XXL-TEST: Dali Rubicon 2C plus Dali Sound Hub - brillanter Klang trifft auf flexible Einsatzmöglichkeiten

Klang

Akustisch starten wir mit den legendären Eagles und dem "Hotel California" in einer Remaster-Version aus dem Jahr 2013. Direkt ab dem Intro begeistern uns die Rubicon 2C nebst Hub mit einem erstaunlichen Facettenreichtum, der dazu führt, dass man sozusagen in den Song "eintauchen" kann. Feine Konturen prägen die Instrumente, und als die vokale Komponente hinzukommt, erleben wir einen räumlich dichten, akkurat aufgebauten Klang mit klaren vokalen Elemente. Die Stimme löst sich sehr gut von den Chassis und erfreut uns mit einer charismatischen Präsentation.

Diana Kralls Klassiker "Stop This World" ist der zweite Song auf unserer Playlist für den Test. Das Klavier und die melancholisch-rauchige Stimme Dianas kommen sehr detailgetreu heraus. Auch hier sticht wieder der enorme Facettenreichtum hervor, der dafür verantwortlich ist, dass der Zuhörer diesem Titel nicht nur akustisch beiwohnt, sondern ihn erlebt. Die Trennung vokaler Elemente von den instrumentalen akustischen Bestandteilen gelingt überragend. Der Hochtonbereich spielt frei auf und beinhalten auch den nahtlosen Übergang zu den Mitten.

"Ain't No Sunshine" in der Eva Cassidy-Version müsste, so unsere Einschätzung vor dem Anhören des Titels, den Rubicon 2C eigentlich liegen. Und wir werden nicht enttäuscht - denn die vielen kleinen sensiblen Elemente, zugleich aber auch das lebhafte dynamische Gebilde, aus dem der Song besteht, sind den dänischen Aktivlautsprechern wie auf den Leib geschneidert. Souverän schaffen sie auch bei deutlich erhöhtem Pegel eine dichte Hör-Atmosphäre, die durch ihre hohe Trennschärfe hinsichtlich der unterschiedlichen musikalischen Ebenen punktet. Zugleich aber schaffen die Rubicon 2 zu jedem Zeitpunkt ein harmonisches Ganzes.

Hans Zimmers "Wheel Of Fortune" vertritt das Genre der Filmmusik überzeugend. Und die Spannung sowie die Dramatik, die in dem Stück liegen, werden von den kraftvoll-substanzreich aufspielenden Rubicon 2C voll erfasst und mit enormem Nachdruck in den Hörraum transportiert. "Wo versteckt sich nur der aktive Subwoofer", mag man denken, wenn man hört, wie beherzt die recht kompakten Regallautsprecher im Bassbereich zupacken. Trotzdem werden die tiefen Frequenzen nie zu dominant, sondern fügen sich stets passend in die Gesamtakustik ein. Auch der brillante, zugleich homogene Hochtonbereich zeichnet die Dali-Boxen aus. 

Der Frühling lässt sich aus kalendarischer Sicht noch Zeit, bei Antonio Vivaldis "Vier Jahreszeiten" hat er in unserem Testraum aber bereits begonnen. Fein kommen die Violinen heraus, mit Verve erfolgt der orchestrale Gesamteinsatz - die  Rubicon 2C beherrschen das gesamte Spektrum des Auftakts der "Vier Jahreszeite3n" überragend. Das musikalisch breite, zugleich präzise Panorama ist auch für Klassik-Liebhaber eine Offenbarung. Denn die beiden Aktivboxen agieren luftig und feinsinnig, was zu einer kultivierten sowie mitreißenden Gesamtwiedergabe führt. 

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Ganz andere Talente sind bei "Universal Anthem" von Push gefragt. Der Trance-Klassiker bereitet den erneut bärenstark an- und auftretenden Rubicon 2C allerdings keinerlei Probleme. Mit Härte peitschen die Boxen den Kickbass in den Hörraum, die Endstufen stellen auch bei schon beinahe brutalen Pegeln noch genug Leistung bereit, um alle akustischen Konturen abzubilden und von der tonalen Auslegung her souverän zu bleiben. Räumlich dicht und stets klar, machen die beiden Boxen plus Hub richtig Freude. 

Weil es so gut geklappt hat, hören wir noch das Thomas Schumacher-Remix von "House Of House" (Cherrymoon Trax). Erneut geht es mit Nachdruck voran, und welche Basskraft die beiden Rubicon 2C besitzen, erstaunt auch bei diesem Hörbeispiel wieder. Sie kann man ohne Probleme auch im 25 Quadratmeter messenden Hörraum einsetzen, ohne dass Leistungsmangel je zum Problem werden dürfte. Aber nicht nur Pegelfestigkeit und Bassenergie überzeugen uns. Auch die sehr weitläufige Darstellung der elektronischen Effekte befindet sich auf enorm hohem Niveau.

Konkurrenzvergleich

Klipsch The Nines Gruppenbild2

Klipsch "The Nines" Aktivlautsprecher: Für 1.999 EUR/Paarpreis sind die Klipsch The Nines in Echtholzfurnier Walnuss oder Esche Schwarz  im Handel erhältlich. Die Aktivlautsprecher unterstützen kein netzwerkbasiertes Streaming, sondern lediglich Bluetooth 5.0. Dank eines HDMI-Terminals mit ARC auf der Rückseite können Signale vom TV auf den Aktivlautsprechern wiedergegeben werden. Die Klipsch The Nines sind als Master/Slave-Lautsprecher konzipiert, dies bedeutet, dass der Hauptlautsprecher mit der Verstärkertechnik, dem DSP sowie allen relavanten Anschlüssen ausgestattet ist. Der passive Slavelautsprecher wird mittels Kabelverbindung vom Masterlautsprecher mit den entsprechenden Signalen versorgt. Die MDF-Gehäuse der großen Regallautsprecher bestehen aus furniertem MDF. Das verwendete Echtholz Furnier ist solide aufgebracht, sitzt aber nicht überall perfekt. Bei den Klangtestreihen konnten uns die Klipsch-Speaker mit einer detaillierten und erstaunlich feinfühligen Gesamtwiedergabe überzeugen. Verblüfft waren wir vom kräftigen und zugleich auf den Punkt gebrachten Bassbereich. Für das Genre Rock und Heavy Metal sind die Klipsch Lautsprecher der perfekte Partner. Bei anderen Genres fühlten sich die Speaker aber ebenfalls wohl. Nur selten trat der Bassbereich trotz vorgenommener Absenkung zu massiv auf. 

Buchardt Audio A500 Gesamt Mit Stereo Hub

Buchardt Audio A500 plus Stereo-Hub: Die Buchardt Audio-Lösung für 3.800 EUR (schwarz oder weiß, Holzfurnier 150 EUR Aufpreis, inklusive 300 EUR für den Hub) besteht ebenfalls aus zwei aktiven, sehr eleganten, progressiv auftretenden aktiven Boxen und einem hoch entwickelten Hub, der zwar nach nicht viel aussieht, im Inneren aber voll auftrumpft. Das System verfügt über einen cleveren Einmess-Algorithmus (für die Einmessung ist einmalig ein iPhone mit iOS notwendig), der die Boxen an die räumlichen Gegebenheiten anpasst. Zugleich kann man sich beim Hersteller verschiedene DSP-Profile als "fertige Lösung" für spezielle Hör-Wünsche oder Installationsumgebungen herunterladen - absolutes Alleinstellungsmerkmal! Mit HDMI ist der kompakte Hub ebenso ausgestattet wie mit Google Chromecast. Die sehr klare, lebendige Akustik dieser Kombination gefällt überdurchschnittlich gut. 

Elac Arb 51gb Elac Discovery Connect Ds C101w G Gruppenbild1

Elac Navis ARB-51 plus Discovery Connect DS-C101W-G Hub: Zum Preispunkt von 2.449 EUR fürs komplette Set bieten die ARB-51 eine saubere Verarbeitung und eine gute Materialqualität. Der Hub ist zwar ordentlich verarbeitet, aber die Materialqualität könnte besser sein. Bedingt durchs koaxiale Chassis für den Mittel- und Hochtonbereich sind die Gruppenlaufzeiten nahezu perfekt. Akustisch wirken die Navis ARB-51 nüchterner, als man es sonst von Elac Lautsprechern gewohnt ist. Der Hub ist hinsichtlich des Streaming-Funktionsumfangs nicht mehr auf neuestem Stand. 

Kef Ls60 Wireless Gruppenbild2

KEF LS60 Wireless: Für einen Komplettpreis von derzeit knapp 5.000 EUR vereinen die LS60 Wireless eine enorm gediegene, sehr schlanke Säulen-Optik mit feinstem Sound. Möglich wird dieser durch eine Class AB-Analogverstärkung für den kritischen Hochtonbereich und Class D Verstärkung für Mitten und Bässe. Pegelfest und dynamisch aufspielend, sind diese Design-Monumente jeden Cent des Kaufpreises wert. Hinzu kommen hoch flexible Streaming-Optionen, die unter anderem Tidal Connect, AirPlay 2, Google Chomecast und MQA-Kompatibiliät umfassen. Einfach lässt sich das Setup wireless um passende KEF Aktivsubwoofer erweitern. HDMI eARC ist ebenfalls vorhanden. Insgesamt sind die Dali Rubicon 2c ein bisschen wie ein Gegenentwurf: Klassisch-elegant, nicht postmodern, aber technisch hellwach. Das sind auch die LS60, aber die Möglichkeit fehlt, ein Surround-Setup aufbauen zu können.

Fazit

Dali Sound Hub Rubicon 2c Gesamt Offen

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Yamaha True X 800x600

Die Dali Rubicon 2C präsentieren sich in edler, zeitloser Optik und beeindrucken aus technischer Sicht mit kraftvollen Endstufen und hoch entwickelten Treibereinheiten. In Verbindung mit dem flexiblen Sound Hub können die Regallautsprecher pure Begeisterung hervorrufen.

Und das Schönste ist: Für äußerst faire 2.999 EUR bekommt der Kunde ein im wahrsten Wortsinne "fettes" Paket aus 2 x Rubicon 2C, dem Dali Sound Hub und sogar noch dem BluOS-Modul.

Die stets stabile Wireless-Verbindung zwischen Sound Hub und den beiden Boxen wäre ebenso zu nennen wie der schlichtweg schöne, weil kultivierte, höchst detailreiche und angenehme Klang. Hier eignen sich die Rubicon auch für den anspruchsvollen Klassik- oder Jazz-Liebhaber.

Insgesamt ist das Rubicon 2C-Set inklusive Sound Hub und BluOS-Modul für diese Leistung noch nicht einmal ein unbezahlbares Vergnügen: Für äußerst faire 2.999 EUR bekommt der Kunde ein im wahrsten Wortsinne "fettes" Paket aus 2 x Rubicon 2C, dem Dali Sound Hub und sogar noch dem BluOS-Modul. Wer möchte, kann den Sound Hub noch ums praktische HDMI-Modul für 399 EUR erweitern.

Daher ist unsere Bilanz klar: Es dürfte kaum andere aktive Regallautsprecher der angehenden Oberklasse geben, die mit einem so hohen Maß an Plastizität und Klangkultur begeistern.

Akustisch äußerst kultivierte, zugleich dynamische Aktivlautsprecher mit teurem, aber extrem gutem Sound Hub
Masterpiece Neu
Aktivlautsprecher Oberklasse
Test 09. Februar 2024

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind
Datum: 09. Februar 2024

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