PREVIEW: McIntosh Streaming-Verstärker MSA5500 AC - Streaming- und Klang-Athlet für 9.995 EUR

Mcintosh Msa 5500 Vorne Schraeg 2

McIntosh sorgt zurzeit für Schlagzeilen. Nicht nur die Übernahme durch Bose, auch neue Modelle symbolisieren den Aufbruch in eine neue Ära. Der Streaming-Vollverstärker MAS5500 AC kommt auf 9.995 EUR und offeriert eine enorme Leitungsfähigkeit sowie einen reichhaltigen Funktionsumfang. Wir hatten bei HiFi im Hinterhof in Berlin die Möglichkeit, den neuen Boliden besser kennenzulernen.

McIntosh MSA5500 AC

Verglichen mit anderen Modellen aus dem traditionsreichen Hause McIntosh tritt der MSA5500 optisch eher kompakt auf. Das erhöht die Flexibilität bei der Aufstellung. Die Streaming-Eigenschaften sind ebenso hervorstechend wie das Finish, das absolut hochklassig ist und typische McIntosh-Spezialitäten wie das grün leuchtende Firmenlogo oder die beiden in Tiefseeblau beleuchteten VU-Meter beinhaltet.

Mcintosh Msa 5500 Front Rechts Vu Volume Regler Verarbeitung

VU-Meter

Mcintosh Msa 5500 Input Regler Detail

Eingangs-Drehregler, den man auch für die Navigation durch die Menüs nutzen kann

Mcintosh Msa 5500 Volume Regler Detail

Lautstärke-Drehregler im identischen Design

Die beiden Drehregler links und rechts, für Eingangswahl sowie Lautstärke zuständig, stimmen in den Chor konsequenter Hochwertigkeit mit ein. Das Display, vorn unten mittig installiert, finden wir persönlich etwas "mau". Vintage-Freaks mag das zweizeilige Punktmatrix-Display gefallen, wir würden lieber ein moderes, feiner auflösendes OLED-Display sehen. Aber gut, das fällt letzten Endes unter den Oberbegriff "Geschmackssache".

Mcintosh Msa 5500 Bezeichnung Oben

Hochwertige Materialqualität

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Yamaha True X 800x600

Mcintosh Msa 5500 Seitlich Kuelkoerper Mc

Kühlkörper

Mcintosh Msa 5500 Detailverarbeitung

Im Detail

Mcintosh Msa 5500 Anschluesse

Anschlüsse hinten

Brillant ist die Gehäuseverarbeitung, die beiden massiven Alu-Stäbe vorne links und rechts wären hier ebenso aufzuführen wie die Anschlusssektion auf der Rückseite.

Mcintosh Msa 5500 Fernbedienung 2

Fernbedienung

Die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung geht in Ordnung, weckt aber keine wirkliche Begeisterung. Alternativ kann man den Streaming-Vollverstärker auch mittels der McIntosh-App steuern. 

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Streaming-seitig punktet der noble US-Amplifier mit Apple AirPlay 2, Bluetooth 5.0 (inklusive AAC, Qualcomm® aptX™ HD und aptX Adaptive sowie einer BT-Antenne), zwei EWiFi 6-Antennen, Google Cast, Spotify Connect und TIDAL Connect, auch Roon ready fehlt nicht. Hinzu kommen als praktische Features, die den MSA5500 AC zur "Allzweckwaffe für jeden Anwender" machen, ein dedizierter Phonoeingang (MM) sowie ein HDMI-Terminal mit ARC. Auch unterstützt der MSA5500 AC Dolby Digital und DTS. Daher ist es ein Leichtes, den Hochleistungsverstärker mit dem Smart-TV zu verbinden und den oftmals eher laschen TV-Sound nun vom MSA5500 AC und den angeschlossenen Lautsprechern wiedergeben zu lassen. Eine Ethernetbuchse für die kabelgebunene Integration ins Heimnetzwerk ist ebenfalls Bestandteil der Ausstattung.

Mcintosh Msa 5500 Vorne Schraeg

Leistungsstark

Der MSA5500 AC stemmt an 8 Ohm 100 Watt pro Kanal und an 4 Ohm 160 Watt pro Kanal. Die charakteristischen McIntosh VU-Meter, eingangs bereits erwähnt, verdeutlichen die aktuell abgerufene Leistung in Echtzeit. Spezielle Technologien wie Power Guard®, Sentry Monitor™, Monogrammed Heatsinks™ und Solid Cinch™ charakterisieren den MSA5500 AC als echtes McIntosh-Gerät, das langzeitstabil und solide aufgebaut ist. 

McIntosh steht für hohe akustische Qualität, darum wurde viel Aufwand betrieben, dass auch der MSA5500 AC den Ansprüchen des Hauses standhält. Für eine äußersr exakte Wandlung des digitalen Signals in ein analoges Signal finden sich ein Quad Balanced 8-Kanal-32-Bit-DAC. Er offeriert eine enorme Dynamik und minimale Verzerrungen – unabhängig vom Dateiformat. Der ebenfalls vorhandene USB-Anschluss ermöglicht unter anderem die native DSD512- und DXD-Wiedergabe bis 384 kHz. Der MSA5500 AC zeigt sich dank seines Subwoofer-Vorverstärkerausgangs auch offen für 2.1 Lautsprecher-Konfigurationen. Der MSA5500 AV kann auch als reine Streaming-Vorstufe betrieben und um eine besonders kraftvolle externe Endstufe ergänzt werden. 

Sonus Faber Olympica Nova 2

Sonus Faber Olympica Nova Ii Seitlich

Sonus Faber Olympica Nova 2

Angeschlossen an den McIntosh MSA5500 AC war für unsere Testreihen die Sonus Faber Olympica Nova 2, Paarpreis 10.000 EUR. Lieferbar ist der überragend verarbeitete und zudem bildschöne 3-Wege-Standlautsprecher wahlweise in hochglänzendem Schwarz, in Walnuss oder in Wenge. Viele liebevolle Details stehen für den engen Bezug, den Sonus Faber (übrigens seit kurzem ebenfalls im Besitz von Bose) zu seinen überwiegend in Handarbeit in Italien gefertigten Lautsprechern hat.

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Sonus Faber Olympica Nova Ii Top

Design mit hohem Wiedererkennungswert

Sonus Faber Olympica Nova Ii Detailverarbeitung

Überaus edles Lautsprecher-Schutzgitter im typischer Gestaltung des Hauses 

Sonus Faber Olympica Nova Ii Logo

Schriftzug

Seien es Alu-Applikationen mit dem Firmenlogo oder das Firmenlogo auf dem exklusiv gefertigten Mitteltöner: Überall sieht man die Handschrift des Unternehmens.

Sonus Faber Olympica Nova Ii Front Oben

Hoch- und Mitteltöner

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Ein 28 mm Hochleistungssport-Hochtöner (H28XTR3) mit starkem Neodym-Magnetantrieb mit DAD ("Dample Apex Point", Synthese aus einer klassischen Kalotte und einem Ringwandler-Hochtöner), ein 150 mm messender Mitteltöner M15XTR2-04 mit besonders hochwertiger Schwingspule und ein 180 mm messendes Basschassis (W18XTR2-04) stellen die Bestückung dar.

Sonus Faber Olympica Nova Ii Seitlich

Obwohl die Olympica Nova 2 die kleinste Standbox der Serie ist, wirkt sie schon recht beeindruckend

Empfohlen werden Verstärkerleistungen von 50 bis 250 Watt pro Kanal, und es handelt sich um einen 4 Ohm-Lautsprecher, der Frequenzen von 40 Hz bis 35 kHz wiedergeben kann. Die Empfindlichkeit geben die Italiener mit 88 dB (2,83V/1m) an. 30,7 kg wiegt einer der Schallwandler, die Abmessungen betragen 1.036,5 mm Höhe, 359,7 mm Breite und 422,5 mm Tiefe. 

Klang

Wir haben die folgenden Titel gehört:

  • Paul Kalkbrenner, No Goodbye
  • Eva Cassidy, Ain’t No Sunshine
  • Elton John, I’m Still Standing
  • Paul McCartney & Wings, Live and Let Die
  • Duran Duran, A View To A Kill
  • Till Brönner & Yello, Till Tomorrow
  • Antonio Vivaldi, Vier Jahreszeiten, Frühling, erstes Allegro
  • Jonas Kaufmann singt "Nessun Dorma" aus Puccinis Turandot
  • Push, Universal Nation
  • Disturbed, Land Of Confusion

Auffällig ist der sehr strukturierter Bass bei allen Titeln, und die Impulstreue liegt grundsätzlich sehr hoch. Das Klavier bei "Ain’t No Sunshine" empfinden wir als sehr detailreich, und Evas Stimme löst sich exzellent von den beiden Olympica Nova 2. Bei Elton Johns Klassiker "I'm Still Standing" notieren wir eine überraschend klare Klangqualität, trotz des alten Masters - oftmals wirken hier die oberen Mitten etwas blechern, und untenherum mangelt es an Volumen. Beim MSA5500 AC ist beides wirklich gut gelöst, das Klangbild tritt in sich geschlossen und recht gut strukturiert auf.  Die Dynamik bei "Live and Let Die" präsentiert sich als sehr ausgeprägt, auch hier haben wir wieder den Fall, dass eigentlich schon mehrere Jahrzehnte altes Quellmaterial richtig gut klingt. Die Kombination aus McIntosh MSA5500 AC und der Sonus Faber Olympica Nova 2, der kleinsten Standbox aus der Serie, funktioniert ein weiteres Mal hervorragend.

Immer zu loben, bei allen Stücken, die wir gehört haben, ist die authentische räumliche Wirkung, stets realistisch-weitläufig, zugleich mit enormer Tiefe sowie sehr guter Staffelung. Klassische Instrumente liegen dem MSA5500 AC, die  Violinen bei "Live and Let Die" erweisen sich als sehr präsent und exakt, die identischen Eindrücke sammeln wir bei "Nessun Dorma" und bei Vivaldis "Frühling". Das Präzise, auf den Punkt kommende, Nachdrückliche bei "A View To A Kill" überzeugt komplett, auch die erstaunlich saubere vokale Präsentation - ein weiteres Mal recht altes Quellmaterial, mit dem unsere Test-Kombi glänzend zurechtkommt. Der Rhythmus kommt mit Verve heraus. Die Orchestereinsätze beim "Frühling" wirken sehr feinfühlig, bringen aber zugleich auch die nötigen Portion Dynamik mit. Wir freuen uns überdies über das akkurate Fundament und die enorme Transparenz.

Der extrem gut definierter Bass bei "Till Tomorrow" fesselt uns, zugleich ertöht Tills Trompete mit hoher Detailtreue. Bei "Nessun Dorma" punktet unsere Kette damit, dass Jonas vokales Spektrum in feiner Abstufung herauskommt parallel registrieren wir die sehr gute Ausformung der Instrumente. und der Chorgesang hat Präsenz. Die enorme Endstufenleistung des MSA5500 AC ist dem Streaming-Verstärker bei bei Push, Universal Nation, sehr nützlich - auch die Grobdynamik und die Weite bei der Darstellung der elektronischen Effekte begeistert. Eine äußerst intensive, fesselnde Darstellung kennzeichnet die Disturbed Cover-Version des Genesis-Klassikers "Land Of Confusion", wir loben die sauber ausbalancierte Aggressivität, die nie überzogen, aber auch nie zu mild erscheint.

Fazit

Mcintosh Msa 5500 Aufbau Gesamt 2

20.000 EUR werden für die Kombination aus dem Streaming-Vollverstärker McIntosh MSA5500 AC und den Dreiwege-Standlautsprechern Sonus Faber Olympica Nova 2 fällig. Für diese Summe bekommt man eine richtig fein, aber auch ungemein dynamisch klingende HiFi-Kette, die sich sämtlichen Anforderungen der Moderne stellt - in Gestalt des MSA5500 AC: HDMI-ARC, alle wichtigen Streaming-Features, für Plattenfreunde ein Phono MM-Anschluss. Riesiger Vorteil unserer Kette ist auch die vorzügliche Material- und Verarbeitungsgüte beim Verstärker und den beiden Lautsprechern - und natürlich die noble, ästhetische Optik. 

Preview und Fotos: Carsten Rampacher
Redaktion: Philipp Kind
Datum: 02. April 2025

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