TEST: Vor-/Endstufenkombination NAD M66/NAD M23 - Technokratische Eleganz trifft auf fantastische Dynamik

Bei uns zum Test sind besonders willkommene Kandidaten eingetroffen: Der Hightech-Vorverstärker/Streamer/DAC NAD M66 (5.999 EUR) und die perfekt dazu passende, extrem leistungsfähige Zweikanal-Endstufe NAD M23 (3.999 EUR). Beide Komponenten vereinen eine technokratisch-edle Optik mit einem äußerst aufwändigen Aufbau und besten Bauteilen für eine hervorragende akustische Performance. Zuerst möchten wir die beiden Bestandteile unserer Vor-/Endstufenkombonination ausführlich vorstellen und beginnen mit der Vorstufe.
NAD M66, Verarbeitung
Der NAD M66 präsentiert sich als voll ausgestattete „Kommandozentrale“ für vielfältige Aufgaben. Merkmale wie ein BluOS-Streaming-Modul, die leistungsstarke Dirac Live Room Correction inklusive Dirac Live Bass Control sowie vier unabhängige Subwoofer-Ausgänge beweisen das Vorhaben der NAD-Ingenieure, eine Maßstäbe setzende Vorstufe im prall gefüllten HiFi-Markt zu installieren. Weitere Details umfassen einen enorm präzisen ESS- DAC, einen erstklassiger Phono MM/MC Vorverstärker sowie ein HDMI-Terminal inklusive eARC für die optimale Verbindungsaufnahme mit dem Smart-TV.

Frontansicht der Vorstufe
Optisch sticht die NAD M66 Vorstufe ebenfalls aus der Masse heraus: Mit dem für die Masters-Serie typischen Aluminium-Gehäuse, dem klar und scharf darstellenden 7″-Touchscreen und einem speziell geformten Lautstärkeregler schafft der Vorverstärker gleich eine gewisse Distanz – oder sollten wir sagen, einen gewissen Vorsprung – in Bezug auf zahlreiche Konkurrenten.

Display

Lautstärkedrehregler
Die Verarbeitung unseres Testgerätes macht einen enorm hochwertigen Eindruck, alle Passungen bestechen durch die hohe Präzision, das Bicolor-Design des Gehäuses verleiht dem NAD M66 einen ganz speziellen Charakter.

Sehr akkurate Passungen

Charakteristisch geformte Öffnungen auf dem Gehäusedeckel

Aufwändige Standfüße
Retro-Chic sucht man hier vergeblich, die NAD-Designer haben es sich offenbar zur Aufgabe gemacht, nichts zu kopieren, was es bereits in ähnlicher Form gab, sondern eine neue Design- und Formensprache zu erschaffen, die zeitlos und zugleich ästhetisch-modern wirkt. Sämtliche Bedienelemente sind überragend verarbeitet und machen einen äußerst haltbaren Eindruck.

Auch die Rückseite glänzt durch Hochwertigkeit
Die Rückseite des Gerätes ist ebenfalls überragend verarbeitet, die Anschlussbuchsen sitzen gerade und bombenfest, jeder Anschluss wird von hoher Material- und Fertigungsqualität dominiert.

Innenleben gesamt

Geschirmtes BluOS-Modul

Blockdiagramm

Sorgfältiges, mehrschichtiges Platinenlayout

Netzteilsektion
Das sorgfältig arrangierte Innenleben passt zum Eindruck passionierter Handwerkskunst, hier stoßen wir auf selektierte Baugruppen und einen übersichtlichen, langlebendigen Aufbau mit solide gesockelten Platinen.

Fernbedienung

Mit Alu-Unterseite
Edel ist zudem die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung. Solch ein Tool bekommt man im App-Zeitalter nur noch selten mitgeliefert, wenn der Hersteller eine derartige Remote überhaupt im Programm führt, muss diese nicht selten teuer optional erworben werden.
NAD M66, BluOS-Multiroom-/Streaming-Modul
Wenden wir uns nun einzelnen wichtigen Ausstattungsmerkmalen zu und beginnen mit BluOS. Natürlich haben wir auch einige Screenshots zur App erstellt, die wir an den passenden Stellen einfügen, und hier starten wir dann mit der ersten Installation.

BluOS-Logo

Unsere Vorstufe muss eingerichtet werden

Wir wählen die Konfiguration über AirPlay 2

Suche nach Update

Raumname

Einrichtung abgeschlossen
Nachdem BluOS auf unserem Testgerät läuft, gehen wir genauer auf die Funktionalität des bordeigenen Streaming/Multiroom-Moduls ein. Der Vorverstärker steht, wie es bei BluOS-Komponenten üblich ist, für hohe Streaming-Flexibilität und bringt zudem einen MQA-Decoder mit. BluOS kann Musik in einer Auflösung von bis zu 24 Bit/192 kHz darstellen.

Home-Bildschirm, den man inidivuell anpassen kann

Dienste Teil 1

Dienste Teil 2
Die Streaming-Plattform unterstützt eine Vielzahl an relevanten Streamingdiensten, TIDAL Connect und Spotify Connect sind natürlich ebenfalls an Bord. Mittels dieser Funktion ist es möglich, direkt aus der jeweiligen App – TIDAL oder Spotify – auf den M66 zuzugreifen und diesen als Wiedergabemedium verwenden zu können. Der talentierte Vorverstärker kann zudem im Apple AirPlay 2-Verbund verwendet werden und es ist ebenso möglich, den M66 via Apple AirPlay 2 mit dem Heimnetzwerk zu verbinden, was wir, siehe die Screenshots oben, ebenfalls so gemacht haben.

Internet Radio-Wiedergabe

Spotify-Wiedergabe
Eine Internet Radio-Plattform fehlt auch nicht, wie üblich kann man hier auf Tausende von Internet-Radiostationen zugreifen, übersichtlich geordnet, zum Beispiel nach Ländern oder Musik-Genres. Zudem besteht die Option, Musik von lokalen Festplatten oder Netzwerklaufwerken abzuspielen. Innerhalb der BluOS-App finden sich zahlreiche Einstellmöglichkeiten.

Zugriff auf die maximal 4 möglichen aktiven Subwoofer mit Einstellung der Trennfrequenz

Dynamic Digital Headroom-Schaltung kann in der App aktiviert werden

Umfangreiche weitere Einstellmöglichkeiten
Mit dem NAD M66 kann man, wie bei BluOS üblich, Musik nur in einem Raum abspielen oder aber man kann über ein Heimnetzwerk mit bis zu 63 anderen BluOS-fähigen Komponenten von NAD und anderen Hardware-Partnern gehen und die Musik teilen. Der NAD M66 erweist sich auch für potentielle Custom Installations als der richtige Partner, es besteht die Möglichkeit, ihn in KNX Smarthome-Steuerungen oder Hausautomationssysteme wie Control4, Crestron, ELAN, RTI und URC einzubinden. Die Steuerung der Wiedergabe per Sprachassistent mit Amazon Alexa oder Apple Siri ist vorhanden, die Relevanz dieses Features nimmt generell allerdings eher merklich ab als deutlich zu. Die Zeiten der Höhenflüge der Sprachsteuerung sind gerade bei hochwertigen HiFi-Komponenten vorbei oder waren in dieser Gerätesparte nie extrem stark ausgeprägt.
Tags: Endverstärker • NAD • Vorverstärker












