XXL-TEST: Magnat MC 200 - kompaktes Allroundtalent für alle Lebenslagen?

Magnat MC 200 Frontansicht

Unser neuester Testkandidat kommt vom Lautsprecher- und Elektronikspezialisten Magnat. Man hat uns mit dem MC 200 eine kompakte Stereoanlage geschickt, die eine hohe Flexibilität hinsichtlich möglicher Quellen mitbringt. Den MC 200 gibt es im Moment bei Magnat in einer Sonderaktion für 499 EUR anstatt 699 EUR. Das optisch klassisch-schlicht gehaltene Gerät verfügt über ein CD-Laufwerk, einen DAB+ Radiotuner, einen UKW Radiotuner sowie über Bluetooth. Dank zahlreicher Anschlussmöglichkeiten auf der Rückseite lassen sich auch andere Zuspieler an den MC 200 anschließen. Mit der Magnat Audio Stream App kann der MC 200 nicht nur Spotify wiedergeben, sondern bietet auch Zugriff auf zahlreiche Internetradiostationen und lässt sich mit Hilfe der App in eine vorhandene Magnat Multiroom Gruppe aus anderen Streaming- und Multiroom-fähigen Magnat-Devices integrieren. Was die Streaming-Wiedergabe angeht: Es lassen sich alle Inhalte aus dem heimischen Netzwerk wiedergeben, vom einfachen MP3-Song bis hin zur Hi-Res-Audio-Datei mit 192 kHz und 24 Bit. 

Bedienelemente auf der Frontplatte

Optisch zieht der Magnat MC 200 unaufdringlich und solide verarbeitet in unsere Testumgebung ein. Auf der Vorderseite befindet sich eine gebürstete Aluminiumplatte, auf der sich verschiedenste Bedienelemente sowie das mehrzeilige Display befinden. Hier auf unserem Bild zusehen ist der Lautstärkeregler, der sauber eingepasst ist und einen guten Druckpunkt aufweist, über eine Rasterung verfügt er aber nicht. Der Lautstärkeregler besteht wie die Frontplatte aus Aluminium. Darunter befindet sich der Search/Skip Drehregler sowie der Taster für den Auswurf der CD. 

Mehrzeiliges Display und Bedienelemente

Weiterhin sind auf der Frontplatte Bedienelemente für On/Off, Source, Tuning, Station, Stop sowie Play zu finden. Die verschiedenen Knöpfe haben einen guten Druckpunkt und reagieren sehr schnell (innerhalb von einer Sekunde) auf unsere Befehle. Nur die Spaltmaße zur Aluminiumplatte sehen wir als verbesserungswürdig, da sie einen dennoch großen und spürbaren Spalt aufweisen und dadurch nicht allzu hochwertig wirken. Das zweizeilige Display ist sehr gut ablesbar und informiert via Laufschrift über den gewählten Eingang und auch darüber, was gerade abgespielt wird.

Disc Schublade

Wie eingangs erwähnt, verfügt der MC 200 über einen CD-Spieler. Die Disc Schublade reagiert sehr zügig auf die Befehle, die via Button an der Front oder mitgelieferter Fernbedienung gegeben werden. Insgesamt ist die Verarbeitung und Einpassung des CD-Spielers als gelungen zu bezeichnen. Aber was nützt die schönste Disc-Schublade, wenn das Laufwerk laut ist? Auch hier dürfen wir Entwarnung geben. Das Laufwerk ist leicht hörbar, wenn man den Lautstärkeregler auf null dreht, ist aber für diese Preisklasse vollkommen in Ordnung und stellt keinerlei Kritikpunkt dar. Was uns allerdings aufgefallen ist: Der Laser des CD-Players gönnt sich einige Zeit, um unsere Disk einzulesen. Es vergehen hier fast 8 Sekunden, bis die Bereitschaft zum Abspielen gegeben ist.

Remote des MC 200

Der Magnat MC 200 kann über die im Lieferumfang befindliche Fernbedienung gesteuert werden oder per Magnat Audio Stream App, dazu aber später mehr. Die Fernbedienung ist in schwarzem Plastik gehalten. Der Druckpunkt der Tasten ist gut und der MC 200 reagiert sehr schnell auf die auszuführenden Befehle.

Rückseite der kompakten Magnat Anlage

Ein schöner Rücken kann auch manchmal entzücken, dachten sich die Magnat- Ingenieure. Die Rückseite zeigt sich sauber und aufgeräumt, die Anschlüsse wirken hochwertig und sitzen hervorragend.

Die Schnittstellen für das heimische Netzwerk. Der MC 200 kann via WLAN oder LAN eingebunden werden.

Sichtbares Bluetooth Dongle

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Anschlüsse auf der Rückseite

Auch über die Anschlußsektion der Magnat Stereoanlage dürfen wir uns nicht beschweren. So lassen sich Zuspieler via optischen Digitaleingang, digital-koaxial oder per Cinch mit der MC 200 verbinden. Wem der Tiefgang seiner Lautsprecher nicht ausreicht, kann an das MC 200 System noch einen separaten Subwoofer anschließen.

Lautsprecheranschlüsse

Magnat MC 200 im Inneren im Detail

Kommen wir nun Herzstück des Magnat MC 200 und entfernen dafür den Gehäusedeckel. Im verborgenen arbeitet der Digital-Analog-Wandler der auch Hi-Res-Dateien mit bis zu 192 kHz und 24 Bit in analoge Signale umwandelt, die dann von den beiden Endstufen mit einer Dauerleistung von 35 Watt je Kanal bzw. bis zu 75 Watt (Musikleistung) an die Lautsprecher weitergibt. 

Ringkerntrafo

CD-Laufwerk im Detail

Innenleben

Um den Magnat-Alleskönner im heimischen Netzwerk betreiben zu können, muss die Magnat Audio Stream App in den jeweiligen Stores auf das Smart Device heruntergeladen werden. Die App ist natürlich für iOS und Anndroid erhältlich. Mit einigen Screenshots haben wir natürlich die Inbetriebnahme dokumentiert:

Nach Download und öffnen der App, geht die App automatisch in den Suchmodus nach Magnat Wireless Komponenten.

Gerät wird gefunden

Unser MC 200 wird sofort gefunden und die App fordert den Benutzer auf, in die WLAN Einstellungen des Smartphone zu gehen, um sich mit dem MC 200 Netzwerk zu verbinden.

Heimnetzwerk

MC 200 mit dem Heimnetzwerk verbunden

Unter diesem Punkt kann der MC 200 umbenannt werden

Klare Aufforderung 

Nun fordert die Magnat Audio Stream App den Nutzer auf in die WLAN Einstellungen des Smartphones zu gehen und das Heimnetzwerk wieder auszuwählen.

Übersicht

Unser MC 200 in der Übersicht. Hier kann die Lautstärke der MC 200 verändert werden und es kann ebenfalls in der Multiroom App bestimmt werden, wie der MC arbeitet, z.B. als eigenständiges System oder als linker oder rechter Kanal. Für Tabletops eine sinnvolle Option, für die MC 200 eher nicht.

Hauptmenü

Details in der App

Wiedergabe via Tuneln

Spotify wird wie üblich, direkt über die Spotify App gesteuert

Bilanz

Viel Ausstattung für relativ wenig Geld, gerade momentan - denn das MC 200 System gibt es aktuell zum Sonderpreis. Fürs investierte Geld bekommt auch eine ordentliche Verarbeitung und einen sorgfältigen Aufbau innen.

Klang

Nachdem wir jetzt die optischen und technischen Reize des MC 200 durchleuchtet haben, möchten wir aber wissen: Kann der Alleskönner auch guten Klang generieren? In diesem Test werden wir unsere Klangbeispiele etwas umgestalten, da eine Vielzahl von Wiedergabemöglichkeiten beim Magnat MC 200 möglich sind.

Als erstes widmen wir uns der CD-Wiedergabe, legen das Album "Infest" von Papa Roach ein und skippen via Drehregler an der Front auf Titel 2, "Last Resort". Kraftvoll und dynamisch startet dieser Track und er wird gekonnt von dem Magnat MC 200 an unsere Lautsprecherkombi weitergegeben. Die Wiedergabe klingt harmonisch und die Stimmwiedergabe bewerten wir als für die Preisklasse authentisch und relativ unverfälscht. Der Tiefgang ist für die 500 EUR Preisklasse ebenfalls definitiv ausreichend und als gut zu bezeichnen. Unsere ersten Eindrücke sind die eines veritablen kompakten Stereo-Systems, das im Alltag durchaus gefallen kann.

Nach der CD-Wiedergabe möchten wir uns jetzt der DAB+ Wiedergabe widmen. Wichtig zu wissen ist, dass in unserem Fall die mitgelieferte DAB+ Antenne unbedingt angeschraubt werden muss, ansonsten findet der MC 200 kein Signal. Wir starten nun die DAB+ Wiedergabe mit Radio Bob!. Hier läuft gerade "Fear of the Dark" von Iron Maiden. Die Stimme des von Bruce Dickinson klingt natürlich und harmonisch. Der Bass wird durchaus mit Nachdruck an die Umgebung weitergegeben. Ein etwas größeres Bühnenbild würden wir uns aber wünschen, hier merkt man doch die Preisklasse, es fehlt etwas an Souveränität, obwohl wir mit den hochwertigen Dali Menuet SE sehr leistungsfähige Lautsprecher angeschlossen haben.

Weiter geht es in unserer Klangtestreihe und wir wechseln den Eingang bzw. starten in der Magnat Audio Stream App den Stream von Antenne Bayern. Als wir einchecken, wird gerade "Salt" von Ava Max präsentiert. Der Titel liegt dem MC 200 und er wird dynamisch und zugleich sehr natürlich wiedergegeben. Die Stimme der Sängerin wirkt zu keinster Zeit spitzt, nur der Bass könnte im Detail noch etwas mehr Kontur vertragen.

Jetzt steigern wir unsere Ansprüche und spielen der Magnat/Dali Kombi  "In Loving Memory" von Alter Bridge zu. Dass der Dali Menuet SE dieser Titel sehr liegt, durften wir im Test der dänischen Sonderedition schon feststellen. Jetzt möchten wir aber wissen, liegt es der Magnat MC 200 genauso? Myles Kennedys Stimme ist "nicht ganz ohne", aber sie klingt mit der MC 200 erstaunlich realistisch. Sauber, strukturiert und durchaus ergreifend - es schält sich allmählich heraus, dass Magnat MC 200 hinsichtlich der Stimmwiedergabe auf einem beachtlichen Level einzuordnen ist. Die Instrumente wirken ebenfalls sehr harmonisch, bis die schnelleren E-Gitarren einsetzen. Hier müssen wir leider rasch feststellen, dass die MC 200 sehr spitz wird und uns die Hochton-Anteile der Gitarren förmlich anschreien.

Wir wechseln das Genre und starten via Spotify mit "Dusk till dawn" Sia und Zayn durch. Der Gesang der beiden Künstler klingt harmonisch und natürlich. Aber auch hier hat der MC 200 mit dem Hochtonbereich zu kämpfen und wirkt beim Einsetzen des Bassfundaments nicht mehr 100 Prozent souverän.

Insgesamt ist die MC 200 ein angenehmer Begleiter für den Alltag, besonders hervor sticht die sehr gute Stimmwiedergabe. Gerade für Pop-Musik oder Balladen eignet sich die kleine, schicke Anlage exzellent. Bei enormen Basseinsätzen oder Instrumenten wie der E-Gitarre wird die MC 200 etwas aggressiv im Hochtonbereich, und der Bass ist zwar bei mittlerer Lautstärke noch fundiert, dreht man weiter auf, verliert er aber etwas an Kontur. 

Fazit

Unsere Testkombi bestehend aus Magnat MC 200 und der Dali Menuet SE

Der momentan zum Sonderpreis von 499 EUR erhältliche CD-Receiver Magnat MC 200 bietet alles, was eine moderne Stereoanlage können muss. Er offeriert z.B. Internetradio, Spotify Wiedergabe, Tuneln und vieles mehr. Wer aber auch gerne mal eine CD einlegt und diese genießen möchte, ist beim Magnat MC 200 System ebenfalls richtig aufgehoben. Generell macht der Alleskönner einen sehr guten Eindruck und ist sauber verarbeitet. Die Tasten der mitgelieferte Fernbedienung haben einen guten Druckpunkt und geben die Befehle schnell an die Elektronik wieder. Wir wären aber durchaus erfreut, wenn Magnat die Fernbedienung etwas hochwertiger gestalten würde. Um die Internetservices zu nutzen, muss die Magnat Audio Stream App aus das Smartdevice geladen werden. Hier lassen sich verschiedene Services wie z.B. Tuneln, iHeartRadio, Tidal und Napster steuern. Wie üblich, wird Spotify direkt via Spotify App bedient. Bei der Wiedergabe gefiel uns der Magnat MC 200 größtenteils ausgezeichnet. Besonders zu loben ist die Stimmwiedergabe. Mit sehr dominanten Instrumenten wie z.B. der E-Gitarre kommt die kleine Stereo-Anlage nicht optimal zurecht. 

Solider Alleskönner im schlichten Design

HiFi-Kompaktsystem Mittelklasse
Test 24. Juni 2020

 

Test und Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 24. Juni 2020

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