XXL-TEST: KEF Q4 Meta - vielseitig einsetzbarer Wandlautsprecher mit Metamaterial-Absorptionstechnologie

Die überarbeitete, neu aufgelegte Q-Serie vom britischen Lautsprecherspezialisten KEF wurde im letzten September erstmalig vorgestellt und umfasst insgesamt acht Lautsprecher. Darunter befinden sich zwei Standlautsprechermodelle, die Q7 Meta sowie die Q11 Meta. Weiterhin gibt einen Centerlautsprecher in Form des Q6 Meta Center sowie einen Dolby Atmos Lautsprecher, die Q8 Meta. Den Abschluss bilden die beiden Regallautsprechermodelle, die KEF Q3 sowie Q1 sowie der Q Concerto Meta, der erste Drei-Wege-Regallautsprecher der Q-Serie, den wir bereits getestet haben: Klick!
Als weiteres Highlight hat KEF den Q4 Meta vorgestellt, den ersten Wandlautsprecher der Q-Serie, den wir uns in diesem Test genauer ansehen möchten. Die KEF Q4 Meta Schallwandler sind in den Farben Satin Black (Schwarz), Satin White (Weiß) und Walnut (Walnuss) für einen Paarpreis von 798 EUR im Handel erhältlich. Unsere Testmuster sind im Oberflächenfinish Satin White ausgeführt und besitzen eine graue Lautsprecherchassis-Abdeckung.

Uni-Q Treibereinheit in der Detailansicht
Besonderes Highlight der neuen KEF Q-Serie ist die Tatsache, dass bei dieser eher preisgünstigen Serie KEFs exklusive Metamaterial-Absorptionstechnologie (MAT) zum Einsatz kommt. Das innovative und von KEF patentierte Feature wird bereits in den hochpreisigen Modellen von KEF erfolgreich verwendet und sorgt nachweislich für höhere akustische Präzision und Klarheit. Die Performance des Uni-Q-Treibers der 12. Generation wird damit auf ein neues Niveau gehoben, versprechen die Briten daher auch hinsichtlich der Q Meta-Serie.

Q4 Meta in der Frontansicht, ohne Abdeckung
Auch in diesem Review möchten wir die Vorzüge der MAT Technologie etwas genauer erläutern. Bei MAT handelt es sich um eine labyrinthartige, sehr komplexe Struktur, in der jeder der aufwändig konstruierten Kanäle eine bestimmte Frequenz mit hoher Effizienz absorbiert. In Kombination wirkt das Ganze dann wie ein "akustisches schwarzes Loch", in dem 99% alles unerwünschten Schalls verschwindet. Das Resultat: ein unverfälschter und natürlicher Klang.

Verchromter KEF-Schriftzug auf der Schallwand
Wie wir bereits eingangs erwähnt haben, ist der Q4 Meta ein vielseitig einsetzbares Modell, das speziell als Wandlautsprecher konzipiert wurde. Er eignet sich hervorragend für den Surround-Bereich, kann aber dank seiner hohen akustischen Leistungsfähigkeit ebenfalls sehr gut als LCR-Lautsprecher (Left, Center, Right) oder wie in unserem Fall, als Stereo-Set verwendet werden. Auch ein Mehrkanal-Aufbau ist mit den flexiblen Wandlautsprechern, wie eben erwähnt, problemlos möglich. Durch die sehr kompakten Abmessungen von 400 mm Höhe, einer Tiefe von 142 mm sowie einer Breite von 250 mm wirken die Q4 Meta montiert an die Wand optisch harmonisch und keinesfalls störend.

Akkurate Kantenverarbeitung bei unseren Testmustern
Die Lautsprecher der KEF Q-Serie überzeugen durch ein modernes, minimalistisches Design mit seidenmatter Oberfläche. Wie wir bereits erwähnt haben, sind die Boxen in den Ausführungen Satin Black (Schwarz), Satin White (Weiß) und Walnut (Walnuss) erhältlich, mit jeweils farblich abgestimmten Membranen. Die Verarbeitung der Kantenbereiche ist bei unseren Testmustern sauber ausgeführt. Der Uni-Q Treiber ist präzise in die Schallwand eingelassen und sitzt fast plan mit dem Gehäuse. Die Treibereinheit wird von einer Lautsprecherabdeckung, deren Rahmen aus Kunststoff besteht, vor Fremdzugriff geschützt. Das aufgebrachte Akustikgewebe sitzt fest auf der Abdeckung und hinterlässt einen tadellosen Eindruck. Erfreulicherweise sind die Abdeckungen magisch haftend und unschöne Haltelöcher sind in der Schallwand nicht vorhanden.

Die Rückseite der Lautsprecherabdeckung

Die Abdeckungen sind magnetisch haftend

Seitlich abstrahlendes Bassreflexrohr im Detail
Die KEF Q4 Meta ist nach dem 2-Wege-Bassreflex-Prinzip konzipiert und verfügt einen 13 cm-Uni-Q-Treibern der 12. Generation mit MAT. Auf der rechten Außenseite der Lautsprecher befindet sich ein Bassreflexrohr in schwarz-matt. Der Frequenzgang (+- 3dB) ist mit 65 Hz bis 20 kHz angegeben, die Empfindlichkeit liegt bei 86 dB und die Nennimpedanz bei 4 Ohm. Der maximale Schalldruck kommt auf 108 dB und die empfohlene Verstärkerleistung liegt laut KEF zwischen 10 bis 150 Watt.
Im Inneren der KEF Q4 Meta arbeitet eine Hochleistungsfrequenzweiche, die, so führt KEF aus, mithilfe einer Vielzahl von Messungen im Vergleich zur Vorgänger-Q-Generation deutlich verbessert wurde. Sie spricht spürbar empfindlicher an und gewährt eine nahtlose Integration aller Lautsprecherkomponenten. Für die Optimierung kam der schalltote Raum im KEF-Firmensitz in Maidstone, Großbritannien mit einem speziellen Referenzmikrofon-Meßaufbau häufig zum Einsatz. Durch die umfassenden Prüfungen an und neben der Achse waren die Ingenieure in der Lage, die akustischen Interaktionen jedes Modells besser nachvollziehen und verstehen. Simulation und modernes Prototyping garantieren dann das neue, optimierte Frequenzweichen-Design.

Die Rückseite der Q4 Meta im Detail
Wenden wir uns nun der Rückseite der KEF Q4 Meta zu. Auf der Rückseite finden wir das gleiche Oberflächenfinish vor, wie es auf der Front- sowie Seitenpartie vorhanden ist. Im oberen und unteren Teil untergebracht sind die speziellen und sehr hochwertigen Wandhalter. Dadurch können die Q4 Meta als Stereo-Speaker oder LCR-Speaker an die Wand montiert werden. In der unteren Etage befinden sich die vergoldeten Lautsprecherdrehanschlüsse. Wenn die farbigen Staubkappen entfernt werden, nehmen diese Bananenstecker sowie herkömmliche Kabelverbindungen auf.

Einer der vier Wandhalterungen in der Detailansicht

Die vergoldetet Lautsprecherterminals im Detail
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Tags: Hifi-Lautsprecher • KEF • KEF Q-Serie • Kompaktlautsprecher • Lautsprecher • Uni-Q Treiber






