XXL-TEST: Technics TWS-In-Ears EAH-AZ100E - das klangstarke Meisterwerk zum 60-jährigen Firmenjubiläum

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Geräuschunterdrückung

Die automatische Umgebungsgeräuschregelung spricht sensibel an und greift passend ein. Alternativ kann man auch selbst die Intensität sehr präzise einstellen, mit der die Umgebungsgeräusche wahrgenommen werden sollen. Es handelt sich dann um eine fixe Einstellung. Möchte man keine Umgebungsgeräusche durchlassen, agiert die aktive Geräuschunterdrückung äußerst effektiv und ermöglicht ein ruhiges Hören, auch wenn es draußen turbulent zugeht. 

Freisprechen

Nicht ganz perfekt, zumindest bei unserem Sample, agiert die Freisprecheinrichtung, trotz allem gebotenen High-Tech inklusive Voice Focus AI. Diese Funktion haben wir natürlich aktiviert und die Geräusche in der Umgebung desjenigen, der mit der Freisprecheinrichtung des EAH-AZ100 telefoniert, unterdrückt, ebenso aktivierten wir die Funktion, die dafür zuständig ist, die Geräusche beim Gesprächsteilnehmer zu unterdrücken. Problem war nicht die Verständlichkeit und die Klarheit der Stimme des Gesprächsteilnehmers, sondern Problem war eher, dass der Gesprächsteilnehmer die Stimme desjenigen, der mit dem EAH-AZ100E telefoniert, mit etwas zu viel Hall empfangen hat. Mit aktivierter Voice Focus AI-Funktion wurde das Ergebnis zwar besser, aber noch nicht optimal. Wie gesagt - alles keine Katastrophe, aber das kann Technics noch besser. 

Klang Musik, Dolby Atmos, Dolby Head Tracking und Raumklang aktiv, DSP aus

In Dolby Atmos von Apple Music lauschen wir dem legendären "Imperial March" von John Williams, gespielt von den Wiener Philharmonikern. Hier fehlt es uns etwas an maximalem Pegel, was aber sowohl mit dem Quellmaterial als auch mit den EU-Sicherheitsbestimmungen zur maximalen Lautstärke von Kopfhörern zu tun hat. Enorm gut gefällt uns das dreidimensionale räumliche Gefühl, das vermittelt wird. Nie wirkt es überzogen, sondern immer echt. Die einzelnen Instrumentengruppen innerhalb des großen Orchesters sind ausgezeichnet auseinander zu halten. Das wuchtige Fundament ist gerade bei diesem imposanten Titel wichtig. Der Bass ist nachdrücklich und straff, aber auch die mittleren sowie hohen Frequenzen werden lebendig präsentiert. 

Um die maximal mögliche räumliche Präsenz wahrnehmen zu können, haben wir in Dolby Atmos (Apple Music) "Constellation Dust" von Allness & Lightwerx Collective angehört. Hier, wie wir es schon vom ersten Stück her kennen, beeindruckt uns das enorm füllige Fundament. Aber auch, wie räumlich dicht sich die zahlreichen Audio-Effekte im Ohr des Trägers entfalten, verdient höchsten Respekt. Das Vielschichtige dieses Tracks arbeiten die EAH-AZ100 exzellent heraus und lassen den Zuhörer dadurch tief ins klangliche Geschehen eintauchen. 

Aus der "Westside Story" hören wir "Somewhere" und sind ein weiteres Mal von der räumlích intensiven Präsentation des Technics TWS angetan. Die Stimme scheinen in einem klar definierten virtuellen Raum zu schweben, man nimmt sie als den Raum füllend, aber nie drückend wahr. Die Instrumente gruppieren sich passend rund um die vokale Präsenz. Die gesamte akustische Auslegung ist sehr feingliedrig, sehr harmonisch. Zugleich aber ist das Auflösungsvermögen über den gesamten Frequenzbereich exzellent. 

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Und nochmals ein Star Wars Thema in Dolby Atmos, diesmal von TIDAL - "The Rise Of Skywalker"von John Williams steht an. Sehr facettenreich wird der Titel wiedergegeben, und ein weiteres Mal fällt uns besonders auf, was der EAH-AZ100E für eine enorme räumliche Tiefe offeriert. Trotzdem wird jedes einzelne Instrument mit der richtigen Gewichtung fokussiert und bleibt auch im detail präzise. Dieser leicht verwaschene Eindruck, den man früher manchmal gern von räumlich durchaus beeindruckenden Stücken hatte, fehlt hier komplett. Der gesamte Aufbau gelingt dem Technics-TWS zudem stets mit hervorragender Impulstreue. 

By Now, Armin Van Buuren, D.O.D. Laura Welsh: Bei diesem Dolby Atmos-Titel von TIDAL nehmen wir gleich zu Beginn eine sehr glaubwürdige Räumlichkeit wahr, und schon in der neutralen Einstellung ohne Verwendung eines dedizierten DSP-Modus freuen wir uns über einen substanzreichen Bass, der aber nie durch zu große Dominanz störend in Erscheinung tritt. Die Vocals kommen sauber heraus, nicht zu dumpf oder zu hallig. Die Dolby Head Tracking-Funktion arbeitet tadellos, und auch bei Kopfbewegungen hat man stets einn authentisches sowie homogenes immersives Klanggefühl.

All My Life, Tiesto & Fast Boy: Und noch ein flotter Dance-Titel in Dolby Atmos, wiederum von TIDAL: Hier fällt  uns auf, wie gut die verschiedenen musikalischen Ebenen aus räumlicher Sicht differenziert werden. Gerade die räumliche Tiefe ist schlichtweg verblüffend. Klar, plastisch und ausgewogen: Der Sound des EAH-AZ100E "macht an". Dynamische Differenzen kommen umgehend heraus und werden glaubwürdig dargestellt. Der Hochtonbereich entpuppt sich als sehr angenehm, trotzdem nicht zu gedämpft. Der straffe, kraftvolle Bass rundet die Akustik wirkungsvoll ab. 

Jetzt widmen wir uns noch drei Dolby Atmos-Titeln von Amazon Music und beginnen hier mit "Time" (2023er Remaster) von Pink Floyd. Die zahlreichen Effekte aus dem Reich der Uhren im Intro werden mit einer unglaublich umfassenden Räumlichkeit dargestellt, zugleich nimmt man jeden Effekt genau dort wahr, wo er sich aufhalten sollte. Als dann der eigentliche Titel beginnt, freuen wir uns auch hier wieder über den untadeligen Nachdruck, der dafür sorgt, dass beim Hören ein enormer Erlebnisfaktor entsteht. Die vokalen Elemente, obwohl der Track eigentlich alt ist, sind mit deutlich besserer Qualität wahrnehmbar, was auch am offensichtlich gelungenen Remaster liegt.

Massiv geht es bei "Believe" (Imagine Dragons) gleich schon zu Beginn los. Der Bass ist präzise und hat den nötigen Nachdruck. Die Stimme setzt sich trotz den kraftvollen tiefen Frequenzen in den Fokus. Das Gefühl dichter, mehrschichtiger Räumlichkeit ist bei diesem Titel aber nicht so groß wie bei anderen Stücken, die wir mit dem EAH-AZ100E gehört haben. Das Ergebnis klingt gut, echte Immersivität will sich aber nicht einstellen. Dies schreiben wir aber eher dem Quellmaterial und weniger den Technics TWS zu, 

"No Time To Die" (Billie Eilish) hingegen begeistert durch die dynamische Beweglichkeit, trotz des subtilen, gefühlvollen Anfangs, gleich von der ersten Sekunde an. Auch, wenn gar nicht so viel passiert, ist der räumliche Eindruck ausgeprägt. Jedes einzelne akustische Elemente findet seine exakte Position im virtuellen akustischen Raum, und Billies Stimme hat viel Charisma und wird mit stets exakt nachvollziehbaren Konturen dargeboten. Auch vokale Einzelheiten entgehen unserem Testkandidaten nicht - und das beeindruckt: Zum einen dieser Hang zur ausgezeichneten Detaillierung, zum anderen diese einhüllende Räumlichkeit. 

Konkurrenzvergleich

Dolby Atmos Music Airpods Pro 2 Complete 1

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Appie AirPods Pro 2: Die AirPods Pro 2 sind in die Jahre gekommen - das merkt man allerdings erst, wenn man die EAH-AZ100E dagegen hört. Mehr akustische Details, noch mehr räumliche Tiefe, noch mehr Ausgewogenheit und dazu eine deutlich bessere Akkulaufzeit. Der Funktionsumfang der Technics TWS ist riesig und kaum noch zu toppen. Preislich sind die AirPods Pro deutlich nach unten gegangen und somit günstiger als die brandneue Technics-Alternative.  

Montblanc Mtb03 Komplett 1

Montblanc MTB03: Die edlen Montblanc-TWS sind mit 400 EUR nochmals teurer. Sie punkten mit einer wirkungsvollen Anpassung ans Ohr des Trägers und mit einem unglaublich reifen, kompletten Klang. Geht es um die pure Akustik, lassen sich die Montblanc TWS nichts vormachen. Auch die Verarbeitung ist überragend und nicht zu schlagen. was die Ausstattung und die Effizienz der aktiven Geräuschunterdrückung sowie der Umgebungsgeräuschkontrolle angeht, kann der EAH-AZ100E vorbeiziehen. 

Fazit

Technics Eah Az100e Komplett 2

Der Technics EAH-AZ100E markiert zweifelsfrei die aktuelle Spitze beim Bau bezahlbarer TWS In-Ears. Klar, 300 EUR sind schon ein Wort, aber der Preis der Technics-TWS, das prognostizieren wir,  einige Monate nach der Markteinführung auch etwas nach unten gehen. Schon jetzt ist der gebotene Gegenwert allerdings exzellent. Die sauber verarbeiteten Earbuds und das elegante Case weisen eine tadellose Akkulaufzeit auf, die Earbuds sitzen äußerst bequem im Ohr, wenn man aus der stimmigen Auswahl das richtige Ohrpassstück gefunden hat. Die Umgebungsgeräuschkontrolle und die aktive Geräuschunterdrückung funktionieren ebenfalls ausgezeichnet. Genial ist die Raumklangfunktion, die den Sound nicht verfälscht, zugleich aber eine unglaubliche räumliche Weite und vor allem räumliche Tiefe ermöglicht. Damit ist der EAH-AZ100 schlichtweg perfekt für die immer beliebter werdenden Dolby Atmos-Inhalte. Die zum Device gehörende App bietet einen riesigen, zum größten Teil jedoch absolut sinnvollen Funktionsumfang. Die Freisprecheinrichtung ist gut, trotz der ganzen Hightech-Funktionen aber nicht perfekt. Dieser minimale Makel ändert aber nichts daran, dass der Technics EAH-AZ100E einer der besten TWS IN-Ear-Kopfhörer ist, die wir bislang testen konnten. 

Das Technikwunder mit Premium-Klang: Der EAH-AZ100E beeindruckt im Test mit Vollausstattung und Innovationskraft
Preisklassenreferenz Neu
TWS In-Ears Oberklasse
Test 08. Januar 2025

 

Test und Fotos: Carsten Rampacher
Datum: 08. Januar 2025

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