TEST: Soundcore AeroFit 2 Pro - Semi-Open-Ear Earbuds mit Open TWS- und ANC-Betriebsart
Die beiden Betriebsmodi, Freisprecheinrichtung, Klang
In diesem Abschnitt unseres Reviews möchten wir auf zunächst auf die ANC-Qualität, die Nutzung im Open TWS-Modus und auf die Freisprecheinrichtung des Soundcore AeroFit 2 Pro eingehen. Im ersten Schritt checken wir die Freisprecheinrichtung, die aktive Geräuschunterdrückung sowie den Open-Ear Modus. Im Semi-Open-Ear-Modus werden die Umgebungsgeräusche minimiert, aber nicht komplett ausgeblendet. Unser Meinung nach könnte der ANC-Modus etwas effektiver arbeiten und die Umgebungsgeräusche besser ausgeblendet werden. Überzeugen kann uns der Open-Ear Modus. Selbst bei mittleren Lautstärkepegel können wir unsere Umgebung uns Gesprächspartner klar und verständlich wahrnehmen. Somit müssen zum Beispiel beim Sport nicht bei jeder Konversation die Kopfhörer abgenommen werden. Weiter geht es mit der Freisprecheinrichtung. Sie agiert ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau, und wir konnten den Angerufenen ohne Probleme verstehen - und das ohne Hall, dafür aber leicht dumpf. Der Angerufene konnte unser Stimme ebenfalls hervorragend verstehen, aber ebenfalls leicht gedämpft.
Im nächsten Schritt möchten wir nun wissen, wie es um die klanglichen Qualitäten Soundcore AeroFit 2 Pro bei der Musikwiedergabe bestellt ist. Wir starten unsere Klangwertung mit der Wiedergabe im Semi-Open-Ear Modus. Als erstes Klangbeispiel haben wir uns für "11 Minutes" von Yungblud, der US-Sängerin Halsey und Travis Parker, Drummer von Blink-182, entschieden. Als Klangmodis haben wir uns für "Soundcore Signature" entschieden. Der Track beginnt mit einer E-Gitarre, die von den AeroFit 2 Proo auber und datailliert herausgearbeitet wird, allerdings wirkt das Instrument emotional nicht besonders berührend auf uns. Bereits nach wenigen Momenten steigt Künstlerin Halsey mit ihrer hellen und bewusst leicht hallenden Stimme in den Track ein, und auch diese Facetten meistern die Soundcore-Hörer mit Bravour. Die Stimme wird mit viel Fingerspitzengefühl und Klarheit präsentiert. Das Zusammenspiel aus den vokalen Elementen, den zahlreichen Effekten und dem doch straffen Bassfundament gelingt erstaunlich gut. Als sich im weiteren Verlauf des Titels Yungblud mit seinem Sprechgesang in den Track einbringt, werden die beiden Stimmcharaktere akkurat und mit klarer Differenzierung dargestellt. Die zu Beginn des Titels erklingende E-Gitarre, die im ganzen Titel eine spezielle Melodie spielt, bleibt auch bei erhöhtem Pegel in ihrer Ausprägung nahezu vollständig erhalten und wird daher sehr klar zur Geltung gebracht. Die Basswiedergabe wirkt voluminös und durchaus exakt.
Weiter geht es in unserer Klangwertung mit der Stone Sour-Cover- und Akustikversion von Chris Isaacs "Wicked Game". Der Titel beginnt mit einer Akustikgitarre, die natürlich und homogen von den AeroFit 2 Pro wiedergegeben wird. Kurz darauf startet Corey Taylor mit seinem gefühlvollen Gesangspart, und auch hier können die Soundcore Earbuds einen lobenswerte Performance abliefern. Die Stimme bleibt stets aussagekräftig, und die Nebeneffekte, wie z.B. die Akustikgitarre, werden mit korrekter Balance ins tonale Gesamtgefüge eingebracht. Selbst, als Corey zur Kopfstimme übergeht, wirkt die Darstellung nicht zu harsch oder zu metallisch. Das Klatschen des Publikums zum Ende des Titels wird realistisch und ausgewogen von den Earbuds umgesetzt.
Deutlich dynamischer wird es bei unserem nächsten Klangbeispiel - die Wahl fiel auf "Home" von Glockenbach feat. Tom Walker. Zu Beginn dieses Titels ist wiederrum eine Akustikgitarre zu hören, und nach wenigen Momenten erklingen die ersten vokalen Passagen vom schottischen Singer-Songwriter Tom Walker. Die Darstellung der Gitarre wird überraschend authentisch und lebendig umgesetzt, und die Stimmfarbe besitzt einen tadellosen Wiedererkennungswert. Zudem werden die vokalen Elemente facettenreich und mit guter Feinarbeit präsentiert. Als das Musikstück dann deutlich an Fahrt aufnimmt, ermöglichen die Kopfhörer weiterhin eine hervorragenden Gesamtwiedergabe mit einer stimmigen Tiefenstaffelung, einen voluminösen Bassbereich und einer ausgezeichneten Differenzierung.
Abschließen möchte wir unsere Klangwertung mit "Come Undone" von der kanadischen Rockband My Darkest Days, allerdings nutzen wir nun den Open-Ears Modus. Der rockige Titel beginnt mit Klängen von einer E-Gitarre, und nach wenigen Momenten folgen harte Drums. Diese Facetten können die Soundcore AeroFit 2 Pro sehr detailreich und klar zum Besten geben. Auch die spezielle Stimmfarbe von Matt Walst, Frontmann und Gitarrist der Band, wird ziemlich genau und somit aussagekräftig getroffen. Im weiteren Verlauf nimmt der Track an Fahrt und Dynamik zu, und auch unter diesen Bedingungen realsieren die Soundcore-TWS eine außerordentlich gute Differenzierung der musikalischen Elemente, selbst im Open-Ear Modus. Sehr gut zum Ausdruck kommt auch die Stimme von Tessa Niles - sie ist die Background-Sängerin der Band. Natürlich gibt es Abstriche beim Open-Ear Modus, die aber durchaus verkraftbar sind. Möchte der Nutzer etwas mehr Dynamik haben, kann jederzeit eine andere EQ-Kurve oder eigene Anpassungen am Equalizer vorgenommen werden.
Konkurrenzvergleich

- beyerdynamic Amiron 200: Hierbei handelt es sich um einen reinen Open TWS-Kopfhörer, der mit Bluetooth 5.3 ausgestattet ist. Er kommt in den Farben Weiß, Schwarz oder Sport (Schwarz mit orangefarbenen Elementen) auf 179 EUR. Er lässt sich mit der beyerdynamic-App komfortabel bedienen, in der App finden sich auch unterschiedliche EQ-Modi und die Möglichkeit, selbst EQ-Kurven zu bestimmen (3 Presets). Bis zu 36 Stunden ist die Gesamt-Akkulaufzeit inklusive Case, bis zu 11 Stunden - ein sehr guter Wert - schafft der Amiron 200 mit einer Ladung. Er verfügt über in IP54-Zertifikat und gefällt mit einer hochwertigen Freisprecheinrichtung. Die Verarbeitung ist hochwertig, der Klang klar sowie ausgewogen. Nur der maximale Pegel ist nicht allzu hoch.

- Denon Perl Pro: Der Denon ist ein klassischer TWS In-Ear-Kopfhörer mit Memory Foam-Ohrpassstücken und liegt bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 349 EUR. Auf dem Markt ist er aber sehr deutlich günstiger zu finden, darum kommt er hier mit in den Konkurrenzvergleich.Zunächst punktet der PerL Pro mit hochwertiger Optik und entsprechender Verarbeitung - nur fällt das sehr einfache Case gegenüber dne Earbuds merklich ab. Der PerL Pro kommt mit einer Ladung 8 Stunden weit, 32 zusätzliche Stunden befinden sich im Case. Die Ausstattung ist sehr umfangreich. So wird aptX Lossless bei der Bluetooth-Übertragung unterstützt, und an Bprd ist Virtuo für räumliche Audioeffekte. Darüber hinaus gerieten die aktive Geräuschunterdrückung und der Social Mode (Transparenzmodus) sehr aufwändig mit acht Mikrofonen und einer automatischen Anpassung des Grades der Geräuschverringerung an die Menge des hindurchdringenden Schalls. Mittels der zugehörigen App sowie maximal drei individuelle Profile (mittels Adaptive Acoustic Technology, hier wird auch die Passform in den Ohren ermittelt) plus die Anpassung der Touch-Bedienung an den Kontaktflächen außen an den Ohrpassstücken können mittels der zugehörigen App erledigt werden. Ein "Immersion Mode" (hiermit ist beim PerL allerdings die Verstärkung der Bass-Intensitität gemeint) und die Funktion "Räumliches Audio" (soll natürliche Räumlichkeit erzeugen) sind ebenfalls Features des PerL Pro. Der ProEQ bietet dem User fünf Bänder für die eigene Justage. Akustisch erweist sich der PerL Pro als homogen und klar im Hochtonbereich.
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