XXL-TEST: Elac Debut Connex DCB41 - neue Aktivlautsprecher mit Master-/Slave-Prinzip
Klang

Speaker ohne Lautsprecherabdeckungen
Rund 500 EUR soll das komplette Set kosten - bleibt da Raum für einen vernünftigen Klang? Nun gut, auch hier muss man seine Ansprüche aufs preisliche Niveau anpassen. 2 x 50 Watt Endstufenleistung sind nicht wirklich viel, fürs investierte Geld aber definitiv in Ordnung, daher darf man zwar eine gute, aber keinesfalls eine exzellente Pegelfestigkeit erwarten. Für mittlere bis etwas höhere Lautstärken reicht die Leistung problemlos aus. In größeren Hörräumen jenseits der 25 Quadratmeter aber sollte man sich schon in der Nähe der recht kleinen Lautsprecher aufhalten, um noch voll ins akustische Geschehen eingebunden zu sein. Zudem empfiehlt es sich hier, das Set um einen aktiven Subwoofer zu ergänzen.
Los geht es mit unseren Klangbeispielen und wir starten musikalisch mit Slash, Myles Kennedy and The Conspirators durch. Wir lassen uns von den Elac Schallwandler die Coverversion von "Starlight" abbilden. Der Titel beginnt mit einen sehr schönen Akustik-Gitarrensolo, welches auf uns einen sehr natürlichen und harmonischen Eindruck macht. Als Myles dann mit seiner unverwechselbaren Stimme einsteigt, müssen wir leider bemerken, dass die Elac Speaker bei dieser Stimmfarbe bei höherem Pegel etwas aggressiv im Hochtonbereich werden, in Anbetracht der Preisklasse ist das aber noch vertretbar. Die Vocals lösen sich sehr gut vom Lautsprecher und auch die beiden Gitarren werden tadellos dargestellt. Insgesamt kann man für den gebotenen Preis mit der Leistung zufrieden sein.
Deutlicher explosiver geht es beim nächsten Track zu. Wir starten die Wiedergabe von "Kill The Noise" von Papa Roach und circa ab der 17. Sekunde explodieren förmlich die Effekte. Die Kieler Schallwandler kommen aber mit dieser Komplexität und den unterschiedlichen Facetten erstaunlich gut zurecht. Der Sprech-/Schreigesang von Frontmann Jacoby Shaddix macht auf uns einen guten bis sehr guten Eindruck. Ebenfalls gute Arbeit verrichtet der 11,4 cm messende Tieftöner. Natürlich dürfen wir bei dieser Baugröße und diesem Kaufpreis kein Pegelmonster erwarten, aber die Leistung ist solide. Als Nutzer sollte man aber auf der Fernbedienung die XBass Taste betätigen, da sonst die Basswiedergabe bei solch harten Titeln etwas flach ausfällt.
Nun geht es wieder etwas gemächlicher zu und wir beginnen mit "Wicked Game" von Stone Sour, und zwar in einer Acoustic Version. Wow, jetzt überraschen uns die Elac Debut Connex DCB41 und spielen in unserem Hörraum frei auf. Das Gitarrensolo zu Beginn des Tracks klingt erstklassig und es fehlen bei der Wiedergabe nur feinste Nuancen wie z.B. das Zupfen an den Gitarrensaiten. Als für diese Preisklasse erstklassig möchten wir aber die Stimmabbildung von Corey Taylors Stimme bezeichnen. Dass er auch gefühlvoll singen kann, beweist er regelmässig bei Stone Sour und seinen Soloalben. Zurück zur Wiedergabe, die Stimme löst sich überraschend gut vom Lautsprecher und die Kieler "Aktivisten" bieten uns hier ein sehr breites und luftiges Bühnenbild an.
Weiter geht es mit Zoe Wees und ihrem Titel "Hold Me Like You Used Now". Auch dieser Titel beginnt mit einem Klaviersolo, was glaubwürdig und natürlich in den Hörraum abgegeben wird - hier können wir den Elacs eine wirklich gute Performance attestieren. Als Zoe dann mit ihrer Ausnahmestimme hinzukommt, sind wir überrascht, was uns die Kieler Lautsprecher hier darbieten. Natürlich fehlen manch feinste Nuancen bei dieser sehr fordernden Stimme, für die Preisklasse aber eine sehr gute und facettenreiche Wiedergabe. Als der Titel dann etwas schneller wird, merkt man natürlich die geringe Baugröße der Lautsprecher. Teilweise wird der Mitteltonbereich etwas vernachlässigt und Gesamtwiedergabe flacht demnach ab.
Abschließen möchten wir die Klangtestreihen mit "Where Are You Not" von Lost Frequencies und Calum Scott. Bei diesem Titel kann die Stimmwiedergabe und Farbe ein weiteres Mal punkten. Diese entfaltet tatsächlich eine authentische Wirkung, die wir so nicht erwartet hätten. Auch die verwendeten Synthesizer wirken auf uns ausgewogen und ausgeglichen. Im Bassbereich geht den Schallwandlern hier allerdings relativ schnell die Puste aus. Der Bass ist da, wird aber als etwas undefiniert wahrgenommen.
Konkurrenzvergleich

- Nubert nuBoxx A-125 Pro: Vom schwäbischen Lautsprecherspezialisten Nubert hatten wir die nuBoxx A-125 Pro im Einzeltest. Die Nubert Schallwandler sind für 438 EUR in den Farben schwarz oder weiß erhältlich. Die nuBoxx A-125 Pro verfügen über keinen HDMI-Anschluss mehr, bieten dafür aber einen USB-DAC. Sehr gut gefiel uns bei die Nubert die hochwertige Fernbedienung und beim Thema Klang lieferten diese eine sehr gute Pegelfestigkeit und eine klare Gesamtwiedergabe ab.

- Magnat Monitor Active 200: Als nächstes in den Konkurrenzvergleich steigen die Magnat Montitor Active 200 ein. Die Schallwandler aus Pulheim sind derzeit für schmale 225 EUR erhältlich. Auch die Magnat Lautsprecher verfügen nicht über einen HDMI Port, haben aber ebenfalls Bluetooth an Bord, und ein Schallplattenspieler lässt sich ebenso anschließen. Für den sehr günstigen Kaufpreis sind die Lautsprecher solide verarbeitet. Nicht ganz so überzeugen konnte uns die mitgelieferte Fernbedienung im Scheckkartenformat. Beim Thema Klang konnten wir eine gute Auflösung und einen sehr guten Dynamikbereich feststellen, der nie angestrengt oder oberflächlichwirkte. Der straffe Bass hat ordentlich Kraft, und die Loslösung von Stimmen gelingt prima.

- Q Acoustics M20 : Die M20 aus dem Hause Q Acoustics arbeiten ebenso nach dem Master/Slave Prinzip und sind mit 499 EUR in der selben Preisklasse wie die Elac Debut Connex DCB41 angesiedelt. Die M20 bieten zudem Bluetooth 5.0 mit aptX HD und USB-B, einen optischen Digitaleingang, einen Stereo-Cinch-Eingang und einmal 3,5 mm Miniklinke analog. Dank des Pre-Out kann auch ein aktiver Subwoofer verbunden werden. Die mitgelieferte Fernbedienung ist ähnlich wie die Verarbeitung der Lautsprecher, für diese Preisklasse überragend. Auch klanglich konnten uns die M20 voll überzeugen, lieferten diese einen satten Sound, kombiniert mit einer erstklassigen Stimmwiedergabe. Kleiner Wermutstropfen, die M20 verfügen über kein HDMI Terminal.
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Tags: Aktive Lautsprecher • Elac • Lautsprecher






