XXL-TEST: LG XBOOM Go DXG2T - vielseitig einsetzbarer und kompakter Bluetooth-Lautsprecher
Klangtestreihen
Kommen wir nun zu den Kernkompetenz eines Lautsprechers, den klanglichen Eigenschaften. Im ersten Schritt möchten wir die integrierte Freisprecheinrichtung checken. Nach zahlreichen Telefonaten können wir der integrierten Freisprecheinrichtung nur Bestnoten zuschrieben. Wir verstehen den Angerufenen erstklassig und der Angerufene versteht uns ebenfalls hervorragend und das komplett ohne Hall. Selbst als wir das integrierte Mikro, das auf der Front zwischen den beiden Bedienelementen sitzt, von uns weg ausrichten, können wir keinerlei Einbussen feststellen. Gerade wenn der Speaker an einem Rucksack montiert wird, ist dies interessant.
Weiter geht es mit der Klangcharakteristik bei der Wiedergabe von Musik. Wir starten mit einem sehr fordernden Titel und spielen dem LG XBOOM Go DXG2T "Glitch" von den Metalcore-Spezialisten Parkway Drive zu. Bereits zu Beginn dürfen wir feststellen, dass durch die nach oben und unten anstrahlenden Treiber auch im Freien ein sehr breites Stereobild realisiert wird, natürlich in Verbindung mit der Sound Boost Funktion. Die zu Beginn des Titels aus dem Hintergrund agierenden Gitarren, die sich langsam in den Vordergrund schieben, kann der kompakte Speaker erstaunlicherweise hervorragend umsetzen. Auch als Frontmann Winston McCall mit seinem sehr speziellen Gesang einsteigt, kann uns der doch sehr preisgünstige Speaker vollends überzeugen. Selbst die Passagen, als Winston förmlich ins Mikrofon brüllt, bleiben sauber und stabil. Erstaunt sind wir ebenfalls vom Maximalpegel, der unserer Meinung nach üppig ausfällt. Klar - trotz unserer positiven Analyse bleibt es ein kompakter BT-Speaker. Aber was LG an Klanggüte für diesen Kaufpreis und diese Abmessungen realisiert hat, ist schon überragend.
Etwas ruhiger wird es beim nächsten Klangbeispiel. Wir haben uns für "Through Glass" von Stone Tour entschieden. Der Titel beginnt mit einer gefühlvollen Gesangseinlage von Corey Taylor sowie einer Akustikgitarre, die ebenfalls von Corey bedient wird. Beides meistert der XBOOM Lautsprecher für ein solches Produkt erstklassig und wir stellen uns tatsächlich die Frage, warum der Käufer z.B. 299 EUR für einen B&O A1 ausgeben soll. Klar, der B&O ist einen Augenweide und es wurden nur feinste Materialien verwendet, klanglich kann der preisgünstige LG Speaker uns fast genauso überzeugen. Zurück zum Titel, als der Track dann an Fahrt und Effekten zunimmt, klappt die Differenzierung noch sehr gut. Die Klänge der Akustikgitarre bleiben voll erhalten und auch die Stimme flacht in kleinster Weise ab. Der Bassbereich wird ebenfalls gut bedient, ein Pegel- und Tiefgangmonster darf allerdings bei dieser Baugröße aber nicht erwartet werden. Der LG XBOOM Go DXG2 liefert aber einen ehrlichen Klang zu einem sehr günstigen Kaufpreis.
Wir wechseln das Genre und spielen dem Bluetooth-Speaker "The Sound of Silence" zu, allerdings in einem Cyril Remix. Die zu Beginn des Titels elektronisch erzeugten Klänge, setzt der Speaker hervorragend um. Als die elektronisch aufpolierte Stimme von Disturbend-Frontmann David Drainmann erklingt, besitzt diese Wiedererkennungswert und wir können die Stimmfarbe sofort zuordnen. Als der Titel dann an Geschwindigkeit und Effekten zunimmt, fällt der Bassbereich etwas schwach aus, gerade bei höheren Pegeln. In Anbetracht der sehr schlanken Bauweise und des günstigen Kaufpreis aber dennoch eine sehr gute Performance.
Als nächsten Klangbeispiel, haben wir uns "Beat Of Your Heart" von Purple Disco Machine feat. ÁSDÍS ausgesucht. Der sommerliche Titel startet mit Synthesizer- Klängen, die der LG Speaker realistisch und stimmig präsentiert. Als die Isländische Sängerin ÁSDÍS in den Titel einsteigt, sind wir begeistert, was wir für derzeit knappen 67 EUR geboten bekommen. Die Stimme wirkt gefühlvoll und auf recht exakt umgesetzt. Sie wirkt zu kleinster Zeit verfälscht oder überladen, bei mittleren Pegel. Das Zusammenspiel aus elektronisch erzeugten Effekten und der Stimmwiedergabe klappt hervorragend. Sehr gut gefällt uns ebenfalls der Bassbereich bei mittlerer Lautstärke, und dadurch entsteht ein nahezu nahtloses Zusammenspiel. Für die angedachten Einsatzzwecke müssen wir hier eine klare Kaufempfehlung aussprechen.
Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit "Never Really Loved Me" von Kygo feat. Dean Lewis. Der Titel beginnt mit gefühlvollen Gesang des australischen Sängers Dean Lewis, welchen der LG Speaker für ein so kleines und preiswerters Gerät erneut hervorragend abbilden kann. Zudem löst sich die Stimme sehr gut vom Lautsprecher. Als der Titel dann an Fahrt aufnimmt, gelingt eine hervorragende Differenzierung zwischen den Synthesizer-Effekten und den Gesangsparts. Der Bassbereich wird ebenfalls sehr gut bedient und es entsteht dadurch ein ehrlicher Klang und für die Preisklasse, ein sehr guter Gesamteindruck.
Konkurrenzvergleich

- HAMA X Canton Glow Pro: Wir beginnen unseren Konkurrenzvergleich mit dem Glow Pro von HAMA X Canton. Dieser punktet mit einer aufwändigen Zwei-Wege-Tief-/Mittel- und Hochtonbestückung. Angetrieben werden diese von einem kräftigen 30 Watt-Verstärker. Zudem verfügt der kompakte Bluetooth-Speaker über die akustische Abstimmung "Pro Sound Experience", powered by Canton. Als Bluetooth-Version ist der Standard 5.0 an Bord. Zudem unterstützt der kompakte Speaker die True-Wireless-Stereo Funktion (TWS), mit der sich zwei "Glow Pro" via Bluetooth verbinden lassen und dadurch echten Stereo-Sound abliefern können. Der Glow Pro mit IPX4-Zertifikat verfügt über einen integrierten Li-Ion-Akkupack mit 2.000 mAh Kapazität. Dieser garantiert Wiedergabezeiten von bis zu 12 Stunden, bei mittleren Lautstärkepegeln. Ist der integrierte Akku dennoch mal komplett leer, vergehen bis zu 3 Stunden, bis der Akku wieder vollständig geladen ist. In unseren Klangtestreihen überzeugte der Glow Pro mit einer für seine Liga exzellenten Hochtonwiedergabe und mit einem soliden Bassfundament. Für den günstigen Kaufpreis ist die Gesamtperformance daher definitiv hervorragend. Die integrierte Freisprecheinrichtung funktionierte bei unseren Testsamples ebenfalls tadellos, es gab lediglich kleine Einschränkungen. Der Angerufene verstand unsere Dialoge mit einem leichten Hall und wir nahmen den Angerufenen leicht dumpf wahr. Absolut überzeugen konnte uns die TWS-Funktion des Glow Pro, und so lieferten die Speaker in Stereo-Verbund ein sehr breites und sauber auflösendes Klangbild.

- Lamax Sounder2: Weiter geht es mit dem Sounder2 vom Hersteller Lamax. Dieser ist für schlanke 65 EUR direkt im Onlineshop des Herstellers erhältlich und ist nur in der von uns getesteten Farbvariante zu haben. Der kompakte Speaker unterstützt Bluetooth 5.0 für eine stabile und ressourcenschonde Verbindung zum Smartdevice. Dank der BeatShare Technologie kann der Bluetooth-Lautsprecher um einen weiteren Lautsprecher erweitert werden. So können maximal zwei Lautsprecher kabellos verbunden werden und dies funktioniert mit dem Lamax Modellen Sounder2, Sounder2 Mini, Sounder2 Max, Storm1 und Sentinel2. Die beiden Treibereinheiten des Speaker werden von einem 2 x 15 Watt starken Verstärker ausreichend versorgt. Zudem verfügt der Sounder2 über eine 360° Soundarchitektur, die einen breiten und räumlichen Klang ermöglicht. Dem Anwender stehen zwei Soundmodis zur Verfügung. Durch einen Taster auf der Rückseite, kann zum einen der 3D Sound aktiviert werden, oder aber eine Bassverstärkung. Der integrierte Akku mit einer Gesamtkapazität von 4000 mAh ermöglicht Wiedergabezeiten von bis zu 12 Stunden, natürlich bei moderaten Pegeln. Ein vollständiger Ladezyklus schlägt mit bis zu 3 Stunden zu Buche, was unserer Meinung nach, relativ lange ist. Über eine Powerbank-Funktion um das Smartdevice zu laden, verfügt der Lamax Lautsprecher nicht. In unseren Klangtestreihen lieferte die Freisprecheinrichtung keine guten Ergebnisse. So konnte uns unser Gesprächspartner nur sehr hallend wahrnehmen und auch wir konnten den Angerufenen zwar einigermaßen verstehen, allerdings wirkte die Stimmfarbe unseres Gesprächspartners sehr dumpf. Bei der Musikwiedergabe konnte uns der kompakte Lautsprecher mit einer für die Preisklasse sehr guten Stimmwiedergabe und einer ausgezeichneten Räumlichkeit überzeugen. Ebenfalls tadellose Werte lieferte der Sounder2 bei der Basswiedergabe ab. Der nach unten abstrahlende Treiber bescherte ein sehr gutes Bassfundament, gerade bei mittleren Pegeln.

- Teufel Rockster Go 2: Abschließen möchten wir unseren Konkurrenzvergleich mit dem Teufel Rockster Go 2. Dieser ist derzeit für reduzierte 129,99 EUR in den Farben Black & Red, Gray & Black oder Night Black direkt in Onlineshop des Herstellers bestellbar. Der Rockster Go 2 verfügt über die ressourcenschonende Bluetooth-Verbindung in der Version 5.3 und bringt Kompatibilität für AAC mit. Auch Google Fast Pair wird unterstützt. Mittels Party Link können zwei oder mehr - bis zu 100 Stück - Rockster Go 2 gekoppelt werden. Verbindet man zwei Rockster Go 2 miteinander, wird automatisch ein Stereo-Setup generiert. Geladen wird der neue Rockster Go 2 per USB-C. Der seitlich integrierte Slot ist offen zugänglich und bildet gleichzeitig die einzige Schnittstelle des kompakten Bluetooth-Speakers. Ein integrierter Eco-Modus sorgt dafür, dass man bei mittlerer Lautstärke über 28 Stunden hören kann, grundsätzlich gibt Teufel eine Laufzeit von mehr als 15 Stunden an. Dynamic Bass passt die Tieftonperformance exakt auf die gewählte Lautstärke an und mit Dynamore erhält man auf Tastendruck eine erweiterte, räumlichere Stereobühne. Der Rockster Go 2 kann via USB-C auch mit einem PC oder Mac verbunden wird. Die Audiosignalübertragung erfolgt dann vollständig digital an die integrierte Soundkarte im Teufel-Speaker, die schließlich die Signalverarbeitung und Wandlung übernimmt. In unserer Klangwertung überzeugte uns der Berliner Schallwandler mit einen homogenen Klang, gepaart mit einer kräftigen Performance im Tieftonbereich. Dank der Dynamore Technologie von Teufel liefert der Rockster Go 2 zudem ein breites und luftiges Bühnenbild.
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