TEST: Yamaha SR-C20A - kann die Einsteigersoundbar im Test überzeugen ?

Auf dem Hause Yamaha haben wir die Einsteiger Soundbar SR-C20A zum Test erhalten. Die kompakte Soundbar fügt sich wegen ihrer geringen Abmessung von 60 cm Länge, 9,4 cm und 6,4 cm Höhe harmonisch in die Hörumgebung ein und öffnet den Weg in den virtuellen Klang.

Bei der Bestellung kann der Käufer zwischen einer schwarzen oder auch weißen Ausführung auswählen. Um Besitzer der Soundbar zu werden, müssen allerdings auch knappe 250 EUR investiert werden. Im Vergleich, die Yamaha YAS-209 ist derzeit für gut 300 EUR erhältlich und besitzt einen externen Subwoofer sowie umfangreiche Netzwerkfunktionen. Wie sich aber das neueste Mitglied der Yamaha Familie verhält und ob der Preis gerechtfertigt ist, dazu später mehr.

Der Verstärker der Yamaha Soundbar liefert 100 Watt Ausgangsleistung und hat Dolby Digital Decoder an Board. Die beiden Frontlautsprecher werden mit je 20 Watt versorgt und der integrierte 75 mm Tieftöner wird mit den restlichen 60 Watt befeuert.

LED Leuchten an der Front informieren über den gewählten Eingang

Das Gehäuse der Yamaha SR-C20A macht einen soliden Eindruck und ist mit einem schwarzen oder weißen Akustikstoff fast umlaufend bezogen. An der Front befinden sich verschiedene LEDs, die über den gewählten Eingang oder auch über den Surround Modus informieren. Ein zusätzliches Display besitzt der Yamaha Soundriegel allerdings nicht.

Sauber angebrachter Akustikstoff

Die Yamaha Soundbar besitzt die Clear Voice-Funktion, die die Lautstärke menschlicher Stimmen erhöht, sodass sich z. B. Dialoge und Ansagen besser von anderen Geräuschen abheben. Selbst bei Filmen, Fernsehserien, Nachrichten und Shows, wo Hintergrundmusik und Soundeffekte reichlich zum Einsatz kommen, ist die menschliche Stimme klarer und einfacher zu verstehen.

Zusätzlich zur Clear Voice Funktion besitzt die SR-20A aber auch vier Sound-Modi für den optimalen Klang bei Filmen, Musik, TV-Programmen und Spielen. Der Soundmodus "Standard" eignet sich für allgemeine Inhalte wie Sportprogramme, Sitcoms und Reality Shows. Der Ton wird mit Surround wiedergegeben. Der Modi "Movie" ist, wie es der Name schon erahnen lässt, für die Wiedergabe von Filmton zuständig. Dieser wird auch im Surround Modus wiedergegeben. Zusätzlich zu diesen DSP stehen dem Nutzer aber auch noch der für "Zocker" optimierte Modi "Game" und "Stereo" für eine 2-Kanal Wiedergabe zur Verfügung.

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Bedienelemente auf der Oberseite der Soundbar

Auf der Oberseite der Soundbar befinden sich verschiedene Bedienelemente. So können zum Beispiel direkt am Gerät die Lautstärke verändert werden oder auch der Eingang gewählt werden. Die Berührungssensoren reagieren sehr gut und die Soundbar führt zügig die Befehle aus.

Verschiedene Gummifüße im Lieferumfang

Um die Aufstellung der Soundbar so flexibel wie möglich zu gestalten, hat der Nutzer die Wahl, die Soundbar mittels der Gummistandfüsse auf ein TV Board zu stellen oder aber auch, dank der integrierten Wandhalterung, direkt an der Wand zu befestigen. Wird der Soundriegel an der Wand befestigt, liefert Yamaha dafür verschiedene Abstandshalter mit.

Integrierte Wandhalter auf der Rückseite der Soundbar

Remote im Lieferumfang enthalten


Im Lieferumfang befindet sich eine Fernbedienung für die Steuerung der Soundbar. Die Remote ist etwas größer als eine Scheckkarte und ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt. Mit der Fernbedienung können die verschiedenen Eingänge wie z.B. TV, Optical, Bluetooth oder auch Analog ausgewählt werden. Darunter befinden sich die beiden Taster "Clear Voice" und "Bass Ext". Bei betätigen der "Clear Voice" Taste, werden die menschlichen Stimmen bei der Wiedergabe erhöht. Die "Bass Ext" aktiviert die Basserweiterungsfunktion und diese bewirken, dass der Bass angehoben und wuchtiger klingt. Eine Etage tiefer befinden sich die Taster für die unterschiedlichen DSP Klangmodis, die wir weiter oben im Test schon genauer erläutert haben. Neben der Lautstärke kann mittels der Fernbedienung auch der Subwooferpegel erhöht bzw. verringert werden. Die Fernbedienung ist unserer Meinung nach sehr einfach gehalten und die Taster haben keinen sonderlich präzisen Druckpunkt.

Direktwahltasten für die Klangmodis

Yamaha Soundbar Remote

Zusätzlich zur Fernbedienung kann der Nutzer zur Steuerung der Soundbar auch auf die App "Yamaha Soundbar Remote" zurückgreifen. Da die Soundbar aber über keinerlei Netzwerkfunktionen verfügt, muss die Verbindung mittels Bluetooth erfolgen. Die App macht einen übersichtlichen Eindruck. So können mit ihr die Eingänge ausgewählt oder auch die Klangmodis damit abgerufen werden. Eine Lautstärkeregelung sowie die Subwoofer Anpassung sind ebenfalls enthalten. Wie der aufmerksame Leser aber auch hier feststellen wird, haben wir fast keine Screenshots von der App erstellen können, da diese wirklich sehr sehr einfach gehalten ist. Sie erfüllt ihre Zweck, mehr aber auch nicht.

Die Rückseite der SR-C20A

Die Rückseite der Yamaha SR-C20A zeigt sich aufgeräumt, um eine einfache Wandmontage zu gewährleisten. Links und rechts im Bild zu sehen, sind die beiden Öffnungen für die Wandmontage. So müssen nur zwei Löcher in die Wand gebohrt werden und mit Dübel und Schrauben versorgt werden und schon hängt die Yamaha Soundbar an der Wand. Im Mittelteil der Soundbar befinden sich die Anschlüsse. So besitzt der Soundriegel aus dem Hause Yamaha einen optischen Digitaleingang, einen optischen Eingang für den TV, einen analogen Audioeingang sowie einen HDMI Ausgang für den TV. Dieser unterstützt ARC und gibt somit die Audiosignale vom TV wieder, wenn die Soundbar über den passenden HDMI-Slot des TVs (am besten abchecken, welcher HDMI-Eingang des Fernsehers ARC unterstützt). Zusätzlich auf der Rückseite befindet sich noch der DC-Anschluss für das im Lieferumfang enthaltene externe Netzteil.

Anschlüsse in der Detailansicht 1

Anschlüsse in der Detailansicht 2

Klang

Nachdem uns dem technischen und optischen Part gewidmet haben, möchten wir in diesem Abschnitt wissen, welche klanglichen Eigenschaften die Soundbar besitzt. Wir starten unsere Hörsession mit "The Unforgiven" von Metallica und spielen dies der SR-C20A via Bluetooth zu. Die Stimmwiedergabe von James Hetfield klingt gut, setzt aber hier keine neuen Massstäbe. Für die Basswiedergabe wählen wir "Bass Ext" aus, da uns leider untenherum zu wenig passiert. Gerade wenn der Titel schneller wird und mehr Effekte einsetzen, gehen doch zu viele Nuancen unter. Natürlich dürfen wir bei dieser Baugröße keine massiven Basseinsätze erwarten.

Als zweiten Titel haben wir uns für die Acoustic Version von "Wicked Game" von Stone Sour entschieden. Hier dürfen wir der SR-C20A aber attestieren, dass sie hier einen super Job macht. Die Stimme wirkt räumlich solide eingearbeitet und dadurch auch plastisch und die Wiedergabe der Akustik-Gitarre klingt überraschend natürlich und somit überzeugend.

Als letzten Titel für die Musikwiedergabe wählen wir "Radio Orchid" von Fury in the Slaghterhouse aus. Auch hier macht die Soundbar aus dem Hause Yamaha einen soliden Eindruck. Die Stimme klingt authentisch und der Mitteltonbereich wird hier gut abgebildet. 

Nun starten wir die Filmtonwiedergabe und spielen der SR-C20A "Batman: The Dark Night" mittels Blu-ray zu. Wir widmen uns der Anfangssequenz, als die Gehilfen vom Joker die Mafiabank überfallen. Hier gefällt die Yamaha Soundbar durch eine sehr schöne Räumlichkeit und auch die Dialoge werden sehr schön dargestellt. Als der erboste Filialleiter mit der Schrotflinte das Feuer eröffnet, fehlt es den Schüssen natürlich etwas an Durchschlagskraft. Dafür aber ist die Präzision des Effekts im virtuellen Raum tadellos. Kurz darauf fährt der Schulbus durch die Mauer: Wiederum werden die Effekte insgesamt akkurat sortiert, die Präzision ist erneut prima. Nur der Mitteltonbereich geht etwas unter, wenn mehr Effekte dargestellt werden sollen. Und: Im Bassbereich kann man natürlich auch hier keine Wunder erwarten. Aber das Gebotene ist für Preisliga und Gerätekategorie absolut in Ordnung. 

Soundbars müssen in allen akustischen Lebenslagen überzeugen. Daher möchten wir uns als Letztes noch der TV-Ton Wiedergabe zuwenden und starten die Nachrichten auf einem Fernsehsender und schalten uns bei einer typischen Nachmittagssendung zu, in der die Schwerpunkte auf den Dialogen liegen. Da die Yamaha SR-C20A die "Clear Voice" besitzt, aktivieren wir diese natürlich. Bei "Clear Voice" werden die Dialoge mit noch besseren Konturen abgebildet, was gerade für ältere Menschen oder auch hörgeschädigte Menschen sehr hilfreich sein dürfte. Auch hier macht die Yamaha Soundbar ihre Arbeit tadellos: Dialoge sind wirklich allzeit gut verständlich, auch dann, wennn es parallel zahlreiche andere akustische Ebenen und Effekte gibt. 

Konkurrenzvergleich

Für Marktpreise um die 270 EUR ist die 4.0 Soundbar Samsung HW-S60T drastisch im Preis im Vergleich zur ehemaligen UVP gefallen. Fürs investierte Geld gibt es eine sehr hochwertig verarbeitete All-In-One Soundbar, die homogen und ausgewogen klingt. Zudem kommen auch Spotify Connect und die Möglichkeit der Steuerung über die Samsung Smart Things App hinzu. 

Während die Kandidaten von Samsung und Yamaha kein Dolby Atmos und DTS:X decodieren, kann die LG DSN7YG beides. Dazu ist sie noch von erfahrenen Meridian Sound-Ingenieuren optimiert wurden. Netzwerkfunktionen finden sich keine, Bluetooth ist selbstverständlich an Bord. Mit aktuellen Marktpreisen ab 300 EUR ist die DSN7YG sehr empfehlenswert.

335 EUR Marktpreis - dafür gibt es mit der Yamaha YAS-209 einen exzellenten Gegenwert. Ein erstaunlich kräftiger aktiver Wireless-Subwoofer ist im Preis enthalten. Klanglich ist der Aufpreis gegenüber unserem Test-Kandidaten ausgezeichnet angelegt. Man erhält akustisch einen deutlichen Zuwachs an Klangqualität, zudem das sehr gut integrierte DTS Virtual:X. 200 Watt System-Gesamtleistung sind auch eine Ansage.

Fazit

Für knapp 250 EUR erhält der Käufer eine solide und sauber verarbeitete Soundbar für den Einsteigerbereich. Sie lässt sich mittels der Fernbedienung, am Gerät oder auch mittels einer einfach gestalteten App steuern. Für die unterschiedlichen Wiedergaben sind verschiedene Klangmodis integriert und können ausgewählt werden. U.a. stehen die Klangkurven "Stereo", "Standard", "Movie" und "Game" für den Anwender bereit. Um den TV so einfach wie möglich mit der Soundbar zu verbinden, verfügt der Yamaha Soundriegel über einen HDMI ARC Anschluss. Andere Zuspieler wie Spielekonsole oder auch Blu-ray-Player können alternativ mittels optischen Kabel an die Soundbar angeschlossen werden. Leider verfügt die SR-C20A über keinerlei Netzwerkschnittstellen und so können Spotify & Co. nur mittels Bluetooth wiedergegeben werden. Die "Clear Voice" Funktion ist gerade für ältere Menschen oder auch hörgeschädigte Menschen eine tolle Lösung.

Sauber verarbeitete Soundbar in der Einsteigerklasse mit HDMI-CEC Anschluss und verschiedenene DSP's
All-In-One-Soundbars bis 300 EUR
Test 30. Dezember 2020

 

Test und Bilder: Sven Wunderlich
Datum: 30. Dezember 2020

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