EDV-Support by

   

XXL-TEST: Samsung 3D Plasma-TV PS51F8590SL

09.08.2013 (cr/phk/sw)

Samsung PS51F8590SL - 51 Zoll-Plasma mit aktivem 3D für 2.599 EUR

Skype-Kamera, manuell ausfahrbar (schützt gegen Missbrauch, bei automatischem Ausfahren könnte man den Ausfahrprozess von extern steuern - gegen den Willen des Besitzers)

Rückseite aus Metall

Unser Beamer-Partner für erstklassige Bildwiedergabe im Redaktionsheimkino

Unser Partner für hochauflösende Audiodateien aus dem Internet 

Das Produkt

Der Samsung PS51F8590SL ist ein exzellent ausgestatteter 51 Zoll (129 cm)-Plasma-TV mit 3D-Funktion (über aktive Shutterbrille), der zusätzlich zu 2013 erweiterter Sprach- und Gestensteuerung auch einen integrierten Twin Tuner bietet. Der Samsung Smart Hub 2013, eine dank großer Rechen-Power gelungene Wandlung von 2D nach 3D und eine wertige Fernbedienung mit Touchpad sind weitere Merkmale des F8590, der im Vergleich zu den LED-LCD-TVs einen dickeren, anthrazitfarbenen Rahmen und einen sehr extravagant und edel gestalteten Standfuß aufweist. Er sieht, wie wir finden, exzellent aus und besticht durch eine ausgezeichnete Material- und Fertigungsqualität. Echtes Metall kommt reichlich zum Einsatz, was im Gegensatz zu früheren Samsung TV-Generationen nun für Premium-Feeling rundum sorgt.

Samsung setzt beim Plasma auf Verbesserungen bei der Paneltechnologie, welche für mehr Helligkeit sorgen sollen. Dass das Bild, gerade bei deutlichem externem Lichteinfall, nicht allzu hell ist, war das Problem vieler Plasma-TVs. Man sieht es aber auch an der 2013er Generation von Panasonic, dass moderne Plasmas mittlerweile genug Helligkeit produzieren. Samsung möchte auch beim Schwarzwert Akzente setzen und bietet daher "Real Black Pro" für sattes, tiefes Schwarz an. Der Samsung hat einen Frame Interpolierer mit 600 Hz (600 Hz Subfiled Motion) für scharfe Bewegungswiedergabe mit an Bord. Die gesamten Bildverbesserungssysteme werden bei Samsung unter der "3D HyperReal Engine" zusammen gefasst. Dank des 4-Kern-Prozessors werden alle Aufgaben zügig erledigt, nicht nur bei der Nutzung internetbasierter Dienste, sondern auch bei der Konvertierung von 2D nach 3D. Die mitgelieferten aktiven Shutterbrillen sind übrigens sehr leicht und komfortabel.

Der "Sound Customizer" und "3D Sound" sind Audio-Ausstattungsmerkmale. Der Samsung unterstützt DTS Premium Audio 5.1, Dolby Digital Plus sowie Dolby Pulse und offeriert 2 x 10 Watt RMS-Ausgangsleistung. Hier geht es zur Übersichtsseite auf der Samsung Homepage.

Die Erstinstallation läuft bei unserem Testgerät, wie auch schon beim Samsung UE55F7090 ohne Komplikationen ab.

 

Sprachwahl

Grundkonfiguration

Wahlmöglichkeiten

Der F8590 ist auch mit einem integrierten Wireless-Adapter für die direkte Einbindung ins Drahtlosnetzwerk ausgestattet

Automatischer Sendersuchlauf

Automatischer Sendersuchlauf - Ende

 Uhreinstellung

Gut bedienbare virtuelle Tastatur

Softwareaktualisierung über Internet

Software-Update läuft

Setup abgeschlossen

Wie auch schon der Samsung UE55F7090 verfügt auch der PS51F8590 über einen eingebauten Doppeltuner. Mit dem eingebauten TwinTuner sind verschiedene Aktionen möglich. So kann man z.B. eine Sendung aufnehmen und eine andere auf einem anderen Kanal anschauen. Dieses beliebte Szenario musste man sonst mit hochwertigen Settop-Boxen realisieren. Wir haben die Funktion natürlich auch beim 51-Zoll-Plasma getestet - und zwar mit dem eingebauten DVB-S2-Tuner. Der Tuner hat beim Plasma-TV noch einen besseren Eindruck als beim kürzlich getesteten EDGE LED-LCD-TV F7090 hinterlassen, und zwar gerade dann, wenn die Upconversion von 576i Signalen auf 1080p (native Panelauflösung) bei der Darstellung von SD-Signalen gefragt ist. Hier konnte uns die Tunereinheit im F7090 nicht so ganz überzeugen. Der F8590 Plasma hingegen sichert eine stabile, scharfe und recht rauscharme Darstellung. Bei HD-Sendern der öffentlich-rechtlichen Programme gefällt der Tuner durch hohe Bildschärfe, sehr guten Kontrast und lebendige, dynamische Farben. Während wir beim LED-LCD insgesamt nicht ganz zufrieden waren und eher einen Rückgang der Tuner-Bildqualität gegenüber der 2012er Generation ohne Doppeltuner festgestellt haben, punktet der PS51F8590 voll und sichert genau die Bildgüte, die wir erwartet haben.

Kommen wir nun zur Doppeltuner-Funktionalität. Der Samsung zeichnet problemlos im Hintergrund eine Sendung auf, derzeit kann der Anwender umschalten und ein anderes Programm anschauen. Wir haben auf ein USB-Flash-Medium aufgenommen. Das USB-Medium muss allerdings zuvor formatiert und ausschließlich für die Nutzung am Samsung F8590 verwendet werden. Das Formatieren hat etwas Zeit benötigt, da zuvor noch das Medium gescannt wurde. Die eigentliche Formatierung war problemlos und fix, da der USB-Stick auch keine besonders große Kapazität hatte. Man kann auf unterschiedlichen Wegen aufnehmen: Sogar aus der App (für Android und Apple iOS, separate App fürs iPad) kann man die Sendung, die aufgenommen werden soll, programmieren, oder aber übers Menü des F8590. Alternativ kann man natürlich auch direkt eine Sendung sozusagen "aus dem Lauf heraus" aufnehmen. Als wir die Aufnahme-Ergebnisse überprüft haben, können wir bezüglich der Qualität nur löbliche Worte finden. Das Bild entspricht dem Original, gerade, wenn man HD-Sender aufzeichnet, ist das Bild scharf, plastisch und stabil.

Allerdings muss man sich bei Nutzung des Twin Tuners für eine Signalart entscheiden, z.B. entweder DVB-S2 oder DVB-C. "Tuner-Mix" wie bei den Panasonic-Modellen mit Twin Tuner (DVB-C aufnehmen und parallel DVB-S2 sehen, wenn der TV in beide Netze eingespeist ist) geht bei den Samsung-TVs mit Doppeltuner derzeit nicht.

Steuerung über Gesten und Sprache - 2013 wurden diese Features erweitert und verbessert

Smart Hub - Seite "Meine TV-Programme"

App-Auswahl ab Werk. Weitere Apps kann man, wie üblich, herunterladen

Samsungs App Store

Meine Filme & Serien - Video On Demand-Services

Eigene Inhalte können auf diesem Screen einfach verwaltet werden

"Meine sozialen Netzwerke"

Samsung gibt dem F8590 umfangreiche Multimedia-Eigenschaften mit auf dem Weg zum Kunden. Das zeigt allein schon die Anzahl der wiederzugebenden Formate:

● Fotos: bmp, jpg, mpo, png
● Musik: AAC, FLAC, M4A, mpa, mp3, ogg, wma
● Video: 3GP, AVI, ASF, FLV, m2ts, mkv, mov, mp4, mpg, mts, svi, ts, tp, trp, vob, vro, webm, wmv
● Untertitel: ass, psb, smi, srt, SSA, SUB, ttxt, txt

Bei avi,. mkv und mp4-Dateien unterstützt der F8590 eingebettete Untertitel.

Natürlich ist Formatvielfal nicht alles. Auch eine einfache Bedienung ist wichtig. Aus diesem Grunde hat Samsung den Smart Hub 2013 komfortabler als früher gestaltet. Der Anwender kann über klare Symbole, die oben im Bildschirm eingeblendet sind und verschiedene Farben aufweisen, in den jeweiligen Hauptseiten des Hubs blättern. So hat man dann jeweils auf einer Seite z.B. das aktuelle Fernsehprogramm, Smart TV Applikationen, Video On Demand-Services und die Möglichkeit, angeschlossene Medien, sei es über USB oder Netzwerk, wiederzugeben. Die Smart TV Apps laden sehr schnell, und auch im Betrieb werden Befehle (entsprechend leistungsfähige Internetverbindung vorausgesetzt) schnell umgesetzt. Der F8590 ist auch Quad Core-CPU-befeuert, dies merkt man bei der Verwendung internetbasierter Dienste auch. Natürlich ist eine schnelle Internetverbindung ebenfalls Voraussetzung für flotte Reaktionen. 

 

Im Gegensatz zu LG liefert Samsung noch eine herkömmliche Fernbedienung mit, die sich optisch aber eher schlicht sowie recht klein und im Vergleich zu früheren Versionen nicht mehr so hochwertig zeigt (fehlende Beleuchtungsmöglichkeit)

Nobel wirkt die kompakte Fernbedienung mit Metall-Finish-Oberfläche, die über ein gut dimensioniertes Touchpad verfügt

Die Bedienung kann wahlweise über eine sehr übersichtliche, kompakte, aber nicht besonders hochwertige konventionelle Fernbedienung erfolgen oder über eine hochwertige, etwas breitere, aber kürzere Fernbedienung mit Touchpad in der Mitte.

Das Touchpad reagiert präzise und lässt sich nach kurzer Eingwöhnung ohne Schwierigkeiten steuern. Es gibt jeweils eigene Tasten für Lautstärke, Kanalwahl, Guide, Smart Hub, Sprachsteuerung und Quellwahl. Wer den Button "More" betätigt, bekommt eine Fernbedienungs-Grafik in der linken unteren Bildschirmecke angezeigt. Dann kann man per Touchpad-Handling rasch über ein erweitertes Spektrum an Funktionen verfügen. Es gibt für Benutzung dieser Fernbedienung mit Touchpad, für Sprach- und Gestensteuerung auch gleich eine entsprechende, mit Grafiken versehene Einführung.

Interaktionsmöglichkeiten gibt es genug, man kann sich sogar beinahe mit dem Fernseher "unterhalten". Der TV versteht nun ganze Sätze bei der Sprachsteuerung (S-Recommendation). Der TV passt sich immer mehr den Wünschen des Users an, das heißt, so häufiger nachgefragt wird nach bestimmten Empfehlungen, umso genauer wird die Auswahl. Mit jedem Mal sammelt der TV mehr Informationen zu den Sehgewohnheiten des Besitzers. Das heißt, hier haben wir eine echte Evolution, nämlich die erweiterte Fähigkeit zum Verstehen von Sprachbefehlen. Man kann den TV auch hinsichtlich der Spracherkennungsumgebung testen (Geräuschtest, Aussprache- und Lautstärketest, Echotstufentest) und wählen, ob der TV mit weiblicher oder männlicher Stimme zu einem spricht. Auch mittels Gesten lässt sich der F8590 steuern

Wer lieber sein Smartphone oder Tablet als Fernbedienung nutzen möchte: Es gibt, bezogen auf Appe-Devices, eine App fürs iPhone und eine fürs iPad und iPad mini. Für Android-Natürlich ist die entsprechende App auch für Android Devices in Google Play verfügbar. Ganz gleich, ob iPad oder iPhone, Apple iOS oder Android, der Samsung muss die Verbindung zulassen. Bestätigung mit FB, die Meldung erscheint auf dem Bildschirm des TVs. Für jedes neue Device muss der TV erneut seine Zustimmung geben.

Wir haben hier einige Screenshots zusammengestellt und beginnen mit der Smartphone-App (Apple iOS):

Smart View - Erklärung

Start der App

Übersichtliche Darstellung und einfache Nutzung elementarer Funktionen

Zehnertastatur, direkter Smart Hub-Zugriff, Menütaste

Hinweis, dass das TV-Bild auf dem Smartphone mit geringer Verzögerung ankommt

TV-Bild auf dem Smartphone, natürlich auch im Querformat verfügbar

Programm-Manager

Weiter geht es mit der iPad-App:

Fernbedienung bei Nutzung im Querformat mit zwei Funktionsfeldern nebeneinander

Simuliertes Touch-Bedienfeld

Vollständige Fernbedienung

Alles Steuerungs-Tools sind vorhanden

TV-Bild auf der App

Der F8590 offeriert also ungemein flexible Nutzungsmöglichkeiten - wie sieht es mit den Anschlüssen aus? Ohne ausreichende Verbindungsmöglichkeiten nutzt die ganze andere Flexibilität nichts, aber der Samsung gibt sich hier keine Blöße. 

Unter anderem 2 x Satellit (braucht man für Twin Tuner, beim Kabel-Tuner reicht ein Anschluss für die Nutzung des Twin Tuners), Vorbereitung fürs Smart Evolution Kit. 4 x HDMI, HDMI4 mit MHL, 3 x USB

IR Out, LAN, AV In/Component In nur mittels Adapter, ebenso RGB

Vorbereitet für zukünftige Smart Evolution Kits

Anschlussseitig ist alles vorhanden, unter anderem 3 x USB, eingebautes WLAN, Netzwerkschnittstelle, CI+ Slot, 4 x HDMI (je nach Terminal mit ARC oder auch mit MHL). Daher können wir dem Samsung-Plasma ein gutes Zeugnis ausstellen. Vermisst wird nur ein Pre-Out zum direkten Anschluss eines aktiven Subwoofers. Aufgrund der Bass-Schwäche der Lautsprechersysteme, die in Flatscreens eingebaut sind, ist dies ein echter Zusatz-Nutzen.

Testequipment
Bild

Besonders wichtig für ein sehr gutes Test-Ergebnis ist natürlich auch eine Top-Leistung hinsichtlich der gebotenen Bildqualität.  Der Samsung 51-Zöller verfügt über einen ordentlich ausgestatteten Video-EQ. Bewusst aber vermeidet Samsung einen extensiven Funktionsumfang, man möchte sich auf wirklich Sinnvolles beschränken. ISF- oder THX-Bildmodi finden sich nicht. Die Frame Interpolation arbeitet beim Plasma recht überzeugend.

Verschiedene Bildmodi, die Auswahl ist nicht enorm groß. Es gibt Dynamik, Film, Entspannen und Standard

Erweiterte Bildeinstellungen mit Weißabgleich (das hilft, wenn man den TV z.B. mittels CalMan kalibrieren möchte), RGB only-Modus

Der Farbton "Warm2" bringt realistische Farben, der "Motion Judder Canceller" hat verschiedene Modi (Standard, Glätten, Aus).  Praktisch sind die Hilfetexte, die rechts eingeblendet werden und die gerade angewählte Funktion erklären

Display Basic Check powered by

Vor der eigentlichen Prüfung der korrekten Bildeinstellungen des Samsung und der folgenden Messung mit CalMan wählen wir beim Samsung 51-Zoll Plasma ein Bild-Preset aus. Aus den vier vorgefertigten Bildfeldern fällt die Wahl schnell und klar auf „Film“ - die Farbtemperatur erscheint hier dem Ideal recht nahe. In den Einstellungen sehen wir dann auch, dass die Farbtemperatur in den Bildoptionen auf „Warm 2“ gesetzt ist, die übrigen Presets sind auch eindeutig zu kalt. Die Zwischenbildberechnung ist nicht automatisch deaktiviert. Wer darauf verzichten möchte, muss den „Motion Judder Canceller“ deaktivieren. Einstellungen zum Gamma, etc. belassen wir zunächst in den Standardeinstellungen.

Wir starten mit dem PLUGE-Testbild und werden sofort von der absolut homogenen Helligkeitsverteilung, die einen Plasma-TV auszeichnet, empfangen. Da keine externe Lichtquelle für die Hintegrundbeleuchtung notwendig ist, sondern die Plasmazellen selbst leuchten, sind keinerlei Hot Spots oder helle Bereiche zu sehen. Die Helligkeit ist mit dem Wert „45“ aber etwas zu niedrig eingestellt, hier kann man getrost bis 49 hoch gehen. Ab dem Wert 50 bzw. 51, abhängig vom Umgebungslicht, wird der Unterschwarzbalken sichtbar. Die Reverse Grey Ramps & Steps zeigen einen exzellenten Kontrastwert, ohne Clipping sind die einzelnen Schritte klar differenzierbar, allerdings sehen wir schon hier, dass keine pixelgenaue Darstellung erfolgt. Dies bestätigt sich sofort beim nächsten Testbild, das Overscan- und Schärfe betrifft. Um eine native 1080p-Darstellung zu erreichen, muss in den Einstellungen zu Bild im Punkt Bildformat die Auswahl „Bildanpassung“ getroffen werden. Die Bildschärfe ist, nicht anders kennen wir es von Samsung, in den Standardeinstellungen zu stark angezogen – obwohl der Regler nur auf dem Wert 20 von 100 steht. Bis hin zum Wert 5 ist an den Kanten des Bildes Ringing zu sehen, hier kann man getrost den Regler auch auf 0 setzen.

Recht gute Ergebnisse bei der Farbtemperatur-Messung in Abhängigkeit von der Bildhelligkeit

Gammakurve

Gammapunkt

Ausgezeichnet wird der "vorschriftsmäßige" Weißpunkt getroffen

Der Farbraum wird recht gut eingehalten

Nicht ganz überzeugende Ergebnisse bei der Helligkeit der einzelnen Farben. Gerade Rot und Blau sind deutlich zu hell

RGB Balance

Übersicht 1

Übersicht 2

Übersicht 3

Der Samsung schneidet bei den Messungen sehr solide ab. Beim Farbraum rec.709 gibt es zwar leichte Abweichungen bei Rot, Cyan und Gelb – alles liegt aber im Toleranzbereich und besonders die Primärfarben Grün und Blau sind exzellent getroffen. Auch beim Weißpunkt können sich die Ergebnisse des Samsung Plasmas sehen lassen, nur wenig abseits vom Ideal liegen die einzelnen Punkte. Bezüglich der Gamug Luminanz erkennen wir bei Rot einen kleinen Ausreißer, die Farbe ist in Relation zum Referenzweiß deutlich zu hell, davon abgesehen gibt es aber nur leichte Abweichungen. Die Gammakurve ist gut, allerdings ist das Gamma, wie nicht anders erwartet, auf 2,2 hin optimiert und bildet auch exakt diesen Durchschnittswert aus. Wer hier lieber mit 2,4 fahren möchte, muss dies im Menü anpassen. Die Farbtemperatur ist auf sehr gutem Level, vereinzelt ist sie minimal zu kalt, das ist aber vernachlässigbar. Auch die RGB Balance gefällt sehr gut, Grün ist minimal unterrepräsentiert.

Leichte aktive Shutterbrille

Flexible Bügel der Brille

Im Detail

Bei allen Qualitäten im Display Basic Check - leider sirrt der PS51F8590 im Betrieb hörbar. Wir hoffen, dass es sich bei unserem Testsample um einen Einzelfall handelt. Ebenfalls erwärmt sich das Plasma recht deutlich nach mehrstündigem Betrieb. Das kennen wir aber auch von LCD-TVs. Praktische Feststellungen am Rande: Wenn die aktive Shutterbrille mit dem TV verbunden ist, taucht die Meldung "3D-Brille ist angeschlossen" zusammen mit dem Akkustand kurz in der linken unteren Ecke des Bildschirms auf.

3D, BD, nativ, Avatar, Filmbeginn und Kapitel 6

Der PS51F8590 gehört, was die 3D-Performance angeht, derzeit zu den leistungsfähigsten Flachbildschirmen, die uns bekannt sind. Er schlägt im direkten Vergleich seinen "LED-LCD-Bruder" Samsung UE55F7090, der schon für sich betrachtet ausgezeichnet im 3D-Betrieb agiert und auch im Konkurrenzumfeld sehr gut dasteht. Das Plasma zeigt im Vergleich zum LED-LCD noch weniger Crosstalk und sichert nochmals flüssigere Bewegungen. Erstaunlich ist, dass das Plasma hinsichtlich der gebotenen, exzellenten Bildschärfe nicht hinter den LED-LCD zurückfällt. Während, wie wir später feststellen werden, bei der 2D-Wiedergabe von HD-Signalen der UE55F7090 nochmals schärfere Bilder präsentiert, ist im 3D-Einsatz nahezu kein Unterschied festzustellen. Der Plasma-Ferhseher realisiert, wie sich gleich in der Anfangssequenz zeigt, als die kurze Kamerafahrt über die Planetenoberfläche Pandoras stattfindet, eine gleichermaßen stabile wie gleichmäßig bis in hinterste Bildebenen scharfe Wiedergabe, die uns auch farblich gut gefällt. Als Jake Sully anschließend aus dem Cyroschlaf aufwacht und die Augen öffnet, werden die vor dem Gesicht tanzenden Wassertropfen enorm plastisch wiedergegeben, mit hoher Bildruhe bei der Darstellung. Das dämmrige Licht in der Schlafkabine kommt ausgezeichnet heraus, trotz dieser Lichtverhältnisse macht der F8590 jede Pore in der Gesichtshaut von Jake präzise aus.

Als dann die Schlafkabine herausfährt, erfolgt diese Ausfahrbewegung gleichmäßig und ohne störendes Ruckeln. Weder Flimmern noch Bildzittern im hochfrequenten Bildbereich stören. Das Innere des Langstreckenraumschiffs ist bis in die hinterste Bildebene scharf und exakt durchzeichnet. Die durch den luftleeren Raum gleitenden Mitglieder des Raumschiff-Personals werden mit hoher Objektplastizität wiedergegeben. Als das Raumschiff von außen gezeigt wird, offenbart der PS51F8590 weitere Stärken, denn die Außenhaut mit den großen Sonnensegeln und den außen befestigten Kurzstreckenraumschiffen kommt enorm scharf zur Geltung. Gleichzeitig findet sich aber kaum Ghosting. Nur leichte Artefakte sind erkennbar, als das Raumschiff direkt am Zuschauer auf dem Screen vorbeifliegt. Eine absolut erstklassige Leistung gelingt dem F8590 Plasma, als das Langstreckenraumschiff vor dem riesigen Planeten im Hintergrund zu sehen ist: Ein bis ins Detail runder Bewegungsablauf, kein Bildzittern, hohe Schärfe. Das ist Weltklasse.

Dass das Plasma-Panel extrem wenig rauscht und ein tolles Schwarz präsentiert, sind zusätzliche "Bonbons", die der talentierte Südkoreaner seinen stolzen Besirteren schenkt. Als dann das Kurzstreckenraumschiff aufbricht, um die Söldner zur Basis auf Pandora zu brigen, zeichnet der Samsung-TV die Flugbahn scharf nach und lässt kaum eine Einzelheit an der Hülle des Kurzstreckenraumschiffs unentdeckt. Was besodners auffällig ist: Kleine Details werden unmein sauber durchzeichnet, und weisen auch an den Ecken oder bei feinen Mustern/Strukturen keine Flimmereffekte oder Artefaktebildungen auf. Das Cockpit des Raumschiffs kommt ebenso gut zur Geltung, und bis auf minimale Unschärfen am Kontroll-Tower an der Basis auf Pandora wird der gesamte Landevorgang messerscharf und präzise wiedergegeben.

Wir springen ins 6. Kapitel, als Jake in Gestalt seines Avatars einen Ausflug mitten in die bizarre Vegatation von Pandora unternimmt. Zusammen mit seinem Team fliegt er mit einem helikopterartigem Fluggerät zum Ausgangspunkt der Erkundung zu Fuß. Während des Flugs tauchen neben dem Helikopter Flugsaurier auf, die ungemein plastisch präsentiert werden. Sie heben sich hervorragend von den hinteren Bildebenen ab und scheinen mittem im virtuellen Raum zu fliegen. Der tosende Wasserfall mit den schäumenden Wassermassen und der Mammutbaum fordern vom Bildschirm viel Detaillierungsvermögen, der Samsung befriedigt dabei auch hohe Ansprüche souverän. Als der Helikopter mitten im Dschungel Pandoras landet, zeichnet der F8590 die Flora und Fauna vielschichtig durch und schafft es, die unterschiedlichen Grün-Töne akkurat auseinander zu differenzieren. Lebendig und dynamisch erscheint so die gesamte Bild-KUlisse, die seltsamen Tiere, die von Baum zu Baum hüpfen, gibt der Samsung enorm scharf und mit stabilem Bewegungsverlauf wieder. Erfreulich sind auch Blickwinkel und die Unempfindlichkeit gegenüber Kopfbewegungen bei der 3D-Wiedergabe. Hier hat Samsung große Fortschritte gemacht. Kleine Kopfbewegungen machen nichts aus, der 3D-Effekt reißt nicht ab. Durch den erweiterten Blickwinkel können nun auch mehrere Personen 3D-Inhalte in sehr hoher Güte genießen. Farbverfälschungen und Helligkeitsverluste treten nur noch in so geringer Form auf, dass sie von den meistern Anwendern gar nicht mehr wahrgenommen werden.

2D Blu-ray

Die 2D-Blu-ray-Wiedergabe bei "Mission Impossible - The Phantom Protocol" ist überragend Das 2. Kapitel beginnt in einem dunklen Tunnel, hier zeigt sich ein ausgezeichneter Detailkontrast, der noch besser gestaffelt erscheint als bei vergleichbaren Samsung LED LCD-TVs. Auch die eher finstere Zelle stellt der Samsung in einer Qualität dar, die man nur selten sieht - die starken Abnutzungserscheinungen werden klar herausgearbeitet. Als Hunt den Stein in die Lücke im brüchigen Mauerwerk schiebt, bevor er aus der Zelle marschiert, wird das Können des Samsung-Plasmas besonders gut deutlich. Auf dem Gang werden die Schäden an den Wänden scharf und in praktisch allen Einzelheiten präsentiert. Die Hautfarbe in Ethan Hunts Gesicht ist ausgezeichnet getroffen, einzelne Poren sind sichtbar und feine Nuancen werden sehr gut betont.  Die Tattoos auf den Armen und dem Rücken verschiedener Sträflinge beweisen, dass Samsung es auch bei Plasmapanels schafft, eine erstklassige Bildschärfe zu realisieren.

Im vierten Kapitel modelliert der Plasmabildschirm den Kreml vor beinahe wolkenlosem blauen Himmel erstklassig heraus. Das Gold wird farbrein wiedergegeben, der Glanz der Sonne spiegelt sich treffend wieder. Der Innenhof des Kreml wirkt schon im 2D-Betrieb plastisch, die einzelnen Fenster und deren Umrandungen sind akkurat durchzeichnet. Der F8590 rauscht nur enorm gering, man muss schon sehr nah vor dem TV sitzen, um das Rauschen wahrzunehmen. Allerdings unterläuft dem F8590 ein kleiner Fehler, als die diensthabenden Soldaten am Zuschauer vorbei marschieren: Im Hintergrund sind schwarze Limousinen zu sehen, diese zittern für einen Wimpernschlag sichtbar. Danach funktioniert alles wieder ausgezeichnet:  Während sich Hunt und Dunn bewegen, wird im Hintergrund die Fassade des Kremls ohne Nachzieher präsentiert. Samsung konnte die 24p Stabilität bei den 2013er Modellen trotz des kleinen Fehlers definitiv weiter verbessern, und aufs Ganze gesehen sind kaum noch Micro-Ruckler und andere Unsauberkeiten zu erkennen. Sehr gut ist es im Übrigen um den Blickwinkel bestellt - auch Zuschauer, die schräg vor dem Screen sitzen, bekommen das Geschehen noch praktisch ohne Einschränkungen mit.

Der Samsung Plasma-TV widerlegt durch seine tadellose Bildhelligkeit überdies die in der Vergangenheit gültige Tatsache, dass Flachbildschirme mit Plasma-Technologie bei deutlichem externem Lichteinfall ein zu dunkles Bild produzieren. Unser PS51F8590 zeigt auch bei Tageslicht-Einfall am Aufstellungsort noch ein kontrastreiches, helles und akkurat durchstruktiertes Bild.

Wandlung 2D nach 3D

In welcher Qualität wandelt Samsungs Premium-Plasma 2D-Signale in 3D um? Wir haben bei "Fluch der Karibik" Teil 1 ab Filmbeginn getestet (Blu-ray).  Hier stellt der Samsung das aus dem Nebel auftauchende Galionsschiff sichtbar plastischer dar als im reinen 2D-Betrieb. Überdies hält sich störender Crosstalk in vertretbaren Grenzen. Vornehmlich in den hinteren Bildebenen ist er zwar auszumachen, aber bei weitem nicht so ausgeprägt, wie wir es von manchem Konkurrenten oder von älteren Geräten her kennen. Die Detaillierung, wie man anhand der Gebrauchsspuren an den Segeln, der hölzernen Reling und an der jungen Elizabeth Swann sehen kann, ist auch bei der Wandlung von 2D nach 3D ausgesprochen gut. Die Gesichter der Akteure sind fein detailliert, es kommt darüber hinaus kaum zu Farbverfälschungen oder Helligkeitsverlusten. Etwas störend sind allerdings Farbveränderungen, die selten für Sekundenbruchteile auftreten (z.B. Gesicht eines Schauspielers bekommt dann einen blässlich-grünen Einschlag). Ansonsten besticht die Wandlung durch angenehme, realistische Plastizität, die sich nicht nur aufs gesamte Bild, sondern auch auf einzelne Objekte bezieht. Als im 2. Kapitel Jack Sparrow mit seinem arg mitgenommenen Boot Kurs auf Port Royal nimmt, wirkt die Wellenbewegung des Meeres erneut sehr realistisch. Einzelheiten am abgenutzten Rumpf des Bootes sind tadellos auszumachen.

Als der Pirat kurze Zeit später die zur Warnung aufgehangenen Piraten-Skelette passiert, wird der im Schatten liegende Teil des Felsens plastisch und zugleich mit exzellentem Kontrast abgebildet. Das Schild, das der Warnung weiteren Ausdruck verleihen soll, kommt aus 3D-Sicht sehr gelungen heraus, man merkt, dass es der F8590 schafft, die einzelnen Bildebenen gelungen voneinander zu unterscheiden. Als Jack in Port Royal einläuft, kommt es nicht zu Artefakten, Flimmern und Unschärfen am Handelsschiff, das rechts im Bildschirm auftaucht. Das Bild bleibt ruhig und scharf - nur einmal, für Sekundenbruchteile, sind leichte Artefakte auf den Gesichtern der ungläubig dreinblickenden Arbeiter auf dem Schiff zu sehen. Sonst bildet der Samsung alles realistisch ab, das Holz der Schiffsplanken kommt ausgezeichnet heraus. Als der Piraten-Kapitän die Landungsbrücke betritt, wird auch hier die Oberflächenstruktur scharf und detailreich präsentiert. Das Gesicht des Hafenmeisters wird plastisch herausgearbeitet, die gesteigerte Ebenendifferenzierung merkt man auch daran, als die Silbermünzen, die auf dem Buch des Hafenmeisters liegen, eingeblendet werden. Als kurze Zeit darauf die Kamera über die Festungsanlage fährt, zittert der diensthabende Soldat auf dem Turm kaum. Einzelne Mauersteine zeigt der Samsung-TV scharf und fein durchzeichnet. Auch beim Zeremoniell auf dem Festungshof kann man sich über die gesteigterte Plastizität freuen.

Upconversion 576i auf 1.080p

Wie gut schafft der PS51F8590 die Upconversion von DVD-Material in 576i auf 1.080p? Wir haben dies, wie üblich, bei der DVD "Star Wars Episode III" überprüft und steigen gleich ab Filmbeginn ins turbulente Geschehen ein. Die Darstellung der Star Wars-typische Laufschrift in Gelb gleich zu Filmbeginn kann im Gegensatz zu der Performance, die der UE55F7090 gezeigt hat, praktisch ausnahmslos überzeugen. Motion Judder Canceller haben wir auf "Glätten" gestellt, und angefangen von der stimmigen Farbgebung über den stabilen Stand selbst in den hinteren Bildebenen weist das Ergebnis keine Schwächen auf. Minimal zittern ab und zu einzelne Lettern, ansonsten herrscht eitel Sonnenschein. Der Plasma-TV holt darüber hinaus viele Sterne aus dem tiefen, satten Schwarz des Alls heraus. Die beiden Film-Modi Auto1 und Auto2 unterscheiden sich kaum, in unseren Testreihen brachten beide Betriebsarten ein stabiles Bild zustande.

Als dann der republikanische Sternzerstörer durchs Bild fliegt, benötigt der De-Interlacer beim F8590 keine Zeit, um einzurasten. Sofort ist das Bild scharf und enorm detailreich  Die hohe Bild-Plastizität ist ebenfalls zu erwähnen. Details des im Schatten liegenden Flügels werden mit feiner Kontrast-Abstufung abgebildet. Scalingrauschen ist nur gering vertreten, hinzu kommt leichtes Panelrauschen - für ein Plasma-Panel aber wahrhaftig gering. Die Raumjäger von Anakin und Obi Wan tauchen nun auf und fliegen nahezu ohne störende Nachzieher nah über der Oberfläche des Sternzerstörers.

Als die beiden Raumjäger nach unten in die Schlacht abbiegen, offeriert der moderne Plasmafernseher ein bis in die unteren Bildebenen fein detailliert und sauber gestaffeltes Panorama mit immenser Tiefenwirkung. Die Gesichter von Obi-Wan und Anakin in ihren Raumjägern kommen farbecht und detailreich heraus. Hautfarben und auch Farbübergänge bildet der F8590 tadellos ab. Die Außenhaut der Raumjäger kommen mit einer Schärfe und Klarheit heraus, die schon fast nativem HD-Level entspricht. Weniger gut gemasterte Blu-rays bieten manchmal nicht mehr. Die verschiedenen großen und kleinen Explosionen im Verlauf der Raumschlacht sind farblich akkurat durchmodelliert und wirken authentisch. Nur sehr selten treten kleine Ruckler und minimale Bildunruhen auf.

Bei der "AVEC Professional Video Disc" haben wir die Up-Conversion von Videomaterial überprüft. Im Sinne eines sehr guten Bildeindrucks sollte man den "Motion Judder Canceller" auf "Glätten" stellen - dann steht guten Ergebnissen nichts mehr im Wege. Die schwarzen und weißen Schriften, die vor weißem, rotem und blauem Hintergrund durchlaufen, überzeugen bei allen Geschwindigkeiten durch den gleichmäßigen Lauf. Bewegungsunschärfen halten sich in Grenzen. Selbst in der größten Geschwindigkeit sind die einzelnen Buchstaben problemlos lesbar. Die Farbtrennung ist gut, die Gesamtbildschärfe Plasma-typisch nicht so hoch wie beim LCD-TV. Die verschiedenen Siemenssterne, ein großer im Bildzentrum und die vier kleinen in den Bildschirmecken, in der Farba magenta vor grünem Hintergrund werden in sehr guter, weil ruhiger und recht artefaktefreier Darstellung auf den Screen gebracht. Es sind nur sehr geringfügig Treppenstufen an den einzelnen Segmenten des großen und der kleinen Sterne zu erkennen, etwas "Ausbluten" ist sichtbar, aber keinesfalls übertrieben stark ausgeprägt. Zu loben sind die tadellose Farbtreue und der ruhige Lauf.

Der Flachbildschirm schwingt  sich auch beim schwarz umrandeten Pendel mit rot-blauem Innenleben, das in verschiedenen Geschwindigkeiten über eine schwarze Linie schwingt, zu beachtlichen Leistungen auf. Nachzieheffekte treten nur in geringem Maße auf, es sind kaum Treppenstufen an der Pendelspitze erkennbar, und das rot-blaue Innenleben wird auch bei größerer Geschwindigkeit noch akkurat durchzeichnet. Das Realtestbild, bewegt, der schwäbischen Stadt Essligen unweit von Stuttgart, kommt gut heraus. Das Flimmern der Dachziegel auf den Hausdächern und leichte Unschärfen bei den Kamerafahrten sind allerdings als kleine Nachteile anzuführen. Ansonsten aber treten kaum Schwächen auf. Die Schärfe und Detaillierung des Bildes sind tadellos, die Farbwiedergabe überzeugt, was man z.B. an den verschiedenen Grüntönen sieht. Die Kamerafahren verlaufen recht ruhig, es treten kaum Ruckler auf. Das Panel flimmert leicht, was dann, wenn das Bild recht hell ist, sichtbar wird. 

Tuner (DVB-S2/DVB-C)

Der eingebaute TV-Tuner kann überzeugen. Bei SD-Sendern ist die Upconversion auf 1.080p qualitativ recht gut gelungen. Die Bildschärfe geht absolut in Ordnung, die Farben wirken erfreulich authentisch. Der Gesamtbildkontrast ist sehr gut, die Kontrastdynamik im Detail ist auch tadellos. Es gibt allerdings ein Problem. Wenn z.B. Personen aus der Distanz gezeigt werden, sind leichte Unschärfen und Artefakte auf den Gesichtern zu erkennen. Das Bildrauschen ist relativ gering, die Bewegungswiedergabe ist ruhig und sicher. Bewegungsunschärfen treten kaum in Erscheinung. Laufschriften werden recht gut dargestellt. Das leichte Flimmern des Plasmas fällt bei hellen Bildinhalten und großen einfarbigen Flächen etwas auf. HD-Sender (öffentlich-rechtliche Sender in 720p) sehen ausgezeichnet aus. Vor allem die natürliche Farbwiedergabe erfreut. Auch die Bildschärfe trifft genau das richtige Maß, nicht überscharf, aber auch nicht zu weich gezeichnet. Details werden sauber und fast artefaktefrei dargestellt.

Ton

Ton-Menü

Verschiedene Tonprogramme

Die Klangqualität des 51 Zoll-Plasmas ist für einen Flachbildschirm überraschend gut und beiliebe nicht ausdruckssschwach wie bei älteren Modellen. Der Tonmodus "Film" ist eines von verschiedenen Klangfeldern (unter anderem noch "Standard" und "Musik" sowie "Stadion", "Klare Stimme" und "Verstärken") und liefert ein Film-gerechtes Klangbild mit sauberer Stimmwiedergabe. Wer den Tonmodus auf "Standard" setzt, kann noch verschiedene Soundeffekte anwählen. Virtual Surround für mehr Räumlichkeit kann dann aktiviert werden, ebenso die "Dialog Clarity". Mit an Bord ist ferner ein grafischer EQ mit folgenden Bändern: 100 Hz, 300 Hz, 1 kHz, 3 kHz, 10 kHz (plus Balance-Regler, den Samsung auch noch in dieses Menü gesteckt hat). Ingesamt fällt auch die Pegelfestigkeit beachtlich gut aus. Die Räumlichkeit ist ordentlich, wenn man bedenkt, dass es sich lediglich um das Soundsystem eines Flachbildschirms handelt. Selbst Musikmaterial oder der music Score eines Films kommen gut heraus und wirken akustisch nicht zu verzerrt oder zu ärmlich

Wer mehr Klanggüte möchte, ohne groß ein LS-System nebst AV-Receiver aufbauen, kann zu einer der diversen Samsung Soundbars greifen. Die Samsung AirTrack HW-F550 2.1 Soundbar mit SoundShare für 499 EUR ist eine sehr gut geeignete und prima klingende Soundbar. Die SoundShare-Funktion ermöglicht hierbei eine drahtlose Kopplung mittels Bluetooth zwischen F8590 und Soundbar, in der Praxis funktioniert dies reibungslos und zuverlässig.

Konkurrenzvergleich
  • Samsung UE55F7090: Der LED-LCD-Konkurrent aus eigenem Hause ist größer (55 zu 51 Zoll), aber nicht teurer. Dafür handelt es sich auch "nur" um einen Vertreter der 7er LED-LCD-Serie und nicht der 8er LED-LCD-Serie. Im direkten Vergleich schlägt das Plasma den LED-LCD, was die Bildgüte anbetrifft: Mehr 24p-Stabilität, noch flüssigere 3D-Wiedergabe, weniger Artefakte im Bild, der TV-Tuner ist bei SD-Sendern besser, die Farben wirken echter und der Schwarzwert ist sichtbar satter sowie tiefer. Man wird dies bei Samsung mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen: "Zugpferd" sind die LED-LCDs, die gern auch in der Presse und Öffentlichkeit hoch- und runtergelobt werden. Wir wagen allerdings zu bezweifeln, dass sich diejenigen, die "Feuer und Flamme" für die LED-LCDs von Samsung sind, ein Premium-Plasma wie das PS51F8590 genau angeschaut haben. Als "Apostel des geringen Energieverbrauchs" wird dann vielleicht auch der Satz kommen, dass Plasmas mit schlechterer Energie-Effizienzklasse ohnehin auf den Friedhof der Flachbildschirme gehören und keine Zukunft haben. Solche halbgaren Aussagen müssen wir aber kommentieren. Wenn wattstarker Fön und Staubsauger mit 1.800 Watt Saugleistung beinahe täglich ausgiebig betrieben werden und die Kühl-/Gefrierkombi seit der Wende 1989 im Dienst ist,  im gleichen Haushalt aber ein Plasma als Energiefresser verachtet wird, kann man eigentlich nur müde lächeln. Man muss immer die Relationen betrachten - sicherlich steht fest, dass die Plasmatechnik mittelfristig dank OLED obsolet wird, aber noch ist es nicht so weit und nicht alles, das vom Markt verschwindet, muss schlecht sein. Im Falle des PS51F8590 ist es sogar extrem gut - zu einem zugegeben hohen Preis bietet Samsung auch ein edles, ausgesprochen bildstarkes und modernes Gerät an.
  • Panasonic TX-P55VT50: Das Panasonic Plasma entstammt noch der 2012er Generation und ist nach wie vor extrem bildstark. Die 24p Stabiltät ist vorbildlich und nochmals höher als beim Samsung. Auch der interne Tuner liefert bei SD- und HD-Material noch bessere Bilder. Bei der Rauscharmut  des Panels und der Gesamtbildschärfe im 2D/3D Blu-ray-Betrieb setzt aber das Samsung-Plasma die Akzente. Auch die Verarbeitung des Samsung PS51F8590 wirkt noch edler. Beim Bedienkonzept hält sich Panasonic 2012 an Klassisches und liefert eine erstklassige Fernbedienung mit. Samsung hat eine einfache konventionelle und eine hochwertige Touchpad-FB im Angebot.
  • Philips 46PFL9707: Der Philips ist sehr teuer und bringt dafür nur eine kleine Bilddiagonale mit. Im gegenzug verwöhnt er immer noch mit einem überragenden Bild, das eine ausgezeichnete 2D- und eine praktisch flimmerfreie 3D-Wiedergabe beinhaltet. Im Inneren des Philips arbeitet feinste Technik, die nach wie vor aktuell ist. Mit noch satterem Schwarz und noch stabilerem Bildstand sowie dem modernen Bedienkonzept wirft das Samsung-Plasma aber auch eine Menge in die Waagschale.
Fazit

Der Samsung PS51F8590SL liefert eine rundherum erstklassige Leistung im Testbetrieb ab und kann sich ganz weit oben im Konkurrenzumfeld platzieren. Zwar ist der Kaufpreis recht hoch, fürs investierte Geld bekommt der Käufer aber auch jede Menge geboten. Das fängt schon bei der edlen Verarbeitung und Materialanmutung an und hört bei der exzellenten Bildgüte noch nicht auf: Selbst der Klang ist richtig gut, und die noble Touchpad-Fernbedienung ist ein wirklich feines Teil, das einem schon nach kurzer Eingewöhnungszeit "ans Herz" wächst. Mit seiner visuellen Leistungsstärke schlägt der PS51F8590 auch Konkurrenz aus eigenem  Hause und beweist mit Nachdruck, dass Plasmas vollkommen zu Unrecht etwas "stiefmütterlich" behandelt werden. Gerade für Anwender mit hohem visuellen Anspruch ist der PS51F8590 das bessere Gerät. Das Sirren, das wir während des Betriebs bei unserem Testgerät zu dominant hörten, ist hoffentlich ein Einzelfall, ein anderes, von uns kurz in Augenschein genommenes Gerät des selben Typs verhielt sich im Betrieb ruhig.

Der bessere Samsung: Der PS51F8590 steht nicht nur im Konkurrenzumfeld blendend da, sondern schlägt auch die LED-LCD-Toplinien aus dem eigenen Hause mit seiner erstklassigen visuellen Performance

Flachbildschirme 50/51 Zoll Oberklasse
Test 08. August 2013

+ Hochmoderne Multimedia-Features und tolle App für Smartphone und Tablet
+ Sehr gute Ergebnisse im Display Basic Check
+ Natürlich scharfes und sehr detailreiches Bild bei HD-Quellen und in 3D
+ TwinTuner
+ Ausgezeichnete 2D/3D-Wandlung
+ Überraschend guter Klang
+ 4-Kern CPU mit hoher Arbeitsgeschwindigkeit in allen Betriebssituationen
+ Flexibles Bedienkonzept
+ Noble Optik und hohe Materialgüte

- Hörbares Sirren bei unserem Testgerät
- Recht kostspielig

Test: Carsten Rampacher
Display Basic Check: Philipp Kind
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 09. August 2013

  ZURÜCK
Copyright © AREA DVD