XXL-TEST: Klipsch The One Plus - optisch attraktiver, stationärer Bluetooth-Speaker mit App-Konnektivität

Klangtestreihen

In diesem Abschnitt unsere Reviews möchten wir nun auf die klanglichen Eigenschaften des Klipsch etwas genauer eingehen. Als ersten Titel für unsere Klangwertung, haben wir uns für "Blood In The Water" von Ayron Jones entschieden. Die zu Beginn des Titels erklingenden instrumentalen Facetten, meistert der One Plus mit Bravour. wenn man an Preis- und Geräteklasse denkt. Auch als Ayron mit seiner ausdrucksstarken und doch sehr fordernden Stimme mit einsteigt, bleibt die Wiedergabe präzise und facettenreich. Als der Titel dann an Fahrt und Effekten zunimmt, klappt die klare Differenzierung von Gesang und Instrumenten nicht mehr zu 100 %.

Weiter geht es mit "In The End" von Linkin Park. Die elektronisch erzeugten Effekte sowie das Klavier am Anfang des Titels erklingen glaubwürdig und lösen sich sehr gut vom Klipsch Speaker. Sehr gut meistern kann der One Plus auch  die Gesangspassagen von Chester Bennington. Allerdings müssen wir etwas mit Hilfe der  EQ-Einstellungen eingreifen, da bei manchen Klangkurven die Gesamtwiedergabe zu aggressiv auf uns wirkt. Nachdem wir dies getan haben, wirkt die Gesamtwiedergabe harmonischer. Aber auch bei diesem Titel hat der One Plus Schwierigkeiten mit der Differenzierung bei schnelleren Passagen, und der Mitteltonbereich wird etwas vernachlässigt. Die tiefgezogenen Basspassagen meistert der Speaker aber erstklassig. 

Wir wechseln das Genre und spielen dem One Plus "Living In A Haze" von Milky Chance zu. Sehr differenziert und glaubhaft werden die elektronischen Effekte zu Beginn des Titels, vom Klipsch Bluetooth Speaker umgesetzt. Die Synthesizer-Effekte sowie der Gesangspart lösen sich sehr gut vom BT-Speaker. Das Zusammenspiel aus Gesang, elektronischen Effekten sowie Bass klappt  für ein solches Device hervorragend. Der Bass wird mit ordentlich Nachdruck dargestellt, könnte unserer Meinung nach über etwas mehr Struktur und Genauigkeit verfügen.

Als nächstes Stück, haben wir uns "I Wish That I Could Tell You" von Gabrielle Grace ausgesucht. Der Titel beginnt mit einer Akustikgitarre, die von Grace bedient wird, diese erklingt sensible und wird gekonnt in Szene gesetzt. Als Gabrielle dann mit ihrem Gesang beginnt, sind wir begeistert, wie feinfühlig und stimmig der One Plus diese umsetzen kann. Die zerbrechliche und sanfte Stimmfarbe von Grace löst sich zudem sehr gut vom Lautsprecher. Natürlich möchten wir auch auf die Tieftonperformance eingehen. Der Bass wirkt satt, straff und ausgewogen und selbst die tiefen, langgezogenen Basspassagen kann der One Plus sehr gut meistern.

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Abschließen möchten wir unsere Klangwertung natürlich anspruchsvoll. Dafür haben wir "You Learn" von der schwedischen Rockband Takida ausgewählt. Überzeugen kann uns die sehr gute und klare Abzeichnung der Stimme von Frontmann Robert Petterson. Die Streicher und Bläser werden ebenfalls homogen und glaubhaft präsentiert. 

Konkurrenzvergleich

Denon Home 250 Front1

  • Denon Home 250: Wir beginnen unseren Konkurrenzvergleich mit einem All-In-One-Lautsprecher aus dem Hause Denon. Der Home 250 ist für mittlerweile rund 320 EUR Kaufpreis im Onlinehandel erhältlich. Der Denon Home 250 offeriert, dank HEOS-built In, eine große Auswahl an Streaming-Diensten und Ausstattungsmerkmalen. Dazu gehören WLAN, AirPlay 2 und Bluetooth sowie die Kompatibilität zu Streaming-Diensten wie Spotify, Apple Music, Amazon Music HD, TIDAL, TuneIn oder Deezer. Durch eine USB-Buchse und ein 3,5-mm-AUX-Eingang an jedem Lautsprecher können auch lokale Audioquellen direkt mit dem Denon Home System verknüpft werden. Unterstützt werden ALAC-, FLAC- und WAV-Dateien mit bis zu 192 kHz und 24 Bit sowie DSD-Dateien mit 2,8 und 5,6 MHz. DSD 11,2 MHz wird nicht unterstützt. Wer aktuell HEOS Built-in Geräte, wie beispielsweise Denon- oder Marantz-AV-Receivern, Soundbars oder Soundsystemen verwendet, kann die Denon Home Lautsprecher zu bereits bestehenden Multiroom-Gruppen hinzufügen. Zwei Denon Home Lautsprecher, die als Stereopaar gekoppelt sind, können überdies drahtlos mit einem Denon DSW-1H Subwoofer verbunden werden, um ein 2.1-System mit einer „Extraportion Bass“ zu erstellen. Der Denon Lautsprecher verfügt über ein angewinkeltes Hochtönerpaar für eine breitere Schallverteilung und ein 4-Zoll-Tieftönerpaar, das von vier Class-D Verstärkern in Stereo-Konfiguration angetrieben und von einer 5,25-Zoll-Passiv-Bassmembran unterstützt wird. Die neue HEOS App präsentiert sich frisch und aufgeräumt und auf den Aufstellungsort, kann ebenfalls Einfluss genommen werden. In unseren Klangtestreihen überzeugte das Denon Home Device mit einem räumlich ungemein dichten sowie ordentlich auflösenden Klang. In einem kleineren Wohnzimmer kann er ohne Zweifel als vollwertige akustische Lösung durchgehen.

Lg Xboom360 Dx03 Frontansicht3

  • LG XBOOM360 DX03: Weiter geht es in unserem Konkurrenzvergleich mit einem klassischen Bluetooth-Lautsprecher. Dafür haben wir den LG XBOOM360 DX03 uns ausgesucht. Dabei handelt es sich um einen ästhetischen Bluetooth Lautsprecher mit 360° Soundcharakteristik, der zudem mit einem individuell konfigurierbares Stimmungslicht ausgestattet ist. Der Bluetooth-Lautsprecher in den Farbvarianten Schwarz, Beige sowie Koralle für reduzierte 199 EUR direkt im Onlinestore des Herstellers oder im Handel erhältlich. Der integrierte Hochleistungsakku mit 3900 mAh Kapazität ermöglicht Wiedergabezeiten von bis zu 24 Stunden. Sollte dem LG Device dennoch der Saft ausgehen, kann der Lautsprecher mittels des ins Lieferumfang befindlichen USB-C Kabels aufgeladen und betrieben werden. Ein Netzteil befindet sich, wie üblicherweise, nicht im Lieferumfang. Ein komplett leerer Akku ist in 5 Stunden wieder voll aufgeladen. Unser Meinung nach dauert der Ladevorgang etwas zu lange. Über eine Powerbank-Funktion, um etwa das Smartdevice zu laden, verfügt der XBOOM Lautsprecher nicht. Das 3-Wege-Soundsystem des LG XBOOM 360 DXO3 besteht aus einem nach oben ausgerichteten Seidenkalotten-Hochtöner mit Neodym-Magnet, einen Mittellautsprecher, ebenfalls mit Neodym-Magnet, zwei dualen Passiv-Radiatoren sowie einen Tieftöner auf der Unterseite. Der Dynamic Bass Optimizer verbessert den Basspegel, wenn die Wiedergabe nicht auf Maximalpegel erfolgt. Ein 50 Watt starker Verstärker versorgt die Lautsprecherchassis ausreichend. Der LG XBOOM360 DX03 verfügt ebenfalls über ein integriertes Stimmungslicht. Dieses sitzt im oberen Teil des Speakers und ist zwischen den Bedienelementen und dem Mitteltöner in einer Art Tropfenform aus hochwertigen Glas integriert. Durch die XBOOM App kann die Ambient-Beleuchtung auf die eigene Stimmung angepasst werden. In der App gibt es vorgefertigte Beleuchtungsthemen wie z.B. "Nature", hier stehen die Programme "Aurora, sanftes Flattern" sowie eigene Einstellungen im RGB-Farbraum zur Verfügung. Bei "Ambient" stehen "Warmes Nachmittagssonnenlicht", "Der Komfort einer gemütlichen Nacht", ein Kerzeneffekt sowie eigene Einstellungen zur Verfügung. Zum Schluss gibt es noch das Beleuchtungsschema "Party". Hier gibt es die Beleuchtungsprogramme "Leidenschaft der Jugend", "Fröhliches Feiern", "Wunderschöne Nachtansicht", eigene Einstellungen sind ebenfalls möglich. In den Klangtestreihen zeigte das LG Device seine Stärken und wir konnten eine erstklassige Stimmwiedergabe vernehmen, einen klar durchstrukturierten Mitteltonbereich sowie saubere und satte Bässe.

Teufel Motiv Home Gesamt 3

  • Teufel Motiv Home: Abschließen möchten wir unseren Konkurrenzvergleich mit dem Teufel Motiv Home. Das Teufel Device ist direkt beim Hersteller für 549 EUR erhältlich und bietet fast alles, was das Herz begehrt. Der Lautsprecher verfügt über eine Chromecast-Netzwerkschnittstelle und kann komfortabel ins Heimnetzwerk eingebunden werden. Neben der klassischen Bluetooth-Verbindung in der Version 4.2 werden AirPlay 2, TIDAL Connect sowie Spotify Connect (inkl. Spotify Hifi) unterstützt. Zudem lässt sich der Motiv Home in ein vorhandenes Chromecast Multiroom Setup integrieren. Die Sprachassistenten Amazon Alexa sowie Apple Siri können ebenfalls verwendet werden. Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit bis zu 15 Stunden bei Zimmerlautstärke an. Bei Maximallautstärke sind bis zu 2,5 Stunden möglich. Ist der integrierte Akku des Teufel Motiv Home komplett leer, vergehen bis zu 2 Stunden und 50 Minuten, bis dieser wieder vollständig geladen ist. er Teufel Motiv Home verfügt über einen 5-Kanal-Class-D Verstärker mit 70 Watt RMS Leistung. Der kräftige Class D Verstärker versorgt die 4 x 2 Zoll großen Vollbereichstreiber sowie einen 5 Zoll großen Subwoofer, der mittig in der Front platziert ist. Auf der Rückseite befinden sich zusätzlich noch zwei Passivradiatoren. Weiter Zuspieler können dank des AUX-In sowie einen  USB-Port verbunden werden. Der USB-Port verfügt über eine Powerbank-Funktion, um das Smartdevice während der Wiedergabe zu laden. Musik-Titel lassen sich am USB-Port allerdings nicht abspielen. Für die Ersteinrichtung und eine komfortable Steuerung mittels des Smartdevice haben die Ingenieure von Teufel den Motiv Home die App "Teufel Home" implementiert. In unseren Klangtestreihen überzeugte uns der Teufel Speaker mit einem sehr kultivierten, kräftigen und facettenreichen Klang. Selbst kritische Klangbeispiele konnte er gekonnt meistern. Ausgezeichnet hat uns gefallen, dass jedes Genre überzeugend dargeboten wurde. Die Dynamore Ultra Technologie bescherte überdies ein sehr breites und luftiges Klangbild, selbst in größeren Räumen.

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