XXL-TEST: KEF Q4 Meta - vielseitig einsetzbarer Wandlautsprecher mit Metamaterial-Absorptionstechnologie
Klangwertung

Für die Zuspielung und Umsetzung unserer Audiosignale haben wir uns für den Teufel Kombo 62 CD-Receiver entschieden, da er für 599 EUR ein echtes Schnäppchen in Anbetracht von Performance und Ausstattung darstellt.
Nun möchten wir wissen, welche klanglichen Qualitäten die KEF Q4 Meta zu bieten hat. Wir starten unsere Klangwertung mit "Turn So Cold" von der US-amerikanischen Rockband Drowning Pool. Der Titel beginnt mit Klängen einer E-Gitarre, die überraschend stimmig und recht detailreich von den KEF Q4 Meta dargestellt wird. Bereits nach wenigen Momenten steigt der damalige und wieder aktuelle Frontmann der Band, Ryan McCombs, in den Track mit feinfühligen Gesang ein. Auch diese Facetten meistern die KEF-Speaqker mit Bravour. Als der Titel dann etwas an Dynamik zunimmt, wird uns ein sehr gutes und breites Stereobühnenbild präsentiert. Das Bassfundament ist in Anbetracht der 2-Wege-Konzeption sehr stimmig und kräftig. Ein Bass- oder Pegellmonster sollte man in Anbetracht der kompakten Abmessungen nicht erwarten, für mittelgroße Räume ist die Performance aber definitiv ausreichend. Leichte Auflösungsdefizite müssen wir aber bei schnelleren Passagen des Tracks feststellen, nicht gravierend, aber durch die doch eher günstige Preisklasse durchaus plausibel.
Als nächsten Track haben wir uns "Gravity" von Papa Roach ausgesucht. Der Titel wurde zusammen mit Maria Brink produziert, die unter anderem als Frontfrau von In This Moment bekannt ist. Der Titel startet ebenfalls mit E-Gitarren, und darauf folgen harte Bässe sowie ein sehr fordernder Sprachgesang von Jacoby Shaddix, Sänger und Mastermind von Papa Roach. Die Gitarrenklänge werden auc h bei diesem Beispiel akkurat präsentiert und der Bassbereich wirkt straff und zugleich durchaus fundiert. Der Rap-lastige Gesang wird ebenfalls sehr stimmig und mit silider Darstellung der vokalen Konturen umgesetzt. Als Maria dann mit ihrer speziellen Stimmcharakteristik in den Titel einsteigt, sind wir vom Uni-Q Treiber der 12. Generation ein weiteres Mal begeistert. Die feinfühligen Passagen werden mit Gefühl transportiert und alles die Dame dann zum Growling ansetzt, was sie durchaus beherrscht, gelingt ebenfalls noch eine sehr gute Differenzierung.
Wir wechseln das Genre und starten die Wiedergabe von "Such A Shame", in der DJ Klaas-Coverversion. Die zu Beginn des Titels elektronisch verzerrte Damenstimme sowie die elektronischen Klänge, werden facettenreich und mit einer sehr guten Tiefenstaffelung umgesetzt. Der Stimmcharakter kann sich auch sehr gut von den KEF Q4 Meta lösen und wirkt sehr räumlich. Als nach einigen Sekunden dann der harte Dynamiksprung mit harten Bässen sowie Synthesizer- Klängen erfolgt, gelingt eine ausgezeichnete Herausarbeitung der verschiedenen Elemente. Der Bassbereich wird ebenfalls überzeugend präsentiert, für größere Räume empfehlen wir allerdings einen externen Subwoofer, hier führt KEF Entsprechendes im Programm.
Weiter geht es in unserer Klangwertung mit einer Coverversion von "Baby Don't Hurt Me" von David Guetta, Anne-Marie und Coi Leray. Die zu Beginn des Titels erklingenden Synthesizer werden mit tadellosem Facettenreichtum und einer sehr guten Tiefenstaffelung dargeboten. Die Vocals von Anne-Marie wirken aussagekräftig und sauber integriert auf uns, ohne dabei zu dominant oder zu schrill zu erklingen. Das Zusammenspiel aus elektronischen Klängen, harten Bässen sowie sehr fordernden Gesang gelingt bei diesem Track hervorragend. Apropos harte Bässe, der Uni Q Treiber liefert einen präzisen und auf den Punkt getroffenen Punch, das erstaunt uns dann doch.
Deutlich ruhiger wird es beim nächsten Musikbeispiel. Wir haben uns "Run" ausgesucht, das ursprünglich von der Band Snow Patrol eingespielt wurde. Für unsere Klangwertung haben wir uns aber für die Coverversion von Leona Lewis, Steve Robson, Paul Beard, Jon Garrison, Karl Brazil und Luke Potashnick entschieden. Der Titel startet mit einem Klavier, das mit der richtigen Temperatur präsentiert wird. Als wenige Momente später Leona Lewis mit ihrem feinfühligen und fast zerbrechlichen Gesang beginnt, zeigt uns die KEF Q4 Meta ein weiteres mal auf, warum uns der Uni-Q Treiber der 12. Generation nach wie vor begeistert. Die Vocals werden feinfühlig mit einer überzeugenden Struktur und einem überraschend deutlich hörbaren Gefühl umgesetzt - diese Qualität kennen wir oft nur von deutlich teueren Lautsprechern. Auch das Zusammenspiel aus Klavier und feinfühligen und aussagekräftigen Gesang gelingt richtig gut. Als die Facetten im Titel zunehmen und der Gesang von Leona im höheren Segment stattfinden, notieren wir nach wie vor eine für diese Preisklasse reife Darbietung. Als der Titel etwas an Fahrt zunimmt, gelingt eine hervorragende Herausarbeitung der unterschiedlichen musikalischen Ebenen und selbst die klassischen Instrumente können wir noch tadellos wahrnehmen.
Abschließen möchten wir unsere Klangtestreihen mit einer Akustikversion von "Wenn Du mich lässt" von LEA. Die verwendete klassische Gitarre wird von den britischen Schallwandler natürlich sowie mit korrekten Konturen umgesetzt und selbst das Klopfen auf dem Gitarrenkorpus bleibt voll erhalten. Als LEA in den Titel einsteigt, werden die Vocals harmonisch und gefühlvoll präsentiert. Selbst die vokalen Dynamiksprünge meistern die KEF-Schallwandler mit Bravour.
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Tags: Hifi-Lautsprecher • KEF • KEF Q-Serie • Kompaktlautsprecher • Lautsprecher • Uni-Q Treiber






