TEST: Denon AVC-X3900H - Frischer Look, neuer DAC und neue Features für unter 1.500 Euro
Einrichtungsassistent

Der Denon AV-Receiver/-Verstärker-Einrichtungsassistent

Jeder kleine Schritt wird erklärt

Die Netzwerkverbindung wird hergestellt

Erweitere Positionierungshilfe bei Height- oder Deckenlautsprechern

Lautsprechereinmessung- und Raumkalibrierung mit Audyssey
Kleinere Details und Feinheiten hat Denon beim äußerst umfangreichen Installationsassistenten ebenfalls überarbeitet, allerdings handelt es sich hier lediglich um Kleinigkeiten für höhere Übersicht und klare Struktur. Insgesamt musste hier aber auch nicht viel getan werden, denn der in Denon und auch Marantz Helfer für die Inbetriebnahme deckt praktisch alles Erdenkliche ab. Nicht nur dass, denn auch jeder einzelne Schritt wird ausführlich erklärt und ist in den meisten Fällen mit Grafiken zur zusätzlichen Verdeutlichung unterfüttert.
Bevor es überhaupt losgeht, zeigt der AV-Verstärker eine Übersicht der vorhandenen sowie der zusätzlich notwendigen Teile zum erfolgreichem Setup an, dann geht es direkt los. Und zwar wirklich von Beginn an, d.h. beim Aufstellen und der Positionierung der einzelnen Lautsprecher. Selbst die Kabelkonfektionierung und der Anschluss der Boxen an den AV-Verstärker wird penibel erläutert. Manches ist vielleicht etwas zuviel des Guten, auf der anderen Seite ist wirklich alles drin und es bleibt keine Frage offen. Auch die Einbindung der Height- oder Decken-Lautsprecher sowie auch von Dolby Atmos Aufsatzmodulen fehlt nicht.
Natürlich hilft der AVC-X3900H auch bei der Netzwerkintegration per Kabel oder per WLAN - die Einbindung ist auf verschiedene Weisen möglich, z.B. mit einem iOS-Gerät, per WPS oder ganz konventionell mit manueller Passworteingabe. Dann wird auch der AV-Verstärker auch gleich mit dem HEOS-Konto gekoppelt, das Konto ist leider eine Grundvoraussetzung und nicht optional. Auch hier kann man seine Kontodaten manuell eingeben oder die App auf dem Smartphone öffnen und, befinden sich beide Geräte schon im identischen Heimnetzwerk, flink ist die neue Mehrkanal-Komponente verknüpft. Schließlich lässt sich auch die TV-Audio-Einrichtung durchführen und der Verstärker hilft bei der Verbindung mit dem Fernseher per eARC, also dem erweiterten Audio-Rückkanal.
Schließlich kann man direkt weitere Video- oder Audiokomponenten mit dem AV-Verstärker verbinden, das Gerät benennen und direkt prüfen, ob mit der Verbindung alles geklappt hat. Am Ende liefert der Assistent noch einige QR-Codes zu relevanten Apps, wie z.B. die Audyssey MultEQ Editor App, HEOS sowie die Denon AVR Remote, um den AVC-X3900H mit dem Smartphone oder Tablet zu steuern. Auch zur Bedienungsanleitung im elektronischen Format wird ein Verweis angezeigt.
Nach der Aufstellung der Lautsprecher geht es noch an die Einmessung. Wer nicht eine Dirac Live Lizenz erwirbt, kann auf das integrierte Audyssey MultEQ XT32 zurückgreifen. Der Denon AV-Verstärker unterrichtet auch hier über alle notwendigen Schritte und erklärt Step by Step wie man bei der Einmessung vorgeht. Hier kann man auf das mitgelieferte Stativ zurückgreifen, oder das Messmikrofon im Lieferumfang auf ein eigenes Foto-Stativ stellen. Wie üblich wird an 8 Positionen eingemessen und im Anschluss die ermittelten Daten im Verstärker gespeichert.
Wer möchte, kann alle ermittelten Informationen auch direkt im Detail einsehen. Was die Erfassung aller Lautsprecher und die Abstände betrifft, hat der AVC-X3900H in unserem Fall sehr präzise und praktisch auf den Zentimeter genau gearbeitet. Auch beim Pegel hat Audyssey gute Dienste verrichtet, allerdings mussten wir unseren Frontlautsprecher rechts um knapp 2 dB korrigieren. Das ging schon mit früheren Modellen genauer, allerdings schließen wir von diesem Einzelfall nicht auf Probleme. Unsere Empfehlung hier lautete schon immer, dass man beim Pegel nochmal genau darauf schauen und gegebenenfalls manuell nachbessern sollte.
Weiterhin zählt der Denon AV-Einrichtungsassistent zu den umfassendsten Installationshilfen und ermöglicht auch Heimkino-Einsteigern eine erfolgreiche Inbetriebnahme. Wer nicht alles benötigt, kann Teile davon auch direkt im Assistenten überspringen.
HEOS

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Die größte Neuerung im Bereich HEOS ist ganz klar die Möglichkeit, die Denon Home Lautsprecher Denon Home 200, Denon Home 400 und Denon Home 600 als Wireless-Surround-Lautsprecher einsetzen zu können. Zumindest nach dem kommenden Firmware-Update.
Dafür ist ein aktualisiertes HEOS-Modul in die Geräte eingezogen, welches mit Bluetooth LE Audio ausgestattet ist und gegenüber herkömmlichen BT-Verbindungen eine geringere Latenz bietet. Weitere neue Features innerhalb der App sind nicht hinzugekommen, HEOS bleibt aber eine wettbewerbsfähige Musikstreaming- und Multiroom-Plattform, die viele wichtigen Funktionen und alle revelanten Netzwerk-Streamingoptionen bietet.

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Wiedergabe im hellen Modus

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Breite Auswahl an Klangmodi

Einstellungen

Einstellungsmöglichkeiten bzgl. des Denon AVC-X3900H
Die App ist in ansprechend hellem Design gehalten und bietet eine sehr gute Übersicht. Alternativ ist auch ein dunkler Modus verfügbar. Praktisch ist die Möglichkeit, den Home-Bildschirm, zumindest in gewissem Maße, individuell zu gestalten. Die einzelnen Kategorien können in ihrer Position verändert oder gar ausgeblendet werden. Erweiterte Playlisten mit bis zu 1.000 Musiktiteln kamen bereits per Update im letzten Jahr hinzu, außerdem werden auch Spotify Connect, Tidal Connect und qobuz Connect unterstützt.
Für viele Anwender noch wichtiger als die Wireless Surround-Fähigkeit ist sicher die Möglichkeit, Dolby Atmos Musiktitel per AirPlay 2 direkt an den Denon AV-Verstärker zu streamen. Leider muss man sich auch hier gedulden, bis das entsprechende Firmware-Update erscheint.
Im Datenblatt war zum Zeitpunkt des Tests davon noch nichts zu sehen. Wir gehen aber davon aus, dass auch der Denon AVC-X3900H, wie der AVC-X3800H, Roon Ready ist.
Setup-Menü

Einrichtungsmenü des Denon AVC-X3900H
Beim Setup-Menü des Denon AVC-X3900H gibt es keine großen Überraschungen. Optisch und vom Aufbau her ist es, ähnlich dem Einrichtungsassistenten, praktisch identisch geblieben. Es liegt weiterhin in 1080p FullHD-Auflösung vor und wirkt auch bei 4K-Projektoren und einer großen Leinwand noch gut scharf und sauber. Die Gliederung ist übersichtlich und in der Regel ist man mit wenigen Klicks am Ziel.
Das Menü reagiert zuverlässig und in den meisten Fällen flink und ohne Verzögerung auf Eingabebefehle. Die hervorstechendsten Merkmale im Menü des AVC-X3900H sind sicher die neu hinzugekommenen, bereits im oberen Abschnitt beschriebenen, Funktionen:
- Centerlautsprecher Bi-Amping - Front LCR Bi-Amp in den Lautsprechereinstellungen - Lautsprecherkonfiguration
- Kanalpegelüberwachung (Channel Level Monitoring) im OPTION-Menü
- Channel Expander im Menü Audio / Surround Parameter
Klangeindrücke inklusive Film, Musik und Dolby Atmos Channel Expander sowie das Fazit auf der nächsten Seite!
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Tags: AV-Receiver • AV-Verstärker • Denon • Mehrkanal-Verstärker






