XXL-TEST: Samsung 2021er Neo QLED TV 4K-Topmodell QN95A - superbes Bild dank Spitzentechnologie?

Zum Preis von 2.999 Euro kommt das neue Samsung 2021er Neo QLED 4K-Topmodell GQ65QN95A nun in den Handel. Für deutsche Kunden ist das Kürzel "GQ" (German QLED) zu Beginn der Produktbezeichnung wichtig, denn dann handelt es sich um ein Samsung "Made For Germany" Modell, und wer das kauft, bekommt zahlreiche Vergünstigungen. Wer ein Modell mit dieser Kennzeichnung erworben hat, profitiert von einem temporär kostenfreien Zugang zu verschiedenen kostenpflichtigen Content-Dienstleistern. 

Alternativ gibt es den QN95A noch in weiteren Display-Diagonalen: 55 Zoll kommen auf 2.199 Euro, der 75-Zöller liegt bei 4.299 Euro und für den 85-Zöller verlangen die Südkoreaner 5.899 Euro. Nur zur Information: Die günstigere Q800T-8K-Serie des vergangenen Jahres in ebenfalls großen 82 Zoll liegt derzeit bei rund 3.800 EUR, ein interessanter Vergleich. Aber zurück zu unserem 2021er Testkandidaten. 

Wenden wir uns hier den Haupteigenschaften und den besonderen Eigenschaften zu. Anschließend werden wir uns noch ausführlich der Ausstattung widmen. Der QN95A ist mit der neuen Quantum Matrix Technologie Pro mit dem Neo Quantum Prozessor 4K ausgestattet. Der Standard "Quantum HDR2000" deutet auch die maximale Helligkeit des 65-Zöllers von 2.000 Nits an. Das 8K-Topmodell QN900A in 65 Zoll erzielt mit 3.000 Nits noch mehr maximale Helligkeit. Für exzellenten Detailkontrast und ein fesselndes HDR-Bild sorgt Ultimate UHD Dimming Pro mit extrem präzisem Dimming des Full Array Backlights. Kurz müssen wir ins Thema HDR einsteigen. HDR10, HDR10+, HDR10+ Adaptive (bezieht den Lichtsensor mit ein, um stets das optimale HDR-Bild in Abhängigkeit der Helligkeit im Raum zu generieren) und HLG werden unterstützt.

Leider fehlt Dolby Vision auch 2021. Der eigentlich größte Nachteil unserer Meinung nach - sonst liefert Samsung ein pralles Ausstattungs-Paket. So auch eine Antireflexbeschichtung (Ultra Black) für sattes Schwarz ohne die störenden Reflexionen, die bei einem Glossy Panel auftreten. Der QN95A ist kompatibel zu FreeSync Premium Pro und verfügt über eine Slim One Connect Box, an der sämtliche Anschlüsse zu finden sind. Nur ein Kabel, inklusive der Stromversorgung, geht von der Box zum Display. Optisch sticht das "NeoSlim" Design ins Auge, es ist praktisch kein sichtbarer Rahmen mehr vorhanden und die Bautiefe fällt äuperst gering aus. Die Umwelt schon die Premium Solar Smart Remote. Diese lädt sich mit Sonnenlicht und mit künstlichem Licht auf. Alternativ kann sie auch per USB geladen werden. 

Object Tracking Sound (OTS+) Plus ist noch dabei. Die OTS Tracking Sound Pro-Variante bleibt der 8K-Top-Serie QN900A vorbehalten. OTS Tracking Plus stellt sicher, dass die auf dem Bildschirm gezeigten Objekte auch akustisch mit sauberer Ortung und sehr gutem Raumgefühl dargestellt werden. In Verbindung mit einer kompatiblen Samsung Soundbar ist Q Symphony sehr interessant. Hier arbeiten das Soundsystem des TVs und das der Soundbar nahtlos zusammen, für ein besonders intensives Klangerlebnis. Das Feature kam schon 2020, steht aber 2021, weiter optimiert, im Fokus. Der Adaptive Voice Amplifier sorgt für eine stets ausgezeichnete Stimmwiedergabe, und Adaptive Sound+ passt den Klang immer ans aktuelle Quellmaterial an. 

Steuerbar ist der TV, wie viele Samsung Devices, mit der Smart Things App. Zudem kann man ihn wahlweise per Bixby (Samsungs eigener Sprachassistent), Google Assistant oder Amazon Alexa per Sprache steuern. Zur perfekten Einpassung in die Wohnlandschaft ist auch der QN95A wieder mit dem Ambient Mode+ ausgestattet, inklusive Ambient Mode Helligkeitssensor und Ambient Mode Farbsensor. Instant On erhöht zwar den Stromverbrauch, sorgt dafür aber für schnelles Einschalten. Im Standard-Dynamikumfang und im hohen Dynamikumfang entspricht der QN95A der Energie-Effizienzklasse G. 

Kommen wir nun zu einzelnen Erläuterungen der Technik & Ausstattung. 

Quantum Mini LED

Die Quantum Mini LED ist um ein Vielfaches kleiner als eine herkömmliche LED und bis zu 40-mal flacher.. Anstelle einer Linse zur Lichtstreuung und eines Gehäuses ist die Quantum Mini LED lediglich mit einer hauchdünnen Mikroschicht überzogen. Die Quantum Matrix-Technologie stellt eine feine und präzise Steuerung der dicht aneinander liegenden LEDs sicher, wodurch störende Überstrahleffekte verhindert werden können. Dies ermöglicht zum einen präzise HDR-Bilder mit dunklen Tiefen nahezu ohne Blooming. Zum anderen tragen die winzigen LEDs auch zu einem schlanken Design bei, das im Falle der Neo QLED Modelle bei gerade einmal 15 Millimetern Tiefe liegt.

Neo QLED Technologie

Neo QLED bietet eine Luminanzskala von 12 Bit mit 4096 Schritten. Das hat zur Folge, dass dunkle Bereiche äußerst dunkel und helle Bereiche enorm hell dargestellt werden können. Speziell für die Wiedergabe von HDR-Inhalten ist das sehr wichtig. Weiterhin stellt der neue Neo Quantum Prozessor sicher, dass die hervorragende Leistungsfähigkeit des Panels auch voll genutzt werden kann. Besonders das Upscaling wurde weiter verbessert, obwohl es schon bei den 2020er und selbst bei den 2019er Modellen extrem gut war. Durch den Einsatz von bis zu 16 verschiedenen neuronalen Netzwerkmodellen, die jeweils mithilfe von AI-Upscaling- und Deep-Learning-Technologien trainiert wurden, kann der Neo Quantum-4K Prozessor die Bildqualität unterschiedlicher Inhalte in erstklassiger Form auf eine Auflösung von 4K anpassen.

Gaming und HDMI 2.1-Features

Der Ultrawide Gameview erlaubt es Gamern, nicht nur im 21:9-Format, sondern auch im extra breiten 32:9-Format zu spielen. Das breite Sichtfeld kann insbesondere aus der First-Person- Perspektive für eine gute Übersicht sorgen. Darüber hinaus passt FreeSync Premium Pro die Bildwiederholrate des TVs an die variablen Framerates der Konsole an und minimiert so das Bildruckeln. Weiterhin gibt es den Automatic Low Latency Mode (ALLM), Game Motion Plus für eine hervorragende Bewegungswiedergabe, Surround-Sound speziell für Games optimiert, den Dynamic Black EQ für tiefstes Schwarz und höchste Dynamik im Bild, und die HGiG-Kompatibilität. Unterstützt wird zudem AMD Free Sync Premium Pro. Die Latenz liegt laut Samsung bei 5,8 ms. Der QN95A bringt gleich vier HDMI 2.1 Slots mit - nur die drei Baureihen QN900A, QN800A und QN95A aus dem 2021er Portfolio haben vier HDMI 2.1 Slots. Unterstützt werden: 4K@120Hz (High Frame Rate), 2K@120 Hz, Variable Refresh Rate (VRR), den schon erwähnten ALLM und HDMI eARC. Wird z.B. eine Soundbar, die Dolby Atmos unterstützt, mit nur einem HDMI-Kabel mit dem TV verbunden, werden dank eARC auch Atmos-Signale, z.B. von einer Netflix-Serie, weiter geleitet. 

PC on TV

Mittels der Funktion PC on TV ist es möglich, einen kompatiblen PC mit dem Samsung TV verbinden und mit angeschlossener Maus und Tastatur über den großen Bildschirm zu arbeiten. Dabei können Anwender den TV entweder als Bildschirmerweiterung nutzen oder per Fernzugriff (Remote Connection4) direkt am TV auf MS Office 365 zugreifen, Dokumente erstellen und diese bearbeiten.

VDE-Zertifikat

Die 2021er Neo QLED-TVs bringen das "Eye Care"-Zertifikat des Verband Deutscher Elektrotechniker (VDE) mit. Das bedeutet: Alle Samsung TVs, die die anspruchsvolle Testprozedur durchliefen, erhielten das Zertifikat. Dieses besagt, dass  u.a. ein sicheres (bzgl. dem Blaulichtanteil sowie UV- und IR-Bestandteile) und angenehmes (Melatonin-Unterdrückung) Sehen sowie eine ruckelfreie, farbauthentische und gleichmäßige Wiedergabe garantiert wird.

TV-Empfang / Tuner

Der QN95A besitzt einen Doppeltuner (2 x DVB-C/DVB-T2/DVB-S2) sowie natürlich HbbTV. Auch HD+ ist integriert (für 6 Monate sogar gratis dabei. Alle Tuneranschlüsse befinden sich an der Slim One Connect Box.

Der Sendersuchlauf, in unserem Fall mit einem DVB-S2 Satellitensignal, ist binnen Sekunden abgeschlossen. Im Anschluss kann direkt die 6-monatige HD+ Testphase begonnen werden, die man als Käufer des Samsung TVs "Made for Germany" u.a. erhält. Wir halten uns bei den Bildeinstellungen an die grundlegenden Parameter des Filmmaker Modes mit deaktivierter Kontrastverbesserung, Bildschärfe-Einstellungen, dem Farbton Warm2 und Lokales Dimming auf "Standard". Der Samsung QN95A realisiert so ein angenehmes, gleichzeitig sehr detailscharfes und stabiles Bild. Schriften werden scharf abgebildet und auch bei schnelleren Bewegungen im Bild wirkt das Bild sauber und authentisch. Scalingrauschen ist nur in geringfügigem Maße ausgeprägt und zeigt sich dann auch nur an klaren Kanten und Übergängen von verschiedenen Tiefenebenen. Die Farbgebung wirkt natürlich, auch Hauttöne werden ohne erkennbare Verfärbungen angezeigt.


Menü - Senderempfang

Den Tuner begutachten wir bei Tageslicht, darüber hinaus haben wir den QN95A neben einem großen Fenster platziert, um möglichst schwierige Umgebungsparameter zu simulieren. Während hier andere TVs in der Redaktion eindeutige Spiegelungen zeigen, blendet der QN95A das Fenster nahezu vollständig aus. Direkte Sonneneinstrahlung haben wir aufgrund eines bewölkten Tages zwar nicht, dennoch ist eindeutig nachvollziehbar, wie effektiv die Anti-Reflexionsschicht des Samsung TVs arbeitet. Einschränkungen muss man hier quasi keine hinnehmen. Nicht nur, dass es keine störenden Spiegelungen gibt, das Bild wirkt auch weiterhin sehr hell und kontrastdynamisch - hier kann das Neo QLED-Modell seine Vorteile voll ausspielen. 

Mit aktivierten Bewegungsschärfe-Einstellungen lässt sich das Bild hier nochmals glatter ziehen und, aufgrund der höheren Bewegungsschärfe, wirkt es sowohl im Kanten- als auch Detailbereich nochmals klarer. Wir können während der aktuell gezeigten Inhalte, die kaum schnelle Schnitte und Kameraschwenks enthalten, auch keine störenden Artefakte erkennen. Selbst wer im Filmbetrieb also nicht auf den cleanen Look steht, der häufig mit Frame-Interpolation einhergeht, kann hier darauf setzen. Visuell gibt es hier kaum etwas zu kritisieren, die Umschaltzeit von 3-4 Sekunden bietet noch Verbesserungspotential.

Komplette Anschlussbestückung und Abmessungen

Slim One Connect Box von hinten

Seitlich ist der Stromanschluss

Hier die Übersicht über alle Verbindungsmöglichkeiten: Vorhanden sind 4 x HDMI 2.1, 3 x USB, 1 x optischer Digitalausgang, 3 x Antenneneingänge, ein LAN-Anschluss, 1 x CI+ Slot sowie WLAN (WiFi5) und Bluetooth 4.2. Der QN95T misst ohe Fuß 1.446 x 829,3 x 25,9 mm (B x H x T), mit Fuß sind es 1.446,3 x 891,4 x 285,4 mm (B x H x T). Der TV wiegt ohne Fuss 23,3 kg, mit Fuss sind es deutlich mehr Kilos: 30,3 kg stehen dann auf der Waage. 

Verarbeitung

Extrem dünner Rahmen

Schlicht gestalteter Standfuß

Äußerst solider Standfuß, hier von hinten aus betrachtet

Die Rückseite besteht zwar aus Kunststoff, das Material sieht aber recht attraktiv aus

Die Verarbeitung erweist sich als rundum solide, der massive Metall-Standfuß (bekannt von 2020er QLED-Modellen) ist die ideale Ergänzung. Zu loben ist das überall gleichmäßige Spaltmaß  und die sauberen Passungen an Rahmen und Rückseite. Wir notieren einen eleganten, schmaler Rahmen aus Metall, und die gute, aber nicht 100% perfekte Einpassung des Panels. Minimal ist das Spaltmaß an der linken Seite größer als an der rechten Seite (nur bei sehr genauem Hinsehen feststellbar, fällt in der Praxis bereits aus geringer Entfernung nicht mehr auf). Insgesamt besticht der QN95A mit einem sehr edlen Design mit klarem Fokus auf das Display, der schmale Rahmen verschwindet nahezu komplett bei praxisgerechter Entfernung zum Sitzabstand. Übrigens: Ist der TV  am Standfuss montiert, präsentiert er sich ganz leicht nach hinten geneigt. Die Rückseite des QN95A besteht aus Kunststoff mit strukturierter Oberfläche, das Ganze geht optisch und haptisch völlig in Ordnung. Auf der Rückseite ist nur der Anschluss für die One Connect Box sichtbar.

Slim One Connect Box: Flacher, aber tiefer als der Vorgänger. Uns gefällt die neue Optik besser

Das Verbindungskabel, das zur Slime One Connect Box führt

Dickeres Verbindungskabel

Die neue Slim One Connect Box ist deutlich flacher als der Vorgänger, allerdings mit deutlich erhöhter Gehäusetiefe; Abmesungen: 33 x 4 x 30 cm (BxHxT). Das 2021er Verbindungskabel zwischen TV und One Connect Box weist einen erkennbar größeren Querschnitt gegenüber dem vorherigen One Invisible Cable auf, das Kabel ist insgesamt auch geringfügig weniger flexibel. Im Gegensatz zu den 8K-Modellen QN900A und QN800A ist beim QN95A keine Anbringung der Slim One Connect Box am TV-Standfuß vorgesehen.

Bedienung

Hier starten wir wie gewohnt mit der ersten Einrichtung des QN95A. Diese kann wahlweise per Smartphone oder mittels der im Lieferumfang enthaltenen Fernbedienung erfolgen. Um den TV richtig einsetzen zu können, ist, auch das ist heute üblich, eine Verbindung zum Internet erforderlich. Der Samsung kann wahlweise kabelbasiert oder drahtlos ins Netzwerk eingebunden werden.

Natürlich bringt der Samsung TV einen Einrichtungsassistenten mit

WLAN-Verbindung herstellen

Verknüpfung mit dem Samsung-Konto

Gespeicherte Daten von früheren Samsung TVs einfach übernehmen (Samsung-Konto erforderlich)

Sprachsteuerung möglich

Einrichtungsassistent beendet

Wenden wir uns nach erfolgter Ersteinrichtung dem täglichen Umgang mit dem Samsung Smart Hub 2021 zu, der stark in die letztjährige Variante erinnert. Das ist kein Fehler, schließlich war der Bedienkomfort auch bei den 2020er Modellen tadellos. Bei Samsung hat man bezüglich der VoD-Apps viel Auswahl, unter anderem Apple TV, Sky Ticket, Disney+, DAZN (Sport-Hub), Rakuten TV, Netflix und Amazon Prime Video.

Samsung Smart Hub 2021. Menüpunkt "Apple TV", oben die Thumbnails

Rakuten TV

DAZN

Quellenwahl

Der Samsung Smart Hub wird als Leiste im unteren Bereich des Displays eingeblendet, darüber werden z.B. Thumbnails der VoD-Dienste oder sonstiger Apps angezeigt; auch Schnelleinstellungen sind vorhanden, das eigentliche Einstellungsmenü ist übersichtlich und gut strukturiert.

Übersichtliches Bildmenü, fast alle Justagemöglichkeiten finden sich in den Experteneinstellungen

Teil 1 der Experteneinstellungen. Rechts gibt es immer Hilfetexte plus Grafik

Teil 2 der Experteneinstellungen

Bildschärfe-Einstellungen

Bildmodus wählen

Toneinstellungen - in diesem Menü muss z.B. der eARC erst aktiviert werden

Allgemein

Barrierefreiheit

Einstellungen des intelligenten Modus

Nach kurzer "Anlaufzeit" von 30 Sekunden bis 1 Minute reagiert der Samsung QN95A sehr schnell auf sämtliche Eingabebefehle und setzt diese auch flink um. Zusätzlich zu den elementaren Parametern sind beim Video-EQ Experteneinstellungen vorhanden, Weißabgleich und Farbkorrektur sind hier beispielsweise möglich. Auch die Bewegungsoptimierung kann nach individuellem Gusto justiert werden. 2020 kam der "Filmmaker Mode" per Update in zahlreiche Samsung QLEDs, 2021 ist er gleich von Beginn an dabei. Der Filmmaker Mode hat die Aufgabe, gerade hochwertige Filminhalte in genau der Form zu zeigen, wie vom Regisseur beabsichtigt, im richtigen Bildformat und ohne Zusatzschaltungen, die den authentischen Bildeindruck negativ beeinträchtigen würden. Klar ist, dass dies nur dann funktioniert, wenn ein hochwertiges Panel vorhanden ist. Der QN95A glänzt hier mit seinem nativen 100 Hz Panel auf jeden Fall. Der "Intelligent Mode" befindet sich wieder an Bord, zu finden im Menüpunkt "Allgemein". Hier nimmt der TV zahlreiche Einstellungen alleine vor. 

Fernbedienung, solarbetrieben

Die mitgelieferte Fernbedienung zeigt sich als praktisch identisch zu den früheren Generationen, allerdings besteht sie nun nicht mehr aus Metall, sondern aus Kunststoff - hier sei angemerkt: für die Produktion werden im Sinne der Nachhaltigkeit Kunststoffe aus wiederverwendbaren Plastikflaschen genutzt. Darüber hinaus kann sie mit dem Solar Panel auf der Rückseite wieder aufgeladen werden. Das gelingt nicht nur bei Sonneneinstrahlung, sondern auch bei Kunstlicht. Also nicht vergessen, die TV-Remote immer mal wieder mit der Rückseite nach oben auf den Wohnzimmertisch zu legen.

Bild - Praxiseindrücke HDR-Material

Ultra HD Blu-ray "Mord im Orient-Express"

Natürlich wissen wir um die Vorzüge der extrem kleinen Quantum Mini LEDs, die in Samsungs Neo QLED-Topmodell QN95A zum Einsatz kommen. Dennoch wollen wir völlig unvoreingenommen an die Praxiswertung der Bildqualität herangehen. Wir haben uns als erstes Beispiel die Ultra HD Blu-ray von "Mord im Orient-Express" herausgesucht, das Eingangssignal entspricht also der nativen Panel-Auflösung des QN95A und muss vom Fernseher nicht skaliert werden. Weiterhin entscheiden wir uns für den FILMMAKER MODE, der auch in 2021 vom Hersteller unterstützt und in das Neo QLED-Modell integriert wurde. Dieser Modus deaktiviert die meisten dynamischen Bildanpassungsmodi, die der Samsung TV zusätzlich bereithält. Somit wird auch die Zwischenbildberechnung und Bewegungsoptimierung sowie die Kontrastverbesserung deaktiviert, "Lokales Dimming" setzt der QN95A auf die Einstellung "Hoch".

Das Eingangssignal wird korrekt erkannt und es erfolgt die native Ultra HD-Ausgabe des Materials inklusive HDR mit der Bildwiederholrate von 24 Bildern pro Sekunde. Sofort fällt das enorme Helligkeitspotential des QN95A auf. Damit ist das 2021er Modell natürlich nicht der erste Samsung TV, der hier enorm auftrumpfen kann. Er verfügt über das firmeneigene Zertifikat "Quantum HDR 2000", mit dem auch das Topmodell des letzten Jahres aufwarten konnte. Strahlend hell kann der QN95A und differenziert Highlights in den hohen Helligkeitsbereichen noch sauber aus, in der Praxis fällt das z.B. bei den einfallenden Lichtkreisen der Bahnhofsfenster auf, bei denen der Fernseher die unterschiedlichen Bereiche, von innen nach außen hin wird es zunehmend dunkler, absolut sauber und ohne erkennbare Abstufungen abbildet.

Ebenso eklatant, und hier werden versierte Samsung-Anwender einen eindeutigen Unterschied zum QLED-Flaggschiff aus dem letzten Jahr erkennen, ist der extrem saubere und harte Schnitt bei gravierenden Helligkeitsunterschieden. Sehr deutlich erkennt das jeder, der sich die schwarzen Balken bei der Wiedergabe von Material im 2.4:1- bzw. Cinemascope-Format genauer ansieht. Nicht nur, dass der QN95A durch die Optimierung der Hintergrundbeleuchtung in der Lage ist, einen deutlich tiefer wirkenden Schwarzwert zu realisieren, auch die Kante ist insgesamt schärfer und, bei sehr hellen Bildinhalten im Vergleich mit den schwarzen Balken, absolut sauber und frei von Ausblutungen bzw. Blooming.

Das gilt auch, wenn man sich den In-Bild-Kontrast ansieht. Hier gewinnt Neo QLED deutlich gegenüber den Vorgänger-Modellen. Es ist kein OLED-Level, in diesem Bereich hat die "Konkurrentztechnologie" schlichtweg die größten Vorteile, aber es kommt schon verdammt nahe heran. Auch die Durchzeichnung sowohl von dunkleren als auch hellen Bereichen profitiert und so zeigen sich feine Fasern am Anzug des Meister-Detektivs. Der starke Kontrast des weißen Kragens oder des weißen Stecktuches in der Brusstasche stellt den QN95A vor keine Herausforderung, rasiermesserscharf wirkt die Kante und nimmt keinen negativen Einfluss auf benachbarte Bereiche. Selbst im, für LCD-TVs eher schwierigen 7. Kapitel, zeigt der QN95A wirklich ein herausragend sauber durchzeichnetes Nachtbild im Schneesturm und arbeitet die feinen, schnell aufwirbelnden Schneeflocken exzellent durch.

Wir haben uns nun viel mit Schwarzwert und Kontrast beschäftigt - hier werden die Unterschiede und Vorteile zu einem konventionellen 2020er QLED am deutlichsten - aber natürlich gibt es auch noch andere wichtige Eigenschaften des Bildes. So gefällt uns im Filmmaker Mode auch die Farbgebung und die 24p-Wiedergabe sehr gut. Ein leichter Judder ist sichtbar und fällt dem geschulten Auge bei prekären Stellen, wie z.B. direkt am Anfang des Filmes, als die Kamera von der Sonne auf die Klagemauer hinunter schwenkt, auf. Störendes Ruckeln gibt es keines, nur ganz leicht sieht man, dass die Objektkanten der Gläubigen, die sich wie Ameisen im Bereich vor der Klagemauer tummeln, vereinzelt nicht ganz stabil bleiben. Dem kann natürlich mit entsprechender Bewegungsoptimierung des Samsung TVs entgegengewirkt werden.

Die Kanten- und Detailschärfe ist auch enorm hohen Niveau und in keiner Weise zu beanstanden, hier arbeitet der QN95A in allen Ebenen sämtliche Facetten und Feinheiten heraus, aufgrund der tollen Kontrasteigenschaften auch in den schwierigen Bereichen. Sehen kann man das z.B. nochmals exzellent an den Details an der schwarzen Uniform des Polizisten, der bei der Prüfung der Frühstückseier Poirots, vor einem kaum weniger dunklen Hintergrund steht. Auch die räumliche Tiefe und Plastizität im Bild wirkt tadellos. Bildrauschen ist nicht erkennbar, selbst bei der problematischen Schwarz-/Weiß-Szene sieht alles sehr sauber aus, sieht man von den Kompressionsartefakten der UHD Blu-ray ab.

Die letzte Komponente, die wir hier noch ansprechen möchten, ist das Gesamtbild. Alle genannten Eigenschaften kulminieren in einem sehr angenehmen Sehen. Natürlich werden einige Anwender die aktivierte Zwischenbildberechnung vorziehen, aber auch bei nativer 24p-Wiedergabe wirkt das Bild sehr stabil, gleichmäßig und natürlich. Die räumliche Tiefe und die hohe Schärfe tragen ebenfalls stark zum authentischen Bildeindruck bei, die größte Steigerung aber sehen wir im Bereich Kontrastdynamik und der sehr sauberen Differenzierung, selbst wenn sehr helle und sehr dunkle Bildtöne unmittelbar aufeinandertreffen.

Testbilder und Messungen - SDR und HDR

Soweit zu unseren subjektiven Eindrücken bei HDR-Material. Im SDR-Betrieb haben wir uns den QN95A mal objektiv vorgeknöpft und die Grautreppe sowie den rec.709-Farbraum zunächst einmal durchgemessen. Dabei ist uns beim Betrachten der Testbilder direkt eine Sache positiv aufgefallen, die wir im Praxisbeispiel gar nicht angesprochen haben. Der QN95A verfügt über eine sehr homogene Helligkeitsverteilung über den gesamten Bildschirm hinweg, lediglich der äußere Rahmenbereich scheint an vereinzelten Stellen und direkt an den Ecken ein wenig dunkler als das restliche Bild. Auch in diesem Bereich hat Samsung in den letzten Jahren bei der LED-Hintergrundbeleuchtung stets optimiert und konnte schon 2020 eine hohe Homogenität aufweisen. An der ein oder anderen Stelle war dann aber ein Hot Spot meist noch auffällig und so wird hier nochmals ein klarer Fortschritt deutlich, denn wirklich herausstechende, stark auffällige Bereiche gibt es nicht. Bezüglich der Anzahl der Dimming-Zonen hält sich Samsung bedeckt und wer genau hinsieht, kann z.B. beim Kapitelwechsel einer Blu-ray, wenn eine einzelne helle Stelle im sonst dunklen Bild auftaucht, die Zonengrößen erahnen. Ein wenig Luft gibt es hier möglicherweise noch, allerdings möchten wir hier auch auf unsere Praxiseindrücke mit der UHD Blu-ray hinweisen, und da vermisst man kaum etwas.

Farbtemperatur

CIE Diagramm

Wir sind bei SDR im Übrigen beim Filmmaker Mode geblieben und der Samsung TV macht weiterhin einen ausgezeichneten Eindruck. Die altbewährte Grautreppe wird ohne Verfärbungen angezeigt. Hier präsentiert sich auch der Blickwinkel als sehr stabil, lediglich im äußersten Bereich ist eine leichte Veränderung, hin zu einer etwas kühleren Farbgebung, bemerkbar. Bei den Messungen in Kombination mit unserem Sensor schlägt sich der QN95A ebenfalls sehr gut. Die Grautreppe, wir messen 11 Steps, ist sehr gut gelungen. Im niedrigen IRE-Bereich bis 40% gibt es nahezu keine Abweichung, ebenso bleiben 60, 70, 80 und 90 IRE bei unter zwei Prozent. Die größte Differenz liegt bei 50% sowie 100% Weiß vor, allerdings liegt die Abweichung auch hier bei 3.0 bzw. 2.8 Prozent, was wir als nahezu völlig vernachlässigbar einschätzen. Auch der rec.709 Farbraum wird ausgezeichnet getroffen. Die größte Abweichung liegt bei Grün vor, hier würde der versierte Anwender sogar geringfügig korrigieren, im Alltag wird selbst der Filmfan bei genauem Hinsehen kaum etwas bemerken. Insgesamt liegt die Farbtemperatur ganz leicht über den angepeilten 6500K und auch das Gamma weist noch etwas Potential auf. Hand anlegen muss man also keinesfalls zwingend, Weißabgleich und Farbraumkorrektur sind aber an Bord. Wer also gewillt ist und das entsprechende Know-How mitbringt, kann auch die nackten Zahlen noch zum Optimum führen.

Auch mit HDR-Testpatterns haben wir den Samsung QN95A gefüttert und auch hier schlägt er sich bei der Messung hervorragend. Die Grautreppe liegt sogar noch etwas näher am Ideal, kein IRE-Bereich liegt mehr als 3% vom Optimum entfernt. Die Farbtemperatur passt also auch und liegt, ebenso wie bei SDR, nur geringfügig über 6500K. Was die Maximalhelligkeit betrifft, können wir dem Samsung knapp über 1.700 Candela pro m2 attestieren - erwartungsgemäß eine enorme Leistung. Ebenfalls keine Blöße beim DCI P3-Farbraum in BT.2020. Man muss ein wenig mehr Abweichung als bei rec.709 hinnehmen, insgesamt liegt aber alles im Rahmen. Die größte Differenz zum Optimum zeigt der QN95A bei der Primärfarbe Blau. Das theoretische Maß zeigt aber nicht wirklich spürbare Auswirkungen im Praxisalltag. Selbiges gilt für die Dimming-Zonen, denn mit entsprechend kontraststarken Testbildern lässt sich Blooming durchaus forcieren. Bei HDR wählt der Samsung TV die Einstellung "Lokales Dimming - Hoch", was bei hellen Bildinhalten vor schwarzem Hintergrund zu etwas mehr Ausbluten führt als die Werte Standard und Gering und hier sieht man schon das Aufleuchten von eigentlich dunklen Bildbereichen. Samsung könnte also noch nachlegen und mit einer höheren Anzahl an Dimming-Zonen die Differenzierung noch steigern. Allerdings müssen wir auch erwähnen, dass uns selbst eher schwierige Szenen bei Bewegtbildern, wie die Szene im Schneesturm von "Mord im Orient-Express", sehr gut gefallen haben. Der QN95A profitiert schlichtweg enorm von der weiterentwickelten Hintergrundbeleuchtung und dem damit einhergehenden tieferen Schwarz sowie der insgesamt homogeneren Ausleuchtung, als dass dies in der Praxis stark ins Gewicht fallen würde.

Bild - Praxiseindrücke 1080p Blu-ray

Der Samsung QN95A ist also in der Lage, ein enorm helles Bild mit kräftig leuchtenden, aber stimmigen Farben zu realisieren. Das gelingt der Komponente auch bei SDR-Material und unserem Beispiel "Skyfall". Einen leichten Kompromiss muss man natürlich eingehen, wenn man sehr dunkle Bildinhalte darstellt, wie z.B. direkt im Eingangskapitel des Bond-Thrillers, als Daniel Craig den dunklen Gang zum schwach beleuchteten Zimmer beschreitet. So wird die Hintergrundbeleuchtung für einen für einen LCD-TV beeindruckend tief sitzenden Schwarzwert recht stark reduziert, was auch eine Reduktion der Farbleuchtkraft zur Folge hat. Wirklich auffallen wird das selbst dem versierten Zuschauer höchstens im direkten Vergleich, insgesamt wirkt das Geschehen nämlich sehr dynamisch und authentisch. Hervor sticht beim Samsung auch die Plastizität, und zwar sowohl die Staffelung verschiedener räumlicher Ebenen als auch die plastische Wirkung einzelner Objekte im Bild. Nahezu greifbar und eindeutig unterschiedlichen Tiefen-Niveaus zuordenbar sind das Glas, die Karaffe sowie der Laptop auf dem Tisch in dem kleinen Zimmer, das Bond betritt. Die Durchzeichnung in den dunklen Bereichen, z.B. bei den reglos am Boden liegenden Personen, ist hier sehr gut. Es ist zwar noch etwas Luft nach oben vorhanden, allerdings kann man schon viele Details erkennen, die Samsungs Topmodell im letzten Jahr z.B. noch gar nicht darstellen konnte.

Insgesamt ist auch die Detail- und Kantenschärfe auf einem exzellenten Niveau. Das vergleichsweise hochwertige 1080p-Material wird vom QN95A in tadelloser Manier skaliert, was die Detaillierung betrifft. Scaling-Artefakte fallen selbst bei schnellen Kameraschwenks und komplexem Action-Geschehen nicht auf. Nur wer ganz genau hinsieht, kann an vereinzelten Stellen ein minimales Nachziehen einer Kante beobachten. Auch die 24p-Wiedergabe gelingt sehr gleichmäßig und ruckelfrei, nur der typische Judder ist sichtbar. Die ausgeprägte Helligkeit ist auch im SDR-Betrieb vorteilhaft und als die Sonne durch das Fenster auf Craigs Gesicht scheint, zeigt der QN95A, dass er sehr wohl dazu in der Lage ist, diese Vorteile punktuell und gezielt auszuspielen. Bei den "Bildschärfe-Einstellungen" (u.a. Frame-Interpolation) hat sich gegenüber dem Vorjahr weniger getan. Hier liefert der Samsung in der Einstellung "Auto" weiterhin ein sehr geschmeidiges und flüssiges Bild mit identischer Farbauthentizität ab, allerdings geht es ein wenig auf Kosten des Film-Looks. Das Bild wirkt etwas digitaler und bei der Verfolgungsjagd mit vielen schnellen Schnitten und flinken Bewegungen ist ab und an auch etwas Kantenzittern sichtbar. Gut ist, dass man hier auch benutzerdefinierte Einstellungen setzen kann und die einzelnen Parameter das richtige Mittelmaß für den persönlich besten Filmgenuss erlauben. Eine hohe Farbreinheit für ein authentisches, natürliches Bild sowie die starke Helligkeitsperformance kennen wir bereits von früheren Samsung-Modellen. Mit Quantum Mini LED setzt der Hersteller im Bereich homogener Ausleuchtung, Schwarzwert und Kontrast nochmal eine satte Schippe obenauf. In der Praxis manifestiert sich dies auch mit einer enorm gesteigerten Plastizität und dreidimensionalen Wirkung, die den Zuschauer, auch hier bei SDR-Material, nahezu ins Bild eintauchen lässt.

Klang

Es ist schon erstaunlich, welche akustische Performance der ultraflache Samsung QN95A zu realisieren vermag. Er spielt auch in großen Wohnzimmern laut auf und bleibt dabei souverän und pegelfest, auch die Stimmwiedergabe blieb während unserer Testsequenzen stets verständlich und zeigte auch charakteristische Eigenschaften der jeweiligen Darsteller. Die Bühne ist nicht ganz so breit ausgeprägt und insgesamt könnte sich das Geschehen noch für etwas mehr Räumlichkeit besser von den integrierten TV-Lautsprechern lösen. Dann würde auch OTS+ noch etwas mehr zur Geltung kommen, wenngleich man direktionale Effekte im Ansatz schon nachvollziehen kann. Der Samsung TV entfaltet eine ansehnliche Dynamik und differenziert auch bei komplexem Action-Geschehen noch recht solide durch. Geschosse unterschiedlicher Kaliber werden natürlich nicht tadellos auseinanderdifferenziert und bezüglich des Tiefgangs muss man bei Flachbildfernsehern gar nicht erst anfangen. Für die Gerätekategorie kann der Fernseher bei kräftigen Explosionen aber zumindest den Eindruck von etwas Volumen erwecken. Insgesamt gefällt die klare und stets angenehme Wiedergabe auch bei hoher Lautstärke. Sogar Musikwiedergabe, z.B. bei einem Intro oder Abspann eines Filmes, kann mit dem QN95A überzeugen, solange das Geschehen nicht zu komplex wird. Adeles' Skyfall gefällt mit guter Vokalstimme und guter Bühnenstruktur. Wir fanden die Zuschaltung bei den meisten unserer Beispiele zwar nicht zwingend notwendig, bei weniger sauber abgemischten Tonspuren leistet aber auch der Samsung Sprachverstärker gute Arbeit.

Bei unseren nächsten Samsung TV Tests werden wir zudem verstärkt auf die Q-Symphony Funktion eingehen. Dabei lassen sich aktuelle Samsung Soundbars mit kompatiblen TV-Geräten von Samsung kombinieren. Sowohl die integrierten TV-Lautsprecher als auch die Soundbar-/Subwoofer-Kombination ist dann aktiv und realisieren zusammen ein immersives Klangerlebnis. Wir konnten bereits beim Q950T Test aus 2020 das Feature ausprobieren und waren begeistert. 2021 nimmt Samsung die Funktion noch mehr in den Fokus und unterstützt Q-Symphony bei allen Neo QLED- und QLED-TVs.

Konkurrenzvergleich

Q95T (2020)

Wir möchten gleich vorausschicken, dass ein adäquater Konkurrenzvergleich schwierig ist: Denn der QN95A ist das erste 4K-Topmodell der 2021er Smart TV-Generation. Daher können wir zum aktuellen Zeitpunkt nur Vergleiche mit 2020er Modellen ziehen, und hier sieht es hervorragend aus für den Samsung. Nehmen wir die Konkurrenz aus dem eigenen Haus, den Q95T, den wir letztes Jahr im XXL-Test hatten. Schon er konnte uns überzeugen, und wir dachten schon: Gut gemacht, Samsung, die QLED-Technologie ist schon richtig weit entwickelt! Doch der QN95A legt überall noch nach. Noch tieferes Schwarz, noch homogenere Helligkeitsverteilung, authentischere Darstellung von HDR-Inhalten. Dazu kommt eine noch eindrucksvollere Akustik. Was allerdings krass ist: Den Q95T (2020) bekommt man mittlerweile für 1.800 EUR (!) Marktpreis. Natürlich werden auch beim QN95A (2021) die Preise purzeln. Immer die UVP von 2.999 EUR wird der Neo QLED auch nicht kosten. Aber bei Markteinführung wird ein deutlicher Unterschied bestehen.

Weiter geht es mit dem Philips OLED+ 935 (Marktpreis 2.300 EUR, er kam erst später in 2020 auf den Markt und ist das jüngste der 2020er Modelle hier) im 65 Zoll-Format. Optisch, salopp gesprochen, "ein Brett", einer der derzeit schönsten TVs, die wir kennen. Und der Philips macht es dem Samsung nicht leicht, auch mit speziellen, für ihn typischen Features. So die komplett beleuchtete, hinten mit echtem Leder beplankte Fernbedienung. Da kann die Samsung-Remote nicht mithalten. Oder das vierseitige Ambilight. Gut, das ist geschmackssache, aber wir schätzen es sehr, intensiviert es doch das Gefühl, ins Geschehen einzutauchen. Und die geniale Bowers & Wilkins-Soundbar mit Dolby Atmos. Schon der QN95T klingt richtig gut, aber der OLED+ 935 bietet einfach noch mehr. Mehr Räumlichkeit, Detailreichtum, und, was uns immer wieder erstaunt, richtige 3D-Audioeffekte bei Atmos-Tonspuren z.B. von der Netflix-Serie. Dass der Philips, weil er ein OLED ist, noch tieferes und gleichmäßigeres Schwarz serviert, dürfte klar sein, wenn auch die Differenzen schmilzen. Der exzellente Video-EQ und  natürlich der Support auch von Dolby Vision lässt uns jetzt die Frage stellen: Wie verteidigt sich der QN95A? Jetzt dreht der Samsung auf: Nochmals deutlich helleres Panel, absolut rauschfrei, Filmmaker Mode (der fehlt beim Philips), Sky Ticket App verfügbar (beim Philips muss man einen Sky Ticket Stick verwenden), haufenweise moderner Gaming-Features, die dem OLED+ 935 fehlen. Gerade für Gamer ist der QN95A erste Wahl.

Der Sony KD-A87, ein schicker OLED-TV im 65 Zoll-Format, ist im Preis auch gesunken, 1.800 EUR Marktpreis sind hier fällig. Dafür gibt es ein sehr Kino-mäßiges Bild mit realistischer Farbwiedergabe, einen prima Klang dank Acoustic Surface, der sich auf Samsung-Level bewegt, aber unterhalb des Sound-Niveau des Philips liegt. Der Sony bringt eine hervorragende Fernbedienung mit und lässt sich einfach bedienen, er basiert wie auch der Philips auf Android. Mittels eines in die Fernbedienung integrierten Mikrofons kann man das Soundsystem des Sony auf den Hörraum anpassen. Der Sony unterstützt im Gegensatz um QN95A Dolby Vision, dafür fehlt HDR10+. Den Filmmaker Mode hat der Sony, ebenso wie der Philips, nicht an Bord. Eines sei zum Schluss noch erwähnt: Alle drei Kontrahenten skalieren extrem gut hoch. Niedriger auflösendes Material, z.B. von einer klassischen Blu-ray, wird extrem scharf, klar und detailreich sowie rauscharm hochgerechnet. Im Detail finden sich immer Unterschiede, aber hier befinden sich alle drei auf unglaublich hohem Level. Besonders homogen wirkt das Bild beim Sony, extrem plastisch beim Philips, absolut rauscharm beim Samsung. Jeder hat so seine Stärken, aber es ist schon beachtlich, welches Niveau hier mittlerweile erreicht wurde. 

Fazit

Der Samsung QN95A ist das erste 2021er TV-Modell, das wir unter die Lupe nehmen konnten - und er präsentiert sich extrem stark. Wir hielten es kaum für möglich, dass Samsung hinsichtlich der QLED-Technologie gegenüber der bereits überragenden 2020er Generation nochmals nachlegen kann. Doch mit einem weiter verbesserten Schwarzwert, einem noch feineren Detailkontrast und mit einer homogeneren Helligkeitsverteilung setzt der QN95A Akzente. Zudem ist das Bild nach wie vor extrem hell, was zusammen mit dem tief sitzenden Schwarzwert für ein herausragendes Darstellungsvermögen bei HDR-Material sorgt.  Im Zusammenhang mit High Dynamic Range-Material muss aber auch leider der größte Schwachpunkt des QN95A genannt werden, für den das Gerät technisch rein gar nichts kann: Samsung integriert zwar das neueste HDR10+ Adaptive im 4K-Topmodell, aber nach wie vor kein Dolby Vision. Das ist deshalb betrüblich, weil viele Serien und Filme von VoD-Services in Dolby Vision vorliegen. Ansonsten zeigt sich der QN95A glänzend gerüstet. Auch die überzeugende klangliche Leistung gehört dazu. Praktisch ist zudem, dass man, wenn man eine entsprechend kompatible Samsung Soundbar dazu erwirbt, mit "Q Symphony" einen besonders eindrucksvollen Sound erhält, indem die Soundbar mit dem Soundsystem des TVs nahtlos zusammenarbeitet. Zu bedienen ist der QN95A einfach, gerade derjenige, der schon bislang einen Samsung-TV besaß, wird sich hier kaum umgewöhnen müssen. Die Optik des 4K-Spitzenmodells ist edel, Verarbeitungs- und Materialqualität sind der Preisklasse würdig. Immer wieder gut gefällt uns die One Connect Box, an der alle Quellen angeschlossen werden. Schade nur, dass bei der 2021er Version das Verbindungskabel von der Box zum TV merklich dicker vom Kabelquerschnitt her geworden ist, daher ist die Installation des Systems nicht mehr so extrem flexibel wie zuvor. Insgesamt aber liefert der QN95A voll ab und präsentiert sich als hochmoderner 4K-TV der Oberklasse. 

Eleganter Bildgigant mit einfachem Handling und toller Akustik

Gesamt-Referenz 65 Zoll QLED-TVs Oberklasse
Test 31. März 2021

Test: Philipp Kind, Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind
Datum: 31. März 2021

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