TEST: Sharp SUMOBOX CP-LS100 - mittelgroßer Partylautsprecher mit "Speaker Active Matching" by Devialet
Klangwertung
Wir starten unsere Klangwertung mit der Wiedergabe von elektronischer Musik. Wir haben uns hierfür, den KREAM-Remix von "Wicked Game" ausgesucht. Der Titel startet mit einer elektronisch verzerrten Damenstimme sowie schnellen und harten Kickbässen. Die Umsetzung der Frauenstimme klappt erstaunlich facettenreich, und vokale Anteile können sich gut von der SUMOBOX lösen. Als der Titel dann an Fahrt aufnimmt und harte und schnelle Kickbässe hinzukommen, gelingt weiterhin eine gut gestaffelte Präsentation. Das Bassfundament wirkt dabei überraschend präzise und besitzt ein sehr gutes Volumen. Das Zusammenspiel aus der sehr fordernden Frauenstimme, den Synthesizer-Effekten und dem harten Bassfeuerwerk funktioniert auf einem beachtlichen Level. Ebenfalls möchten wir kurz auf die EQ-Presets "Indoor" sowie "Outdoor" eingehen. Bei "Outdoor" wird der Bassbereich etwas voluminöser und der Hochtonbereich etwas heller und dominanter, damit sich die SUMOBOX auch "an der frischen Luft" akustisch durchsetzen kann.
Weiter geht es mit der Coverversion von "Such A Shame" von DJ Klaas. Zu Beginn des Tracks erklingt ebenfalls eine elektronisch verzerrte Damenstimme sowie elektronisch erzeugte Klangelemente, die detailreich und mit einer tadellosen Tiefenstaffelung umgesetzt werden. Auch hier leisten die beiden Hochtöner eine ausgezeichnete Arbeit, und vokale Anteile können sich sehr gut vom Sharp Device lösen. Die gesamte Darstellung überzeugt uns durch die weitläufige Räumlichkeit. Bereits nach wenigen Momenten erlebt der Titel dann einen deutlichen Dynamiksprung mit harten Bässen sowie weiteren Synthesizer-Klängen. Auch hier punktet die SUMOBOX mit einer ordentlichen Differenzierung der vokalen Elemente und der Synthesizer-Effekte. Der Bassbereich wird ebenfalls mit Nachdruck und sauberer Staffelung von den beiden Tieftönern umgesetzt. Der Bass tritt zudem punktgenau auf und besitzt ein sehr gutes Volumen.
Deutlich ruhiger wird es beim nächsten Musikbeispiel. Wir nehmen ein weiteres Mal den Titel "Run" in unsere Playlist auf. Ursprünglich wurde er von der Band Snow Patrol eingespielt. Wir haben uns aber für die Coverversion von Leona Lewis, Steve Robson, Paul Beard, Jon Garrison, Karl Brazil und Luke Potashnick entschieden. Der Titel startet mit einem Klavier, das in sich schlüssig, homogen und sauberer präsentiert wird, als wir es tatsächlich erwartet hätten. Als dann wenige Momente später Leona Lewis mit ihrem sehr feinfühligen und aussagekräftigen Gesang loslegt, überrascht die SUMOBOX uns eine weiteres Mal. Die vokalen Elemente werden mit sehr viel Fingerspitzengefühl und mit passender Strukturierung umgesetzt. Das Zusammenspiel aus Klavier und und der feinfühligen Stimme gelingt ausgezeichnet. Als der Titel dann weiter an Fahrt zunimmt, wird die Stimme weiterhin auf einem beachlichen Niveau präsentiert, die Herausarbeitung der unterschiedlichen musikalischen Ebenen sowie die klassischen Instrumente gelingt nicht mehr in vollem Umfang, was aber für einen Partylautsprecher nicht verwunderlich ist.
Erneut wechseln wir das Genre und möchten nun wissen, wie sich die SUMOBOX bei der Wiedergabe von rockigen Musikstücken schlägt. Wir spielen dem tragbaren Bluetooth-Lautsprecher "Whore", von der US-amerikanischen Metalcore- und Alternative-Metal-Band In This Moment, zu. Der Titel beginnt mit E-Gitarren, die von der SUMOBOX durchaus mit dem nötigen Schwung dargestellt werden. Nach wenigen Momenten startet Maria Brink, die Frontfrau der Band, mit einer gefühlvollen Gesangspassage, die akkurat umgesetzt wird. Im weiteren Verlauf des Titels wird dann klar, warum es sich um eine Metalcore Band handelt: Aus dem gefühlvollen Gesang von Maria wird plötzlich Growling. Diese spezielle Gesangstechnik, welche schon zahlreichen Testkandidaten förmlich den Schweiß auf die Stirn getrieben hat, gelingt mit der SUMOBOX in erstaunlich guter Qualität. Selbst als Maria förmlich ins Mikro brüllt, können wir nur wenig Auflösungsverlust und wenig Übersteuerung feststellen.
Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit "Gravity" von Papa Roach. Auch dieser Titel fängt mit E-Gitarren an, und darauf treten harte Bässe sowie ein sehr fordernder Sprachgesang von Jacoby Shaddix, Frontmann von Papa Roach, in den Vordergrund. Die Gitarrenklänge werden sauber und mit ausgezeichneter Struktur präsentiert, und der Bassbereich wirkt voluminös. Der Sprechgesang wird detailreich und klar umgesetzt. Als Maria Brink dann mit ihrer speziellen und feinfühligen Stimmcharakteristik in den Titel einsteigt, begeistert die SUMOBOX ein weiteres Mal mit einer erstaunlich guten Stimmwiedergabe. Die feinfühligen Passagen werden in einer Art und Weise präsentiert, die man von einem Partylautsprecher nicht erwartet hätte, und selbst bei dynamischeren Gesangseinlagen besitzen die Stimmcharaktere Wiedererkennungswert.
Konkurrenzvergleich

- LG XBOOM Go DXG8T: Der LG XBOOM Go DXG8T aus der 2024er Kollektion ist für eine unverbindliche Preisempfehlung von 349 EUR direkt im Onlineshop des Herstellers oder im Handel erhältlich. Mit seinen Abmessungen von ca. 37 cm Breite, einer Höhe von ca. 15,5 cm und einer Tiefe von 14,5 cm, würden wir den LG Speaker noch als kompakten Bluetooth-Lautsprecher einstufen. Für einen komfortablen Transport zum Pool oder zum Skatepark besitzt der LG-Speaker einen Tragegurt. Um den Speaker effektiv vor Umwelteinflüssen oder Poolwasser zu schützen, verfügt er über eine IP67 Klassifizierung. Selbst ein 30-minütiges Untertauchen in einem Meter tiefem Wasser kann dem Speaker nichts anhaben. Zudem ist unser Testkandidat staubgeschützt. Damit aber nicht genug, so bringt der LG Lautsprecher eine Prüfung und Zertifizierung nach der Norm MIL-STD-810 durch KOLAS Labs mit und hat 7 verschiedene MIL-STD 810H-Tests zur Haltbarkeit bestanden, durchgeführt von einem unabhängigen Labor gemäß US-Militärstandards. Eine lange Tradition bei LG Electronics haben bei Stimmungslichter an Bluetooth-Device. Somit erstaunt es uns kaum, dass der XBOOM Go DXG8T ebenfalls über ein integriertes Stimmungslicht verfügt. Auf den beiden Außenseiten, bei den Passivradiatoren, befinden sich die Lichtelemente und dank der Integration der XBOOM App kann die Beleuchtung auf die eigenen Bedürfnisse oder Wohlbefinden angepasst werden. In der App zu finden sind vorgefertigte Beleuchtungsthemen in verschiedenen Gruppen. Die Beleuchtungsoptionen können in der XBOOM App, auch komplett deaktiviert werden, um z.B. den Akku zu schonen. In unserer Klangwertung konnten wir uns von einer erstaunlich facettenreichen Stimmwiedergabe überzeugen. Selbst gefühlvolle Titel und Stimmfarben glänzten mit einer Natürlichkeit und Aussagekraft. Eine satte Basswiedergabe konnte das LG-Device ebenfalls liefern, gerade bei mittleren Pegeln. Bei höheren Lautstärken und energiegeladenen Titel gelang allerdings keine in jedem Punkt klare Differenzierung mehr. Die integrierte Freisprecheinrichtung erzielt gute Ergebnisse. Wir verstanden den Angerufenen sehr gut, wenn auch etwas leise und der Angerufene konnte unsere Stimme ebenfalls verständlich wahrnehmen, wenn auch mit deutlichem Hall.

- Klipsch The Three Plus: Der nächste Kandidat in unserem Konkurrenzvergleich ist der Klipsch The Three Plus. Der edel anmutende Bluetooth-Lautsprecher verfügt über App-Konnektivität und ist in den Farbvarianten Echtholz Esche schwarz mit schwarzer Stoffbespannung sowie Echtholz Walnuss mit grauem Stoff für einen Kaufpreis von 399 EUR im Handel erhältlich. Der Einsatzzweck des Klipsch-Devices ist klar der Wohnbereich und aufgrund des fehlenden Akkupacks ist er nicht mobil einsetzbar. Durch die hochwertig wirkende Verarbeitung ist der Bluetooth-Lautsprecher jedoch ein echter Blickfang und wertet den Wohnraum auf. Für eine ressourcenschonende Verbindung zum Smartdevice sorgt Bluetooth in der Version 5.3. Über eine Netzwerkschnittstelle verfügt der Klipsch Schallwandler nicht. Für die Einbindung weiterer Zuspieler besitzt der Three Plus einen USB-C-Eingang, an dem sich beispielsweise ein USB-Stick anschließen lässt. Zudem bringt der Lautsprecher eine Powerbankfunktion mit, um ein Smartdevice zu laden. Ein optischer Digitaleingang ermöglicht die Einbindung eines TVs, ein HDMI-Eingang fehlt. Durch die beiden analoge Cinch-Buchsen kann zum Beispiel ein Plattenspieler oder eine weitere analoge Signalquelle verbunden werden. In unseren Klangtestreihen überzeugte der Klipsch Speaker mit einer tadellosen Stimmdarstellung und einer kräftigen Basswiedergabe. Leider fehlte es bei manchen Titeln an einer klaren Differenzierung der unterschiedlichen Effekte. Auch mussten wir mehrmals in den EQ eingreifen, da die Hochtonwiedergabe etwas harsch wurde.

- Teufel Rockster Air 2: Abschließen möchten wir unseren Konkurrenzvergleich mit dem Teufel ROCKSTER Air 2. Dieser ist, zum Zeitpunkt unseres Reviews, für reduzierte 499,99 EUR direkt im Onlinestore oder in eine der zahlreichen Flagshipstores des Herstellers erhältlich. Der Bluetooth-Lautsprecher punktet mit hervorragenden Leistungsdaten. So können bis zu 103 dB (RMS, 1 m) und 115 dB (Peak, 1 m) an maximaler Lautstärke erzielt werden. Dahinter steckt ein 2-Wege-Bassreflexsystem, das Frequenzen von 47 - 22.000Hz wiedergibt. Es besteht aus einem High-Definition-Kompressionstreiber (25mm, Polypropylen) mit Constant-Directivity-Waveguide für eine homogene, zugleich dynamische Höhenwiedergabe auch bei hohen Lautstärken. Ein weiterer Vorzug dieses Treibers ist sein breites Abstrahlverhalten, das für sehr gute Sprachverständlichkeit sorgt, und zwar beinahe unabhängig davon, wo man aktuell steht. Ergänzt wird dieser Treiber von einem langhubigen 250-mm-Tieftöner, der enorme Pegelfestigkeit mit einem HiFi-mäßigen Klang verbinden soll. Also kein dumpfes PA-Gehämmer, sondern eine Mischung aus Klangkultur und hoher Belastbarkeit. Effiziente Class-D-Endstufen mit 32-Bit-DSP stellen einen tadellosen Energiefluss sicher. Sie stammen von Texas Instruments und liefern bis zu 80 standfeste Watt. An Bord befindet sich Bluetooth 5.0 mit Qualcomm aptX, aptX HD und AAC, zudem können zwei ROCKSTER AIR 2 kabellos als Stereo-Setup oder bis zu 10 ROCKSTER AIR 2 mit XLR-Kabel im DJ-Setup miteinander verbunden werden. Am Gerät untergebracht sind Eingänge für Mikrofon, Instrument (z. B. Gitarre) und AUX, man kann dies alles mit Bluetooth (z. B. für Karaoke) mischen sowie den Klang anpassen. Der Rockister Air 2 bietet bis zu 58 Stunden Akkulaufzeit bei mittlerer Lautstärke, bis zu 31 Stunden auf maximaler Lautstärke im Eco-Modus. Für diese exzellenten Resultate verantwortlich zeichnet sich ein wechselbarer Hochleistungs-Lithium-LiFePO4-Akku mit Tiefentladeschutz (7.800mAh Kapazität). Zusätzlich gibt es einen 12-Volt-Autobatterie-Anschluss. Netzbetrieb ist beim Rockster Air 2 ist auch ohne Akku möglich. Dank insgesamt vier Tragegriffen kann der BT-Speaker locker geschultert werden. Die Bedienung bei schwierigen Lichtverhältnissen erleichtert ein beleuchtetes Bedienpanel, für eine Nachladefunktion beim Smartphone sorgt die USB-C-Powerbank-Funktion, und als praktisch erweist sich ein 35-mm-Stativflansch (kompatibel mit K&M Boxenstativ). Klanglich erfreute uns der Rockster Air 2 mit einem runden, kräftigen und lebendigen Sound auf Referenz-Niveau.
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