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LG will Smart-TVs mit Firmware-Update das Schnüffeln abgewöhnen (Update)

LG hat auf Vorwürfe reagiert, wonach einzelne Smart-TVs Daten über das Nutzerverhalten selbst dann an externe Server übertragen, wenn dies in den Benutzereinstellungen des Fernsehers deaktiviert wurde. Laut den Untersuchungen eines britischen Bloggers soll dessen LG-Fernseher sowohl Informationen beim Umschalten zwischen Programmen über die Sender-Namen und auch Dateinamen von über die USB-Schnittstelle abgespielten Multimedia-Dateien über das Internet übertragen haben.

LG will jetzt für betroffene Fernseher ein Firmware-Update anbieten, welches diese Datenübertragungen korrekt deaktiviert, sofern dies in den Benutzereinstellungen des Fernsehers eingestellt wird.

Laut Angaben von LG sollen die Informationen über die Sender-Sehgewohnheiten dazu gedient haben, den Nutzern Programmempfehlungen und interessenbezogene Werbeinhalte anbieten zu können.

Bei der Übertragung der Dateinamen soll es sich um ein in Entwicklung befindliches Verfahren gehandelt haben, um Zusatzinformationen zu den Multimedia-Dateien anbieten zu können. Diese Funktion ist jedoch laut LG niemals fertig gestellt worden und es sollen auch keine personenbezogenen Daten erfasst oder aufbewahrt worden sein. Dies stimmt mit den Angaben des britischen Bloggers durchaus überein, der geschrieben hatte, dass diese Daten vom Fernseher an eine nicht existierende Adresse gesendet und die Übertragung mit einer entsprechenden Fehlermeldung quittiert wurde.

Welche LG-Modelle konkret in Deutschland betroffen sind und ein Firmware-Update erhalten werden, ist noch nicht bekannt.

Update: Wie heise online berichtet, hat LG jetzt damit begonnen, die versprochene aktualisierte Firmware auszuliefern, die die Datenübertragung deaktivert. Für die LA und LN-Serien von LG wird jetzt das entsprechende Update auf die Version 04.20.29 angeboten. Allerdings soll es nach dem Update teilweise Störungen bei der Nutzung von Watchever geben.

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