XXL-TEST: Nubert nuLine 334 - ist der größte nuLine-Standlautsprecher auch die beste Wahl?

Die wahlweise in Mehrschichtlack Schwarz (matt), Mehrschichtlack Weiß (matt) oder in Echtholzfurnier Nussbaum lieferbare Nubert nuLine 334 ist der größte Standlautsprecher der Traditionsserie des Herstellers von der Ostalb. Mit 1.375 EUR schlägt der elegant auftretende Schallwandler pro Stück zu Buche. 

Verarbeitung

Formschöne, schmale Box

Komplettansicht von hinten

Seitliche Ansicht

Von Nubert-Lautsprechern sind wir seir Generationen eine besonders hochwertige Verarbeitung gewohnt. Die nuLine 334, die wir im aktuellen Test genau betrachten, macht hier keine Ausnahme. Das  Furnier wirkt sehr hochwertig und solide aufgebracht, hier überragt die Box einen Großteil der Konkurrenz klar. Die Detailverarbeitung geriet rundum sauber und edel, auch die Übergänge an den Kanten sind stimmig.

Kantenverarbeitung 

Sauber verarbeitetes Holzfurnier

Leider keine magnetisch haftenden LS-Gitter. im Bild die Aufnahmeöffnungen

Gut eingepasster Tieftöner

Zu loben ist auch die sehr gute Chassis-Integration, allerdings mit sichtbaren Schrauben. Nur bei extrem genauem Hinsehen kann man im Detail erkennen, dass nicht alle Übergänge zur Schallwand absolut plan sind, insgesamt befinden wir dies aber als vernachlässigbar.

Standfuß von unten

Traverse im Detail

Weiterer Pluspunkt sind die hochwertigen Traversen-Standfüße aus Metall. Sie sind sorgfältig schwarz lackiert und höhenverstellbar.

Terminals in hochwertiger Qualität


Auch richtig gut gefallen uns die vergoldeten Lautsprecher-Terminals, Acrylglas-gekapselt und robust. Nubert-typische Klangwahlschalter befinden sich ebenfalls auf der Rückseite bei den Anschlussterminals. Diese weisen beim Betätigen einen klaren, knackigen Druckpunkt auf.

Metallgitter

Mitgeliefert werden Nubert-typische Abdeckgitter aus Metall, wie z.B. auch in der nuVero-Serie, mit Stiften an der Schallwand befestigt. Diese sind zweifellos solide, aber nicht unbedingt mehr zeitgemäß. Äußerst hochwertig erscheinen die verbauten Chassis sowie die Frequenzweiche.

Mehrstöckige Frequenzweiche

Mitteltöner ausgebaut

Hochwertiger Aluminium-Druckgusskorb

Als wir verschiedene Teile ausbauen, um Aufbau und Qualität besser zu beurteilen, stellen wir fest: Chassis mit großen Magneten und soliden Körben, Frequenzweiche mit langzeitstabilen Bauteilen und mehrstöckigem Aufbau. 

Technik

Eins vorweg: Die nuLine 334 Lautsprecher sind durch die asymmetrische Tweeter-Anordnung mit links und rechts gekennzeichnet. Dies sollte man bei der Aufstellung unbedingt berücksichtigen.

Nubert selbst beschreibt die nuLine 334 als "Flaggschiff der nLine-Serie. Sie verfeinert und optimiert die besten Eigenschaften dieser traditionsreiche Baureihe". Das lässt später auf erstklassige Klangtestreihen hoffen - zunächst beschäftigen wir uns mit der technischen Basis. Die nuLine 334 verbirgt hochwertige Technik in einem 120 cm hohen Gehäuse, das durch die Breite von 21 cm ergänzt wird. Dadurch wirkt die nuLine 334 grazil und elegant. Nubert hat drei parallel arbeitende Tieftöner (jeweils 18 cm Durchmesser) mit langem Hub verbaut. Diese sind für hohe Impulstreue und zugleich einen hervorragenden Tiefgang verantwortlich.

Einer der drei Tieftöner

Tieftöner mit starkem Magneten

Bis zu einer unteren Grenzfrequenz von 30 Hz (- 3dB) reicht das Vermögen der nuLine 334. Nubert legt besonders Wert darauf, dass die gewählten Magnete extrem großzügig dimensioniert sind. Insgesamt stellt das leistungsstarke Tieftonsystem eine hervorragende Lösung in Bezug auf Membranhub (bis zu 30 mm Auslenkung sind möglich), Tiefgang und Verstärkerfreundlichkeit dar. Allerdings möchten wir anmerken, dass man schon eher kräftige Verstärker verwenden sollte, um der nuLine 334 gerecht zu werden. Sensationell ist der Wirkungsgrad nicht. 

Der Mitteltöner sitzt oben

Für den Mitteltonbereich ist ein auch optisch schick wirkendes Flachmembran-Chassis zuständig. Technisch bringt die Flachmembran durch ihre Unanfälligkeit gegenüber Partialschwingungen ebenfalls Vorteile mit. Durch penible Detailarbeit an Mehrschichtmembranen mit Bienenwaben-Struktur gelang des Nubert, die störenden Eigenresonanzen in deutlich höhere Frequenzbereiche zu legen, in denen der Mitteltöner kaum noch arbeitet - fast ausschließlich der Hochtöner kommt hier noch zum Einsatz. Bei einer Flachmembran ist der größte Teil des Chassis auf exakt einer Linie mit der Schallwand - das schafft akustische Vorteile für den in unmittelbarer Nähe montierten Hochtöner in Bezug auf die Abstrahleigenschaften. Der Durchmesser des Mitteltöners liegt bei recht kleinen 12 cm.

Hochtöner

Die nuOva Seidenkalotte, wie schon erwähnt, asymmetrisch montiert, übernimmt die Wiedergabe hoher Frequenzen. Kennzeichen des Kalottenhochtöners sind die optimierte Schallführung und die aufwendig bedämpfte rückseitige Volumenkammer. 

Erwähnen wir noch die Schalter zwischen den Schraubanschlüssen des Terminals. Der obere Schalter lässt eine Anpassung des Hochtonbereichs zu. "Sanft", "Neutral" oder "Brillant" stehen hier zur Auswahl. Für viele Zwecke dürfte "Neutral" am besten geeignet sein. Wenn man aber in einem akustisch sehr lebendigen Raum, z.B. mit nackten Wänden und Granitfliesen auf dem Boden, der nuLine 334 lauscht, könnte auch "sanft" eine Option sein, da die Wiedergabe hoher Frequenzen sonst zu harsch und metallisch werden könnte, bedingt durch die Raumakustik. Das umgekehrte Bild ergibt sich bei einem akustisch eher toten Raum, ausgestattet z.B. mit dicken Teppichen, massiven Wänden und viel Möbeln. Dann wäre es hilfreich, die Schalterstellung "Brillant" auszuprobieren.

Kippschalter zwischen den Bi-Wiring-Terminals

Stopfen für die Bassreflexöffnungen

Zwei Bassreflexöffnungen hinten

Stopfen im Rohr

Natürlich hängt letzten Endes auch viel vom persönlichen Geschmack und von der jeweiligen Aufnahme ab. Hier kann man ja auch verschiedene Schalterstellungen ausprobieren. Der zweite Kippwahlschalter steht für eine Absenkung des Basspegels. Hierdurch kann bei einer wandnahen Aufstellung ein unschönes Aufschaukeln im Bassbereich, das durch eine Überhöhung des Bassanteils durch den Einfluss der Wand zustandekommt, abgemildert werden. Weiterhin liefert Nubert auch Tools mit, um eines oder beide Bassreflexrohre zu verschließen. Das mindert zwar den Wirkungsgrad, erhöht aber die Präzision. Empfehlenswert ist dies besonders in akustisch eher schwierigen Räumen mit indifferentem Reflexionsverhalten. Insgesamt sind - bedingt durch den Bass-Kippschalter und die beiden Stopfen - sechs Kombinationen möglich.

Frequenzweiche

Nubert-typisch kommt, wie schon in der Bewertung der Verarbeitung erwähnt, eine hochwertige Frequenzweiche zum Einsatz. Insgesamt 52 Bauteile kommen zum Einsatz, unter anderem besonders streng selektierte Folienkondensatoren für Hoch- und Mitteltonbereich. Die weit unten liegende Trennfrequenz bei 2,2 kHz sorgt dafür, dass der Mitteltöner bei der Wiedergabe nicht mit hohen Frequenzen in Berührung kommt. Zusammen mit der bewusst klein gewählten Bauform wird dann ein überdurchschnittlich breites Abstrahlverhalten generiert. Zudem baut Nubert natürlich auch bei der nuLine 334 eine effektive Schutzschaltung ein. Diese greift bei drohender thermischer Überlastung und schneidet die Stromzufuhr vom Verstärker ab. Sobald alles wieder im grünen Bereich ist, stellen sich die Sicherungen selbstständig zurück. 

Überblick - Technische Daten

Die Nubert nuLine 334 ist eine 3-Wege-Bassreflex-Standbox, die mit einem 26 mm Hochtoner mit Seidenkalotte, einem 123 mm messenden Mitteltöner mit Glasfaser-Sandwichmembran und drei langhubigen 180 mm Tieftönern mit Polypropylen-Membran. Die Impedanz liegt bei 4 Ohm. Der Frequenzgang (+/- 3dB) wird mit 30 Hz bis 23 kHz angegeben. Der Wirkungsgrad liegt bei 86 dB (1W/1m), die Nennbelastbarkeit liegt bei 380 Watt, die Musikbelastbarkeit bei 500 Watt. Nubert-typisch sind Hochtöner, Mitteltöner und Tieftöner sowie die Frequenzweiche mit selbstrückstellenden Sicherungen gegen Überlastung geschützt. Die nuLine 334 ist mit Füßen 123,5 cm hoch, 27,5 cm breit (ohne Füße schmale 21 cm) und ohne Gitter 39, mit Gitter 41,5 cm tief. Jede Box wiegt 36,5 kg. 

Klang

Die großen Standlautsprecher der nuLine-Serie von Nubert sind für uns nicht gänzlich unbekannt. Bei der ein oder anderen Veranstaltung des Herstellers konnten wir bereits einige Eindrücke bezüglich der akustischen Performance der "Königin" der Baureihe sammeln. Dennoch wollen wir unvoreingenommen an die Sache herangehen und prüfen, wie sich die groß gewachsene und dafür recht schlank auftretende Standbox in unserem Hörraum schlägt. Wir fordern die nuLine 334 direkt mit flinker und basslastiger Musik aus dem elektronischen Genre, "Flare" von Einmusik wird über unseren pegelfesten und stets souveränen Audiolab 6000A Play zugespielt. Die Nubert-Lautsprecher haben damit keine Probleme, im Gegenteil: Brutal gelingt der Kickbass, der enorm trocken und präzise, aber mit brachialer Wucht daherkommt. Auch mit Tiefbass wird nicht gegeizt, die Magengrube des Hörers dementsprechend beansprucht. Trotz hoher Lautstärke meistern die nuLine-Lautsprecher die Gesamtkulisse bravourös. Weitläufig und mit hoher atmosphärischer Dichte gelingen die träumerischen und nahezu minimalistischen Trance-Klänge. Die Bühne ist breit und gelingt mit ausgeprägter Räumlichkeit, das gesamte Geschehen löst sich ausgezeichnet von den Schallwandlern. Auch feine dynamische Unterschiede einzelner Effekte bleiben bei den nuLine 334 nicht außen vor. Die Percussion- und Click-Elemente des Tracks werden klar und akkurat abgebildet, werden aber zu keinem Zeitpunkt unangenehm oder aggressiv. Minimal mehr Substanz der oberen Mitten kennen wir, das ist aber Kritik auf höchstem Niveau. Dafür agieren die Nubert-Lautsprecher unglaublich schnell und präzise, am beeindruckendsten finden wir aber die ultratrockenen, harten Bässe, die selbst bei manch anderem ausgewachsenen Konkurrenten ein wenig an Nachdruck und Punch vermissen lassen. Ein Nachschwingen kennen die nuLine 334 nicht, maximale Impulstreue wird hier geboten. Zudem wirken sie selbst im Grenzbereich nicht überfordert, der Audiolab kann gnadenlos anschieben, die Nubert quittieren dies ausschließlich mit höherem Pegel, wirklich spürbare Verfärbungen der ausgewogenen Wiedergabe gibt es nicht.

Anders geartet, aber nicht weniger anspruchsvoll wird es mit "Unshaken" des amerikanischen Songwriters D'Angelo. Auch hier werden die nuLine 334 untenrum gefordert und liefern zwar - aufgrund des Tracks - weniger Kickbass-Spektakel, dafür aber ein voluminöses Fundament, geradewegs ein Bassbett mit stark ausgeprägtem Tiefgang, auf dem man es sich als geneigter Tiefton-Fan gemütlich machen kann. Doch auch abseits der tiefen Frequenzen machen die Standlautsprechern aus Schwäbisch Gmünd eine nahezu tadellose Figur. Nicht unbedingt schillernd brillant, aber klar und transparent gelingen die Percussion-Elemente der Kulisse und wirken auch bezüglich ihrer Position perfekt platziert. Auch die Vokalstimme kann uns ausschließlich begeistern, die tiefe Stimme wird mit vollem Charakter erfasst und auch der Background-Chor überzeugt. Die Kulisse wirkt geschlossen, breitet sich aber weit im Raum aus und umhüllt den Zuhörer für ein immersives Stereo-Erlebnis. Die hohe Präzision begeistert und differenziert die einzelnen akustischen Elemente scharf auseinander, dennoch wirkt die Kulisse in sich schlüssig und ausgewogen.

Auch bei "Far from Any Road" der The Handsome Family liefern die Nubert nuLine 334 wieder eine überragende Performance und präsentieren die zahlreichen Percussion-Elemente mit hoher Klarheit und Präzision, ohne dabei anstrengend zu werden. Selbst bei hohem Pegel sind flink erscheinende und wieder verschwindende Elemente keinerlei Problem und auch die Differenzierung der komplexen Kulisse wirkt, als wäre es für die Nubert-Lautsprecher ein Kinderspiel. Der hier weniger im Fokus stehende Tieftonbereich wird souverän, nachdrücklich und impulstreu wiedergegeben, bleibt aber authentisch bedeckt im Hintergrund. Die Stimmen hingegen wirken sehr authentisch, ebenso die voll wirkende männliche wie die minimal gedämpft klingende weibliche Vokalstimme wird in exzellenter Manier vorgeführt. Auch als die Stimmen in einer späteren Strophe im Links-/Rechts-Wechsel singen, gibt es hier keine Unstimmigkeiten. Die ganze Bühne wirkt dicht und glaubwürdig. Besonders fasziniert haben uns die Nubert-Standboxen nochmals, als gegen Ende des Liedes die Blechbläser in den Vordergrund treten. Diese sind mit minimaler Schärfe versehen, die die Nubert-Lautsprecher absolut präzise zeigen, dabei aber nicht unangenehm werden.

Billy Talents Punkrock-"Eskapaden" scheinen mit hoher Geschwindigkeit, Komplexität und satten Bass-Tiraden wie gemacht - und die nuLine 334 enttäuschen nicht. Hier können sie ihre Impulstreue voll ausspielen und liefern kraftvolle, nachdrückliche Bässe, die ebenso schnell auftreten, wie sie wieder verschwinden. Sind sie spürbar, kommen sie aber in enormer Härte und mit erstaunlichem Nachdruck in den tiefsten Regionen. Nur minimal schärfer empfinden wir die Stimme des Frontmannes, die sich exzellent von den Schallwandlern löst und das Zentrum des blitzschnellen Geschehens einnimmt. Die einzelnen Instrumente sind tadellos differenziert, die Gesamtkulisse lebendig und mitreißend. Hier wird ein Spektakel abgefeiert, das die beschriebenen Vorteile der Nubert nuLine-Standlautsprecher voll ausspielen kann. Trotzdem bleibt das Ganze auf dem Boden, es erscheint glaubwürdig und wirkt nicht übertrieben. Dass die Stimme auch beim folgenden Track "Fallen Leaves" sehr direkt klingt, überrascht uns nicht. Die nuLine 334 schaffen es schlichtweg, den schmalen Grat zu beschreiten, der auf der einen Seite einen hohe Transparenz und Feindetaillierung aufweist, auf dessen Kehrseite sich aber die zu spitze Höhenwiedergabe verbirgt. Klar und direkt, aber nicht unangenehm gelingt auch hier die männliche Vokalstimme. Das Gesamtgeschehen begeistert bei diesem Track ausnahmslos mit hoher Impulstreue, kraftvoller Nachdrücklichkeit und einer ausgewogenen Balance. 

Konkurrenzvergleich

Die Nubert nuLine 334 kommt auf einen Stückpreis von 1.375 EUR und ist von sehr leistungsstarken Konkurrenten umgeben. Wie schlägt sie sich? Beginnen wir mit der Canton Vento 886 DC, die bei 1.449 EUR/Stück liegt. Optisch kommt sie anders daher, mit dem sich nach hinten verjüngenden Gehäuse und einer leicht geschwungenen Führung der Seitenwand. Sie zeigt ihre Detailverliebtheit durch elegante Chromringe rund um die Chassis. Die nuLine 334 hingegen ist "strictly Bauhaus" - gerade Formen, kein Zierrat - aber die Verarbeitung an sich ist auf demselben Toplevel wie bei Canton. Akustisch spielt die Nubert eine Idee prägnanter, schärfer konturiert auf, ohne allerdings aggressiv oder metallisch zu werden. Die Canton ist etwas wärmer, weicher - demnach Geschmackssache. Extrem pegelfest sind beide Boxen, bei hohen Pegeln hat die nuLine 334 noch eine  Idee mehr Reserven.

Die JBL HDI 3600 kostet pro Stück 1.649 EUR, ist demnach spürbar teurer als die nuLine 334. Wir konnten sie im Mehrkanal-Verbund und auch als Stereo-Box ausführlich testen. Die exzellente Pegelfestigkeit spricht für die JBL-Box, die günstigere nuLine 334 ist allerdings nicht schlechter. Sehr prägnant bildet die HDI 3600 die Höhen und den Bassbereich ab, im Vergleich zu den Konkurrenten wirken die Mitten leicht verhalten - diese Auslegung mögen manche aber durchaus. Die Verarbeitung ist prima, nur im letzten Detail (Einpassung der Chassis) geht noch mehr. Insgesamt eine interessante Alternative in schöner Optik. 

Nächster Kandidat ist der Dali Opticon 8MK2 Standlautsprecher. Mit 1.499 EUR liegt auch hier der Preis über Nubert-Level. Die Verarbeitung rechtfertigt dies nicht. Wir können nicht ernsthaft kritisieren, aber im direkten Vergleich erscheint die nuLine 334 edler und geschliffener, was z.B. das Unibody-Gehäuse dokumentiert. Großer Pluspunkt der Opticon 8MK2 ist das herausragende Hybrid-Hochtonmodul, bestehend aus Bändchenhochtöner für die allerhöchsten Frequenzen und Kalottenhochtöner für die optimale Anbindung des Hochtonbereichs an den Mitteltonbereich. Extrem gute Impulstreue, ein absolut nahtloser Übergang von den oberen Mitten und eine ausgezeichnete Mischung aus Räumlichkeit, Spritzigkeit und Transparenz zeichnen die dänische Box bei der Wiedergabe hoher Frequenzen aus. In den Mitten zeichnet sie Stimmen präzise und klar durch - wie auch die nuLine 334. Im Bassbereich liegt die nuLine 334 minimal vorn - wie die Dali in den Höhen - und liefert noch mehr Fundament und Tiefgang. 

Fazit

Nuberts traditionelles Kerngeschäft sind seit Jahrzehnten überragende passive Lautsprecher. Ganz besonders die Standlautsprecher-Spitzenmodelle der jeweiligen Baureihen haben uns stets begeistert. Die preislich äußerst fair kalkulierte Nubert nuLine 334 macht da keine Ausnahme. Sie sieht sehr gut aus, ist vom Design her wohltuend minimalistisch und hervorragend verarbeitet. Die Treiber sowie die Frequenzweiche machen einen exzellenten Eindruck - durchweg setzen die Schwaben auf hoch belastbare, teure Bauteile, die man in mancher angeblichen Highend-Box nicht findet. Akustisch spielt die nuLine 334 erwartungsgemäß groß auf und schiebt im Bassbereich gleichermaßen präzise wie mächtig an. Extrem dynamisch, klar und pegelfest, zieht sich das herausragende Leistungspotential wie ein roter Faden durch die gesamten Testreihen. 

Extrem leistungsfähiger Standlautsprecher mit Maßstäbe setzender Gesamtqualität

Gesamtreferenz Standlautsprecher bis 4.000 EUR Paarpreis
Test 12. April 2021

 

Test: Philipp Kind, Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind
Datum: 12. April 2021

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