XXL-SPECIAL: 25 Jahre Nubert nuBox - Meilensteine aus Sicht der AREADVD-Redaktion

Seit mittlerweile 25 Jahren gibt es die nuBox-Lautsprecherserie der Sound-Experten von  Nubert aus Schwäbisch-Gmünd. Aktuell sind bei Nubert die hier aufgeführten Modelle erhältlich. Hinzu kommt, dass Nubert selbst das Jubiläum gebührend feiert und zu diesem Anlass zwei Sondermodelle aufgelegt hat:

Für uns ist dieser Geburtstag aber auch ein Grund, zurückzublicken: Wir präsentieren aus unserer Sicht zahlreiche Meilensteine aus dem nuBox-Sortiment. 

2005: Test Nubert nuBox 360LE

nuBox 360LE

Starten möchten wir mit einem ganz besonderen Lautsprecher, nämlich der Nubert nuBox 360LE. Schon seit den nuBox-Anfängen gab es die nuBox 360, als "Last Edition" wurde sie 2005 ein letztes Mal aufgelegt. Zum Stückpreis von 152 € wurde sie 2005 bereits seit 10 Jahren offeriert. In dieser Zeit hat die preisgünstige Regalbox viele Liebhaber gefunden - also ein durchschlagender Erfolg. Aber auch die größte Erfolgsgeschichte endet einmal - daher die letzte, besonders attraktive Auflage der nuBox 360. Wahlweise in den Farbgebungen "Calvados" mit Front in Silbergrau-Metallic (so kam die nuBox 360LE in unseren Testraum) oder in "Amari" (Mahagoni-artig mit Front in Graphit-Metallic) kostet die nuBox 360LE (Last Edition) gerade einmal 30 Cent mehr als die normalen Modelle - ein sehr vertretbarer Aufschlag für eine deutlich attraktivere Optik. Dass andere Hersteller für einen deftigen Aufpreis eine solche letze Edition verkauft hätten, während Nubert hier fast nichts zusätzlich verlangt, das ist typisch für die Klang-Tüftler von der Ostalb.

Klassisch: Separate Schallwand vor dem Gehäuse

Wie lesen sich die technischen Daten der nuBox 360LE von 2005? Eine Nennbelastbarkeit von 100 und eine Musikbelastbarkeit von 150 Watt sind für einen Lautsprecher dieser Preisklasse noch heute, 2019, sehr ordentlich. Das 27 Liter-Gehäuse ist aus MDF-Material hergestellt, die Wandstärke beträgt 19 mm. Der Magnet des in ständiger evolutionärer Arbeit stets verbesserten 22 cm Tief-/Mitteltöners ist kraftvoll und leistungsfähig. 22 cm sind übrigens eine ganz schöne Menge für einen Regallautsprecher. Wer mag, kann die nuBox 360 LE auch mit getrennten Endstufen für Hoch- und Mittel-/Tieftonbereich ansteuern: Die Bi-Wiring-Terminals machen es möglich. 

Plakette der Last Edition

Die Frequenzweiche der nuBox 360 fällt ebenfalls sehr aufwändig aus. Das ist bei Nubert auch 2019 noch so und traditionell besonderes Kennzeichen der Schallwandler aus Schwäbisch-Gmünd. Bei Nubert Frequenzweichen finden sich mehr und höherwertige Bauteile als bei weiten Teilen der Konkurrenz Platz auf den Platinen. Die zusätzlichen Bauteile werden für spezielle Kompensationsschaltkreise eingesetzt, die für eine besonders saubere Abstrahlung über einen großen Winkelbereich genauso verantwortlich sind wie für eine ausgezeichnete Impulsverarbeitung. Wer es gerne einmal richtig "krachen" lässt, wird sich über die integrierte Schutzschaltung der nuBox 360LE freuen. Bei drohender Überlastung greift dieser Schutzmechanismus ein und schneidet den vom Verstärker kommenden Stromfluss zu Chassis und Weiche ab. Danach setzt sich die Schutzschaltung wieder selbstständig in den Normalbetrieb zurück (selbstrückstellende Sicherungen für Hoch- und Tiefmitteltöner sowie Frequenzweiche).

Als Hochtöner setzt Nubert bei der 360LE auf eine 25 mm Gewebekalotte (25 mm), die ebenfalls seit vielen Jahren bewährt ist und ständig verbessert wurde. Der Wirkungsgrad fällt mit 87,5 dB (1 W @ 1m) für einen Regallautsprecher dieser Bauart ordentlich aus. Die nuBox 360LE weist 4 Ohm Impedanz auf und einen Frequenzgang von 58 bis 20.000 Hz (+/- 3 dB). Die Abmessungen sind mit 8 x 24,5 x 29,2/30,5 cm H x B x T (ohne/mit Stoffrahmen)  durchaus beträchtlich, aber Bass braucht Volumen.

Unser Fazit sprach 2005 eine eindeutige Sprache. Trotz der langen Modell-Laufzeit präsentiert sich der beliebte Lautsprecher immer noch in bestechender Form, vor allem wenn man den Verkaufspreis berücksichtigt. Ist die nuBox 360LE richtig eingespielt (hier reichen 2 Tage, an denen der Lautsprecher durchläuft), ist das klangliche Erlebnis für einen Lautsprecher, der deutlich unter 200 € kostet, ausgezeichnet. Besonders bei  nachdrücklicher Musik - wie Rock, Techno, House oder Hip Hop - ist die nuBox 360LE in ihrem Element und sorgt für eine kraftvolle, voluminöse Wiedergabe, ohne jedoch dass der Eindruck entsteht, die 360 würde künstlich-übertrieben "aufdicken" - dazu ist die Ostalb-Box viel zu ehrlich. Ein leichtes Plus, sehr verträglich, im Bassbereich reicht aus, um ein angenehmes, stimmiges Volumen zu bieten, bereits bei moderater Lautstärke wird dies deutlich.

Der Hochtonbereich ist sehr angenehm. Die Pegelfestigkeit ist außerordentlich gut, auch bei hoher Lautstärke wird die 360LE nie schrill oder aggressiv, sondern klingt noch angenehm satt. Die Verarbeitung macht dem nüchtern gehaltenen Schallwandler auch keinen Strich durch die Rechnung. Die Folie ist sauber verklebt, die hervorragenden Lautsprecherkabel-Anschlussterminals sorgen für das Flair höherer Preisklassen. Die gelungenen Farben der Last Edition geben dem sehr schlichten Lautsprecher gekonnt etwas Schick auf den Weg zum auch optisch orientierten Hörer. Unsere Bilanz: Schade, dass du gehst, nuBox 360 - diejenigen, die sich ihre nuBox 360LE "ergattert" haben, können hochzufrieden mit ihrem Kauf sein. Durch die exzellenten Eigenschaften zum kleinen Preis wird die nuBox 360LE gleich der Mittel- und nicht der Einsteigerklasse zugeordnet, wo sie aufgrund ihres Kaufpreises eigentlich hingehören würde. 

2010: Test Nubert nuBox 681

nuBox 681

Wir bewegen uns nun einige Jahre nach vorn, genauer gesagt ins Jahr 2010. Hier haben wir das damalige Spitzenmodell Nubert nuBox 681 getestet, ein weiterer Klassiker aus 25 Jahren Nubert nuBox. Für vergleichsweise wenig Geld kann man sich hier eine außergewöhnlich leistungsstarke Standbox nach Hause holen: 489 EUR betrug der Stückpreis zum Testzeitpunkt. Mittlerweile "lebt" die nuBox 681 als nuBox 683 für 589 EUR fröhlich weiter.

Von Geschmack zeugt die Auswahl der lieferbaren Farben: Black&Black (Gehäuse schwarz, Frontgitter schwarz), Nußbaum (Front Graphit), klassischer Nubert Style mit schwarzem Korpus und silberner Schallwand sowie Ahorn mit silberner Schallwand stehen zur Auswahl. Mit perfekt sitzender Stoffabdeckung macht der Lautsprecher optisch viel her, hinzu kommt eindrucksvolle Technik: Eine aufwändige Frequenzweiche, Schutzsicherungen gegen drohende Überlastung sowie eine Musikbelastbarkeit von 450 und eine Nennbelastbarkeit von 310 Watt (nach DIN) zeichnen den schwäbischen Schallwandler aus. 

Basschassis

Nubert-typisch ist der Lautsprecher sehr aufwändig aufgebaut. Im Interesse perfekter Gruppenlaufzeiten führt Günther Nubert viele Lautsprecher bis auf die extrem aufwändige nuVero-Serie in 2-Wege-Konstruktion aus, so auch die 32 kg pro Stück wiegende 681. Durch die zusätzliche Bestückung mit 2 impulsorientierten Subbässen ist der Tiefgang ausgezeichnet. So sorgen dann insgesamt drei 22 cm Tieftöner für Ausdruckskraft.

Im Bassbereich laufen alle drei Tieftöner parallel, das oberste Chassis überträgt zusätzlich noch den Mitteltonbereich. Mit der Membran aus leichtem und steifem Polypropylen sorgt für eine enorme Impulstreue. Die 25 mm Gewebekalotte überträgt den Hochtonbereich. 

Auf der Rückseite mit Bi-Amping-Terminals finden sich Nubert-Spezialitäten in Form von zwei Metall-Kippschaltern, die die Klangcharakteristik von Bass- und Hochtonbereich beeinflussen. Man kann zwischen einer schlanken, einer linearen und einer angehobenen Basswiedergabe wählen. Der Hochtonbereich bietet die Schalterpositionen sanft, linear und brillant. 

Frequenzweiche

Die verbaute Frequenzweiche besteht aus 37 Bauteilen besteht und mit hochwertigen Folienkondensatoren für Hoch- und Mitteltonbereich bestückt ist. Eine Schutzschaltung passt auf, dass Chassis und Weiche nicht durch Überlastung zerstört werden. Sie kappt in einem solchen Fall den Verstärkerstrom und setzt sich anschließend wieder selbständig in den Normalbetrieb zurück. 

Die rückseitigen Bassreflexöffnungen sind dafür verantwortlich, dass der Wirkungsgrad weiter steigt. Allerdings sollte man es vermeiden, die 681 direkt an eine Wand zu stellen. Das 96 Liter große Lautsprechergehäuse besteht aus MDF in Wandstärken zwischen 19 und 38 mm. Am Gehäuseboden sind vier M 8 Gewindebuchsen eingelassen. Diese dienen zur Aufnahme der mitgelieferten Metall-Tellerfüße mit Filzbesatz. Alternativ können auch andere Zubehörteile mit M 8 Gewindestift verwendet werden wie Spikes oder Rollen. 

Erstklassige Bilanz für die nuBox 681 im damaligen Test: Nubert zeigt Flagge und verpackt in die nuBox 681 nahezu alle Tugenden, für die die schwäbische Speaker Factory steht. Angefangen vom günstigen Preis, weiter gehend mit der geschmackvollen Farbauswahl und der extremen Pegelfestigkeit bis hin zur verblüffenden Räumlichkeit, der tonalen Neutralität und den cleveren Kippschaltern zaubern die Schwaben einen Trumpf nach dem anderen aus dem Ärmel. Der ordentliche, aber nicht exzellente Wirkungsgrad sorgt dafür, dass man sich schon einen leistungsstarken Receiver oder Verstärker gönnen sollte, um die hoch belastbare 681 richtig anzutreiben. Die Verarbeitung ist hervorragend, und zwar innen wie außen. Insgesamt stellt die Nubert nuBox 681 für sehr viele versierte Stereo-Hörer eine große Verlockung dar, die man sich auch noch leisten kann. Zugleich ist die nuBox 681 der ideale Startpunkt für eine hochwertige, aber preislich fair kalkulierte Mehrkanal-Anlage.

2013: Nubert nuBox A-993 aktiver Bassreflex-Subwoofer

nuBox AW-993

Die Nubert nuBox-Serie umfasste nicht nur exzellente Standboxen, Centerlautsprecher und Kompakt-Schallwandler, sondern auch außergewöhnlich leistungsstarke aktive Subwoofer. Hier haben wir uns im Jahr 2013 den nuBox A-993 vorgenommen

Zum Preis von 629 EUR (Schwarz, Front silbern/Ahorn, Front silbern/Nussbaum, Front Graphit) beziehungsweise 649 EUR (Black&Black, wie unser Testmuster) gab es für rund 6 Jahren ein üppiges 330 mm Chassis und reichlich eingeschenkte 240 Watt Endstufen-Dauerleistung. Im Standbybetrieb hält sich der klassisch geformte Bass-Experte dann mit ca. 0,5 Watt angenehm zurück. Übrigens: Den nuBox A-993 gibt es immer noch, und zwar für nochmals günstigere 629 EUR - ein absolutes Top-Angebot

Der aktive Subwoofer ist aus formalen Gesichtspunkten durchaus als "stattlich" zu bezeichnen. Er ist mit Füßen 62 cm hoch, 37 cm breit und mit Stoffrahmen und Verstärker 47 cm tief. Mit 27 kg ist er alles andere als ein "Leichtgewicht", schon der massive Lautsprecherkorb nebst großem Magneten ist recht schwer. Dann noch das massive MDF-Gehäuse und die Endstufe mit hochwertigen Bauteilen - so kann man sich durchaus erklären, dass hier ein "schwerer Junge" entstanden ist.

Ins Gefängnis muss der nuBox AW-993 freilich nicht, auch wenn er sich bestimmt ebenso gut hinter schwedischen wie hinter deutschen Gardinen macht. Und das muss einem keinesfalls spanisch vorkommen, denn mit einem Frequenzgang, der bei Nutzung der Low Cut Schaltung bei 20 Hz (- 3 dB) bzw. 18 Hz (- 6 dB) tief im Keller losgeht, fühlt sich auch der Heimkino-Liebhaber in aller Deutlichkeit angesprochen.

Typisch für Nubert, sorgen clevere Schaltungen beim nuBox A-993 für Flexibilität bei den Wiedergabeoptionen. 

Anschlüsse hinten

Wer die Low Cut Schaltung nicht aktiviert, hat bei - 3 dB 30 und bei - 6 dB 28 Hz als untere Grenzfrequenz. Mit der Low Cut Schaltung sinkt die Pegelfestigkeit etwas, dafür steigt der Tiefgang weiter. Damit sich der AW-993 im Grenzbereich nicht durch unschönes Anschlagen der Membran zu Wort meldet, setzt Nubert auch bei diesem Modell die sogenannte Softclipping-Schaltung ein, die man aktivieren kann. Dann hat man etwas weniger maximal möglichen Pegel, dafür aber größtmögliche Sicherheit und klangliche Reinheit. 

Elektronik und starker Ringkerntransformator

Kommen wir zu den technischen Einzelheiten. Das Chassis im AW-993 besitzt einen massiven Alu-Druckgusskorb und eine belüftete Zentrierspinne für höchste Belastbarkeit. Die Sicke ist breit und läuft in Richtung Rand flach aus. Die maximal mögliche Membranauslenkung fällt mit 3,5 cm großzügig aus. Schon seit jeher schafft es Nubert, enormen Hub aus den Chassis herauszukitzeln. 

Sehr hohe Schalldrücke bei extrem kleinen Verzerrungen - diese Botschaft möchte der AW-993 in deutsche Heimkinoräume tragen. Um dies zu ermöglichen, ist Endstufenleistung unerlässlich. Darum setzen die Klangmeister von der Ostalb auf einen großen Ringkerntrafo, damit der AW-993 nicht nur bei kurzen Stromspitzen wie z.B. bei einer großen Explosion viel Reserven besitzt, sondern auch in effektgeladenen Action-Spektakeln über die gesamte Laufzeit des Filmes stets üppig Strom zugeliefert bekommt. Das Verstärkermodul wurde von Nubert für den AW-993 komplett neu entwickelt und bringt ein besonders effizientes Schaltnetzteil mit, das im Standbybetrieb mit höchstens 0,5 Watt Stromverbrauch aufwarten kann. Im Signalweg arbeitet der Verstärker rein analog. Sämtliche Betriebsparameter werden mittels Mikrocontroller justiert und natürlich auch im ausgeschalteten Zustand gespeichert. Einstellungen für Lautstärke, Phase und Filter werden durch digitale Potentiometer und MOS-Schalter realisiert. 

Fernbedienung

Die mitgelieferte Fernbedienung funktioniert mit Infrarot. Die aktivierten Funktionen werden auf dem kleinen Display des AW-993 angezeigt. Die kleine Fernbedienung liegt gut in der Hand. Ganz unten finden sich vier Presets, hier können individuelle Einstellungen gespeichert oder abgerufen werden. Auf den Speicherplätzen kann man sich z.B. für Musik und Filmton verschiedene Presets zusammen stellen, was sehr praktisch ist. In der Praxis erweisen sich alle Einstellmöglichkeiten (z.B. Lautstärke, Freq. Sat, Freq. Sub) als sehr präzise. 

Klare Ansage im Fazit 2013: Mit exorbitant hoher Pegelfestigkeit und einem erstklassigen Tiefgang setzt der nuBox AW-993 Maßstäbe. Für den schwäbischen "Aktivposten" sprechen auch die routinierte Verarbeitung, die hochwertigen Bauteile innen, die komfortable Bedienung mittels Fernbedienung und die Möglichkeit, gleich vier Presets, z.B. für Musik und Filmton, einzugeben. 

2015, Test Nubert nuBox 513

nuBox 513

Waren die vorherigen Nubert nuBox-Modelle optisch klassisch und konservativ gehalten, liefert Nubert mit der nuBox 513 nun einen dem Trend folgenden schlanken, aber gleichermaßen leistungsfähigen Standlautsprecher:  Die Boxen sind in Dekorfolie in Schwarz und lackierter Schallwand in Schwarz, in Dekorfolie in Schwarz und lackierter Schallwand in Silber und in Dekorfolie in Makassar-Ebenholz und lackierter Schallwand in Schwarz erhältlich. Der Preis pro Stück liegt bei Nubert-typisch günstigen 419 EUR im Jahre 2013 und auch 2019 - die nuBox 513 ist nach wie vor im Sortiment - werden immer noch 419 EUR aufgerufen. Nur die lieferbaren Farbvarianten unterscheiden sich von denen, die es 2013 gab. So ist die silberne Variante, die bei uns damals zum Test antrat, nicht mehr verfügbar. 

Der nuBox-Lautsprecherserie angemessen haben wir es bei der nuBox 513 nicht mit einem sehr außergewöhnlichen Design, sondern klassischer Standlautsprecher-Optik zu tun. Fast zumindest, denn mit Abmessungen von 100 x 17 x 30 cm (HxBxT) gehört der Schallwandler zu den "Towern" im Marktumfeld, weist also eine sehr schlanke Form auf und wirkt im modernen Wohnzimmer dezent und nicht so aufdringlich wie eine klassische Box mit breiter Form. Unsere Variante in der Kombination schwarz und silber wirkt klassisch, aber keinesfalls langweilig. Die Seiten des MDF-Gehäuses sind zwar foliert, die Folierung ist aber an allen Seiten sehr sorgfältig und sauber aufgebracht. Die silberne Schallwand, die minimal über die Seitenwände hinaussteht, ist lackiert. Der Übergang der beiden Komponenten ist absolut nahtlos und akkurat. Auch die einzelnen Chassis sind sauber in die Schallwand integriert. Die Kanten sind leider nicht gerundet, im Vergleich mit dem zugehörigen Preisbereich weist die nuBox 513 eine ausgezeichnete Verarbeitungsqualität auf und zeigt keine große Schwäche.

An der Rückseite findet sich ein solides Bi-Wiring-Schraubterminal, das problemlos für dickere Kabeldurchmesser geeignet ist und natürlich auch Bananenstecker entgegennimmt. Darunter ist die Bassreflexöffnung integriert. Da sich die Öffnung auf der Rückseite befindet, empfiehlt der Hersteller einen Abstand von minimal 3cm zur Wand und den Verschluss der Öffnung, wenn nur eine direkte Aufstellung an der Wand möglich ist.

Hochtöner

Die nuBox 513 ist ein Zwei-Wege-Standlautsprecher in Bassreflexbauweise. Das Gehäuse besteht aus MDF und weist eine Wandstärke aus 19 bis 38 mm auf. Alle drei 150 mm Polypropylen-Töner arbeiten im Bass parallel, der obere strahlt auch den Mittentonbereich ab. Die Tieftöner verfügen über Aluminiumdruckgusskörbe und großzügige Belüftung für ein perfektes Temperaturmanagement bei Dauerbelastung. Die 25mm Seidenhochtonkalotte ist eine komplette Neuentwicklung und begeistert dank einer speziell bedampften Rückkammer und einer mit Ferrofluid gekühlten Schwingspule besonders im Übergangsbereich zum Tieftöner. Hier wurde ein Technologietransfer aus den nuLine- und nuVero-Serien vollzogen.

Der Frequenzbereich der nuBox 513 ist mit 36- 22.000 Hz angegeben. Wer im unteren Bereich noch nachhelfen möchte, kann zum AW-443 oder gar zum AW-993 greifen. Ob dies zwingend notwendig ist, sehen wir im Klang-Check. Die kurzzeitige Maximalbelastbarkeit liegt bei satten 320 Watt, der Wirkungsgrad ist mit 85 dB nicht extrem hoch. Das Gewicht des Lautsprechers liegt bei 21 kg.

Frequenzweiche

Wie üblich bei Nubert präsentiert sich die Frequenzweiche als aufwändig ausgestattet und hochwertig bestückt. Hier kommen im Hoch- und Mitteltonbereich langzeitstabile Folienkondensatoren zum Einsatz. Zusätzlich sollen auch noch Schaltkreise zur Impuls- und Phasenoptimierung integriert sein, um ein möglichst präzises Klangbild und großzügiges Abstrahlverhalten zu erzielen. Damit die Box nicht beschädigt wird, gibt es eine Schutzschaltung, die bei drohender Überlastung den Verstärkerstrom zu Chassis und Weiche unterbricht und sich danach selbständig wieder in den Normalbetrieb zurückversetzt. An der Rückseite zwischen den Anschluss-Terminals ist eine Zusatzschaltung integriert. Hier kann man die Hochtonwiedergabe beeinflußen. Neben neutral kann man hier den Schalter auf "Brilliant" oder "Sanft" stellen.

Die nuBox 513 präsentieren sich in klassischer, aber gleichzeitg schlanker Formensprache. Dank der geringen Breite gliedern sich die Schallwandler trotz ihrer Höhe mit dezentem Chic ins moderne Wohnzimmer ein. Die Lautsprecher sind teils foliert und teils lackiert und machen bezüglich ihrer Verarbeitung einen insgesamt sehr soliden Eindruck. Akustisch beweisen sie mit einer überdurchschnittlich guten Instrumentaldifferenzierung und exzellentem Bühnenaufbau Stärke. Durchhörbar und transparent ist die Klangkulisse, klare Struktur und ausgezeichnete Dynamik garantieren ein sehr authentisches Klangerlebnis. Untenrum sind die Nubert-Lautsprecher hart und trocken ausgelegt und agieren mit hoher Präzision. Bezüglich ihrer Preisklasse liefern die Nubert nuBox 513 eine überragende Performance ab, auch was die Pegelfestigkeit betrifft werden hier kaum Grenzen gesetzt. Um das volle Potential der Schallwandler auszuschöpfen, ist die Kombination mit hochwertiger Elektronik empfehlenswert.

Test 2017: Nubert nuBox 313

Schmale 159 EUR pro Stück kostet der 2-Wege-Bassreflex-Regallautsprecher Nubert nuBox 313. Immer noch ist der Schallwandler erhältlich, allerdings nicht mehr  in der von uns getesteten Farbvariante. Der Zweiwege-Kompaktlautprecher tritt mit Nubert-typisch hochwertigen Gehäuse bei uns zum Test an. Die Gehäusewände bestehen aus 19 mm dickem MDF-Material und sind sorgfältig foliert. Gerade in der Farbversion "Ebenholz" sieht die nuBox 313 richtig schmuck aus. Ein Unibody-Gehäuse hat der Schallwandler nicht, sondern die Schallwand ist nach "alter Väter Sitte" in schwarz-seidenmatter Lackierung mit geringem Spaltmaß am Korpus montiert. Die sauber bezogenen Stoff-Lautsprechergitter werden mit herkömmlichen Haltebolzen befestigt. 

Bestückt ist der kompakte Schallwandler mit bewährten Nubert-Komponenten. Er besitzt einen 15-Zentimeter-Hochleistungstieftöner mit Polypropylenmembran, der aufgrund seiner großzügigen Hinterlüftung eine für die Baugröße überraschend nachdrückliche und tiefe Basswiedergabe (60 Hertz bei -3 Dezibel) sicherstellt.

Tiefmitteltöner mit großem Hub

Durch den Hub des Chassis gibt es zudem enorme Pegelreserven. Verbaut ist zudem ein belastbarer und sehr gut auflösender Hochtöner mit 25-Millimeter-Seidenkalotte, der sich auch in der nuPro-Serie bereits bestens bewährt hat. 110 Watt Nennbelastbarkeit und 140 Watt kurzzeitige Maximalbelastbarkeit sind sehr gute Werte. Die nuBox 313 weist eine Nennimpedanz von 4 Ohm auf und stellt Frequenzen zwischen 60 Hz und 22 kHz dar. Der Wirkungsgrad (1W/1m) liegt bei 85 dB.

Natürlich macht die schwäbische Gründlichkeit auch vor der Frequenzweiche nicht Halt - hier unterscheidet sich die nuBox 313 nicht von den anderen nuBoxen. Die Frequenzweiche ist ist mit langzeitstabilen Folienkondensatoren bestückt und sorgt sowohl für die Trennung der Frequenzbereiche als auch für die Linearisierung der Lautsprechersysteme. Eine spezielle Schutzschaltung kappt bei drohender Überlastung den Verstärkerstrom zu Chassis und Weiche, ist die Gefahr vorüber, setzt sie sich selbständig wieder in den Normalbetrieb zurück. Obwohl die primäre Aufgabe einer Frequenzweiche das Trennen der Frequenzen ist, verfügt die Nubert-Variante auch noch über zusätzliche Schaltkreise zur Impuls- und Phasenoptimierung. Die hörbare Folge ist ein äußerst gutes vertikales Abstrahlverhalten.

Detailverarbeitung

Wie man es auch von anderen Nubert-Lautsprechern kennt, bringt die nuBox 313 einen Kippschalter hinten am Lautsprecherkabel-Anschlussterminal mit. Dieser ermöglicht die Einstellung einer „neutralen“ oder „brillanten“ Hochtoncharakteristik. 

Mehr Klang und Technik für weniger Geld kann man kaum erwarten, das ist auch bei der nuBox 313 unser Fazit. Der Lautsprecher offeriert für seinen Kaufpreis ein exzellentes Leistungsprofil. Sie sieht schick aus, gerade in der Folierung, die unser Testexemplar mitbrachte, ist technisch für einen so günstigen Lautsprecher aufwändig aufgebaut und klingt dynamisch, räumlich dicht und homogen. Mehr kann man fürs Geld nicht erwarten. 

Fazit

Neueste Evolution: nuBox 325 Jubilee

25 Jahre und kein bisschen leise - die nuBox-Serie hat schon für viele Glanzpunkte gesorgt, und ein Ende dieser beispiellosen Karriere ist nicht in Sicht. Technisch aufwändig, überdies robust, klanglich stark und preislich günstig: So baut man Boxen, das hat sich auch nach 25 Jahren nicht geändert. 

Special: Carsten Rampacher
Datum: 11. April 2019

Anzeige

Für Einkäufe bei Amazon.de, Media Markt, SATURN, Sky und im Apple iTunes Store erhalten wir Werbeprovisionen über Affilliate-Links auf unserer Seite.

Tags:


Alle aktuellen Tests auf AREA DVD
  ZURÜCK