XXL-TEST: Panasonic „VIERA REFERENCE“ Plasma TX-P55VTW60

Panasonic TX-P55VTW60 für 2.699 EUR

Panasonic-Plasmas arbeiten nach wie vor mit aktiven Shutterbrillen


„My Home Screen“-Funktion

WLAN on Board

Das Produkt

Für 2.699 EUR wird Panasonics Top-Plasma TX-P55VTW60 angeboten. Fürs investierte Geld erhält der geneigte Kunde einen Smart Viera-Plasma-TV aus der „Reference“-Serie, der über eine enorm üppige und zugleich sinnvolle Ausstattung verfügt. Der VTW60 ist mit Twin HD-Triple-Tuner ausgestattet, so dass man z.B. ein Programm betrachten und ein zweites entweder aufnehmen oder zum Table streamen kann (Voraussetzung – auf dem mobilen Device ist die Viera Remote App 2 installiert). Es ist sogar möglich, z.B. ein DVB-C-Programm zu betrachten und parallel ein DVB-S2-Programm aufzuzeichnen.

Somit bietet der VTW60 höchste Flexibilität. Diese zeigt sich auch beim Bedienkonzept. Hier gibt es drei Wege: Entweder mittels der konventionellen, beleuchteten Tastenfernbedienung, der ebenfalls mitgelieferten Touchpad-Kompaktfernbedienung oder mittels Smartphone/Tablet mit Viera Remote 2. Nutzt man das Smartphone als Remote, kann man das Mikrofon des mobilen Gerätes sogar für die Spracheingabe nutzen (Voice Interaction).

Natürlich gibt es eine umfangreiche Smart TV-Plattform, hinzu kommen ein Browser für den Zugang zum freien Internet. Wer eine Tastatur anschließen möchte, kann dies auch über Bluetooth tun

Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, verfügt der Panasonic über zwei CI+ Slots und drei USB-Anschlüsse, einer davon entsprich der Norm USB 3.0 (blau gekennzeichnet). Man kann eine HDD an den Plasma anschließen, um TV-Aufzeichnungen mittels PVR darauf abzulegen, und es ist möglich, den VTW60 entweder drahtlos oder kabelgebunden ins Heimnetzwerk einzubinden.

Panasonic setzt auf die leistungsstarke „Hexa Engine“ beim Bildprocessing und bietet tiefstes Schwarz dank „Infinite Black  Ultra“. Feinste Kontrast-Differenzierung sind dank der 30.720 Graustufen möglich. Für perfekte Darstellung von 1.080p Signalen sorgt der „1.080p Pure Direct“ Modus.

Nicht nur zwei THX-Bildprogramme (Bright Room und  Cinema) sind verfügbar, sondern auch zwei ISF (Professional) Bildmodi. Deren Aktivierung muss im Setup-Menü aber erst vorgenommen werden.

Für bestmögliche Bewegungsstabilität ist die 3.000 Hz ffd Frame Interpolation zuständig. Wie bei den Plasma-TVs des Hauses üblich, vertraut der VTW60 auf aktive Shutterbrillen für die 3D Wiedergabe und ermöglicht dank der aufwändigen Technik und dem ultraschnell ansprechenden Panel echtes 3D in FullHD. Zwei aktive Shutterbrillen liefert Panasonic beim VTW60 mit.

Akustisch vertraut Panasonic auf zwei nahezu unsichtbare Frontlautsprecher und einen Subwoofer. Die Ausgangsleistung liegt bei insgesamt 20 Watt. Panasonic nennt das System „VR-Audio Pro 2.1“.

Bis zu 100.000 Betriebsstunden plus programmierbare Eco-Funktionen bietet der Panasonic – allerdings, hier zeigt sich doch der etwas höhere Stromverbrauch eines Plasma-TVs, entspricht der VTW60 lediglich den Anforderungen der Energie-Effizienzklasse C.

Der Panasonic TX-P55VTW60 ist sehr sauber verarbeitet und gefällt mit hochwertiger Materialqualität. Verglichen mit Konkurrenten ist der Rahmen sehr breit, was optisch Geschmackssache ist. Einen schönen Akzent setzt der Chromrand. Optisch interessant gestaltet präsentiert sich der Standfuß, der sicheren Halt gewährleistet. Alle Spaltmaße fallen gleichmäßig und gering aus. Es befinden sich gleich zwei Fernbedienungen im Lieferumfang. Von ausgezeichneter Qualität ist die im konventionellen Layout gehaltene und Hauptfernbedienung mit Beleuchtungsmöglichkeit.  Nur die unverkleidete IR-Diode stört die Harmonie. Die Touchpad-Zweitfernbedienung ist eher einfach gemacht.

Rückseite

Saubere Detailverarbeitung, „unsichtbare“ Lautsprecher

Sehr gut verarbeitete Hauptverarbeitung

Kompakte, einfach gemacht Touchpad-Zweitfernbedienung

Anschlussseitig zeigt sich der Panasonic mit gleichzwei CI+ Slots, 3 x USB (davon einmal USB 3.0) und WLAN gut gerüstet. Weniger begeistert uns allerdings die HDMI-Bestückung. Hier sind gerade einmal drei Terminals vorhanden, ein Rückschritt – früher fanden wir vier Stück vor. Natürlich gibt es eine konventionelle Ethernetbuchse für die kabelgebundene Netzwerkeinbindung. Es findet sich ferner ein optischer Digitalausgang. Komponentenanschluss (analog) wird mittels Adapter bewerkstelligt.

3 x USB, USB 3 für externe HDD. HDMI 2 mit Audio Return Channel, hinzu kommen HDMI 1,HDMI 3 und ein optischer Digitalausgang. Uns fehlen mehr HDMI-Inputs.

Für den Twin HD Triple Tuner: 2 x LNB. Bei Kabel (DVB-C) reicht auch für den Twin Tuner-Einsatz ein Anschluss. Weitere Terminals: Ethernet, Komponente nur per Adapter

Erstinstallation, weitere Screenshots und Touchpad-Controlle

TV-Signalauswahl

Suchlauf-Modus

Satelliten-Signalverarbeitung

Automatischer Sendersuchlauf Satellit (DVB-S2)

Automatischer Sendersuchlauf Kabel (DVB-C)

Mittels der mitgelieferten Touchpad-Fernbedienung lässt sich der TX-P55VTW60 ebenfalls handhaben

Pairing des Touchpad-Controllers

Bevor der Touchpad-Controller verwendet werden kann, muss er mit dem VTW60 gepaart werden. Dies funktioniert schnell und verursacht keine Schwierigkeiten. Der Touchpad-Controller fungiert nicht wie ein Wii-Controller oder eine Air-Mouse (wie z.B. bei LGs „Magic Remote“. Er ist schon nach kurzer Zeit problemlos zu handhaben, eine kurze Einführung für die Nutzung der Funktionalität gibt Panasonic dem Anwender mit auf den Weg. Die Eingabe von Internetadressen oder auch die Navigation im Smart TV Menü geht mit der Touch Remote schnell vonstatten. Integriert ist auch ein Mikrofon. Hiermit lässt sich der Panasonic-TV mit Sprachbefehlen steuern. Man kann z.B. einen Befehl („Suche“) aussprechen, dann fragt der TV per Bildschirmanzeige, was gesucht werden soll. Wenn wir dann z.B. „Mercedes“ sagen, fragt der TV per Bildschirmmeldung, wo danach gesucht werden soll (z.B. im Internet). Das Ganze funktioniert zuverlässig und gut, man sollte nur darauf achten, nicht zu laut oder zu leise zu sprechen (wie bei der App). Hier wäre eine noch größere Fehlertoleranz angebracht.

Wer ihn nutzen möchte, kann den Touch Pen an dieser Stelle mit dem TV paaren (als Zubehör erhältlich)

Wird die Viera Remote App 2 auf dem Smartphone oder Tablet installiert, gibt es im Menü des VTW60 gleich Benutzungshinweise

Damit beim Starten des TVs nur das angezeigt wird, was den User wirklich interessiert, kann man aus verschiedenen Home Screens auswählen oder sich einfach einen eigenen erstellen


Problemlose Netzwerkeinbindung, wahlweise kabellos oder drahtgebunden


Netzwerkverbindung – einfach erklärt


Netzwerk-Status


Setup

Setup-Menü, Teil2. Hier kann man auch den Profi-Modus aktivieren

Programmübersicht

Twin Tuner

Besonderes Kennzeichen des VTW60 ist der eingebaute Twin HD Triple-Tuner. Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich eine hoch entwickelte Tunereinheit für DVB-S2/DVB-C/DVB-T, die es überdies ermöglicht, beispielsweise ein Programm anzuschauen und ein anderes Programm parallel aufzuzeichnen. Auch kann man ein Programm anschauen und ein anderes zu einem entsprechend mit der Viera 2 App ausgerüsteten Tablet streamen. Im Gegensatz zu den 2013er Samsung Smart TV-Modellen mit Twin Tuner ist es bei Panasonic zudem möglich, Signale zu mischen. Während mittels DVB-C ein Programm aufgezeichnet wird, kann man z.B. über DVB-S ein weiteres Programm schauen. Aufgrund der zwei CI+ Schächte (Version 1.3) funktioniert auch die parallele Entschlüsselung. Ferner stellt der VTW60 dem User ein weiteres Feature zur Seite: Man kann auf einem geteilten Bildschirm (Split Screen) zwei unterschiedliche Programme gleichzeitig ansehen.

Panasonic fasst wesentliche Funktionen des Twin Tuners in verschiedene Begrifflichkeiten zusammen. „Watch&Record“ kennzeichnet die Möglichkeit, mittels angeschlossenem USB-Medium (idealerweise eine große HDD) eine Sendung aufzunehmen, während parallel eine andere betrachtet wird. Da der VTW60 über einen USB 3.0 Anschluss verfügt (blau gekennzeichnet), der mit hohen Durchsatzgeschwindigkeiten arbeitet, kann man sogar zwei unterschiedliche Sendungen aufzeichnen und gleichzeitig auf das Archiv auf der Festplatte zuzugreifen. Ist man nicht zu Hause, kann der VTW60 zwei Sendungen gleichzeitig aufzeichnen – auch wenn es in der Praxis nicht so häufig vorkommt, dass bei der Qualität unseres TV-Programms gleich zwei interessante Filme oder Dokumentationen zur gleichen Zeit laufen, ist dies trotzdem ein nützliches Ausstattungsmerkmal.

„Watch&Share“ nennt Panasonic die oben bereits beschriebene Möglichkeit, dass ein zweites TV-Programm auf Smartphone oder, in der Praxis aufgrund der Displaygröße sinniger, Tablet gestreamt werden kann. Weiter ist es auch möglich, eine Sendung auf einem zweiten Viera TV in einem anderen Raum zu verfolgen. Ist der zweite Viera TV ins Netzwerk eingebunden, kann das Signal dorthin gestreamt werden. Das erweist sich insbesondere dann als praktisch, wenn in dem Raum, in dem der 2. Viera TV steht, keine Satelliten- oder Kabel-TV-Signalempfangsbuchse zur Verfügung steht.

„Watch&Zap“ ist eine weitere praktische Funktion. Hier kann man schnell herausfinden, welche Sendung im Anschluss kommt, ohne auch nur den kleinsten Bruchteil der gerade laufenden Sendung zu verpassen. Im Electronic Program Guide (EPG) kann geblättert werden, während auf einem zweiten Schirm Vorschaubilder der gerade laufenden Sendungen eingeblendet werden.

„Double Watching“ nennt Panasonic letztendlich die ebenfalls schon angerissene Funktionalität, dass zwei Sendungen mittels Split Screen gleichzeitig verfolgt werden können.

Alle Panasonic TVs der Reference-Serie – also die Baureihen ZT60 (60-Zoll Highend-Plasma, Auflage limitiert), VTW60, WTW60 (LCD-TV) und DTW60 (LCD-TW) haben den Twin HD Triple Tuner als Ausstattungsmerkmal.

Wie lässt sich diese „Tuner-Power“ in der Praxis handhaben? Antwort: Sehr gut. Zunächst wird unsere angeschlossene 500 GB HDD formatiert. Sie ist nur in Verbindung mit dem Panasonic Viera Smart TV zu nutzen. Alle vorher auf der Festplatte enthaltenen Inhalte werden unwiderruflich gelöscht. Das Formatieren geht sehr schnell, damit man nicht unabsichtlich formatiert, gibt es gleich mehrere Chancen, die unabsichtliche Formatierung zu verhindern. Anschließend kann man der HDD auch einen eigenen Namen geben, damit man sie schnell in der Geräteübersicht finden. Nachdem die Voraussetzungen geschaffen waren, ging es los: Wir haben einen DVB-S-Sender aufgenommen und einen parallel einen DVB-C-Sender angeschaut. Ebenfalls haben wir ein DVB-C-Sender auf dem TV betrachtet und einen anderen DVB-C-Sender zu unserem iPad Mini gestreamt. Auch kann man problemlos zwei Programme parallel aufnehmen. Parallel ist es möglich, mittels Viera 2 App auf die Aufzeichnungen auf der angeschlossenen HDD zu durchsuchen und diese anzuwählen. Alles geschieht schnell und reibungslos.

Smart TV

Viele vorinstallierte Apps

Integrierter Web Browser

Natürlich verfügt der VTW60 über umfangreiche Smart TV Funktionen. Direkt ab Werk sind schon viele Apps vorinstalliert. Hier eine Auswahl besonders interessanter Apps:

  • Watchever (Video-On-Demand)
  • Videociety
  • Skype (Kamera ist beim VTW60 serienmäßig mit an Bord)
  • YouTube
  • Tagesschau
  • Maxdome (Online-Videothek)
  • AUPEO! Personal Internet Radio
  • Facebook
  • Twitter

Des Weiteren gibt es auch einen Browser für den Zugang zum freien Internet. Wer die Viera 2 App auf seinem Tablet oder Smartphone laufen hat, sollte Internetadressen am besten über die Tastatur des mobilen Devices eingeben.

Von der App-Startseite hat man durch eine Funktionsleiste oberhalb der Apps auch Zugriff auf Viera Link, den Media Player, Media Server, den Web Browser, das Hauptmenü, auf die TV Guide und auf den gerade aktuellen Tuner. Möglich ist auch Screen Mirroring mit entsprechend kompatiblem Smartphone.

Weiter bietet der VTW60 auch eine Uhr, eine Weltzeituhr, einen Terminplaner, einen Kalender, eine Notizfunktion und die Möglichkeit zu Videomitteilungen und Sprachnotizen. Kladde, Ereignis. Timer und Timer ergänzen das reichhaltige Funktionssortiment. Mittels entsprechendem Panasonic Touch Pen kann man sogar auf dem Plasma zeichnen.

Server-/PC-Übersicht

Fotowiedergabe

Musikwiedergabe

Natürlich kann man auf PCs und Server einfach zugreifen, die sich im gleichen Netzwerk befinden, und dann Audio/Video/Foto-Dateien unkompliziert wiedergeben.

Die Viera 2 App

Sofort wird der TV erkannt

Die Viera 2 App bietet ungemein vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Hier der Überblick

Elementare Bedientasten für Lautstärke und Kanalwahl

Die Tastatur des Smartphones kann für verschiedene Aktionen verwendet werden

Panasonic bietet mit der Viera 2 App eine besonders reichhaltig ausstaffierte Applikation für Smartphones und Tablets. Die App ist für Android- und Apple iOS-Endgeräte kostenlos in den jeweiligen Stores verfügbar. Kompatibel sind Panasonic TVs der Generationen 2011/2012/2013.  Hilfreich bei der ersten Verwendung der App ist die kurze Slideshow, die die Einsatzmöglichkeiten der App kurz beleuchtet. Die App ist sofort startbereit, einzige Voraussetzung ist, dass sich der Viera TV und das Device, auf dem die App läuft, im identischen Netzwerk befinden. In unseren Testreihen wurden Viera TVs, die sich im Netzwerk befinden, zuverlässig und rasch erkannt. Ganz gleich, ob GTW60 oder VTW60 – es kam hier zu keinen Problemen.

Stehen verschiedene Panasonic Viera TVs zur Auswahl, muss der TV angewählt werden, der nun mittels Smartphone oder Tablet gesteuert werden soll. Ist dies geschehen, öffnet sich die eigentliche App, eine Übersicht der in der Anwendung enthaltenen Funktionen wird aufgelistet.

Andere Hersteller verzichten darauf, Panasonic bietet sie an: Erklärende Hilfetexte, die dem Anwender gut bei der Nutzung der zahlreichen Features unterstützen. Und „zahlreich“ ist absolut wörtlich zu nehmen, denn vergleicht man den Funktionsumfang der App mit dem der hochwertigen mitgelieferten konventionellen Fernbedienung (die von einer kompakten Touchpad-Remote ergänzt wird), ist festzuhalten, dass man alles auch über die App steuern kann.

Lautstärke- sowie Kanalwahltasten sind in praktisch jeder TV App enthalten, auch eine Simulation eines Navigationskreuzes. Die zahlreichen direkten Wahltasten, z.B. für 3D oder den Media Player, nehmen wir als sehr praktisch wahr.

Sehr hilfreich ist die Panasonic Viera 2 App, wenn man den Internet-Browser für den Zugang zum freien Internet verwenden möchte. Selbstverständlich ist ein solcher beim VTW60 an Bord. Mittels der App kann man die gewünschte Internetadresse komfortabel über die Tastatur des Smartphones/Tablets eingeben und muss nicht auf die zeitraubende und recht umständliche Methode zurückgreifen, mit der TV-Fernbedienung die URL einzugeben. Der Touchscreen des mobilen Devices kann darüber hinaus auch als Touchpad für eine Steuerung des TVs wie mit einer Steuereinheit, die man aus vielen Notebooks kennt (große Touchpads), bedienen. Das funktioniert in der Praxis ohne Schwierigkeiten und es bedarf nur einer kurzen Eingewöhnung.

Grafisch liebevoll gestaltet

Wie wir schon in der Beschreibung des Twin HD Triple Tuners erwähnt haben, ist es mittels der Viera 2 App möglich, Smartphone oder Tablet als 2. Bildschirm einzusetzen. Auch dieses Feature arbeitet in der Praxis wirklich gut. Ohne erkennbaren Zeitversatz läuft das TV-Bild weiter – oder aber man schaut auf dem Tablet ein anderes Programm als gerade auf dem Bildschirm des Viera-Plasmas.

Wer sein Bild präzise justieren möchte, findet in der App ebenfalls einen passenden Partner. Mittels der „Smart Calibration“ können erfahrene User exakte Videoeinstellungen vornehmen. Als Parameter stehen dabei elementare Regelmöglichkeiten für Kontrast, Helligkeit, Farbe und Schärfe ebenso zur Disposition wie die Möglichkeit zum Feintuning an Primär- und Sekundärfarben. Sättigung, Farbton und Farbhelligkeit können global justiert werden. Am Smartphone oder Tablet kann direkt ein Weißabgleich vorgenommen werden, auch eine Einstellung der Gammakurve ist möglich. Allerdings benötigt man für eine akkurate Kalibrierung des TVs einen entsprechend hochwertigen Messsensor und eine dazu passende Software (z.B. CalMan).

Unterteilung in verschiedene Kategorien

Musikwiedergabe

Klar verständliche und grafisch attraktiv gestaltete Symbole

Viele Funktionen, und nicht wenige davon sind neu

Direktzugriff auf Smart TV Apps

Video-EQ mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten in App integriert

Weiteres Merkmal der App ist das von Panasonic „Swipe&Share“ genannte Ausstattungsmerkmal. Hierbei können Dateien, die auf Smartphone oder Netzwerk DLNA Server enthalten sind, einfach über den TV wiedergegeben werden. Die Viera 2 App durchsucht automatisch das mobile Device und teilt die gefundenen Inhalte in Musik, Fotos und Videos ein. Die Bedienung von Swipe&Share macht dem Namen alle Ehre, denn nachdem die Datei per Knopfdruck am mobile Device angezeigt, anschließend zieht der Anwender die Datei mit dem Finger an den oberen Rand des Bildschirms, nach einer recht kurzen Pufferzeit wird die Datei dann auf dem Viera TV wiedergegeben. Ist am TV eine entsprechend formatierte und geeignete USB-HDD angeschlossen, kann die Datei gleich auf der HDD abgelegt werden. Umgekehrt ist es auch möglich, Inhalte der HDD auf das Smartphone zu übertragen.

Letzen Endes prima integriert und sehr funktional ist auch die Sprachsteuerung, die mittels iPhone 5 problemlos funktioniert hat. Man kann z.B. Suchbegriffe eingeben und anschließend bestimmen, wo danach gesucht werden soll (Internet oder TV-Programm z.B.). Nur beim Sprechen sollte man sich konzentrieren, denn schnell ist das Gesprochene zu leise oder zu laut (diese Meldung zeigt der TV auch an), hier sollte die Fehlertoleranz größer ausfallen. Praktisch: Wenn man sich z.B. die Webseiten, die nach Suche in Google angezeigt werden, anschaut, kann man mittels simuliertem Touchpad auf dem Smartphone-Bildschirm sofort zum gewünschten Punkt navigieren.

My Home Screen

Neuerung der Panasonic Viera Smart TVs des Jahrgangs 2013 ist die „My Home Screen“ Funktion.  Ziel ist es, dem Anwender nach dem Hochfahren des TVs genau den Informationsgehalt zu offerieren, den der Anwender wünscht. Panasonic hat verschiedene Home Screens bereits „vorgefertigt, so z.B. den „News“ oder den „Lifestyle“ Home Screen. Zusätzlich hat der User die Möglichkeit, einen eigenen Home Screen zu gestalten. Hier gibt Panasonic nur gewisse Basismuster vor, ansonsten kann der Anwender selber entscheiden, welche Apps oder Shortcuts er integrieren möchte. So kann der User z.B. den direkten Zugriff aufs Hauptmenü für Änderung der Bildjustage- und Toneinstellungs-Parameter ebenso

Video-EQ

Video-EQ, hier zunächst die Basisparameter

Umfangreiche Justage-Parameter zur Bild-Optimierung

Der VTW60 besitzt einen umfangreichen Video-EQ. Es finden sich zunächst verschiedene Bildmodi: THX Cinema, THX Bright Room, Professionell 1 und Professionell 2 (dazu muss man zunächst im Setup-Menü den sogenannten „Profi-Modus“ aktivieren, anschließend hat man dann die beiden ISF-basierten Modi zusätzlich zur Verfügung, ebenfalls mehr Bildeinstellungen.

Zunächst jedoch nennen wir die anderen Bildfelder. Dynamik, Normal, Kino und „Benutzereinstellungen“ sind die anderen Felder. Anschließend kommen die Basis-Regler für Kontrast, Helligkeit, Farbe, NTSC-Farbton und Schärfe. Die Schärfe lässt sich sehr sensibel einstellen, was uns gut gefällt. Es folgen drei Einstellmöglichkeiten für die Farbtemperatur: Kühl, Normal, Warm. Das „Colour Management“ soll, laut erklärendem Text unten im Screen (ist bei jeder Funktion vorhanden) „lebhaftere Farben“ erzeugen. Das Farb-Remastering soll ebenfalls lebhaftere Bilder erzeugen – und zwar durch eine „erweiterte“ Farbpalette. Im Sinne größter Natürlichkeit und vor allem größter Authentizität haben wir beide Funktionen auf „aus“ gesetzt.

Als nächster Parameter kommt der „Umkehr-Filmeffekt“, der Bildeffekte wie z.B,. den Filmrücklauf aktiviert. Dann kann man den Umgebungslichtsensor aktivieren, hierbei stellt der Panasonic dann die Bildhelligkeit automatisch auf die aktuellen Lichtverhältnisse am Aufstellungsort ein. Eine globale Rauschunterdrückung ist in den Stufen Aus, Auto, Niedrig, Mittel und Hoch schaltbar. Speziell für die Reduzierung der typischen MPEG „Klötzchen“ Artefakte gibt es den „Remaster-Prozess MPEG“, der die gleichen Stufen bereit hält wie der Rauschfilter. Auch diese Stufen besitzt der „Remaster-Prozess Auflösung“, der ein noch klareres und detailreicheres Bild zur Verfügung stellen soll.

Das „Bildtext-Glättungswerkzeug“ glättet die manchmal unsauberen Konturen von Bildtexten. Der Leuchtkraft-Verstärker verstärkt lokal den Bildkontrast, damit das Bild mehr Leuchtkraft ausübt – so Panasonic.  Die Frame Interpolation heißt bei Panasonic im 24p/BD-Betrieb „24p Smooth Film“ und bei anderen Quellen „Intelligent Frame Creation“. „24p Smooth Film“ hat die Programme Hoch, Mittel, Niedrig und Aus.

Nur dann, wenn man den Modus Professional 1 oder Professional 2 gewählt hat, erhält man auf die „Erweiterten Einstellungen“ im Bildmenü Zugriff. In allen anderen Modi ist dieser Parameter grau unterlegt und nicht anwählbar. In den erweiterten Einstellungen finden sich: Panel-Helligkeitseinstellungen für die Intensität der Panel-Helligkeit,  die adaptive Gammasteuerung (korrigiert automatisch die Helligkeit, basierend auf dem aktuellen Bildinhalt), der Schwarzwert-Expander (für die Anpassung dunkler Bildteile) und die Auswahl der aktiven Farbskala (hier sollte bei der BD-Wiedergabe „REC.709“ aktiv sein. Alternativ gibt es „Natürlich“, SMPTE-C (von der Society of Motion Picture and Television Engineers, SMPTE, eingeführter Timecode für den Fernseh-, Rundfunk- und Studiobereich. Geräte, die den SMPTE-Standard unterstützen, bieten somit eine perfekte Kombinationsmöglichkeit, auch wenn sie von unterschiedlichen Herstellern stammen) und EBU (steht für European Broadcasting Union, der derzeit 74 Rundfunk/Fernsehanstalten angehören). Hiermit bietet der VTW60 eine beeindruckende Auswahl wichtiger Farbräume, so dass jedes Quellmaterial farblich optimal abgebildet werden kann.

Für perfekte Justage auf den korrekten Weißpunkt gibt es einen Weißabgleich (Weißabgleich Rot, Grün, Blau, für die Verstärkungsanpassung in hellen Bildbereichen sowie der Grauabgleich Rot, Grün, Blau für die Verstärkungsanpassung in dunklen Bildbereichen. Hinzu kommen Detaileinstellungen für den Weißabgleich. Der Eingangssignalpegel kann eingestellt werden, hinzu können noch Rot/Blau/Grün Gain feinjustiert werden. Umfangreich fallen auch die Regler beim Unterpunkt „Farbabgleich“ aus. Farbton, Sättigung, Luminanz können für Rot, Grün und Blau feingetunt werden. Auch hier gibt es wieder einen Punkt „Detaileinstellungen“. Das ist allerdings etwas irreführend, denn es handelt sich um die identischen Justageparameter für die Sekundärfarben Cyan, Purpur und (sonst Magenta) und Gelb.

Letzter Punkt ist „Gamma“. Hier kann der Anwender zwischen verschiedenen Gammawerten wählen (2,6/2,4/2,2/2,0/1,8/S-Kurve). Und auch bei diesem Submenü finden sich wieder Detaileinstellungen. Eingangspegel und Verstärkung können hier bestimmt werden.

Gehen wir ins „normale“ Bild-Menü zurück. Hier gibt es noch einen Spielemodus, einen Film-Klarzeichner, 1080p Pure Direct (Wiedergabe in Original-Eingangs-Bildqualität mit 1080p), HDMI-Inhaltstyp (Auto/Voreinstellung, Grafiken, Fotos plus Auto-Detaileinstellungen: Fotos, Grafiken, Kino, Spiel) und HDMI RGB-Bereich (für die HDMI Eingänge 1,2,3, wie beim Inhaltstyp. Hier gibt es die Modi Normal, Voll, Auto).

Es kommen nun noch die Bildschirmeinstellungen. Hierbei ist folgendes zu beachten bei der Deaktivierung des 16:9 Overscans für die pixelgenaue Wiedergabe: Die Option ist NUR anwählbar, wenn man direkt z.B. aus dem Filmbetrieb über die Taste „Menü“ (oben links auf der Haupt-FB) ins Setup-Menü geht. Wenn man erst „Home“ drückt und einen Shortcut zum Setup-Menü im eigenen Home-Screen angelegt hat, ist die Funktion grau und NICHT anwählbar.

Weitere Parameter bei der Bildschirmeinstellung: Bildbreite, Zoom-Anpassung, Multi Window (Split Screen), Bildschirm (wenn nur Ton wiedergegeben werden soll, kann man hier den Bildschirm ausschalten), Seitliche Bildanteile, Pixel Orbiter (verhindert Nachleucht-/Einbrenneffekte) und die Bildlaufleiste (hier kann bereits erfolgtes Nachleuchten rückgängig gemacht werden).

Natürlich besitzt der VTW60 noch verschiedene Einstellmöglichkeiten für die 3D-Betriebsarten. 3D-Kennnung, die 3D-Signalmeldung (wenn ein 3D-Signal erkannt wurde), die 3D-Wiederholfrequenz (reduziert ruckelnde Bewegungen), der 2D–>2D Level (Stärke des virtuellen 3D-Effektes), 3D-Einstellungen (für die Wirkung des 3D-Effektes bei nativem Material), der L/R-Bildertausch, ein Kantenglätter und der 3D-Sicherheitshinweis.

Testbilder + Display Basic Check

Bevor wir uns an die einzelnen Testbilder sowie Messungen machen, wählen wir zunächst eines der verschiedenen Bild-Presets aus, die im Panasonic TV integriert sind. Hier haben wir die Auswahl zwischen Dynamik, Normal, Kino, THX Cinema, THX Bright Room sowie die beiden isf-Modi „Professionell 1“ und „Professionell 2“. Sowohl Dynamik als auch Normal zeigen eine recht offensichtlich kühle Farbtemperatur. Kino und die THX-Modi (THX Cinema im abgedunkelten Raum) können prinzipiell verwendet werden, allerdings ist der Gammawert dann fest auf 2.2 eingestellt.

Um den Wert manuell auf 2.4 anzupassen, muss einer der beiden Professionell-Modi verwendet werden, die in ihren Grundeinstellungen identisch sind. Ein weiterer Vorteil des Professionell-Modus ist, dass das Farb-Remastering automatisch deaktiviert wird – für eine absolut authentische Filmwiedergabe unerlässlich. Für unseren Display Basic Check wählen wir also Professionell 1 aus und belassen zunächst den Gamma-Standardwert von 2.4. 24p Smooth Film schalten wir aber komplett ab – davon abgesehen belassen wir die Standardeinstellungen.

Wir starten mit dem PLUGE-Testbild und sind sofort vom tiefen Schwarzwert und natürlich der absolut homogenen Helligkeitsverteilung – ein enormer Vorteil von Plasma-Geräten – beeindruckt. Nicht minder erfreut uns die saubere Helligkeitseinstellung. Ist der Raum nicht komplett abgedunkelt sondern noch ein wenig Restlicht vorhanden, kann man den Helligkeitsregler noch etwas anheben, weiter als +5 sollte man aber nicht gehen. Bei den Reverse Grey Ramps & Steps zeigt der VTW60 eine exzellente Grautreppe ohne Clipping, an vereinzelten Stellen fällt ein leichter Farbschimmer auf.

Das Overscan-Testbild zeigt leider, dass Overscan im Professionell-Modus noch aktiv ist. Im Menü unter Bildeinstellungen wird der Overscan deaktiviert, hier sollte man gleich noch im Punkt „Pixel Orbiter“ Auto und nicht Ein einstellen, da so die Funktion nur wenn nötig aktiviert wird. Gerade in Kombination mit einem via HDMI angeschlossenen PC sorgt der Pixel Orbiter vereinzelt noch zu einer nicht nativen Pixel-to-Pixel-Darstellung. Bei der Bildschärfe zeigt Panasonic wieder seine Stärke. Die Grundeinstellung ist perfekt für den echten Filmenthusiasten – wer es gerne scharf mag, darf die Schärfe aber auch dank der sehr feinen Einstellungen noch etwas anheben.

Messungen

Farbtemperatur unabhängig von der Bildhelligkeit auf konstant gutem Level, mit kleinen Schwankungen

Recht gute Ergebnisse bei der Gamut Luminanz

Gute, aber nicht absolut perfekte Gammakurve mit teils etwas zu hellem Bild

Besonders gut zeigt der Gammapunkt die gemachten Feststellungen

Überragende Ergebnisse erzielt der VTW60 bei der Einhaltung des korrekten Farbraums und beim Treffen des akkuraten Weißpunktes

RGB Balance

Übersicht 1

Übersicht 2

Übersicht 3

Der Panasonic liefert beim Display Basic Check größtenteils exzellente Ergebnisse ab.  Wir haben zum „Out Of The Box“ Zustand zurück gewechselt und das THX Cinema Bildprogramm mit 2,2 Gamma gewählt. Der Farbraum wird hervorragend, ja beinahe perfekt, getroffen – sämtliche Farben liegen nicht nur in den Toleranzbereichen sondern beinahe direkt mittig und damit exzellent, kleine Ausreißer sind Blau und Rot. Identisch gut sieht es beim Weißpunkt aus, alle IRE-Bereiche (selbst sehr niedrige) sammeln sich geschlossen um den Idealpunkt und weichen nur minimalst davon ab. Auch die Farbhelligkeit ist, abgesehen von zu hellem Rot und Magenta, hervorragend. Beim Gamma sieht es auch sehr gut, aber nicht ganz so perfekt aus. Zunächst ist hier, wie bereits erwähnt, auf 2.2 optimiert – dieser Durchschnittswert wird auch exakt erreicht (2,198), allerdings sind die niedrigen Bereiche zu „hell“, während bei IRE 80 ein kleiner Spike nach oben hin ausreißt. Insgesamt aber immer noch eine sehr gute Performance. Die RGB Balance überzeugt ebenso, die Linien laufen zwar nicht absolut parallel zueinander, liegen aber alle nahe beieinander und sorgen insgesamt für eine ausgewogene und kontinuierliche Farbtemperatur um 6500K. Insgesamt ist zwar noch ein wenig Potential vorhanden, out-of-the-box bietet der Panasonic aber ein überdurchschnittlich authentisches und natürliches Bild.

Bild Blu-ray 3D nativ

Immer noch ist „Avatar“ (3D-Version) eine Blu-ray, die sich durch ihr lebendiges, glaubwürdiges Bild in 3D auszeichnet. Daher nahmen wir auch diesmal wieder diese Disc für unsere Testreihen. Und wir haben dieses Jahr bereits ein weiteres Ansteigen der 3D-Performance, z.B. bei Samsung und bei Sony, beobachten können. Ausgezeichnet, überragend – wir waren voll des Lobes über die Leistungen, die die Modelle der gehobenen Klasse bzw. die Topmodelle im Teststudio gezeigt haben. Der Sony KDL-55W905 sowie der Samsung UE55F7090 haben uns als LED-LCDs mit aktiver Shutterbrille ebenso begeistert wie der Samsung Plasma PS51F8590SL und der Panasonic TX-P42GTW60 als Plasma-TVs. Weniger Crosstalk, bessere Bewegungswiedergabe, natürlichere Farben – all dies sind wertvolle Pluspunkte.

Doch nun kommt der Panasonic TX-P55VTW60 und wir fragen uns, wie Panasonic es schafft, erneut alles, was wir bislang kennen, bei der nativen 3D-Wiedergabe zu toppen. Schon die ersten Sekunden von „Avatar“ werfen Fragen auf: Muss man wirklich einen 4k TV mit passiver Polfilterbrille einsetzen, um „3D at ist best“ zu erleben? Der Panasonic tut alles dafür, dass man diese Frage verneinen könnte. Die kurze Kamerafahrt über der Planetenoberfläche Pandoras erscheint ungemein flüssig, es tritt auch bei sehr genauer Inspektion des Bildes praktisch kein Ruckeln auf. Überdies können wir den feinen Detailkontrast loben. Die Farben wirken natürlich und weisen kaum Abweichungen vom 2D Betrieb auf. Der dreidimensionale Bildeindruck erscheint absolut glaubwürdig.

Als dann Jake Sully an Bord des Langstreckenraumschiffs aus dem 5 Jahre und 9 Monate andauernden Cyroschlaf erwacht, tanzen die Wassertröpfchen plastisch vor dem Gesicht des gelähmten Ex-Marine. Die Poren der Haut, die Pupille der Augen und die gesamten Gesichtszüge arbeitet der VTW60 außerordentlich sensibel heraus. Als sich dann die Schlafkabinen öffnen und sowohl deren Insassen als auch die Crew des Raumschiffs schwerelos im langen Gang schwebt, zeigt der VTW60 sein volles Potential. Die Ausfahrbewegung der Kabinen läuft gleichmäßig und ohne Zittern ab. Im abgedunkelten Raum ist praktisch kein vom aktiven Shutterbrillen-Prinzip herrührendes Flimmern zu beobachten. Die Schärfe ist von der vordersten bis zur hintersten Bildebene identisch. Kleine, sogar etwas größere Kopfbewegungen kompensiert der Panasonic souverän. Helligkeitsverluste treten nur in geringem Umfang bei der 3D-Darstellung auf.

Szenenwechsel, wir befinden uns nun im Inneren des Kurzstreckenraumschiffs, welches die neuen Söldner zur Basis auf Pandora fliegt. Auch hier zeigen sich Cockpit und Passagierraum höchst detailreich. Das Bild weist stets eine angenehme Bildschärfe auf. Störendes Ringing ist nicht zu sehen. Feine, präzise Farbverläufe und Farbübergänge gehören ebenfalls zu den Pluspunkten des Panasonic.

Das riesige Abbaugebiet mit schwerem Gerät erscheint aus der Vogelperspektive detailreich, selbst die Struktur des Bodens kann ausgemacht werden. Da sich das Raumschiff bewegt, ist auch der Untergrund „in Bewegung“ – trotzdem leistet sich der VTW60 weder Unschärfen und Ruckler.

Das Innere der Basis kommt hervorragend zur Geltung, besonders wenn man bedenkt, dass hier meist eher dunkle Lichtverhältnisse herrschen. Keinen Hehl macht der Panasonic daraus, dass er beim Thema Schwarzwert mit einem Großteil der Konkurrenz spielt – echter, tiefer, satter, da kommt kaum ein anderer mit. Am ehesten noch Samsungs ÜS51F8590SL Plasma, und – überraschenderweise – der Sony W9, obwohl er ein Edge-LED-LCD ist. Ganz das superbe Niveau des VTW60 schaffen sie aber nicht, den Konkurrenten aus eigenem Hause in Form des GTW60 verweist der VTW60 sichtbar auf die Plätze. Letztes Jahr empfanden wir beim „hausinternen Konkurrenzvergleich“ den Unterschied zwischen GT50 und VT50 als nicht so groß. Dass es nun so ist, liegt daran, dass der GTW60 zwar nach wie vor ein toller Plasma TV mit ausgezeichnetem Preis-/Leistungsverhältnis ist, ein nennenswert großer Sprung im Vergleich zum GT50 kann aber nicht attestiert werden. Anders die Lage beim Vergleich VTW60 zu VT50: Ganz gleich, ob 2D oder 3D, der 2013er VTW60 legt die Meßlatte sichtbar höher.

Kurze Zeit später unternimmt Jake in Gestalt seines Avatars zusammen mit seinem Team den ersten Ausflug in die exotische Flora und Fauna von Avatar. Geflogen wird mit einem helikopterartigen, sehr wendigen Fluggerät, dessen Außenhaut und Innenleben mit sauberer Detaillierung wiedergegeben werden. Die neben dem Helikopter auftauchenden Flugsaurier erscheinen plastisch, wie greifbar, die Differenzierung verschiedene Bildebenen gelingt dem VTW60 vorzüglich. Am Mammutbaum in der Ferne sind sogar einzelne Zweige exakt auszumachen.

Als der Helikopter inmitten des Dschungels landet, scheint ein Farnblatt, „aufgescheucht“ durch die Rotoren des landenden Flugobjekts, aus dem Bildschirm heraus zu kommen – so gekonnt wie der VTW60 hat bislang kein anderer uns bekannter TV diese kurze Sequenz wiedergegeben. Und es geht weiter – die unterschiedlichen Grüntöne werden vom Panasonic-Plasma sehr akkurat erkannt und authentisch dargestellt. Die verschiedenen fremdartigen Tiere sind plastisch in die Umgebung eingearbeitet. Bewegungsabläufe, ganz gleich, ob schnell oder langsam, beeindrucken durch Schärfe und Präzision.

Bild Blu-ray, Wandlung 2D auf 3D

Beim Filmbeginn von „Fluch der Karibik“ zeigt der Panasonic einen guten, aber nicht überdurchschnittlichen Plastizitätsgewinn, als das große Galionsschiff aus dem dichten Nebel herausfährt. Im Vergleich zu nativem 3D-Material und zur 2D-Wiedergabe wirkt das Bild etwas unschärfer. Helligkeitsverluste machen sich bei der Wandlung deutlicher bemerkbar als bei der nativen 3D-Präsentation. Das merkt man in der Eröffnungssequenz an Norringtons Uniform ebenso wie im 2. Kapitel, als Piratenkapitän Jack Sparrow an den zur Warnung aufgehangenen Piraten-Skeletten vorbeifährt. Die Innenseite der Felsformation, die im Schatten liegt, wird mit weniger Detailkontrast abgebildet als im 2D-Betrieb.

Sehr gut gefällt die Bewegungswiedergabe. Mit aktiviertem 24p Smooth Film werden ruhige sowie sichere Bewegungssequenzen offeriert. Die Farbtreue ist gut, aber nicht ganz so ausgeprägt wie im nativen 3D-Betrieb. Crosstalk hält sich erfreulicherweise auch bei der Wandlung in Grenzen, tritt allerdings vornehmlich in hinteren Bildebenen doch ab und zu in Erscheinung. Als Jack mit seinem schon beinahe komplett versunkenen Schiff in die Hafeneinfahrt fährt, ist rechts im Bild ein Handels-Segelschiff zu sehen. Weder Teile des Schiffs noch die Gesichter der Besatzung flimmern oder zeigen Artefakte während des Bewegungsablaufes.

Bild Blu-ray/2D

Wir haben uns den aktuellen 007-Film „Skyfall“ von Beginn an angeschaut. Als 007 in die Wohnung kommt, in der der Killer Patrice die Festplatte mit den wichtigen geheimen Daten entwendet hat, begeistert der VTW60 durch sein Vermögen zur exzellenten Feinzeichnung. Die Holzstruktur der dunklen Türe, als der britische Doppelnullagent eintritt, wird trotz der schlechten Lichtverhältnisse sehr detailreich wiedergegeben, genau ist die Oberfläche sichtbar. Die Lampe, auf die dann der Blick fällt, hat einen präzise definierten Leuchtkegel und „blutet“ nicht aus. Überhaupt wird die Einrichtung der Wohnung sehr exakt wiedergegeben, die Oberfläche des Sessels, die Wand, das Gesicht des angeschossenen MI6-Agenten – alles kommt scharf, gleichzeitig aber natürlich zur Geltung.

Als 007 hinauseilt, springt er zu seiner Kollegin in den Land Rover Pickup, um dem flüchtenden Patrice hinterher zu setzen. Die wilde Autoverfolgungsjagd, der Killer steuert einen schwarzen Audi A5 Sportback, wird mit beeindruckender Bewegungsstabilität umgesetzt. Alle Bewegungsabläufe sind sauber, feinfühlig und enorm stabil. Das Bild wirkt überdies ungemein plastisch und gibt dem Betrachter den Eindruck, tief ins Geschehen blicken zu können. Hier hat sich Panasonic nochmals steigern können. Gleichzeitig ist das neue Panel nochmals rauschärmer als die Generation 2012. Feinste Kontrastdetails scheinen überdies noch etwas besser heraus zu kommen.

Als die beiden Kontrahenten mit den Enduros über die Dächer des Grand Bazar rasen, wird jeder Ziegel exakt sichtbar gemacht, auch, als die beiden Geländemaschinen zuvor durch dunkle Gänge und Treppen nach  oben brausen, sieht der versierte Betrachter praktisch jede Abnutzungserscheinung an Wand oder Boden.

Sehr schön sieht man die Fähigkeiten des VTW60 zur überragenden Bildwiedergabe auch während des Titelsongs, 007 entschwebt, vom Schuss getroffen, in die Tiefe des Wassers, anschließend sieht man bereits Ausschnitte aus Schlüsselszenen, die der Betrachter zu diesem Zeitpunkt des Films aber noch zuordnen kann. Das Viera Reference Plasma macht bereits aus dieser speziellen „Einführung“ ein Erlebnis und sorgt für eine visuell mitreißende, beinahe makellose Wiedergabe.

Das Einzige, was partiell sichtbar ist, ist selten leichtes Flimmern, das haben wir bei praktisch jedem Plasma-TV, den wir bislang getestet haben, mehr oder minder stark beobachten können. Die Erscheinungen beim VTW60 aber halten sich in Grenzen.  Der überragende Schwarzwert zeigt sich in der Sequenz, die im nächtlichen, verregneten London spielt, Die auf den schwarzen Asphalt trommelnden Wassermengen werden präzise abgebildet. Ms Wohnung  mit den Stuckelementen um die Türrahmen wird in praktisch allen Einzelheiten gezeigt. Nur minimales Rauschen ist sichtbar. Die Tatsache, dass Kunstlicht brennt,  arbeitet der Panasonic exzellent heraus.

Die Falten in Ms Gesicht und der Bart von 007 kommen ebenfalls einwandfrei heraus. Ms schwarze Kleidung – schwarzes Kleid mit schwarzer Strickjacke darauf – wird wiederum mit einwandfreier Kontrast-Differenzierung herausgestellt. Als der Range Rover durch den unterirdischen Tunnel fährt, sieht man an der Kopfstütze des edlen Geländewagens sogar, trotz des wenigen Licht, die Struktur der Lederoberfläche.

Up-Conversion 576i auf 1080p, Film- und Video-Material

Star Wars Episode III, ab Filmbeginn/Filmmaterial: Wir haben den THX Cinema-Modus verwendet und die Intelligent Frame Creation (so heißt der Frame Interpolierer bei der Upconversion auf DVD) auf „Mittel“ gestellt. Das Ergebnis: Ein überragendes Bild, schon die Laufschrift direkt zu Beginn wird farblich exzellent und mit enormer Bildruhe wiedergegeben. Einzelne Lettern bluten nicht aus, sondern sind bis zum Rand präzise durchzeichnet. Selbst Teile der Schrift, die sich schon weit hinten im Raum befinden, laufen praktisch  ohne Wellenbildung oder Flimmern. Als der riesige Sternzerstörer durchs Bild fliegt, braucht bei aktivierter Intelligent Frame Creation der De-Interlacer praktisch keine Zeit, um einzurasten. Sofort wird das große Raumschiff scharf, klar und detailreich präsentiert. Es treten auch am vorderen Teil des Rumpfes und an der Kommandobrücke kein Artefakte und kein Flimmern oder Zittern auf.

Der in der Dunkelheit liegende Teil des Flügels wird mit feiner Differenzierung auf den Bildschirm gebracht. Der Triebwerksstrahl wird ebenfalls ausgesprochen sauber präsentiert. Als die beiden kleinen Raumjäger von Obi-Wan und Anakin knapp über der Außenhaut des Sternzerstörers fliegen, bietet der VTW60 ein stabiles Bild ohne Bewegungsunschärfen.

Die gesamte Raumschlacht wird fehlerlos auf den Screen gebracht. Explosionen wirken farblich echt und überzeugen im Detail durch sensible Farbverläufe. Die Gesichter aller Protagonisten kommen ebenfalls präzise zur Geltung. Hauttöne stellt der VTW60 sehr gelungen dar.

AVEC Professional Test-DVD/Videomaterial: Auch, wenn es darum geht, Videomaterial von 576i auf 1080p zu konvertieren, schlägt sich der VTW60 glänzend. Die weißen und schwarzen Schriften, die in unterschiedlichen Geschwindigkeiten vor dreifarbigem Hintergrund durchlaufen, erscheinen stabil und scharf, nur minimale Pixelschleier sind rund um die Buchstaben bei höherer Geschwindigkeit sichtbar.

Die vier kleinen magentafarbenen Siemenssterne in den Bildschirmecken und der große Siemensstern, ebenfalls magentafarben, in der Bildschirmmitte drehen sich ruhig und sicher. Treppenstufen sind kaum erkennbar. Die einzelnen Segmente selbst der kleinen Sterne sind sauber ausgestaltet. Die Farbtrennung ist sehr gut. Das Pendel mit rot-blauem Innenleben, das in unterschiedlichen Geschwindigkeiten über eine stehende schwarze Linie gleitet, wird ebenfalls mit hoher Stabilität und Bewegungssschärfe wiedergegeben. Nachzieheffekte sind lediglich in sehr geringer Ausprägung zu erkennen. Das Innere des Pendels ist tadellos zu erkennen, auch bei hoher Pendelgeschwindigkeit.

Das Realtestbild der schwäbischen Stadt Esslingen kommt ebenfalls hervorragend zur Geltung. Die Ziegel der Hausdächer flimmern nur gering. Grünflächen und Stadtbefestigung werden scharf und detailreich dargestellt.

Bild Tuner DVB-C/DVB-S2

Panasonic TVs sind dafür bekannt, einen aus visueller Perspektive hohen Standard zu bieten. Da macht das 2013er Topmodell (sieht man vom limitierten ZT60 einmal ab) keine Ausnahme. Die öffentlich-rechtlichen Sender in HD (720p) sehen sauber aus, natürliche Farben, ruhige Bewegungsabläufe, geringe Neigung zu Treppenstufen. Das Bild wirkt plastisch und klar. Der Kontrast ist auch im Detail sehr gut. Die Bildgüte ist in DVB-C und DVB-S gleichermaßen überzeugend. Und wie sieht es bei SD-Sendern aus? Hier ist es  besonders beachtlich, welche hohe Bildgüte selbst bei qualitativ wenig berauschendem Quellmaterial offeriert wird. Die Bildschärfe ist tatsächlich gut bis sehr gut, sogar als imposant bezeichnen wir die Bildruhe. Kaum Ruckeln, kaum Treppenstufen, darüber hinaus ist das Bild ungemein sauber und rauscharm – Kompliment. Panasonic hat es tatsächlich geschafft, die Bildgüte nochmals zu steigern.

Ton

Toneinstellungen

Weitere Ton-Parameter

Akustisch präsentiert sich der VTW60 in ordentlicher Verfassung. Es bieten sich im Klangmenü verschiedene akustische Felder, die ab Werk vorgefertigt sind. Standard, Musik, Ambiente oder Benutzer stehen zur Verfügung. Wählt man Benutzer, kann man für die manuelle Klang-Optimierung auf einen grafischen EQ zurück greifen. Er verfügt über die folgenden Bänder: 150/200/500 Hz, 1/2/4/8/12 kHz. Für virtuelle Surrounderzeugung bietet der VTW60 verschiedene Programme: Stadion, Halle oder Natürlich.

Ferner ist es möglich, die Surroundfunktion zu deaktivieren. Eine Bassverstärkungs-Schaltung, die sich aber nicht besonders deutlich bemerkbar macht, steht ebenso wie eine digitale Remaster-Schaltung für die Verbesserung der Klangqualität bei komprimierten Tonspuren zur Verfügung. Nutzen wir den VTW60 für die Wiedergabe von Musik, Filmen und Fernsehsendungen, überzeugt uns der überraschend lebendige Klang. Monotone Einfältigkeit ist dem Panasonic fremd. Das Lautsprechersystem ist praktisch unsichtbar in den Body integriert, liefert aber trotzdem eine gute Pegelfestigkeit, eine verständliche Stimmwiedergabe und dem Surround-Modus „Natürlich“ sogar Anflüge von Räumlichkeit.

Konkurrenzvergleich
  • Sony KDL-55W905: Der Sony ist preislich nahe beim Panasonic und erbringt von den uns bekannten LED-LCD-TVs im Jahre 2013 bislang die besten Ergebnisse, wenn es um eine einwandfreie Bildqualität geht. Der ausgezeichnete Schwarzwert, der enorme Detailkontrast, der hohe Gesamtkontrast und die exzellente Bildschärfe sorgen für diese Einschätzung. Im 3D-Betrieb, ganz gleich, ob bei nativem Material oder aber bei der Wandlung von 2D nach 3D, erzielt der W9 ebenfalls hervorragende Ergebnisse. Das Trilumonos-Display des Sony ermöglicht einen erweiterten Farbraum für noch intensiveres Betrachten z.B. von Filmen oder Dokumentationen. Beim Bedienkonzept bleibt der Sony konventionell. Es gibt zwar eine Zweitfernbedienung, diese hat aber kein Touchpad oder Ähnliches. Damit unterscheidet sich der W9 von der Konkurrenz. Vergleichen wir ihn mit dem Panasonic VTW60, so ist festzuhalten, dass der Panasonic Plasma-TV bei den Themen Schwarzwert und Natürlichkeit des Bildes nochmals eine Idee besser abschneidet. Mit seinem überaus exakten Gamma, nahe dem Idealwert, schlägt der Sony W9 aber zurück. Der Panasonic kontert mit noch angenehmerem 3D Bild bei nativem Material – so angenehm haben wir Shutterbrillen-basiertes 3D bislang nicht gesehen. Die leichte Flimmerneigung in allen Betriebsarten ist typisch Plasma, hier bietet der Sony W9 keinen Anlass zur Kritik. Panasonic und Sony offerieren eine sehr gelungene Zwischenbildberechnung.
  • Philips 46PFL8008: Natürlich gibt es den schicken Philips auch in 55 Zoll. Mittlerweile ist der Marktpreis der 55-Zoll Version mit rund 1.900 EUR kaum teurer als die UVP des 46-Zöllers (1.799 EUR). Der Kunde bekommt beim Philips ohne Zweifel viel fürs Geld, muss bei der teils nach wie vor trägen Navigation aber auch etwas mehr Geduld als bei den Konkurrenten mitbringen. Sehr praktisch ist die Fernbedienung mit kompletter QWERTZ-Tastatur auf der FB-Rückseite. Damit ist die Eingabe z.B. von Internet-Adressen bei Nutzung des Web Browsers einfach und rasch erledigt. Die Master-/Slave-Second-Screen-Option, das umfangreiche Smart TV-Angebot und die tadellose App für die Steuerung des Philips mittels Smartphone sind weitere Pluspunkte. Der Philips hat allerdings, ebenso wie der Sony W9, keinen Twin Tuner. Für den modernen medialen Menschen bringt der Panasonic VTW60, ebenso wie die Samsung Modelle UE7090 und PS8590, dank des Twin Tuners einen nicht zu unterschätzenden Vorzug mit. Und das ist nicht der einzige gegenüber dem Philips: Beim VTW60 funktioniert die Zwischenbildberechnung schneller, die 24p Stabilität liegt nochmals höher, der Tuner rauscht noch weniger, der Schwarzwert ist tiefer und native 3D-Quellen sehen noch etwas ruhiger und souveräner aus. Der Philips kontert mit der derzeit besten 2D nach 3D Konvertierung und einem ausgezeichneten Bild auch bei deutlichem externem Lichteinfall.
  • Samsung 51PS8590SL: Ausgezeichnet gefällt uns Samsungs derzeitiges Plasma-TV-Spitzenmodell. Zurückhaltung ist dem Gerät in jeder Beziehung fremd: Es sieht unverschämt gut aus und kostet eine schöne Stange Geld. Für den 51-Zöller werden satte 2.599 EUR aufgerufen. Dafür gibt es aber auch Technik satt. Samsung hat ein modernes Bedienkonzept von den Konkurrenten am besten umgesetzt. Die edle und hochwertige Touchpad-Fernbedienung hat uns überzeugt. Sprach- und Gestensteuerung sind auch weiter als bei der Konkurrenz (sofern überhaupt angeboten), aber trotzdem noch verbesserungswürdig. Visuell setzt sich das Plasma top in Szene. Unser Testgerät sirrte allerdings vernehmlich, während sich unser VTW60 von Panasonic vorbildlich ruhig verhielt. Für den Panasonic sprechen auch die noch bessere 24p Stabilität und das nochmals authentischere Bild. Beide Plasmas bieten einen erstklassigen Schwarzwert. Massiv aufgeholt hat Samsung beim Thema Zwischenbildberechnung. Die Frame Interpolation des PS8590 ist sehr gut gelungen. Im 3D-Betrieb bleibt der VTW60 unschlagbar. Zwar ist das Bild des Samsung knackig scharf und lebendig, aber nicht ganz so ruhig und angenehm wie das des VTW60. Abstriche gibt es bei beiden Plasmas aufgrund des leichten Panelflimmerns in allen Betriebsarten.
Fazit

Panasonic hat es erneut geschafft und liefert mit dem Reference-Plasma TX-P55VTW60 ein durch die Bank exzellentes Gerät ab. Die elegante Optik und die hochwertige Verarbeitung sorgen bereits für einen sehr guten Ersteindruck. Die reibungslos ablaufende Erstinstallation und die komfortable Handhabung bringen weitere Pluspunkte – noch allerdings befinden wir uns in einem Bereich, in dem viele Kontrahenten auch voll punkten können. So muss man ans „Eingemachte“, und zwar die Bildqualität, gehen, um herauszuarbeiten, dass es hier einen Champion gibt, dem sich alle unterordnen: Den Panasonic TX-P55VTW60. Mit exzellenter 24p Stabilität, weit überdurchschnittlicher Bildharmonie, tollem Gesamt- und Detailkontrast, sattem Schwarz, perfekter Helligkeitsverteilung und überragendem Video-EQ setzt der Panasonic die Benchmark. Die „Energieeffizienzklasse C“ sei ihm verziehen – man bezahlt zwar ein Mehr an Strom, bekommt aber auch ein Mehr an Bildgüte geboten. Auch im 3D-Betrieb setzt sich der VTW60 überlegen an die Spitze. Seib 3D-Bild bei nativem Material wirft die berechtigte Frage auf, wieso aktive Shutterbrillen-basierte TVs mal den zweifelhaften Ruf hatten, ein Crosstalk- und Flimmer-gestörtes Bild zu offerieren. Das makellose, scharfe und natürliche, realistisch plastische Bild des VTW60 jedenfalls ist klar der Elite-Klasse zuzuordnen. Der sehr faire, sogar ausgesprochen günstig zu nennende Kaufpreis des Panasonic darf hier nicht fehlen. Für 2.699 EUR bekommt der Käufer sogar noch einen enorm leistungsstarken Twin HD Triple-Tuner mit einem Höchstmaß an Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit – so sehen Sieger aus.

Besser geht nicht: Der Panasonic TX-P55VTW60 setzt in jeder visuellen Disziplin den Maßstab und trumpft überdies mit Vollausstattung und günstigem Kaufpreis aufFlachbildschirme Oberklasse
Test 02. September 2013

+ Bildqualität in 2D und 3D setzt im BD-Betrieb Maßstäbe
+ Erstklassige Upconversion von Film- und Videomaterial
+ Extrem leistungsstarker Twin HD Triple Tuner mit einfachem Handling und der Möglichkeit zum „Signal-Mix“
+ Umfangreiche und praktische Smart TV-Funktionen
+ Drei tolle Bedienmöglichkeiten: Viera Remote 2 App, Touchpad-Remote und sehr gute konventionelle Fernbedienung
+ Gute Sprachsteuerung
+ Möglichkeit zur Erstellung eines eigenen Startbildschirms
+ Leises Betriebsgeräusch unseres Testgerätes
+ Sehr günstiger Kaufpreis
+ Makellose Verarbeitung

– HDMI-Terminals zu wenig
– Minimales Flimmern

Test: Carsten Rampacher
Messung: Philipp Kind
Bilder: Sven Wunderlich
02. September 2013




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