XXL-TEST: LG OLED65M49LA - Bildstarker 4K OLED evo-TV mit erstklassiger drahtloser Signalübertragung

LG offeriert seit der IFA 2024 die Modelle der OLED evo M4 TV-Reihe, die sich durch kabellose Datenübertragung als besonders flexibel erweisen. Die zur Verwirklichung dieser Mission notwendige "Zero Connect Box" sorgt dabei für eine Wireless-4K Bild-/Tonübertragung ohne Qualitätsverluste. Für maximale Rechenpower an Bord sorgt der leistungsstarke α11 4K AI-Prozessor, der bereits bei unserem Test des OLED G4 in 77 Zoll vollauf überzeugen konnte. Der Chip stellt eine brillante Bildqualität im Heimkino und beim Gaming mit bis zu 144 Hz sicher. Auch kümmert sich der mit KI-Unterrstützung arbeitende Hochleistungsprozessor eine Optimierung der Klangqualität.
Teil des 2024er OLED evo M4-Portfolios ist erstmals auch ein 65-Zoll-Fernseher, den wir für diesen Testbericht zur Verfügung hatten. Zusätzlich sind, wie schon bei der Vorgänger-Serie M3, die Größen 77, 83 und 97 Zoll verfügbar. Die aktuellen Preise sind in Anbetracht der geballten Hightech-Ladung mehr als fair, so kostet beispielsweise unser 65 Zoll-Testgerät nur noch 2.868 EUR, und das direkt bei LG.
Für die Version in 77 Zoll sind derzeit ebenfalls interessante 3.899 EUR fällig, was einer Ersparnis von satten 2.100 EUR im Vergleich zur früheren UVP ausmacht. Auch in nochmals größeren 83 Zoll und 98 Zoll gibt es den G4 prinzipiell, bei LG ist er derzeit nicht verfügbar, jedoch z.B. bei Euronics-Partnern für knappe 5.100 EUR. Die UVP liegt bei 9.199 EUR. Auch den 97-Zöller (30.499 EUR) kann man derzeit nicht direkt bei LG bestellen, Euronics-Partner z.B. führen ihn aber auch, mit deutlicher Ersparnis (knapp 22.000 EUR) im Vergleich zur UVP von 30.499 EUR.

Zero Connect Box
Kommen wir nun wieder zu den wichtigen Eigenschaften. Die LG OLED evo TVs der M4-Serie waren bei der Markteinführung laut LG die ersten Fernseher überhaupt, die drahtlos übertragene Video- und Audiosignale in 4K bis zu 144 Hz (65-Zöller, 77-Zöller, 83-Zöller, 97-Zöller bis 4K@120 Hz) anzeigen können. Für diesen nicht einfachen "Klimmzug" sendet die Zero Connect Box unter Nutzung einer proprietären 60-GHz-Funkverbindung verlustfrei Video- und Audiodaten an den Bildschirm des Fernsehers. Der TV sowie die Zero Connect Box können nahezu an jedem Ort im Raum platziert werden und der Anwender wird dadurch von jeglichen Restriktionen, die Kabel auferlegen, befreit.
Im technischen Fokus der LG OLED evo M4-Reihe steht, wie bereits eingangs beschrieben, der auch im LG OLED evo G4 eingesetzte α11 4K AI-Prozessor. Selbstverständlich sind die M4-Modelle auch mit einer zeitgemäßen HDMI-Sektion (direkt an der Zero Connect Box zu finden) ausgestattet, die wichtige Gaming-Normen wie ALLM oder VRR unterstützen und zu nVidia- und AMD-Specs kompatibel sind. Grundsätzlich gilt: Aufgrund vierfach höherer KI-Performance, gesteigerten Verarbeitungsgeschwindigkeiten und ausgeklügelten Software-Algorithmen holt der LG OLED evo M4 auch aus niedriger auflösenden Inhalten viel heraus, was wir schon ausführlich in der Praxis nachvollziehen konnten. Für ein exzellentes Bild sorgt zudem das außergewöhnlich helle sowie kontrastreiche Panel. Mit Hilfe zahlreicher Bildprogramme, unter anderem dem Filmmaker Mode, der bei LG 2024 erstmals mit Dolby Vision kombiniert wurde, ist es möglich, den M4 exakt aufs jeweilige Quellmaterial abzustimmen. Der OLED evo-TV unterstützt Dolby Vision, HDR10 sowie HLG.

Der OLED evo M4 läuft unter webOS24
Wie bei LGs Smart-TVs üblich, basiert der M4 Software-seitig auf dem hauseigenen Betriebssystem webOS 24, das durch erstklassige Übersichtlichkeit und einfache Bedienung positiv auffällt. Es ist bei webOS 24 möglich, verschiedene individuelle Profile für unterschiedliche Anwender zu erstellen. Natürlich unterstützt LG sämtliche relevanten VoD-Dienste wie Netflix, Prime Video, Disney+ oder Apple TV. Ebenfalls gibt es Support für Apple AirPlay 2. Zudem ist ins Betriebssystem ein nützlicher Bildassistent integriert, der es dem Anwender mittels KI-Unterstützung ermöglicht, aus unterschiedlichen Arrangements aus jeweils 6 Bildern die beiden auszusuchen, die am exaktesten dem eigenen Geschmack entsprechen. Die KI analysiert im Anschluss präzise die Vorlieben des Anwenders und optimiert die Bildgüte entsprechend. Klanglich gibt es ebenfalls ein KI-Tonprogramm sowie eine Mikrofon-basierte Raumanpassung des Lautsprechersystems.
Verarbeitung TV

Rückseite

Detailverarbeitung am Rahmen oben, Rückseite

Detail Rückseite unten

Rückseite, Oberflächen-Finish

Tadellose Material- und Fertigungsqualität

Verarbeitung seitlich, unterer Bereich

Materialqualität des Rahmens aus der Nähe betrachtet

Hier nochmals der obere Bereich

Von oben aus betrachtet
Der OLED M4 weist ein sehr elegantes, schlankes Design und eine sehr gute Verarbeitungsqualität auf. Der Rahmen um das Panel ist äußerst schmal und in silber gehalten, seitlich weist er zudem eine geschliffene Aluminium-Optik auf, wenngleich er aus Kunststoff besteht. Dieser fühlt sich aber haptisch durchaus angenehm und wertig an. Im unteren Bereich gibt es unterhalb des Rahmens noch eine kleine Leiste, unter anderem für den IR-Empfang.

Komplettansicht von der Seite aus gesehen

Auch unten weist der M4 nur eine relativ geringe Bautiefe auf

Feines Alu veredelt den Rahmen

Sehr schmaler Rahmen ums Panel
Wie schon beim G4 aus 2024 weist auch der OLED65M49LA eine praktisch einheitliche Bautiefe auf, was auch die Rückseite entsprechend attraktiv gestaltet. Die Rückseite besteht, abgesehen vom Teilbereich des silbernen Rahmens, auch aus Metall, eine freie Aufstellung im Raum ist allerdings hier ohnehin nicht vorgesehen. Der mit der Zero Connect Box ausgestattete OLED-Fernseher ist nur für die Montage an der Wand konzipiert. Einen Standfuß gibt es, auch optional, nicht. Natürlich ist die gesamte Tiefe des TVs etwas breiter als nur das OLED-Panel, im Vergleich zu früher weisen die modernen LG OLED-Fernseher, das gilt natürlich auch für die kommende 2025er Generation, ein sehr schlankes und durchgängig schmales Design auf.
Verarbeitung und Anschlüsse – Zero Connect Box sowie Fernbedienung

Zero Connect Box mit solidem Finish

Oberseite

Unterseite
Die Zero Connect Box wirkt im Vergleich mit dem Premium OLED-Fernseher etwas einfacher ausgeführt, macht aber einen insgesamt soliden Eindruck. Die Oberfläche besteht vollständig aus Kunststoff, der sich aber insbesondere im oberen Bereich haptisch sehr gut macht. Der Drehregler und auch der Schiebetaster lassen sich beide gut bedienen und bleiben zuverlässig in ihrer justierten Position. Mit den Abmessungen 230 x 121,7 x 230 mm ist sie zwar nicht ultrakompakt, weist aber auch keine allzu ausladenden Dimensionen auf und lässt sich in konventionellen Racks oder Sideboards problemlos unterbringen.

Anschlusssektion
Jegliche Anschlüsse sind sauber integriert und wirken robust. Hier sind drei HDMI 2.1-Slots vorhanden, Eingang 2 bietet eARC. Außerdem gibt es einen digitalen optischen Audioausgang, zwei USB-Eingänge und eine Ethernet-Schnittstelle. Für TV-Empfang stehen zwei DVB-S2-Eingänge sowie ein Eingang für Kabel/Antenne zur Verfügung. Auch einen IR-Blaster kann man an der Zero Connect Box anschließen und ein Common Interface Slot ist auch vorhanden. Rechts neben den HDMI-Eingängen findet man noch eine dedizierte Taste, um das im TV integrierte Mikrofon komplett ausschalten zu können.

Bekannte Magic Remote

Oberer Bereich mit 10er Tastatur

Unterer Bereich

Rückseite
Leider legt LG dem OLED evo M4 die ganz normale Magic Remote bei. Hier hätten wir eine Edel-Ausführung mit Alu-Elemente, die wir von den 8K-OLED-Modellen her kennen, für besser geeignet gehalten. Zudem ist die normale Magic Remote nicht beleuchtet. Ansonsten finden wir kaum Nachteile. Nach wie vor kann man sie wie eine "Air-Mouse" nutzen, aber auch eine komplett klassische Bedienung mittels Navigationskreuz ist möglich.
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