XXL-TEST: JBL BAR 5.0 Multibeam - 5.0 Soundbar mit Dolby Atmos Wiedergabe und Multibeam Technologie

Aus dem Hause JBL kam die BAR 5.0 Multibeam in unserer Redaktion an - mit kompletter Ausstattung inklusive Dolby Atmos  und zahlreichen integrierten Streaming-/Multiroom-Optionen waren wir sehr gespannt auf die Performance, da die unverbindliche Preisempfehlung mit 399 EUR sogar unter der magischen 400 EUR-Grenze bleibt, wenn auch nur knapp. Wichtig ist: Die JBL BAR 5.0 Multibeam unterstützt nur Dolby Atmos, aber kein DTS:X, was für die meisten typischen Praxisanwendungen aber kein Problem sein sollte. Da die BAR 5.0 Multibeam über HDMI mit eARC verfügt, kann man sie direkt und einfach mit dem TV verbinden und z.B. Serien und Filme von Amazon Prime Video oder Netflix, die Dolby Atmos-Tonspuren mitbringen, gleich im bestmöglichen Tonformat anhören. DTS:X und das darauf basierende IMAX Enhanced spielen aktuell keine große Rolle im Streaming-Business, lediglich Rakuten TV hat eine Handvoll IMAX Enhanced Movies im Programm. Größeres plant angeblich Sony mit dem dieses Jahr neu ins Leben gerufenen Bravia Core-Streamingdienst, die Marktdurchdringung bleibt hier aber abzuwarten.

Lange Rede, kurzer Sinn: Gerade für Streaming-Fans, denen das TV-Soundsystem zu dürftig ist, empfiehlt sich die JBL BAR 5.0 Multibeam. Als hauseigene Harman-/JBL-Technologie für besonders gute Räumlichkeit kommt die JBL MultiBeam-Technologie zum Einsatz. Sie erzeugt eine breitflächige Klangkulisse, indem diese den Klang in jede Ecke des Raumes projiziert, verspricht der Hersteller. Später werden wir diese Versprechungen in der Praxis überprüfen. 

Was das Leistungsvermögen angeht, so beträgt es bezogen aufs gesamte System satte 250 Watt, diese Leistung wird auf 5 x 50 Watt aufgeteilt. Bestückt ist die Soundbar mit fünf 48 x 80 mm "Racetrack" Treibern plus 4 x 75 mm Passivmembranen. Das reicht für einen maximalen Schalldruckpegel von 92 dBA. Die JBL BAR 5.0 Multibeam kann Frequenzen zwischen 50 Hz und 20 kHz darstellen. 

Integriert in die BAR 5.0 Multibeam ist Chromecast built-in, AirPlay 2 und Alexa Multi-Room Music (MRM) für einfaches Musik-Streaming und Multi-Room-Möglichkeiten. Zudem kann die Musik vom Smartdevice via Bluetooth 4.2 ebenfalls von der Soundbar wiedergegeben werden. Erhältlich ist die schlanke Dolby Atmos Soundbar ausschließlich in einem schlichten Grau, das aber zu vielen dünnen Rahmen von modernen TVs recht gut passt. Wir  hatten nie begriffen, was eine weiße Soundbar soll, das gibt doch direkt eine optische Disharmonie zum TV, da es aktuell kaum TVs mit einem weißen Rahmen gibt. Vor Jahren war da mal ein Trend, der ist aber mittlerweile in der Großserie und bei allen relevanten Herstellern auf nahezu Null reduziert worden. 

Die JBL BAR 5.0 Multibeam in der Frontansicht

Um für die Zukunft bestens gewappnet zu sein, unterstützt die JBL BAR 5.0 Multibeam 4K-Inhalte, einschließlich HDR und Dolby Vision. Decoder für Dolby Atmos befinden sich ebenfalls auf der Ausstattungsliste. Leistungstechnisch muss sich die BAR 5.0 Multibeam keineswegs verstecken, da sie mit einer Maximalleistung von 250 Watt ausgestattet ist.

Dolby Atmos Speaker auf der Oberseite

Wie wir bereits eingangs erwähnt haben, unterstützt unser Testkandidat die Dolby Atmos Wiedergabe. Um diesen Klangeffekt auch glaubwürdig in den Hörraum abzugeben, sind auf der Oberseite die beiden Dolby-Atmos Speakermodule untergebracht. Hier setzt JBL, anders als zahlreiche Konkurrenten, auf echte, physisch vorhandene Lautsprecher.

Ebenfalls auf der Oberseite untergebracht sind die Bedienelemente zur Steuerung der Soundbar. So befinden sich mittig auf der Oberseite der Soundbar Taster für das ein- und ausschalten der Soundbar, die Lautstärkeregelung sowie ein Bedienelement für die Eingangswahl. Die Knöpfe sind konventionell ausgeführt und nicht als berührungssensitive Touch-Elemente ausgeführt. Mittig in den Tastern untergebracht, ist das Mikrofon für die Sprachsteuerung. Die Sprachsteuerung kann mittels Alexa, Siri oder auch Google Assistant erfolgen. Ob das Mikrofon dauerhaft abgeschaltet werden kann, um die Privatsphäre zu wahren, ist leider nicht ersichtlich. 

Die Bedienelemente und das Mikrofon für die Sprachsteuerung befinden sich auf der Oberseite

Display auf der rechten Seite der Soundbar

An der Front der Soundbar ist umlaufend ein solides Metallgitter angebracht, welches sehr sauber eingepasst ist. Auf der rechten Seite des JBL-Riegels ist ein LCD Display integriert, das via Laufschrift über den gewählten Eingang oder auch die Lautstärke informiert. Prima! Zahlreiche Hersteller verzichten nämlich auf ein Display, und die Anzeige relevanter Informationen erfolgt durch LEDs, mit deren farblicher Bedeutung man sich zuerst mittels der Bedienungsanleitung auseinander setzen muss. 

Im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung

Die im Lieferumfang befindliche Fernbedienung macht optisch und haptisch einen für die Preisklasse tadellosen Eindruck. Durch das matte Materialfinish liegt sie sehr gut in der Hand, ohne dabei aus der Hand zu gleiten. Natürlich möchten wir in diesem Test auch genauer erläutern, was mit der Fernbedienung alles möglich ist. Wir starten mit unserer Erläuterung der Bedienelemente von oben nach unten. Die erste Taste ist für das Ein- und Ausschalten der Soundbar zuständig. Mittels der TV Taste wird der TV-Eingang ausgewählt, und betätigt der Nutzer die Bluetooth Taste, wird versucht, eine Bluetooth-Verbindung herzustellen. Um die Soundbar in den Bluetooth Pairing Modus zu versetzen, genügt ein längeres Drücken dieser Taste. Mit der Dolby Atmos Taste können die virtuelle Dolby Atmos Toneffekte ein- bzw. ausgeschaltet werden. Standardmäßig sind diese aber eingeschaltet. Die HDMI Taste ruft den HDMI IN Eingang der Soundbar ab, mit dem z.B. eine Spielekonsole oder ein Blu-ray Player verbunden werden können. Darunter befinden sich noch Taster für die Lautstärkeregelung sowie ein Taster für die Stummschaltung der Soundbar. 


Die JBL BAR 5.0 Multibeam verfügt über kein OSD, daher haben einige Tasten auf der Fernbedienung eine Doppelfunktion. Da die BAR 5.0 Multibeam eine automatischen MultiBeam-Kalibrierung (AMC) mitbringt, haben wir uns zunächst gefragt, wie diese aktiviert werden soll. Nach dem Einlesen in die Bedienungsanleitung können wir berichten, wie diese durchgeführt wird. Dabei muss die HDMI-Taste auf der Fernbedienung so lange gedrückt werden, bis "Calibration" auf dem Display erscheint. Nun erscheint ein Countdown, der von 5 abwärts zählt. Ist der Countdown beendet, ertönt ein Kalibrierton und die Einmessung des Hörraums wird gestartet. Die Kalibrierung dauert ca. 10-11 Sekunden und wird final mit einem DONE auf dem Display quittiert. Was wir etwas schade finden, dass wir uns nirgends die Ergebnisse der Einmessung ansehen können. Um auf die Klangregelung im Bassbereich Einfluß zu nehmen, verwendet man die Taste TV auf der Fernbedienung, die für mehr als drei Sekunden betätigt wird. Danach muss noch der Taster für die Lautstärkeverringerung betätigt werden und dann erscheint im Display das Bass-Level, welches von 1-5 ausgewählt werden kann.

Wird der TV mittels HDMI CEC angeschlossen, kann die Fernbedienung des TV-Gerätes für beide Komponenten verwendet werden. 

Die Rückseite der JBL BAR 5.0 Multibeam

Wenden wir uns nun der Rückseite der JBL Soundbar zu, auf der sich mittig die Anschlusssektion befindet. Hier finden wir den direkten Stromanschluss, da die BAR 5.0 ohne externes Netzteil auskommt, einen LAN Anschluss, sowie einen optischer Digitaleingang. Neben letzterem befindet sich ein HDMI Eingang, mit dem sich z.B. ein Blu-ray Player verbinden lässt. Dieser kann 4K Signale durchschleifen und ist zu HDR10/Dolby Vision kompatibel. Darüber ist noch ein USB-Anschluß vorhanden, um Softwareupdates auf die Soundbar aufzuspielen. Inhalte können allerdings über den USB Anschluß nicht wiedergegeben werden. Und zu guter letzt befindet sich noch ein HDMI Ausgang mit ARC/eARC auf der Rückseite der Soundbar zum Verbinden eines TV-Geräts. Die HDMI-Slots sind mit HDCP 2.3 ausgestattet. 

Die Anschlüsse der Soundbar in der Übersicht

Zwei Tieftöner befinden sich auf der Unterseite

Auf der Unterseite der Soundbar sorgen zwei 75 mm große Passivstrahler für ein besseres Bassfundament. Damit die Soundbar auch sicher und fest steht, sind auf der linken und rechten Seite jeweils zwei gummierte Standfüsse zu finden.

Gummistandfüße sorgen für den nötigen Halt

Im Lieferumfang befindet sich eine extra Wandhalterung, die mit der Soundbar verschraubt wird

Wer die Soundbar aber nicht auf ein TV-Board stellen möchte, für den liefert JBL noch extra Wandhalterungen mit. Diese werden mit der Unterseite der Soundbar verschraubt.

Ersteinrichtung und App-Konnektivität

In diesem Abschnitt möchten wir die Ersteinrichtung sowie die Handhabung mit der Google Home App erläutern. Die Ersteinrichtung mit dem TV gestaltete sich sehr einfach. Wir haben den TV mittels eines HDMI Kabel mit der Soundbar verbunden und die BAR 5.0 Mutlibeam mit an das Stromnetz angeschlossen und schon konnte die Wiedergabe starten. Möchte man allerdings die JBL Soundbar in einem Multiroom-Verbund betreiben, ist die Google Home App von Nöten. Wir haben wieder einige Screenshots von der App erstellt die wir nun gerne präsentieren.

Da wir schon unsere eigenen Multiroom-Gruppe im Einsatz haben, werden wir die JBL BAR 5.0 hinzufügen.

Dazu wählen wir in der Google Home App "Gerät einrichten" aus

In diesem Punkt wählen wir "Neue Geräte einrichten" aus

In diesem Abschnitt kann eine vorhandene Gruppe ausgewählt werden oder einen neue erstellt werden

Die App fordert uns nun auf, Bluetooth auf unserem Smartdevice zu aktivieren

Nach dem aktivieren von Bluetooth auf unserem Smartdevice, wird die JBL BAR 5.0 sofort in der Google Home App gefunden und die Einrichtung beginnt

Nach dem erfolgreichen Verbinden zwischen Soundbar und App quittiert ein Bestätigungston die erfolgreiche Connection

Im nächsten Punkt kann ausgewählt werden, wo sich unser Testkandidat befindet

Nun müssen wir auswählen, mit welchem WLAN die Soundbar verbunden werden soll

Nach Eingabe des WLAN-Passworts wird eine Verbindung zum Netzwerk hergestellt

Die Verknüpfung mit dem Google Konto erfolgt im nächsten Schritt

Hier können die Parameter für die Einrichtung nochmals überprüft und abgeändert werden

Die Einrichtung wurde erfolgreich abgeschlossen

Unser Testkandidat in der Übersicht 1

Unser Testkandidat in der Übersicht 2

Die erste "Kontaktaufnahme" mit der Google Home gestaltete sich in diesem Fall leider sehr schwierig. Wir konnten die Soundbar mit der App einrichten, konnten aber nichts auf der Soundbar wiedergegeben. Erst als am Abend ein Softwareupdate für die Soundbar angezeigt wurde und dieses aufgespielt wurde, klappt nun auch die Wiedergabe von Spotify & Co. auf der Soundbar.

Da wir ebenfalls im Besitz eines Apple Device sind, möchten wir natürlich ebenfalls die Nutzung von Airplay 2 überprüfen. Dazu muss die Soundbar und das iPhone mit dem gleichen Netzwerk verbunden sein. Nun genügt ein Wisch auf dem iPhone von der rechten oberen Ecke oder von der Unterkante aus, um das Kontrollzentrum aufzurufen. Nun muss auf das Airplay Symbol getippt werden, um die verbundene Soundbar auszuwählen. Jetzt kann das Audio-Streaming z.B. aus der Spotify App gestartet werden. In unserem Fall funktionierte Airplay tadellos.

Klang

Nun möchten wir aber wissen, was die JBL BAR 5.0 Multibeam akustisch "auf dem Kasten hat" und starten unsere Klangtestreihen mit der Wiedergabe von Musik, welche wir mittels Airplay 2 an die Soundbar übermitteln. Wir lassen uns von der JBL Soundbar den Titel "The Unvorgiven III" von Metallica wiedergeben. Der Titel beginnt mit einem klassischen Klavier, das relativ natürlich aus der Soundbar erklingt. Auch als die Bläser einsetzen, sind wir erstaunt, was die BAR 5.0 uns hier bietet: Gute Konturen, überraschend klarer Klang. Auch die E-Gitarre ertönt kräftig und mit ordentlich Nachdruck. Nachdem der Titel dann etwas Fahrt aufnimmt und James Hetfield das Mikro übernimmt, müssen wir leider feststellen, dass der Gesang doch etwas dumpf wahrnehmbar ist - hier zeigen sich eben die konzeptionellen Grenzen einer All-In-One-Soundbar für knapp 400 EUR. Auch die Basseinsätze wirken teilweise etwas unstrukturiert. Gut - um solche Aufgaben auf hohem Level durchzuführen, muss man ehrlich gesagt auch zu anderen Komponenten greifen. Für ihren Kaufpreis bietet de BAR 5.0 Multibeam eine gute Leistungsstärke. 

Auch der nächste Titel wird die JBL BAR 5.0 Multibeam herausfordern. Wir starten die Wiedergabe von "I Will Remember" von Toto. Wer unsere Tests aufmerksam liest, der weiß, das wir diesen Titel vor kurzem auf einer professionellen, sauber abgestimmten PA-Anlage gehört haben und er von der Soundbar einiges abverlangen wird. Zu Beginn des Titels sind verschiedene Drums eingebettet, die sehr harmonisch aus unserem Testkandidaten erklingen. Auch als der Gesang startet, gefällt uns der JBL Soundriegel durch die tadellose Homogenität sehr gut, selbst wenn die Stimmfarbe nicht zu 100 Prozent genau getroffen wird. Der Tiefgang wirkt auf uns erstaunlich ausgeprägt für ein kompaktes All-In-One-Device in dieser Preisklasse. Natürlich darf man hier keine Bassgewalt erwarten, da die JBL BAR 5.0 ohne externen Subwoofer auskommen muss. Aber für den Alltagsgebrauch ist dargebotene Leistung als solide zu bezeichnen. 

Bevor wir uns der Filmtonwiedergabe widmen, möchten wir uns noch einen Musik-Titel wiedergeben lassen. Nun lauschen wir den Klängen von Tiesto und starten die Wiedergabe von "The Business". Auch bei diesem Titel gefällt uns die Stimmwiedergabe sehr gut, zudem punktet die Soundbar mit einer tadellosen räumlichen Arbeit. Aber hier fehlt es der JBL Soundbar an Durchschlagskraft, gerade wenn der Titel schneller wird und man lauter hört. Klar, die Ergebnisse sind noch in Ordnung, aber man merkt schon, dass auch JBL für den Kaufpreis der BAR 5.0 nicht zaubern kann.

Nun beginnen wir mit Klangbeispielen bei der Wiedergabe von Filmton. Wir beginnen mit Mission Impossible: Rogue Nation und wählen die englische Dolby Atmos-Tonspur. Zu Beginn des Films soll Ethan Hunt das Flugzeug mit der gefährlichen Fracht stoppen. Natürlich geschieht dies nicht ohne Action. Das Starten des großen Airbus-Frachtflugzeuges kommt im Hörraum authentisch zur Geltung und präsentiert sich überraschend kraftvoll. Auch die Wiedergabe der Höheneffekte oberhalb des Zuhörers gelingt gut, hier merkt man, dass echte Elevation Speaker oben auf der Soundbar montiert sind. Wir skippen vor zur Sequenz im Wiener Opernhaus und lauschen den Gesang des Tenors. Auch hier gefällt uns die sehr gute Wiedergabe von Orchester und Gesang. Auch das Laden der Waffe von Ilse Faust erklingt absolut authentisch.  Insgesamt schafft die BAR 5.0 eine dichte Atmosphäre, die auch die heftige Auseinandersetzung zwischen Ethan und dem Killer hoch über der Bühne beinhaltet. Die kräftigen Schläge werden mit Substanz übertragen. Etwas Probleme scheinen durch, wenn mehrere akustische Ereibnisse parallel mit ähnlicher Gewichtung präsentiert werden sollen. Beispiel: Keilerei über der Bühne, parallel musikalische Action auf der Bühne. Hier kommt es gerade bei hohem Pegel vor, dass einzelne Konturen leicht verwischen oder zu weit in den Hintergrund rücken. Aber wie wir schon mehrfach ausführten: Eine All-In-One-Soundbar kann keine echte Mehrkanal-Anlage ersetzen, und auch kein Soundbar-System der 1.500 EUR-Klasse mit kräftigem Subwoofer und Wireless-Rears. 

Als nächstes lassen wir uns von der JBL BAR 5.0 Multibeam Herbert Grönemeyers Hit "Der Weg" in Dolby Atoms wiedergeben. Auch hier glänzt die JBL BAR 5.0 mit einer sehr guten, wenn auch etwas zurückgenommen Stimmwiedergabe. Die Dolby Atmos Höheneffekte werden authentisch an den Hörer abgegeben. Die Durchstrukturierung des gesamten Titels gelingt nicht in jeder Situation komplett, die Wiedergabe bleibt aber homogen und gefällig. Für akustisch sehr anspruchsvolle Hörer ist ein Gerät wie die JBL BAR 5.0 Multibeam auch nicht konzipiert. Die Soundbar ist ein problemloser und gut klingender Begleiter für den Alltag und ermöglicht deutlich bessere klangliche Leistungen als diejenigen, die mit den eingebauten Soundsystemen vieler TV-Geräte möglich sind. 

Konkurrenzvergleich

  • Panasonic SC-HTB600Die erste Soundbar im Konkurrenzvergleich kommt aus dem Hause Panasonic und ist derzeit für rund 440 EUR im Onlinehandel erhältlich. Im Lieferumfang der SC-HT-HTB600 befindet sich ein externer Subwoofer, was gerade im Filmbereich deutlich spürbar ist. Ebenfalls an Bard sind Decoder für Dolby Atmos und auch für DTS:X. Die Wiedergabe von High-Resolution Dateien sind ebenfalls möglich und HDR10 Inhalte sowie Dolby Vision werden ebenfalls durchgeschleift. Auch über verschiedene Klangmodis verfügt die Panasonic Soundbar. Allerdings bringt die SC-HTB600 keinerlei Netzwerkfunktionen mit und folgerichtig fehlen auch Apple Airplay 2 oder Google Chromecast. Somit kann die Lieblingsmusik auf dem Smartdevice nur via Bluetooth abgespielt werden. 

  • Yamaha YAS-209 : Die Yamaha Soundbar ist derzeit für knapp über 300 EUR erhältlich und besitzt ebenfalls einen externen Subwoofer. Allerdings bleibt die native Wiedergabe von Dolby Atmos Inhalten dem Nutzer verwehrt. Allerdings kann mittels DTS Virtual:X jedes Quellmaterial entsprechend auf 3D Audio (virtuell) aufpoliert werden, was in der Praxis recht gut gelingt. Zudem verfügt die Yamaha Soundbar über umfangreiche Netzwerkfunktionen und eine Steuerung mittels Smartphones ist durch die Yamaha Sound Bar Controller App ebenfalls möglich. Wer auf Dolby Atmos verzichten kann, sollte definitiv bei der YAS-209 zuschlagen. So viel Klang für so wenig Geld wird nur selten geboten. 

  • Sony HT-G700: Die Sony HT-G700 ist für 449 EUR erhältlich und somit knappe 50 EUR teuerer als unser Testkandidat. Wie auch die Panasonic oder Yamaha Soundbar besitzt die Sony ebenfalls einen externen Subwoofer. Die Vertical Surround Engine sorgt dafür, dass die aktuellen 3D-Audioformate Dolby Atmos und DTS:X auch mit einer von den Chassis her konventionell aufgebauten Soundbar (ohne dedizierte Top Firing-Module) genossen werden können. Zudem unterstützt die Sony Soundbar HDR-Videoformate wie HDR10, HLG sowie Dolby Vision. Eine Netzwerkschnittstelle oder gar ein WLAN Modul besitzt die Sony Soundbar leider nicht. Die Immersive Sound Technologie von Sony liefert noch ein deutlich größeres Bühnenbild ab, als die normale Dolby Atmos Wiedergabe hergibt. Durch das anheben der Effekte kann die aber teilweise dazu führen, dass empfindliche Nutzer den Hochtonbereich etwas zu spitz empfinden.

  • LG DSN7CY : Der nächste Kontrahent kommt aus dem Hause LG mit der Bezeichnung DSN7CY. Diese ist momentan für ca. 300 EUR Marktpreis erhältlich. Die LG Soundbar DSN7CY unterstützt die kabellose Verbindung von Rücklautsprechern für ein 5.0.2 Soundsystem und gibt High Resolution Audio Dateien mit Abtastraten von bis zu 96 kHz und einer Tiefe von 24 Bit wieder. Wie bei unserer JBL Soundbar befinden sich auf der Oberseite der Soundbar die Speakermodule für die Dolby Atmos Wiedergabe. Großer Pluspunkt bei der LG Soundbar ist die Meridian Klangtechnologie die mithilfe moderner Signalverarbeitungstechnologie eine breite akustische Bühne bietet. Die DSN7CY unterstützt 4K-Inhalte, einschließlich HDR und Dolby Vision. Decoder für Dolby Atmos sowie DTS:X sind ebenfalls integriert. Der Soundeffekt "AI Sound Pro" analysiert automatisch die wiedergegebene Inhalte, um die optimale Audioeinstellungen für deren Wiedergabe zu gewährleisten. Leider besitzt die LG Soundbar keinerlei Netzwerkschnittstellen und somit ist die Verbindung eines Smart-Devices nur via Bluetooth Verbindung möglich. Insgesamt aber, gerade zum aktuellen Marktpreis, erweist sich die DSN7CY als sehr harter Kontrahent. 

  • Harman Kardon Citation Multibeam 700 : Aus dem eigenen Hause kommt der größte Konkurrent. Die Harman Kardon Citation Multibeam 700 ist momentan für schlanke 429 EUR im Onlinehandel erhältlich und besitzt wie die JBL Soundbar, die Multibeam Technologie. Und für wem es etwas mehr sein darf, der kann sich aus der Citation Serie ein Mehrkanalsystem zaubern und die Multibeam 700 als Centerlautsprecher nutzen. Sehr gut gefiel uns im Test das hochauflösende OLED Display auf der Oberseite der Harman Kardon Soundbar. Virtuelle Surround Modis wie z.B. Nacht Modus, Standart Modus, Musik Modus oder aber auch über den Film Modus verfügt die Citation Multibeam 700. Zudem gefiel die Harman Kardon in den Klangtestreihen durch ihre homogene und lebendige Akustik. 

Fazit

Die JBL BAR 5.0 Multibeam bietet eine sehr umfassende Ausstattung. Die 5.0 Dolby Atmos Soundbar bringt unter anderem die JBL-Harman-eigene Multibeam Technologie mit, die als tadellos arbeitender virtueller Surround Aufpolierer dient. Gerade, was die Räumlichkeit angeht, liefert die BAR 5.0 Multibeam eine ausgezeichnete Leistung ab. Für die Wiedergabe von Filmtonspuren ist die BAR 5.0 Multibeam daher wirklich gut geeignet, zumal selbst der bei einem kompakten All-In-One-Device kritische Bassbereich recht ordentlich ertönte. Nicht ganz zufrieden sind wir mit der Prägnanz und der Strukturierung der Mitten, hier geht deutlich mehr. Bei aller Kritik muss man aber auch Preisklasse und Produktsegment mit in die Bewertung einfließen lassen. Wenig zu tadeln gibt es an der guten Pegelfestigkeit. Klar dürfte jedem sein, dass man keine Pegel-Orgien feiern kann, dazu ist ein solches Gerät nicht gemacht. Dem abendlichen Film mit erhöher Lautstärke zu lauschen, ist aber problemlos möglich. 

Die Verarbeitung der Soundbar ist als gelungen zu bezeichnen und an der Front schützt ein umlaufendes Abdeckgitter aus Metall die Chassis vor Fremdeinwirkung. Multimedial ist die Ausstattung nicht zu bemängeln. Integriert in die BAR 5.0 Multibeam sind Chromecast built-in, AirPlay 2 und Alexa Multi-Room Music (MRM) für einfaches Musik-Streaming und Multi-Room-Möglichkeiten. Zudem kann die Musik vom Smartdevice via Bluetooth 4.2 ebenfalls von der Soundbar wiedergegeben werden. Die JBL BAR 5.0 Multibeam unterstützt die Wiedergabe von 4K-Inhalten, auch, wenn diese mit HDR10 oder Dolby Vision versehen sind.  Die Integration der Google Home App hat seine Vorteile, funktionierte aber in unserem Test leider nicht überzeugend. Wir vermuten aber, dass die Probleme eher von der Google Home App ausgingen, als von der JBL Soundbar.  

Sehr gut ausgestattete Dolby Atmos Soundbar mit räumlich dichtem und erstaunlich kräftigem Klang

All-In-One-Soundbars bis 500 EUR
Datum: 07. April 2021

Test und Bilder: Sven Wunderlich
Redaktion: Carsten Rampacher
Datum: 07. April 2021

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