XXL-TEST: Mackie CR2-X Bar Pro und CR6S-X - Desktop-Soundbar Set mit Subwoofer für den Schreibtisch
Klang
Nun möchten wir wissen, wie es um die klangliche Leistungsfähigkeit unserer Testprobanden steht und starten unsere Klangtestreihen. Wir spielen unserer Mackie-Kombo den Titel "Stay" als Coverversion von Ghost feat. Patrick Wilson zu. Da der Tester den Titel auch sehr gerne im privaten Umfeld hört, sind wir gespannt, wie sich die Mackie Komponenten hier schlagen. Der Titel beginnt nach ein paar Sekunden mit einer Gesangseinlage von Tobias Forge. Dessen Stimme ist rauchig und charismatisch. Trotz der dadurch gegebenen hohen Anforderungen kann die Mackie Bar Pro überzeugen und das vokale Element glaubwürdig und mit Wiedererkennungswert darstellen. Als Patrick Wilson, US-amerikanischer Schauspieler und Sänger, im Refrain eingreift, sind wir von der Darbietung ein weiteres Mal positiv überrascht. Auch der Mackie CR6S-X Subwoofer unterstützt die Soundbar tatkräftig mit einem dynamischen Bassbereich. Er liefert kräftige und harte Bässe zugleich, wirkt aber teilweise etwas unpräzise. Erstaunt sind wir vom maximalen Pegel, welchen wir mit dem kompakten Schreibtisch-Ensemble bei diesem Track fahren können.
Weiter geht es mit "Escapism" von Raye & 070 Shake. Der sehr Rap-lastige Titel mit harten Basspassagen und dem sehr schnellen Sprechgesang ist eine echte Herausforderung, gerade für preisgünstige Lösungen: Schon nach ein Sekunden geht es in dem Titel gleich mit harten Bässen und Rayes Sprechgesang kräftig zur Sache. Die Stimmfarbe von Raye wird recht facettenreich präsentiert, insgesamt ist die Dynamik gut für ein solches System, anspruchsvolle Anwender vermissen natürlich maximale Struktur und maximalen Punch. Beim Subwoofer benötigten wir einige Hörversuche, bis wir die richtige Pegeleinstellung gefunden haben. Anschließend liefert er ein ordentliches und stimmiges Bassfundament. Als der Titel dann schneller wird und zahlreiche weitere Facetten einfließen, bleibt die Wiedergabe sehr sauber und in sich schlüssig.
Nun möchten wir wissen, wie sich das Mackie System bei "Creepin" von Metro Boomin, The Weeknd & 21 Savage schlägt. Dieser Titel ist eine hervorragende Mischung aus RnB- und melancholischen sowie feinen Pop-Vibes. Der zu Beginn des Titels erklingende Chorgesang wird mit einer ordentlichen Struktur von der Mackie Bar Pro und dem CR6S-X dargestellt. Ebenfalls gut gefällt uns die Darstellung der feinen Vokals, diese lösen sich sehr gut von der Soundbar und wirken sogar aus räumlicher Perspektive überzeugend. Die Synthesizer-Effekte werden klar und differenziert im Hörraum abgebildet. Der kompakte Subwoofer liefert stets eine kräftige Unterstützung mit erstaunlich üppigen Volumen. Aber auch hier fehlt es etwas an Präzision und Struktur.
Als Nächstes haben wir uns für "Show Me How to Live" von Audioslave entschieden. Der Titel startet mit einem Gitarrenriff sowie Drums, beides können die Mackie-Komponenten realistisch und mit guter Struktur darstellen. Die Stimme des leider bereits verstorbenen Chris Cornell ertönt mit gut ausbalancierter Prägnanz und die verschiedenen Stimmfacetten werden für ein solches Produkt tadellos dargestellt. Mal wirkt die Stimme von Chris sehr tief und dann geht diese über zu einer Art Schreigesang. Der externe Subwoofer kommt mit der gefühlvollen und dann wieder explosiven Wiedergabe prima zurecht. Er liefert ein sattes und stimmiges Bassfundament ab.
Etwas gefühlvoller und ruhiger geht es bei unserem nächsten Klangbeispiel zu. Wir starten die Wiedergabe von "I Wish That I Could Tell You" von Gabrielle Grace. Die zu Beginn des Titel erklingende Akustikgitarre wird überraschend sauber, präzise und authentisch in Szene gesetzt wird. Auch die gefühlvolle und zärtliche Stimme von Grace können die Mackie-Komponenten gut in unserem Hörraum präsentieren. Als der Titel dann facettenreicher wird, überzeugt die Bar Pro in Verbindung mit dem CR6S Subwoofer mit einer differenzierten Wiedergabe und kräftigen Gesamtwiedergabe. Auch als Gabrielle zur Kopfstimme übergeht, wird die Stimmcharakteristik nie zu harsch, selbst bei höheren Pegeln nicht.
Abschließen möchten wir unsere Klangtestreihen mit einer Coverversion von "Last Resort" von Falling In Reserve. Los geht der Titel mit Bläsern, welche die Mackie Bar Pro ordentlich darstellen kann - natürlich nicht auf dem Level einer guten Stereo-Lösung, aber für dieses Konzept kann man kaum Kritik üben, gerade dann, wenn man auch den Kaufpreis mit ins Kalkül zieht. Das Klavier, das von Frontmann Ronnie Radke gekonnt bedient wird, erklingt ausgewogen. Erstaunt sind wir, wie die Bar Pro mit der doch sehr fordernden Stimmfarbe klar kommt. Diese präsentiert sich mit einer sehr guten Loslösung von der Soundbar. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Instrumente wie Piano, Bläsern und facettenreichen Gesang klappt nahtlos.
Konkurrenzvergleich

- Mackie CR2-X Cubes und CR6S-X: Konkurrenz kommt aus dem eigenen Hause und besteht aus den Desktop Speakern CR2-X Cube und dem Subwoofer CR6S-X. Diese sind ebenfalls ausschließlich in einer schwarzen Variante für eine UVP von 444,08 EUR zu haben. Bei Amazon z.B. ist das Set bereits für rund 426 EUR erhältlich. Die Cubes besitzen ebenfalls die BMR-Treibertechnologie. Die „Balanced Mode“ Radiatoren sorgen für einen sauberen und durchsetzungsfähigem Sound, welches wir durch unsere Klangtestreihen bestätigen können. Die Cubes sowie die Bar Pro haben uns mit einer eine erstaunlich realistische Stimmwiedergabe und einer tadellose Differenzierung überzeugt. Ebenfalls lobend erwähnen möchten wir die recht offen sowie luftig wirkende Räumlichkeit. Fürs Musikstreaming vom Smartdevice ist zudem Bluetooth 5.0 integriert. Der Mackie CR6S-A Subwoofer präsentiert sich einem Kunststoffgewand, welches solide verarbeitet ist. Er besitzt einen 6,5 Zoll großen Tieftöner, der nach unten abstrahlt. Da der CR6S-A über kein Wireless Modul verfügt, muss eine Kabelverbindung zum Hauptlautsprechers der Cubes hergestellt werden. Beides Sets haben ihre Daseinsberechtigung, so würden wir das Set mit den Cubes bei der Verwendung eines Laptops favorisieren und die Bar Pro mit einem stationären PC.

- Teufel Cinebar One: Die Teufel Cinebar One ist der perfekte Begleiter fürs (kleinere) Wohn- oder Jugendzimmer, kann aber durch ihre kompakten Abmessungen ebenfalls auf dem Schreibtisch verwendet werden. Dank des HDMI CEC mit ARC kann an die Soundbar ein TV angeschlossen werden, um TV Inhalte wiederzugeben. Für weitere Zuspieler stehen zudem ein optischer Digitaleingang sowie ein AUX-In zur Verfügung und das Device kann, dank eines USB-Soundinterface, als PC-Soundsystem genutzt werden. Inhalte vom Smartphone lassen sich dank Bluetooth 5.0 auf der Cinebar One wiedergeben. Decodiert wird Dolby Digital. Im inneren der Cinebar One arbeitet ein Class D-Verstärker und liefert dabei 4 x 10 Watt (RMS) bzw. 4 x 15 Watt (Peak). Die Cinebar One ist in einer weißen oder schwarzen Ausführung für derzeit günstige 249,99 EUR direkt im Onlineshop des Herstellers erhältlich. Wem der Tiefgang der reinen Soundbar nicht ausreicht, kann ein Set bestehend aus der Cinebar One und dem flachen Subwoofer T6 ordern. Das Set schlägt mit 349,99 EUR zu Buche. In den Klangtestreihen überzeugte die Teufel Soundbar, dank der Dynamore Klangtechnolgie, mit einem weitläufigen und facettenreichen Sound. Die Vorteile der Cinebar One: HDMI ARC Anschluss, verschiedenen Klangprogramme für Film, Musik und Dialoge, sowie eine im Lieferumfang befindliche Fernbedienung und die Dynamore Technologie.

- Elac Debut Connex DCB41 : Für 529 EUR sind die Aktivlautsprecher aus dem Hause Elac im Handel erhältlich und können ebenfalls, auf einem Schreibtisch verwendet werden. Die nach dem Master/Slave-Prinzip arbeitenden Lautsprecher verfügen über einen HDMI-ARC Eingang, unterstützen Bluetooth inklusive aptX, einen USB-B (gekoppelt an einen 96 kHz/24-Bit-DAC) und einem optischen Digitaleingang. Dank des Subwoofer Pre-Outs ist es möglich, die beiden kompakten Lautsprecher in größeren Lokalitäten von einem zusätzlichen aktiven Subwoofer flankieren zu lassen. Hier hält Elacs Debut-Serie auch passende Optionen bereit. In den Klangtestreihen präsentierten sich die Schallwandler mit einem sehr guten Hochtonbereich, der selbst bei kritischen Stimme fast immer stabil blieb. Dem Tieftonbereich fehlt es leider an Punch und an der notwendigen Präzision.
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