TEST: Vor-/Endstufenkombination NAD M66/NAD M23 - Technokratische Eleganz trifft auf fantastische Dynamik

Konkurrenzeinordnung

Nad M33 Front Seitlich1

NAD M33

Hier wäre als Hauptkonkurrent aus eigenem Hause der Vollverstärker NAD M33 zu nennen, ähnlich ausgestattet wie die NAD M66 Vorstufe, aber noch mit richtig kraftvollen Endstufen modernster Ausprägung ergänzt. Der ganze Spaß kostet 5.799 EUR, und auch bei diesem Modell liefert NAD das komplette Ausstattungspaket inklusive Dirac Live, BluOS Streaming, umfangreichster Anschlusssektion und nobler stabförmiger Fernbedienung mit. Das wird hart – denn bereits der M33 ist so extrem gut, dass er für viele Anwendungen souverän ausreicht.

Dali Epikore 9 Einzeln Links

EPIKORE 9

In sehr großen Hörräumen über 40 Quadratmeter oder aber in Kombination mit sehr edlen Boxen wie vielleicht einer DALI EPIKORE 9 oder DALI EPIKORE 11 lohnt sich die Vorstufen-/Endstufenkombination allerdings sofort. Noch mehr Power, noch mehr Feingefühl und Kontrolle beherrschen dann das akustische Bild.  

Hegel H400 Frontansicht1

H400

Es muss aber natürlich nicht NAD sein, mit dem Hegel H400 „Streamliner“ betritt ein weiterer Protagonist für 6.995 EUR die Bühne, der mit nordisch-kühlem, zugleich angenehm zurückhaltenden Design zum Kunden kommt. Wieder ein Vollverstärker, werden sich manche sagen, aber der H400 beeindruckt mit einem so mustergültigen Aufbau, dass er sich leistungsmäßig kaum von Vor-/Endstufenkombinationen unterscheidet. Unglaubliche Leistungsreserven, mit die besten, die man  in dieser Preisklasse finden kann, eine gut ausgestattete Streamingsektion sowie ein klarer, natürlich-neutraler Sound, der sich perfekt für die Liebhaber des klassischen HiFi-Ideals eignet: Der H400 kokettiert mit vielen Reizen.  

Avm Pas 30 3 Front

AVM PAS 30.3

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Avm Ma30 3 Mk2 Beide Seitlich 3

Die passenden Monoblöcke

Praktisch identisch teuer wie der „Streamliner“ ist die „badische Alternative“: Die AVM PAS 30.3 Vorstufe plus AVM MA 30.3 MK2 Monoblöcke kommen zusammen auf 6.980 EUR und sind sich für keine Aufgabe zu schade. Pegelfest, fein auflösend, räumlich sauber – typische AVM-Devices eben, für das Geld nahezu unschlagbar, auch hinsichtlich der Verarbeitung. Die Ausstattung der Vorstufe inklusive HDMI und Streaming ist top, die teurere NAD M66 fährt aber verständlicherweise nochmals mehr Geschütze auf. Die beiden kraftvollen AVM Monoblöcke halten extrem gut mit der NAD M23 mit, die aber im großen Lokalitäten mit ihren digitalen Hochleistungsendstufen unfassbare Dominanz in den Hörraum zimmert.

Vtl Test It 85 Front 2

Wer eine ganz andere Lösung bevorzugt, ein Freund rein analoger Wiedergabe und echter Handarbeit ist, der wird sich mit dem Röhren-Vollverstärker IT-85 des US-amerikanischen Kleinserienherstellers VTL anfreunden können, der für 8.690 EUR angeboten wird. Gern stellen wir auch andere Devices mit genau diametral entgegengesetzter Charakteristik vor, und der IT-85 nimmt genau diese Rolle ein. Er klingt zudem sehr speziell, nicht so warm wie andere Röhrengeräte, gleichzeitig aber trotzdem fein sowie homogen. Ein Gerät für Individualisten, die einen hervorragenden Plattenspieler oder CD/SACD-Player analog verbinden und sich über den reizvollen Sound freuen möchten.

Mcintosh Msa 5500 Vorne Schraeg 2

In eine ganz andere Kerbe haut der McIntosh-Stereo-Streaming-Vollverstärker MSA5500AC, der mit 9.995 EUR in der Preisliste steht und beste McIntosh-Tradition mit aktuellen, umfassenden Streamingmerkmalen und hochwertiger digitaler Technologie verbinden möchte. Er schiebt mit Ruhe und Souveränität an und beeindruckt durch genau diese hohen Reserven, die der McIntosh-Fan so schätzt. Die formidable Verarbeitung und die eindrucksvolle Optik runden das Bild wirkungsvoll ab. Wenn es wirklich „zur Sache“ geht, kann der MSA5500AC lange mithalten, muss aber dan die gnadenlos auftrumpfende NAD M23 ziehen lassen, während der NAD M66 weiterhin hoch auflösende, präzise Signale bereitstellt.

Fazit

Nad M66 M23 Gruppenbild2

Mit einem wahren High-Tech-Feuerwerk begeistert uns die Kombination aus dem Vorverstärker NAD M66 und der Stereo-Endstufe NAD M23. Schon die charakteristische Optik zieht uns in ihren Bann. Kühles Aluminium und anthrazitfarbene Elemente gehen eine vom Kontrast her interessante Verbindung ein und sorgen dafür, dass es so etwas wie eine Verwechslungsgefahr mit den Komponenten anderer Hersteller definitiv nicht gibt.  Die Vorstufe weist zusätzlich einen großen farbigen Touchscreen auf.

Die Ausstattung gerade der NAD M66 ist gigantisch. Hier weiß man gar nicht, wo man anfangen soll. Beginnen wir mit dem flexiblen und zuverlässigen BluOS-Streaming-Modul, fahren fort mit der effektiv arbeitenden Dirac Live Raumeinmuessung, wenden uns anschließend dem Premium-DAC aus dem renommierten Hause ESS zu und enden mit der extrem umfangreichen Anschlussbestückung inklusive HDMI sowie mit dem hochwertigen Kopfhörerverstärker und der sorgfältig aufgebauten Phono-Vorstufe. Nichts fehlt, nichts wird vermisst, als Bonus gibt es sogar noch MCD2 Moduleinschübe für Upgrades in der Zukunft.

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Die Zweikanal-Endstufe rüstet mit 2 x 380 Watt nicht nur auf dem Papier groß auf, sondern pegelt auch in der Praxis viele Konkurrenten einfach weg. Enorme Reserven, eine authentisch-dynamische Auslegung, die Purifi Eigentakt-Technologie und XLR- sowie Cinch-Anschlüsse hinten runden hier das Konzept wirkungsvoll ab.

Insgesamt notieren wir eine zutiefst beeindruckende Akustik, die NAD M66 Vorstufe leitet der NAD M23 äußerst exakt und zeitrichtig vorbereitete Signale zu, die von der NAD M23 mit überragender Klarheit, Kraft und Impulstreue umgesetzt werden. Mit dieser cleveren akustischen Auslegung meistert die NAD-Kombination praktisch jeden Musikstil in hervorragender Qualität und gibt sich nicht nur keine Blöße, sondern ist in der Preisklasse um 10.000 EUR fürs komplette System ganz vorn mit dabei.

Eindrucksvoll bis ins Detail: Die NAD-Kombination aus M66 und M23 brilliert akustisch, optisch und bezüglich der Ausstattung
Masterpiece 2024
Vor-/Endstufenkombination bis 10.000 EUR
Test 13. Mai 2025

 

Test: Carsten Rampacher
Fotos und Redaktion: Sven Wunderlich
Datum: 13. Mai 2025

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