TEST: Denon AVC-X3900H - Frischer Look, neuer DAC und neue Features für unter 1.500 Euro
Verarbeitung & Design

Frontansicht

Quellenwahlregler links

Power-Button

Lautstärke-Drehregler rechts

Bedienelemente als Drucktasten und Anschlüsse unterhalb des Displays

Kopfhöreranschluss und 3,5mm Klinke für das beiliegende Setup-Mikrofon

USB-Slot (Typ A) vorne

Gesamtansicht Innen
Denon hat über einen vergleichsweise langen Zeitraum die Optik der AV-Receiver und AV-Verstärker nicht oder nur sehr behutsam und im Detail verändert. Beim AVC-X3900H haben wir aber direkt aufgehorcht, als der Hersteller in der Präsentation eine "Überarbeitung der Frontblende" in Aussicht gestellt hat. Auf den ersten Blick wirkte die Design-Optimierung allerdings auch hier eher sehr subtil und auf den Bildern ist es etwas schwer einzufangen.
In natura aber ist die optische Wirkung der Vorverlagerung des Bereichs unterhalb des Displays und der neuen Bedienelemente bedeutender als man vielleicht vermutet. Das Design wirkt massiver, bolidenhafter - ein selbstbewusster Auftritt, der durch die auch farblich abgehobenen Tasten unterstützt wird. Die Tasten selber verfügen zudem über einen sehr guten Druckpunkt mit klarem Klick-Feedback. Von einem progressiven Schritt bei der Design-Änderung wollen wir hier nicht unbedingt sprechen, aber es ist auffälliger, als man zunächst vermuten könnte. Uns gefällt der optimierte Look.
Vieles ist aber auch gleich bzw. sehr ähnlich geblieben. In der Preisklasse des Denon AVC-X3900H muss man sich mit einer Kunststoffblende begnügen. Auch das zweizeilige Punktmatrix-Display bleibt uns erhalten. Links und rechts davon sitzen die zwei großen Bedienregler, der für die Quellenwahl ist etwas kleiner als der Lautstärke-Drehregler. Die Führung ist in Ordnung, beide bestehen, wie die Blende, aus Kunststoff und sind sehr leichtgängig. Außerdem sind beide gerastert - bei den teureren Denon AV-Verstärkern ist meist nur die Input-Wahl mit einer Rasterung versehen.
Auch wenn wir gerne im Preisbereich um 1.500 Euro gerne eine Aluminium-Front und Bedienelemente aus Aluminium sehen würden, sind diese Zeiten klar vorbei. Die Haptik ist dementsprechend in Ordnung und der geschliffene Alu-Look der Geräte-Front kommt gut heraus. Generell ist die Verarbeitung gut, mit sauberen Übergängen, einem rigiden Chassis, sauber integriertem Display und groß dimensionierten Standfüßen.
Im Inneren kommen verschiedene neue Bauteile zum Einsatz, darunter z.B. der neue 8-Kanal-DAC, ein neues HEOS-Modul und ein neues HDMI-Board. Der grundsätzliche Aufbau aber, sieht man sich im Vergleich den Vorgänger AVC-X3800H an, ist weitgehend gleich geblieben. Ein großer Trafo links vorne, daneben der üppige Aluminium-Kühlkörper in Alu natur. Nichicon-Kondensatoren unterstützen die integrierten Class-AB-Endstufen. Auf der Digitalplatine kam ein kleiner Kühlkörper dazu, sonst lassen sich keine weltbewegenden Unterschiede im Layout erkennen.
Anschlüsse

Rückseite des Denon AVC-X3900H

HDMI-Anschlüsse

Mehrkanal-Vorverstärkerausgang

weitere optische und analoge Schnittstellen

Die Rückseite des Denon AVC-X3900H ist mit sauber integrierten Anschlüssen versehen. Bei der Bestückung mit HDMI-Schnittstellen bleibt es bei sechs Eingängen und drei Ausgängen. Drei der Eingänge und zwei der Ausgänge sind als HDMI 2.1 ausgeführt und 8K-kompatibel, der Ausgang für Zone 2 unterstützt 4K-Auflösung. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung von AMD FreeSync sowie Pass-Through von 1440p-Auflösung. WQHD mit einer Breite von 1.440 Pixeln ist noch immer die gängigste Auflösung und so schafft Denon Kompatibilität mit der nativen Auflösung vieler Gaming-Monitore.
Hinzu kommen zahlreiche analoge Cinch-Eingänge inklusive Phono für Plattenspieler mit MM-Tonabnehmer. Darüber sitzen ein Trigger Out, Remote Control In/Out und RS-232C. Wiederum darüber findet man vier digitale Eingänge (2x koaxial, 2x optisch), Ethernet und einen USB-Slot (nur für 5V-Stromversorgung). Dazu gibt es einen Mehrkanal-Vorverstärkerausgang (11.4) mit vier unabhängigen Subwoofer-Ausgängen. Im unteren Bereich sind Lautsprecherschraubanschlüsse mit Kunststoffkapsel montiert. Die typische klare Kennzeichnung und farbliche Markierung vieler Denon AV-Verstärker und AV-Receiver gibt es auch beim AVC-X3900H.
Fernbedienung

Fernbedienung

Taste zur Aktivierung der Hintergrundbeleuchtung

Mit eingeschalteter Beleuchtung der Tasten
Bei der mitgelieferten Fernbedienung macht Denon beim neuen AVC-X3900H einen Schritt nach vorne. Keine fluoreszierenden Tasten mehr, sondern eine echte Hintergrundbeleuchtung. Zur Aktivierung der Beleuchtung, die zwar etwas homogener sein könnte, aber auch in völliger Dunkelheit eine gute Unterstützung bietet, drückt man die seitliche Taste.
Denon-Anwender kennen dies bereits von Fernbedienungen anderer Modelle des Herstellers. Wer z.B. die Remote des deutlich teureren Denon AVC-A10H einmal in der Hand hatte, dem wird hier viel bekannt vorkommen. Layout und Formfaktor sind identisch. Lediglich die Oberfläche ist beim großen Denon in Aluminium gehalten. Beim AVC-X3900H muss man sich mit Kunststoff zufrieden geben, der zumindest optisch im geschliffenen Alu-Look daherkommt.
Die Fernbedienung ist nicht klein, aber auch nicht überdimensioniert. Wichtige Tasten wie Lautstärke, Input-Wechsel und Navigationskreuz erreicht man problemlos mit einer Hand. Sie liegt auch angenehm in der Hand und die Tasten bieten einen guten Druckpunkt. Ganz unten befinden sich die Sound Modi, darüber die Quick Select-Tasten, um mit nur einer Taste eine bestimmte Quelle mit voreingestellter Lautstärke und weiteren vorab definierten Parametern abzurufen.
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Tags: AV-Receiver • AV-Verstärker • Denon • Mehrkanal-Verstärker







