XXL-TEST: Die neue Teufel ULTIMA Serie im 5.1-Setup - Der Endgegner unter 1.000 Euro?
Technik

Gewebekalotte mit 25mm Durchmesser und neuem Design

Hier in der ULTIMA 20

Markenzeichen: Der kupferfarbene Töner mit Phaseplug

Tieftöner ULTIMA 40
Lautsprecher Teufel hat die ULTIMA Serie optisch, unserer Meinung nach, erfolgreich überarbeitet. Es gibt keine drastische Veränderung, dafür aber einige Verbesserungen und Optimierungen im Detail, die insgesamt für einen sehr attraktiven und rundum stimmig wirkenden Auftritt sorgen. Natürlich verraten einzelne Merkmale den günstigen Preis, dennoch könnte das Ensemble für unter 1.000 Euro problemlos auch in einer Preisklasse höher beheimatet sein.
Abseits der Designanpassungen hat sich eher wenig getan, Teufel bleibt hier bei bewährten Treibern in identischen Größen, Materialien und Antriebstechnologien. Kein Fehler, wenn man an die hohe akustische Leistungsfähigkeit der bisherigen ULTIMA Modelle zurückdenkt. Das bedeutet konkret, dass in der neuen ULTIMA 40 zum 25mm Gewebekalotten-Hochtöner, der in allen Modellen verbaut ist, ein 165mm Mitteltöner mit Kevlar-/Fiberglas-Membran sowie zwei Tieftöner mit ebenfalls 165mm Durchmesser und einer Zellulose-/Fiberglas-Membran stecken. Die Dauerbelastbarkeit liegt bei 120 Watt, kurzzeitig ist der Standlautsprecher mit 200 Watt belastbar. Mit 87dB ist der Wirkungsgrad nicht enorm. Wie bereits bei den Vorgängern empfohlen, sollte man auch hier auf einen doch eher kräftigen AV-Verstärker setzen.
Für Regallautsprecher und Center gilt dies ebenso. Heißt, beim Center sind zwei 110mm Tief-/Mitteltöner und der 25mm Hochtöner an Bord. Der ULTIMA Center ist also ein geschlossenes 2-Wege-System. Der Wirkunsgrad hier: 89 dB. Die Dauerbelastbarkeit liegt bei 100 Watt und kurzzeitig ist er mit 150 Watt belastbar. Die ULTIMA 20 Regallautsprecher reihen sich nahtlos ein und sind ebenfalls als 2-Wege-Systeme, allerdings als Bassreflexkonstruktion, ausgeführt. Ein wenig Wandabstand sollte man aso einplanen. Die Regallautsprecher erfordern auch ein wenig Antriebsleistung, der Wirkungsgrad liegt hier bei 84dB. Die Dauerbelastbarkeit liegt bei 50 Watt, kurzzeitig sind 80 Watt kein Problem.
Klang - Filmton
Knapp unter 1.000 Euro für ein Surround-System, bestehend aus Standlautsprechern für die Frontkulisse, recht großen Regallautsprechern für den Surround-Bereich und einem Center, sind schon ein Wort. Zumal die Komponenten, wie aus den oberen Abschnitten ersichtlich, keinesfalls billig wirken und solide verarbeitet sind. Der Preis ist also auch beim 5.1-Surround-Aufbau identisch zur früheren Serie geblieben, der bereits seit längerer Zeit erhältliche Subwoofer dabei sogar etwas kraftvoller als beim damaligen Setup. Doch kann sich das preiswerte System auch aus akustischer Sicht behaupten?
Wir erinnern uns zurück an die früheren Modelle und deren hervorragende grobdynamische Eigenschaften, an denen sich aus unserer Sicht kaum etwas getan haben dürfte. Um das eindeutig nachvollziehen zu können, haben wir mal wieder einen "Klassiker" aus der Blu-ray Disc-Schublade geholt. Der damals noch fitte Bruce Willis im Verbund mit Justin Long nimmt es mit Timothy Olyphant in einem Action-geladenen Thriller aus dem Jahre 2007 auf. Hier geht es von Beginn an heiß zur Sache, wir konzentrieren uns aber auf das fünfte Kapitel. Geschosse unterschiedlichen Kalibers, gewaltige Explosionen und ein spannungsunterstützender Score bilden hier die perfekten Voraussetzungen für all das, was ein ausgewachsenes Surround-Setup leisten muss, damit im Wohnzimmer echtes Heimkino-Feeling aufkommt.
Schließlich muss man ja etwas davon haben, wenn man die Wohnumgebung, statt auf eine einzelne Komponente, wie z.B. eine Soundbar, zurückzugreifen, mit gleich fünf nicht winzig bemessenen Lautsprechern bestückt. Dass das Ergebnis allerdings nicht vergleichbar ist, beweist das Teufel ULTIMA 40 Surround "5.1-Set" aber bereits nach wenigen Szenen. Mit ausgeprägter Räumlichkeit, sehr guter Platzierung der Effekte, die auch direktional im Raum klar nachvollziehbar sind, und einer insgesamt sehr dichten, glaubwürdigen Atmosphäre, die den Zuhörer mitten ins Geschehen versetzt. Grobdynamisch wird hier alles aufgefahren und die Klangkulisse wirkt sehr lebendig und mitreißend. Kraftvoll agieren die Teufel Lautsprecher untenrum. Schon die Standlautsprecher liefern Nachdruck und Volumen bis in erstaunlich tiefe Regionen, ganz unten schiebt dann der T 10 Subwoofer noch nach und erweitert den Tiefgang auf ein für die Preisklasse erstaunliches Niveau. Auch recht präzise wird im Tiefbass agiert, so dass die verschiedenen Geschosse und Explosionen, die teilweise sehr schnell aufeinanderfolgen, sehr gut differenziert werden. Vor den zahlreichen Geschossen, die durch die hohe Homogenität des Klangbilds authentisch von links nach rechts und von vorne nach hinten durch den Raum fliegen, möchte man sich gerne wegducken. Das Teufel-System profitiert zweifellos von der identischen Treiberbestückung aller Komponenten. Der Center integriert sich, trotz seiner eher kompakten Abmessungen, auch sehr gut. Die Frontkulisse wirkt geschlossen und stimmig. Bezüglich der Sprachverständlichkeit hatten wir während dieser Testsequenz keinerlei Probleme und auch die unterschiedlichen Merkmale der Stimmen der Protagonisten kommen gut heraus. Bei der Feinauflösung bleibt ein wenig Potential liegen, dennoch wirkt das Geschehen natürlich und nimmt aufgrund der hohen Spielfreude und Geschwindigkeit den Zuschauer voll mit. Auch das Motorengeräusch, als Willis und Long mit dem Fahrzeug aus der umkämpften Zone fliehen, wirkt sehr authentisch und ist überraschend gut strukturiert. Ausgezeichnet ist es um die Pegelfestigkeit bestellt. Mit dem Arcam AVR11 steht hier mehr als genügend Leistung zur Verfügung und wir können in unserem 25qm Hörräum problemlos enorm hohe Pegel fahren, ohne dass die Teufel Lautsprecher anschlagen oder überfordert wirken. Im Gegenteil, hier ist hohe Souveränität gegeben und der angenehm ausgelegte Hochtonbereich wird nie fordernd oder gar scharf.
Weiter geht es mit dem anspruchsvollen 11. Kapitel von Jurassic Park, als die Protagonisten in ihren liegengebliebenen Jeeps vor dem Gehege des Tyrannosaurus Rex stehen. Eindrucksvoll wirken die abgrundtiefen Fußtritte der Riesenechse. Nicht ganz so fein konturiert wie bei luxuriöseren, und teureren, Komponenten, aber nichtsdestominder imposant und furchteinflößend. Ihre hohe Belastbarkeit und die hohe Pegelfestigkeit stellt das Teufel Set hier erneut unter Beweis. Wenn man es unbedingt darauf anlegen möchte, kann man die Tieftöner zum Anschlagen bringen, dann ist man aber schon in nahezu unaushaltbaren Pegel-Sphären angelangt. Bis dahin bleibt alles völlig souverän. Auch das tiefe Grollen in Kombination mit den schrillen Schreien des Sauriers wird authentisch wiedergegeben und versetzt den Zuschauer sehr gut in die beklemmende Situation, in der sich die Schauspieler befinden. Die Kulisse wirkt geschlossen, Effekte werden mit hoher Geschwindigkeit auf allen Kanälen abgebildet, auch die Surroundkulisse arbeitet hier exzellent und es entsteht auch hier eine authentische, lebendige Klangsphäre mit dichter Substanz. Transparent und durchhörbar ist das Geschehen. Nicht ganz werden alle Details mit identisch klarem Fokus berücksichtigt, an der immersiven Surroundkulisse ändert das nichts. Der fallende Regen kommt sehr gut heraus und auch das Schleifen des Metalls auf dem Asphalt ist passend unangenehm. Auch hier zeigt sich eine sehr solide Center-Integration, insgesamt ist die Geschlossenheit und das schnelle Reaktionsverhalten maßgeblich für die emotional mitreißende Atmosphäre.
- Auf der letzten Seite dürfen sich die ULTIMA Lautsprecher an der Musikwiedergabe versuchen und wir ziehen unser Fazit!
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Tags: Lautsprecher • Passivlautsprecher • Regallautsprecher • Standlautsprecher • Subwoofer • Teufel






