind wir begeistert, was uns der 25-mm-Hochtöner mit Phase-Plug und Waveguide anbietet. Die Stimme wirkt luftig, leicht, und besitzt einen tadellosen Wiedererkennungswert. Als der Titel facettenreicher wird, überzeugen uns die Ultima 25 Aktiv mit einem authentischen und überraschend fein auflösenden Klangbild. Der Bassbereich kann auch bei diesem Stück mit einem kräftigen Fundament überzeugen. Auch als Gabrielle zur Kopfstimme übergeht, wird die Stimmcharakteristik nie aggressiv oder harsch, selbst bei Maximalpegel nicht.
Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit "Flowers" von Miley Cyrus. Auch bei diesem Titel sind wir von den Ultimas überrascht, wie präzise und detailliert Myleys sehr spezielle Stimmfarbe umgesetzt wird - auch be gehobenem Pegel bleibt die vokale Charakteristik voll erhalten, der Klang wird weder harsch noch unsauber. Die gebotene Räumlichkeit überzeugt ein weiteres Mal, und die Loslösung des Klangs von den Membranen gelingt ebenfalls ausgezeichnet.
Konkurrenzvergleich

- HECO Aurora 200 P: Wir starten unseren Konkurrenzvergleich mit der HECO Aurora 200P. Diese sind ausschließlich in der von uns getesteten schwarzen Farbvariante für einen Paarpreis von 749 EUR erhältlich. Um die Aktivlautsprecher vielseitig nutzen zu können, unterstützen sie Bluetooth 5.0 inklusive aptX. Darüber hinaus offerieren die Aurora 200 P einen HDMI-Eingang für die Einbindung eines TVs. Somit können Inhalte vom TV mittels HDMI-ARC ohne Aufwand auf den HECO Speakern wiedergegeben werden. Die Lautsprecher bieten, wie die Teufel Schallwandler, keinerlei Netzwerkschnittstellen und können somit auch nicht in einem Multiroom-Verbund eingesetzt werden. Die HECO Aurora 200P sind ebenfalls als Master/Slave-Lautsprecher konzipiert. Die Gehäuse der kompakten Lautsprecher bestehen aus MDF, die Front sowie die Oberseite besitzen ein hochglanz-lackiertes Finish, die Seitenwangen sowie die Rückseite sind mit Furnier beschichtet. Die lackierten Flächen weisen ein sehr gute Oberflächenqualität auf und auch das verwendete Furnier ist ordentlich aufgebracht. Unserer Meinung nach könnten die Ecken der Gehäuse etwas abgerundet sein, wirken diese doch etwas scharfkantig. Im Inneren des Masterlautsprechers werkelt ein Class D Verstärker, der mit 2 x 35 Watt Dauer- und 2 x 70 Watt Spitzenleistung. Weitere Quellen wie z.B. ein CD-Player, Netzwerkspieler oder eine Spielekonsolen lassen sich mittels eines optischen Digitalkabels und der optischen Anschlussbuchse realisieren. Für die Einbindung eines externen Subwoofer steht ein Subwoofer-Vorverstärkerausgang zur Verfügung. Ebenfalls kann ein Plattenspieler mit MM-Tonabnehmer-System eingebunden werden. In unseren Klangtestreihen bescherten uns die Aurora ein sehr breiten und räumliches Stereobühnenbild und punktete mit einer sehr guten Differenzierung im Hochtonbereich. Beim Mittel- sowie Tieftonbereich meisterten die HECO Speaker ruhigere Stücke tadellos, bei dynamischeren Titeln mussten wir stellenweise Einstellungen am Hoch- sowie Tieftonbereich vornehmen. Positiv überrascht hat uns die Performance bei der Wiedergabe von Filmton. So wirkten die Dialoge zwischen den Protagonisten absolut klar und authentisch und selbst dynamische Szenen mit vielen parallel stattfindenden Effekten präsentierten die HECO Speaker hervorragend.

- ELAC Debut Connex DCB41: Weiter geht es in unserem Vergleich mit den ELAC Debut Connex DCB41. Mittlerweile sind Kieler Aktivlautsprecher in den Farbvarianten schwarze Eiche, Orange, Royal Blau sowie Walnuss für einen Kaufpreis von 529 EUR im Handel erhältlich. Die ebenfalls nach dem Master/Slave-Prinzip arbeitenden Schallwandler, unterstützen Bluetooth inklusive aptX und verfügen am Hauptlautsprecher, über einen HDMI ARC Anschluss. Dadurch kann auf den Lautsprechern ebenfalls der TV-Ton wiedergegeben werden. In der Anschlusssektion befinden sich eine USB-B Buchse (gekoppelt an einen 96 kHz/24-Bit-DAC) und einem optischen Digitaleingang und endet mit einem 2-Kanal-Cinch-Eingang, den man über Kippschalter wahlweise in einen Phono-Input verwandeln kann. Dank des Subwoofer Pre-Outs können die beiden kompakten Lautsprecher in größeren Lokalitäten von einem zusätzlichen aktiven Subwoofer unterstützt werden. Hier hält Elacs Debut-Serie auch passende Optionen bereit. Die Verarbeitung entspricht dem Standard der Preisklasse, wie aber schon bei den passiven Debut-Lautsprechern, ist sie erwartungsgemäß nicht auf dem Level, das man normalerweise von der Kieler Manufaktur kennt. Einfache Materialqualität, mit sichtbaren Schrauben eingepasste Chassis und ein Lautsprecher-Schutzgitter, das nicht magnetisch, sondern nach alter Väter Sitte mit Zapfen in entsprechenden Vertiefungen auf der Schallwand befestigt wird: Hier merkt man schon, dass der Rotstift angesetzt wurde. Klanglich zeichnet die Lautsprecher ein sehr guter Hochtonbereich aus, der selbst bei kritischen Stimme fast immer stabil blieb. Dem Tieftonbereich fehlt es leider an Punch und an der notwendigen Präzision. Über eine dediziertes Display verfügen die Elac Speaker ebenfalls nicht. Es informieren an der Front des Hauptspeaker, LEDs über den Betriebszustand.

- Q Acoustics M20: Abschließen möchten wir unseren Konkurrenzvergleich mit den Q Acoustics M20. Für 499 EUR steht das Q Acoustics Aktivlautsprecher-Set M20 bereit, das nach dem Master-Slave-Prinzip funktioniert. Kernmerkmale des wahlweise in weißer oder schwarzer Ausführung lieferbaren Sets sind Bluetooth 5.0 mit aptX HD für kabelloses Streaming bis 48 kHz/24-Bit, ein eingebauter USB-DAC (für die direkte Verbindung zu Notebook oder PC, bis 192 kHz//24-Bit), proprietäre P2P (Point-to-Point) Gehäuseverstrebungen für steife Gehäuse ohne störende Geräusche und ein großer 22 mm Hochtöner, komplett entkoppelt, für eine besonders hohe Räumlichkeit im Hochtonbereich. Ergänzt wird die Treiberbestückung von einem 125 mm Tiefmitteltöner. Die Ausgangsleistung der Zweiwege-Bassreflex-Lautsprecher liegt bei 2 x 65 Watt. Frequenzen zwischen 55 Hz und 22 kHz werden wiedergegeben, und mit einer Höhe von 279 mm, einer Breite von 170 mm und einer Tiefe von 296 mm sind die Schallwandler wirklich kompakt. Das saubere Finish mit den gerundeten Ecken und dem schicken Unibody-Gehäuse ist alles andere als selbstverständlich für die Preisklasse. Die Anschlussbestückung der britischen Schallwandler kann sich ebenfalls sehen lassen, so verfügen diese über einen USB-B Anschluss, einen optischen Digitaleingang, einen Stereo-Cinch-Eingang und einmal 3,5 mm Miniklinke analog. Dank des Pre-Out kann auch ein aktiver Subwoofer verbunden werden. Leider verfügen die Q Ascoustics Schallwandler über keinen HDMI Eingang, um den TV komfortabel ins Setup zu integrieren. In unserer Klangwertung boten die Aktivlautsprecher, viel Klang für wenig Cash.
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