TEST: Nubert nuBoxx A-125 pro - kompakte Aktivlösung mit sauberem und kräftigem Klang

Für 438 EUR Komplettpreis bietet Nubert den Nachfolger des "Sound-Paares" nuBox A-125 an. Die nuBoxx A-125 pro tritt mit verändertem Gesamtkonzept an und steht in zwei Ausführungen bereit: Schwarz mit schwarzer Stofblende oder aber Weiß mit hellgrauer Stoffblende, wie unser Testmodell. Nubert hat den beim Vorgänger vorhandenen HDMI-Anschluss (leider) gestrichen, dafür ist nun ein USB-DAC an Bord. Wir hätten es überzeugender gefunden, beides anzubieten, aber die Schwaben sehen den optimalen Platz der nuBoxx A-125 pro links und rechts vom großen PC-Monitor. "Vor allem auf dem Schreibtisch fühlen sich die nuBoxx A-125 pro zuhause, als Multimedia-Speaker für den Freizeiteinsatz oder auch in einer professionellen Produktionsumgebung" schreibt Nubert auf der Website - und stellt fest: "Genauso gut sind sie aber auch auf dem Küchenschrank aufgehoben, wo sie anspruchsvollen Musikgenuss ermögliche, weit über dem Niveau üblicher Hintergrundbeschallung durch typische Smart Speaker".

Ideal als Multimedia-Lautsprechersystem geeignet

Rückseite mit Bassreflexöffnung

Zeitlose Formgebung, hochwertige Stoff-Gitter

Das Gitter haftet magnetisch

Die Stoffbespannung wurde sauber auf den Kunststoffrahmen aufgebracht

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Auch auf dem Lowboard im Wohnzimmer sieht Nubert die beiden kleinen Lautsprecher, als moderne Interpretation einer kleinen Stereoanlage. In Kundenumfragen, so der Lautsprecherhersteller weiter, wurde übrigens ein USB-Slot plus USB-DAC als weitaus wichtiger angesehen als ein HDMI-Terminal. Uns erstaunt das auf der einen Seite, auf der anderen Seite sind die kompakten Klangkünstler schon prädestiniert als hochwertiges PC/Notebook-Soundsystem. 

Anschlüsse an der Masterbox

Lautsprecherkabel-Anschluss

Slave-Box: Lautsprecherkabel-Anschluss

Finish im Detail 

Nubert-Logo am Gitter

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Die beiden sauber verarbeiteten 2-Wege-Bassreflexlautsprecher, deren in unserem Falle graues Stoffgitter magentisch haftet, werden mittels eines im Lieferumfang enthaltenen, 3 Meter langen Systemkabels miteinander verbunden. Außer USB-C (für den direkten Anschluss des Notebooks oder PCs, bis zu 192 kHz/24-Bit sind möglich) sind noch ein optischer sowie ein koaxialer Digitaleingang, ein Cinch Stereo-Eingang und ein Subwoofer-Pre-Out vorhanden. Apropos Subwoofer: Wer mehr Bass braucht, dem rät Nubert zum nuSub XW-700. Den gibt es hier bei Nubert, und dort findet sich unser Test. Auf der Rückseite der Slave-Box findet sich ausschließlich der Anschluss fürs Lautsprecherkabel. Von außen "unsichtbar", gesellt sich in der Masterbox noch Bluetooth 5.0 dazu, inklusive Unterstützung von AAC sowie aptX HD.

Grüne LED für den Aux-Eingang

Damit man gleich weiß, welcher Eingang aktiv ist, besitzt die zugehörige LED jeweils eine eigene Farbe: Bluetooth entspricht Blau, Aux (Analog) Grün, Digital-Optisch - Rot, Digital-Koaxial hat eine weißlich-hellblaue LED und für USB steht ein schmuckes Lila. 

Die gesamte Elektronik ist in der Master-Box untergebracht

Im Detail

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Andere Seite der Platine

Die nuBoxx A-125 pro ist ab Werk für originalgetreue Stereowiedergabe abgestimmt. Im Gegensatz zu früher offerieren die Tüftler von der Ostalb aber auch DSP-Modi, die, typisch Nubert, exzellent abgestimmt sind und exakt den ins Auge gefassten Einsatzzweck treffen. Ein "Movie" Modus für die Wiedergabe von Filmen, und ein "Music" Modus für Musikmaterial sind vorhanden. DSP-Power - schön und gut, aber steht auch grundsätzlich genug "Power" zur Disposition? Diese Frage kann man mit einem lauten, klaren "ja!" beantworten. Aufs ganze System bezogen sprechen wir über 4 x 25 Watt Nennleistung und 4 x 40 Watt Musikleistung (pro Box demnach 2 x 40 respektive 2 x 25 Watt), das ist viel für ein solches System. Da wird in der Praxis kaum ein Wunsch offenbleiben und auch höhere Pegel dürften kein Problem sein.

Hochtöner 

Tiefmitteltöner

Ein 25 mm Hochtöner mit Seidenkalotte und ein Tiefmitteltöner mit hoch belastbarer Polypropylenmembran (118 mm) stellen sicher, dass die Performance der Endstufen auch passend umgesetzt wird. Freuqenzen zwsischen 50 Hz und 22 kHz (bei -3dB) werden wiedergegeben. Mit 24,5 cm Höhe, 13,5 cm Breite und 21 cm Tiefe (inklusive Frontabdeckung) zeigen sich die Boxen als wirklich kompakt - da ist beinahe überall Platz. Der Masterlautsprecher mit der gesamten Elektronik wiegt 3,7 kg, die Slave-Box 3,3 kg. Reichhaltig fällt das Zubehörangebot aus, das gleich mitgeliefert wird. Ein 1,5 Meter langes optisches Digitalkabel und ein ebenfalls 1,5 Meter langes USB-Kabel sind im Karton zu finden. 

Fernbedienung

Wenden wir uns nun der mitgelieferten, formschönen und sehr gut verarbeiteten Fernbedienung zu. Oben finden sich Standby- und Mute-Taste, darunter sind die Knöpfe für die Tonregelung (Bass und Mitten/Höhen zusammengefasst) untergebracht. Daneben liegt die Wipptaste für die Lautstärke. Darunter lokalisieren sich die Knöpfe für die direkte Anwahl der jeweiligen Eingänge und fürs Bluetooth-Pairing. Die unterste Schalter-Reihe umfasst die Buttons für die DSP-Modi Music und Movie, in der Mitte ist die Bypass-Taste. 

Klang

Wir starten im Music-Modus mit "Where Did You Go" (Spotify,Jax Jones, MNEK) durch und die nuBxx A-125 pro verblüffen uns mit tadelloser Basskraft - nicht nur Ansätze eines tieffrequenten Fundaments sind hier zu hören, sondern es wird richtig nachdrücklich. Das Ganze wirkt ehrlich und direkt, nicht aufgesetzt. Erfreulich ist es auch um die Pegelfestigkeit bestellt. Ohne akustische Komprimierung oder störende Verzerrungen werden hier Pegel erreicht, die sich ein gutes Stück nach oben in Bezug auf die viel zitierte Zimmerlautstärke entfernen. Die Vocals lösen sich gut von den Lautsprechern, verteilen sich ebenso wie die elektronischen Effekte mit guter Präzision im Hörraum.

Bei "Break My Stride" in der Cover-Version von Blue Lagoon (Spotify) müssen sich die "Schwabenböxle" nun als Meister der Relaxed Music-Wiedergabe beweisen. Und mit einem erneut soliden Bass tun sie das auch überzeugend. Dass die Aufnahme eher bescheiden ist, können die beiden Ostalb-Soundexperten aber nicht verheimlichen. Alles wirkt etwas flach, zudem stellen wir eine Überhöhung im oberen Mitteltonbereich fest. Cooler Song, aber die akustische Performance lässt doch arg zu wünschen übrig - wir ziehen weiter.

Es wird schwierig - von TIDAL spielen wir "Caruso", gesungen von Jonas Kaufmann, zu. Doch die kleinen Boxen schlagen sich nicht nur gut, sondern handhaben das Stück souverän. Gutes Management bei den Dynamiksprüngen und klare vokale Konturen zeichnen die Wiedergabe aus, an der es in Anbetracht von Gerätekategorie und Preisklasse nichts auszusetzen gibt. Das stets spürbare Fundament spricht ebenfalls für die A-125 pro. Aber auch die Balance zwischen den vokalen und den instrumentalen Anteilen ist ausgewogen und auch im Detail stimmig. Prima gefällt uns auch der Klang der Streicher, klar und brillant, aber nie zu scharf, sondern immer "smooth" eingearbeitet.

Nun folgt "Land Of Confusion" in der Cover-Version von Disturbed. Erster Step: Mid/High etwas herunterregeln. Sonst wird es arg aggressiv, wenn man mit höherem Pegel hören möchte. So büßt man zwar Transparenz und Frische ein, kann aber gelassen hören. Der 118 mm Tiefmitteltöner hat einen großen Hub, sodass der Bass auch bei höherer Lautstärke mit Punch zur Geltung kommt. Bei diesem Titel raten wir, ohne DSP zu hören, weil dann die tonale Ausgewogenheit steigt, ohne die Charakter des Songs zu verwässern.

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