TEST: Audiolab 6000A MKII - brandneuer Vollverstärker mit extrem hochwertiger Technik zum sehr fairen Kurs

Der Audiolab 6000A Play hat uns im damaligen Test ausgesprochen gut gefallen - nun kommt der überarbeitete Nachfolger auf den Markt, und wir haben das Glück, gleich ein Review zum brandneuen Produkt anfertigen zu dürfen. Damals handelte es sich um die Variante mit Netzwerk-/Streaming-Funktionalität, was auch das extrem gute Testergebnis erklärte, denn der 6000A Play war als alleinige Lösung, an die man nur noch 2 Lautsprecher anschließen musste, eine Bank.
Der Audiolab 6000A MKII, der zur UVP von 899 Euro erhältlich ist, ist nun ein "reiner" Vollverstärker ohne Netzwerk-Streaming, aber mit Bluetooth. Der Hersteller sieht ihn im Fokus einer Kette, die zusätzlich noch aus dem 6000CDT CD-Laufwerk und dem DTS Play-Fi-basierten Streamer 6000N Play besteht. Die Merkmale in Kurzform umfassen einen leistungsfähigeren Transformator, flexibel gestaltete Betriebsarten, einen neuen DAC, HDMI sowie Bluetooth 5.1 inklusive aptX-HD.
Gehen wir nun in die Details. Ein performanter 200VA-Toroidtransformator, unterstützt durch vier 15.000-µF-Speicherkondensatoren, ermöglicht eine solide Stromlieferfähigkeit und zusätzliche Reserven bei plötzlich auftauchenden Dynamikspitzen. Man kann ihn als integrierten Verstärker (Integrated), als Vorverstärker (Pre) und im Pre-Power Modus verwenden, was eine enorme Flexibilität garantiert.
Schon kurz angesprochen haben wir die Bestückung mit HDMI-ARC und Bluetooth 5.1 aptX HD. Durch den HDMI-ARC-Eingang ist die Verbindung des 6000A MKII mit dem Smart-TV einfach, und der Ton wird dann vom 6000A MK2 ausgegeben. Bluetooth 5.1 aptX HD ist für hochwertiges und problemloses Streaming zuständig, zudem vorhanden sind vier digitale und analoge Cinch/RCA-Anschlüsse
An der Qualität des D/A-Wandlers hat Audiolab definitiv nicht gespart, denn an Bord befindet sich der ESS Sabre ES9038Q2M-Chip, der bis zu 768 kHz/32-Bit-PCM unterstützt und dem ein hervorragender Ruf hinsichtlich der Arbeitspräzision vorauseilt. Die HyperStream® II-Architektur minimiert potentielle Fehlerquellen und der „Time Domain Jitter Eliminator“ optimiert die Klangklarheit durch effektive Reduktion von Jitter.
Die Endstufeneinheiten sind klassische Class-AB-Verstärker, ergänzt durch eine CFB-Topologie (Complementary Feedback). Das System leistet 50 W pro Kanal an 8 Ohm und 75 W an 4 Ohm, und soll eine ausgezeichnete Linearität und eine hohe thermische Stabilität mitbringen.
Verarbeitung
Der flach bauende Vollverstärker ist sauber verarbeitet, die Materialqualität wirkt ansprechend und die Spaltmaße fallen gering aus.

Sehr gute Materialqualität, hier die Drehregler, hier für Eingang und Modus

Wie bei den meisten Konkurrenten auch, könnte der gut in der Hand liegende Lautstärke-Drehregler noch sauberer laufen

Das Display ist kein Meisterwerk, die 80er Jahre-Auflösung findet nicht unsere Zustimmung

Die mitgelieferte Fernbedienung ist recht groß und wirkt vom Design her, wenn man es positiv ausdrückt, relativ "klassisch".
Die mitgelieferte Remote tritt schmucklos, aber robust auf. Die reichlich vorhandenen Tasten sind allesamt passend beschriftet, sodass der Befehlsgeber insgesamt einfach zu handhaben ist. Wie meist üblich, fehlt eine Beleuchtungsmöglichkeit.
Anschlüsse

Teil 1 der Anschlusssektion
Im ersten Teil der rückseitigen Anschlussektion finden sich als Cinch-Eingänge Power (für die Nutzung des 6000A MKII als Endstufe), AUX1, AUX2, AUX3 sowie Phono.

Digitale Anschlüsse
Es folgen mittig untergebracht die digitalen Schnittstellen. Hier notieren wir, von links nach rechts, einmal HDMI-ARC, dann COAX1/OPTISCH1, COAX2/OPTISCH2. Ganz links ist noch die USB-A-Schnittstelle für Updates.

Weitere Terminals
Ebenfalls noch zu finden sind hinten ein richtiger Netzschalter, die Buchse fürs Netzkabel, Lautsprecherkabel-Schraubanschlüsse in Standardqualität sowie Trigger In-/Out.

Bluetooth-Antenne

Kopfhöreranschluss vorne
Fürs investierte Geld ist der Audiolab 6000A MKII gut mit Anschlüssen bestückt, was wir vermissen, ist ein dedizierter Subwoofer Pre-Out.
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