TEST: Bluesound Powernode N331 - kompakter Streaming-Verstärker mit BluOS-Modul, flexiblen Einsatzoptionen und THX AAA-Kopfhörerverstärker

Kompakte Streaming-Verstärker mit Multiroom-Funktionalität liegen auch 2026 im Trend. Einfach unterzubringen, oft erstaunlich leistungsstark und hinsichtlich der Ausstattung äußerst flexibel, verwundert es kaum, dass das Angebot auf dem Markt mittlerweile groß ist.
Die Bluesound Powernode-Modelle sind seit Jahren in diesem Marktsegment bestens etabliert. Daher ist es eine interessante Frage, ob auch der aktuelle Powernode mit der Zusatzbezeichnung N331 wieder durch umfassende Qualitäten überzeugen kann.
Die aktuelle Optik bietet laut Bluesound ein verfeinertes Industriedesign mit kompakter Form und mattem Finish. Der optisch ansprechend gestaltete Verstärker ist in den Farbvarianten schwarz oder weiss für eine Preisempfehlung von 1.099 Euro im autorisierten Fachhandel erhältlich. Die Abmessungen betragen 220 mm Breite, 190 mm Tiefe sowie ein Höhe von 70 mm, und das Gewicht liegt bei 1,9 kg.
Was ist am aktuellen Powernode im Vergleich zur letzten Generation verbessert worden?
Das neueste Modell ist mit einer überarbeiteten Schaltung ausgestattet, die neben verbesserten Signalwegen die aktuelle DirectDigital-Verstärkung mit Gallium-Nitrid-(GaN)-Transistortechnologie aufweist. Kraftvolle 100 Watt pro Kanal sind im Stereomodus möglich, und in einer ebenfalls - was neu ist - unterstützten 3.1-Konfiguration verbleiben 80 Watt/Kanal. Der Hersteller verspricht einen kristallklaren, dynamischen Sound mit geringen Verzerrungen, ob dies den Tatsachen entspricht, überprüfen wir später in unseren Testreihen.
Wie ist es um die Ausstattung bestellt? Neben zahlreichen Streaming- und Multiroom-Funktionen werden Hi-Res Audio mit 24 Bit/192 kHz PCM und DSD256 unterstützt, ebenso befindet sich ein MQA-Decoder im Ausstattungsumfang. Auch das Roon Ready-Zertifikat trägt der neue Streaming-Verstärker. Im Inneren des Powernode verarbeitet ein moderner, rechenstarker Quad-Core ARM Cortex A53-Prozessor mit 1,8 GHz die Signale. Dank der flexiblen BluOS Plattform können zahlreiche BluOS-basierte Geräte auf komfortable Art und Weise vernetzt und in einem Multiroom-Verbund gruppiert werden. Zudem unterstützt unser Testkandidat zahlreiche relevante Hauskontrollsysteme wie z.B. Crestron, Control4, RTI, Nice, URC und Lutron.
Mittels der bereits angesprochenen BluOS-Plattform ist der Nutzer in der Lage, aus über 20 Streaming-Diensten auszuwählen. Internet-Radio sowie lokale Musik-Server oder Dateien auf einer USB-Festplatte können ebenfalls über die BluOS Controller-App gesteuert werden. AirPlay 2 und Bluetooth in der Version 5.2 inklusive aptX Adaptive sind weitere Schwerpunkte der Ausstattung. Das Bluetooth-Modul ist bidirektional, demnach können auch Signale vom Powernode gesendet werden. Dank des HDMI eARC-Eingangs lässt sich schnell und einfach ein moderner Smart TV ins Setup einbinden. Weitere Zuspieler kann man ebenfalls am Powernode anschließen. Zudem ist eine Sprachsteuerung mittels Apple Siri oder Amazon Alexa möglich. Ein Dolby Digital-Decoder gehört ebenfalls zur Ausstattung.
Der Powernode ist für die Dirac Live Raumkorrektur vorbereitet. Hierfür muss ein Lizenz direkt von Dirac gekauft werden. Mittels der Dirac-App und der leistungsstarken Raumkorrekturtechnologie ist der Anwender in der Lage, die Akustik des Hörraums präzise zu messen und Wiedergabeschwächen im Bassbereich, zu viel Hall und andere unerwünschte Verzerrungen deutlich herabzusetzen. Ein passendes Kalibrierungskit inklusive eines hochempfindlichen Mikrofons ist gegen Aufpreis zu haben und kann bei Bluesound optional erworben werden.
Wie wir bereits erwähnt haben, kann der Powernode problemlos zu einem 3.1 System erweitert werden. Besonders komfortabel einbinden lässt sich z.B. der drahtlose PULSE SUB+ Subwoofer von Bluesound. Klassische kabelgebundene Subwoofer kann man dank des Cinch-Pre-Outs verbinden. Der kleinere Powernode Edge, von uns auch bereits vor längerer Zeit getestet, kann auch für ein Bluesound Wireless Surround Sound-System zur Wiedergabe der Surround-Kanäle genutzt werden.

Bluesound-Logo, Status LED sowie Kopfhörerbuchse an der Frontpartie des Powernode
Das Gehäuse des Powernode besteht aus Kunststoff und besitzt ein mattes Finish. Scharfe Kanten oder unsaubere Übergange sind bei unserem Testsample nicht feststellbar. Auch der aktuelle Powernode verzichtet auf eine dezidiertes Display, dafür informiert auf der Frontpartie eine farbige LED über den Betriebszustand. Unter der Status-LED befindet sich der 6,3 mm Kopfhörer-Klinkenanschluss. Besonders wertvolles Ausstattungsmerkmal für Headphone-Fans ist der dedizierte THX AAA-Kopfhörerverstärker, der bereits im aktuellen NODE ICON und im NODE seinen Dienst verrichtet. Beide Komponenten hatten wir im Test, hier geht es zum Test des NODE ICON, und hier geht es zum Test des NODE.

Tadellose Detailverarbeitung

Akkurate Übergänge

Cleane Optik dank eines Näherungssensors: Erst dann, wenn sich die Hand des Anwenders in der Nähe befindet, beginnt das Bedienfeld zu leuchten
Für die direkte Bedienung am Gerät verfügt der Powernode auf der Geräteoberseite über ein elegantes Glaspaneel mit Touch-Bedienelementen. Die aufleuchtenden Symbole, die sich bei Näherung zuverlässig aktivieren, wirken modern und fast selbsterklärend. Als äußert praktisch erweisen sich die fünf direkt anwählbaren Presets, und eine Etage tiefer können wir mittels einer "Slide" Bewegung den Lautstärkepegel erhöhen bzw. verringern. Die beiden Pfeilelemente sind für ein Skippen während der Wiedergabe zuständig, und mittels des grünen Touch-Knopfs können wir den Streaming-Verstärker ein- und ausschalten.

Touchbedienelemente auf der Geräteoberseite

Die Rückseite des Bluesound Powernode
Wenden wir uns nun der Rückseite des Powernode zu. Im oberen Teil der Anschlusssektion befindet sich die LAN-Buchse für eine kabelgebundene Netzwerkverbindung, darauf folgen USB-C und USB-A für die Wiedergabe von USB-Speichermedien und Festplatten. Weiter geht es mit den HDMI eARC-Anschluss, für die komfortable und schnelle Einbindung eines modernen Smart TVs, und mit dem optischen Digitaleingang für die Einbindung weiterer Zuspieler wie zum Beispiel einem CD-Player.
Im rechten Teil der Anschlusssektion finden wir die beiden analogen Cinch-Eingänge sowie einen praktischen Subwoofer-Ausgang, für eine kabelgebundene Verbindung zu einem externen Basslautsprecher.
Eine Etage tiefer sind die handelsüblichen, vergoldeten Lautsprecherdrehanschlüsse angeordnet. Sie nehmen sowohl herkömmliche Kabelverbindungen als auch Bananenstecker auf. Daneben angebracht wurde der obligatorische Stromanschluss.

Die Anschlusssektion des Powernode, Teil 1

Teil 2 der Verbindungsmöglichkeiten

Teil 3: Die Lautsprecherkabel-Anschlüsse
Auf der nächsten Seite möchten wir die Erstinstallation sowie die Funktionsweise der App genauer erläutern.
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Tags: Bluesound • BluOS • Netzwerk-Streaming-Player • Streaming-Verstärker • Streamingverstärker








