XXL-TEST: Yamaha YAS-209 - Soundbar mit externen Subwoofer, Alexa Sprachsteuerung und Musikstreaming

Aus dem Hause Yamaha kommt die interessant ausgestattete Soundbar YAS-209 mit 200 Watt Gesamtleistung (2 x 50 Watt Soundbar, 1 x 100 Watt Subwoofer). Sie verfügt über eine integrierte Alexa Sprachsteuerung und soll dank DTS Virtual:X 3D-Surround-Sound in beachtlicher Güte abliefern. Im Lieferumfang befindet sich ein Wireless-Subwoofer, was gerade Freunde einer gepflegt-kraftvollen Filmton-Wiedergabe zu schätzen wissen. Der Subwoofer setzt auf ein 16 cm Chassis, in der schlanken Soundbar sind 2 x 2,5 cm Hochtöner und 4 x 4,6 cm Mitteltöner. 

Die in schwarz gehaltene Soundbar fügt sich harmonisch in das heimische Wohnzimmer ein. Die YAS-209 ist umlaufend mit einer Stoffbespannung ausgestattet, die sehr sauber angebracht ist. Für die Steuerung der Soundbar mittels Smart Device ist die Yamaha Sound Bar Controller App verfügbar. Durch die App können die verschiedenen Befehle via App an die Soundbar gesendet werden. Auch Musikstreaming bleibt bei der YAS-209 kein Wunschgedanke.

Die App ermöglicht den Zugriff auf verschiedene Musikdienste oder auch die vorhandene Musik auf dem Smartphone kann wiedergegeben werden, beide Komponenten müssen aber mit dem gleichen Netzwerk verbunden sein, eine Bluetooth Verbindung ist aber auch möglich. Auf die neuen Tonformate wie Dolby Atmos verzichtet die Yamaha Soundbar, allerdings wechselt sie mit einem Kampfpreis von derzeit schlanken 306 EUR Marktpreis (UVP 399 EUR) den Besitzer - und, wie erwähnt, DTS Virtual:X ist ja an Bord. Mittels DTS Virtual:X kann man jedes Quellmaterial entsprechend auf 3D Audio (virtuell) aufpolieren.

Sauber eingepasste Stoffumrandung

Bedienelemente auf der Oberseite

Auf der Oberseite der Soundbar befinden sich verschiedene Bedienelemente. Links im Bild das Kreissymbol wird zum manuellen Wecken der Alexa Sprachsteuerung benutzt. Die Taste mit dem durchgestrichenen Mikrofon deaktiviert die Mikrofone, die auf der Oberseite der Soundbar angebracht sind. Sollte man die Sprachsteuerung nicht nutzen, kann man diese so ausschalten. Mittig befindet sich die Taste für die Eingangswahl und daneben sitzen die Bedienelemente für die Lautstärkeregelung sowie die On/Off Taste.

Links neben den Bedienelementen sitzen die LEDs die über den Betriebszustand informieren. Dort wird angezeigt, welcher Eingang gewählt wurde, ob die Surround-Funktion aktiviert ist, Clear Voice zugeschaltet ist und ob die Soundbar mit dem Netzwerk verbunden ist oder die Sprachsteuerung aktiviert ist. Ein Display besitzt die YAS-209 allerdings nicht. Hätten wir gern gesehen, aber in Anbetracht des Kaufpreises kann man es verschmerzen.

Verschiedene LEDs informieren über den Betriebszustand

Mitgelieferte Fernbedienung 

Im Lieferumfang befindet sich auch eine Fernbedienung, die im schlichten Schwarz gehalten ist. Die Fernbedienung macht einen soliden, wenn auch einfachen Eindruck. Die Soundbar führt die Befehle der Remote sehr schnell aus. Die Tasten der Fernbedienung sind etwas schwammig ausgelegt und könnten unserer Meinung nach mit etwas knackigerem Druckpunkt ausgeführt sein. In der ersten Reihe der Fernbedienung dürfen sich die Taste für die Alexa Sprachsteuerung sowie der On/Off Taste ansiedeln. Darunter befinden sich die Knöpfe für die verschiedenen Eingänge.

Eine Reihe darunter kann die Funktion Clear Voice aktiviert werden. Diese Funktion bewirkt eine Anhebung der Dialoge für bessere Verständlichkeit. Die Taste daneben aktiviert den 3D Surround Sound der Yamaha Soundbar. Diese Funktion soll im Yamaha-Jargon "ein fesselndes 3D Klangbild" erzeugen, ob dem wirklich so ist, dazu kommen wir später. Eine Etage tiefer befinden sich die Bedienelemente für die verschiedene Klangmodis, die die Yamaha Soundbar besitzt. So gibt es die DSP-Programme MOVIE, TV, MUSIC, SPORTS, GAME und STEREO, letzteres aktiviert eine reine 2-Kanalwiedergabe. Der Subwooferpegel kann auch direkt mit der Fernbedienung erfolgen sowie die Lautstärkeregelung. Mittig zwischen diesen Bedienelementen befindet sich nach die Taste BASS EXT (Extension), diese bewirkt, dass bei Musikwiedergabe der Bass deutlich verstärkt wird.

Die Rückseite der Soundbar

Die Rückseite der Soundbar zeigt sich, wie bei anderen Mitbewerbern auch, sehr aufgeräumt. Links im Bild, neben der integrierten Wandhalterung, sitzt der Stromanschluss. Auch hier möchten wir anmerken, dass die Soundbar kein externes Netzteil benötigt. Rechts im Bild sitzen die Anschlüsse der Soundbar, welches dies alles sind, dazu gleich mehr.

Anschlußsektion

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Die Yamaha YAS-209 Soundbar verfügt über eine sehr schöne Anschlußsektion. So befinden sich auf der Rückseite der Soundbar ein HDMI Eingang sowie ein HDMI Ausgang mit ARC. Das heißt, dass für eine Verbindung mit dem TV nur ein Kabel benötigt wird. Ebenfalls besitzt die YAS-209 einen Netzwerkanschluss, was in dieser Preisklasse definitiv nicht üblich ist. Daneben bindet sich noch der optische Digitaleingang, hier kann der TV angeschlossen werden, falls dieser kein ARC unterstützt. Weiterhin befindet sich auf der Rückseite noch der USB Anschluss, der rein für Software-Updates genutzt werden kann.

Der im Lieferumfang enthaltene Subwoofer

Für den Tieftonbereich ist der mitgelieferte Subwoofer zuständig. Dieser ist mit seinen 7,9 kg kein Blender., wie wir es bei preiswerten Soundbar/Subwoofer-Sets leider öfters feststellen mussten. Optisch ist der Subwoofer ebenfalls in einer schwarzen Stoffummantelung wie die Soundbar gehalten. Der Tieftöner ist bei seitlich angebracht und auf der Front sitzt das Bassreflexrohr. Der Tieftöner muss nur an eine Stromquelle angeschlossen werden und arbeitet dann wireless.

Bassreflexrohr auf der Vorderseite

Yamaha Logo auf der Front des Subwoofers

Bedienelemente zum Verbinden mit der Soundbar und LEDs, die über den Betriebszustand informieren, befinden sich auf der Rückseite

Die Ersteinrichtung ist sehr einfach gestaltet. Diese kann mit der Yamaha Sound Bar Controller App erfolgen. Zuerst müssen aber beide Komponenten mit dem Stromnetz verbunden werden. Der Subwoofer und die Soundbar verbinden sich automatisch. Sollte dies aber mal nicht geschehen, besitzt der Subwoofer auf der Rückseite eine Pairing-Taste. Die Ersteinrichtung haben wir natürlich wieder mit einigen Screenshots festgehalten :

Die Sound Bar Controller App startet sofort nach öffnen der App mit einem Suchlauf

Die WLAN LED an der Soundbar muss blinken

Sollte Bluetooth auf dem Smartphone nicht aktiviert sein, kommt der Hinweis zur Aktivierung, da bei der Erstinstallation eine Bluetooth Verbindung benötigt wird.

Suche nach unserer YAS-209

Innerhalb weniger Sekunden wurde unsere YAS-209 gefunden

In diesem Abschnitt muss das vorhandene WLAN oder LAN ausgewählt werden und das Passwort eingegeben werden.

Verbindungsaufbau mit dem Heimnetzwerk

Erfolgreiche Verbindung zu unserem Heimnetzwerk

Die App informierte uns, dass ein Firmware Update verfügbar ist

Wenn die Alexa Sprachsteuerung verwendet werden soll, können in diesem Abschnitt die Einstellungen dafür vorgenommen werden. 

Hauptmenü der Yamaha Sound Bar Controller App

Das Hauptmenü der YAS-209

Informationen über die YAS-209

Hier können die verschiedenen Klangeinstellungen vorgenommen werden

Streamingdienste und Eingangswahl

Dienste bearbeiten

Insgesamt schneidet die YAS-209 sehr gut ab in den ersten Disziplinen. Sauber verarbeitet und tadellos ausgestattet, zeigt die Soundbar, was für unter 400 EUR alles möglich ist. 

Klang

Wir starten unser Klangtestreihen gleich mit etwas eher Schwierigem und bieten der Yamaha YAS-209 den Titel "Metalingus" von Alter Bridge zur Wiedergabe an. Wer unsere Testberichte aufmerksam liest, dem ist bewusst, dass eine ansprechende Wiedergabe dieses Titels kein leichter Job für die Yamaha Soundbar werden wird. Als erstes testen wir die die verschiedenen Klangprogramme und entscheiden uns für "MUSIC", da uns hier die Stimmwiedergabe am besten gefällt und der Name des DSPs auch nahelegt, es in unserem Falle zu verwenden. Impulsiv und zugleich schnell startet der Song, und als die Gesangseinlage von Myles Kennedy beginnt, dürfen wir etwas staunen. Die YAS-209 gibt in einer für eine preiswerte Soundbar beeindruckenden Manier diesen doch sehr kritischen Song wieder. Wir können als Kritik nur feststellen, dass sich ein kleineres Bühnenbild abzeichnet, als tatsächlich vorhanden ist, aber das ist "Meckern auf hohem Niveau". Insgesamt gefällt uns die dargebotene Leistung auch wegen der sauberen Differenzierung der vokalen und instrumentalen Anteile sehr gut, gerade in Anbetracht des Preises. Der drahtlose Subwoofer verrichtet sauber sein Arbeit und unterstützt tadellos die Soundbar und bietet einen schönen Tiefgang - auch den hätte man dem System wegen der kompakten Abmessungen kaum zugetraut.

Als nächstes möchten wir der Yamaha Kombi noch einen Musiktitel zuspielen. Wir starten die Wiedergabe von Metallicas "The Unvorgiven III". Das Stück beginnt am Anfang mit klassischen Instrumenten, die sehr sauber und erneut überraschend authentisch klingen. Live wurde dieser Song zusammen mit dem "San Francisco Symphony Orchestra" aufgezeichnet. James Hetfields Stimme klingt bei diesem Stück wieder sehr charismatisch, selbst kleinere Zwischentöne vergisst die YAS-209 nicht. Auch die Einsätze von Lars Ulrich und Co. gefallen uns sehr gut und teilweise vergisst der Tester, dass es sich um eine günstige Soundbar für 399 EUR handelt (Marktpreis momentan ca. 310 EUR).

Nun switchen wir um und widmen uns der Blu-ray Wiedergabe. Wir starten mit "Batman The Dark Night". Auch hier widmen wir uns der Anfangssequenz, als die Mannen vom Joker die Bank der Mafia ausrauben möchten. Hier darf der Tester anmerken, dass er so etwas, was die Yamaha YAS-209 abliefert, in dieser Preisklasse noch nicht gehört hat. Die doch teilweise stürmischen Einsätze gibt der Subwoofer mit einem Nachdruck wieder, den wir nicht erwartet hätten. Zudem gibt es praktisch keine störenden "Klanglöcher" zwischen der unteren Grenzfrequenz der Soundbar und der oberen Grenzfrequenz des Subwoofers. Auch die 3D Surround Funktion in Form von DTS Virtual:X hat uns durchaus überzeugt. Sie vermittelt ein deutlich größeres Bühnenbild und zudem kann man in Ansätzen auch das Vorhandensein einer Überkopf-Ebene realisieren. Des Weiteren flacht die vokale Präsenz bei Basseinsätzen oder auch Effekten überhaupt nicht ab, die Balance bleibt erhalten. Auch das zerberstende Glas klingt sauber und natürlich und wirkt niemals übertrieben spitz.

Weiter geht es in unseren Klangtestreihen mit Bruce Willis in "Stirb Langsam 4.0". Wir springen zu Szene 4, als die Gangster von Thomas Gabriel den Computer-Hacker Matt Farrell ausschalten wollen. Natürlich ist diese Szene nicht gerade einfach für eine Soundbar, auch dann nicht, wenn ein drahtloser Subwoofer mitarbeitet. Aber auch hier kann die Yamaha YAS-209 wieder punkten. Die Kugeln, die das Fenster und auch die Türe durchdringen, sind deutlich wahrnehmbar und klingen überraschend nachdrücklich. Vor allem ist auch die Räumlichkeit frappierend, setzt man DTS Virtual:X ein. Man fühlt sich, wenn man nicht mehr als 3,5 Meter von der Soundbar entfernt sitzt, durchaus komplett ins akustische Geschehen eingezogen. Auch die Explosionen werden prima erfasst, zm einen, als der Feuerlöscher im Treppenhaus hochgeht, zum anderen, als die Sprengladung im PC-Gehäuse gezündet wird. Natürlich, wahre Cineasten vermissen hier schiere Gewalt und auch Tiefgang, aber für den schmalen Kaufpreis begeistert die YAS-209 ohne Zweifel.

Konkurrenzvergleich

  • LG DSN7CY: Die erste Soundbar, die in den Konkurrenzvergleich geschickt wird, ist die LG DSN7CY. Die für rund 470 EUR erhältliche Soundbar punktet mit ihrer Meridian Klangtechnologie, die mehr Präsenz und eine realistischere Räumlichkeit bereitstellt. Weiterhin stehen auf der Habenseite der LG Soundbar die Wiedergabe von Dolby Atmos7DTS:X und die Kompatibilität zu High-Res Audio-Dateien. Setzt man aber die klanglichen Werte ins Verhältnis zum momentanen Kaufpreis, überholt die Yamaha YAS-209 die LG Soundbar. Gerade der kräftige Subwoofer der Yamaha Soundbar setzt hier klare Akzente. Wer einen kleineren Raume beschallen und die neuesten Tonformate und High-Res Dateien wiedergeben möchte, für dem ist allerdings die LG Soundbar die erste Wahl.

  • Sony HT-X8500: Auf dem Hause Sony zieht die HT-X8500 in den Konkurrenzvergleich. Die Sony Lösung muss ohne aktiven Subwoofer ausgekommen und ist dementsprechend auch eher in kleinen Räumen zu Hause. Sonys hauseigene Vertical Sound Engine konnte bei Mehrkanal Filmton aber im Test punkten. Leider besitzt aber die Sony Soundbar keinerlei Netzwerk-Schnittstellen und so kann z.B. die Lieblingsmusik auf dem Smartphone nur via Bluetooth wiedergegeben werden.

  • Harman Kardon Citation Multibeam 700: Die Citation Multibeam 700 von Harman Kardon punktete bei den Testern durch ihre tolle Verarbeitung und setzt beim Display auf eine OLED Lösung, die für uns momentan Benchmark ist. Auch sehr positiv ist zu erwähnen, dass die Multibeam 700 dank der Google Home-Kompatibilität in ein vollwertiges Multi-Room System integriert werden kann und so sogar Bestandteil eines Mehrkanalsystem werden kann. Dies kann die Yamaha Soundbar leider nicht, der Weg ins MusicCast Lager blieb ihr leider verwehrt. Aber für eine einfache Steuerung reicht die Yamaha Sound Bar Controller App definitiv aus. Auch hier müssen wir den mitgelieferten Subwoofer der Yamaha Soundbar positiv erwähnen und angesichts des momentanen Kaufpreises, geht auch dieser Vergleich knapp an die Yamaha-Lösung.

Fazit

Für äußerst faire 310 EUR Marktpreis bekommt der Anwender eine hervorragende Soundbar/Subwoofer-Lösung für das heimische Wohnzimmer geboten. Die Ersteinrichtung klappte, dank der Yamaha Sound Bar Controller App, problemlos. Auch möchten wir anmerken, dass eine Netzwerk Ein/Verbindung hier auf der Feature-Liste stehen. Auch Updates können einfach über das Netzwerk aufgespielt werden. Für die Wiedergabe von HDR Material ist der Yamaha Soundriegel, wie es sich gehört, natürlich auch vorbereitet. Der 3D Surround Modus (DTS Virtual X) macht einen sehr guten Eindruck, daher: Wer auf Dolby Atmos verzichten kann, sollte definitiv bei der YAS-209 zuschlagen. So viel Klang für so wenig Geld wird nur selten geboten. Der Subwoofer, der bei manch anderen Mitbewerbern einfach nur relativ unpräzise "herumwummert", überzeugt bei der Yamaha Lösung voll und ganz, obwohl wir doch einen mittelgroßen Testraum haben. Als Negativpunkt möchten wir das fehlende Display und die doch einfach anmutende Fernbedienung aufführen.

Tolle Soundbar-Kombination mit einem sehr guten Klang zum günstigen Kurs - das ist die Yamaha YAS-209


Soundbar-/Subwoofersysteme bis 500 EUR
Test 31. Juli 2020

 

Test und Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 31. Juli 2020

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