TEST: Teufel Cinebar 22 - 5.1 Dolby Atmos und DTS Virtual:X Soundbar/Subwoofer System

 

Teufel Cinebar 22 Gruppenbild3

Pünktlich zur Vorweihnachtszeit gibt es klanglich interessante Neuigkeiten aus der Hauptstadt Berlin. Verantwortlich für die Schlagzeilen sind die Lautsprecherspezialisten von Teufel.

So schicken die Berliner die brandneue Cinebar 22 ins Rennen. Hierbei handelt es sich um eine üppig bestückte Dolby Atmos Soundbar in 5.1 Konfiguration (2 x Sideofiring-Treiber, Front L/R plus Centerkanal = 5.1). Sie wird inklusive dem T6 Wireless Subwoofer ausgeliefert und ist wahlweise in weißer oder schwarzer Ausführung zu haben.

Wie bei Teufel üblich, gibt es zahlreiche Varianten, aus denen der Kunde wählen kann. Unser 5.1 Set, bestehend aus Cinebar 22 und T6 Wireless Subwoofer, ist für 599 € im Onlineshop oder in einem der zahlreichen Teufel Stores erhältlich. Das nächstgrößere Set nennt sich CINEBAR 22 Power Edition "5.1", das aus der Cinebar 22 und dem größeren Wireless Subwoofer T10 besteht und für 699,99 € erhältlich ist. Weiter geht es mit dem CINEBAR 22 Surround "7.1-Set" für 899,99 €, hier enthalten ist die Cinebar 22, der Wireless Sub T6 sowie zwei kabellose Teufel Effekt Rear-Speakern für den Rear-Bereich. Die derzeit größte Ausbaustufe nennt sich CINEBAR 22 Surround Power Edition "7.1-Set". Dieses Set umfasst die Cinebar 22, den T10 Wireless Subwoofer sowie zwei Teufel Effekt Rear-Speaker. Diese Konfiguration liegt bei 999,99 € Selbstverständlich ist es auch möglich, die Effekt Rear-Speaker zu einem späteren Zeitpunkt einzeln zu erwerben und ins vorhandene Soundbar/Subwoofer Setup einzubinden. 

Soundbar

Teufel Cinebar 22 Soundbar Frontansicht

Nun möchten wir uns die Einzelkomponenten genauer ansehen und starten unsere Erläuterungen mit der Soundbar unseres Ensembles. Die Cinebar 22 unterstützt selbstverständlich Dolby Atmos und DTS Virtual:X. Dies geschieht allerdings nicht über dedizierte Topfiring Module, sondern über eine virtuelle Dolby Atmos-Signalaufbereitung. Die neue Cinebar 22 verfügt über keine Netzwerkschnittstelle, aber dank der Integration von Bluetooth in der Version 5.3 mit AAC Standard ist die Wiedergabe von Musiktiteln etc. vom entsprechend kompatiblen Smartdevice möglich.

Auf der Frontpartie sowie an den beiden Seitenwangen besitzt die Soundbar eine aus Metall gefertigte Abdeckung. Das wie der Rest der Cinebar 22 sauber in weiß lackierte Lochgitter hinterlässt einen sehr hochwertigen, robusten Eindruck. Scharfe Kanten oder unsaubere Übergange können wir an unserem Testdevice nirgends feststellen. Auf der Geräteoberseite kommt eine Kunststoffplatte im mattem Finish zum Einsatz, seitlich mit glänzenden Kanten.

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Teufel Cinebar 22 Verarbeitung2

Perfekt eingepasstes Lochgitter an der Front und den Seitenwangen

Hinter dem Lochgitter verborgen sitzen die insgesamt acht Treibereinheiten. Im Mittelteil des Soundriegels befindet sich ein dedizierter Center-Speaker mit Hoch- und Mitteltöner in koaxialer Anordnung. Auf der linken und rechten Seite untergebracht wurden jeweils ein Racetrack-Töner für die Mitteltondarstellung sowie zwei Hochtöner. Auf den beiden Außenflanken installiertenn die Teufel-Techniker zusätzlich seitlich abstrahlenden 50-mm-Fullrange-Treiber, die auf Basis der Binaural-Synthese mit Reflexionen des Raumes arbeiten und daher akustische Elemente von oben sowie von allein Seiten wiedergeben - so erklärt es der Hersteller. Teufels hauseigene Dynamore Ultra Technologie vervollständigt das Arrangement und ermöglicht eine breite Klangbühne bei der klanglichen Präsentation.

Der integrierte Class-D Verstärker befeuert die Lautsprecherchassis der Soundbar mit 175 Watt (RMS) tatkräftig und sollte auch für mittelgroße und nicht nur für kleine Räume leistungsstark genug sein.

Teufel Ifa 2025 Teufel Cinebar 22 Toener

Der Center-Speaker mit Hoch- und Mitteltöner in koaxialer Anordnung im Detail (Bild IFA 2025)

Teufel Cinebar 22 Verarbeitung1

Matte Kunststoffoberfläche auf der Oberseite

Mit Abmessungen von 1.000 mm Länge, einer Höhe von 78 mm und einer Tiefe von 150 mm eignet sich die Soundbar für TVs ab 48 Zoll Bildschirmdiagonale. Um auch eine Befestigung an der Wand problemlos möglich zu machen, sind auf der Rückseite einfache Wandhalterungen inklusive Abstandshalter eingelassen.

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Teufel Cinebar 22 Wandhalter

Integrierte Wandhalter auf der Rückseite der Soundbar

Teufel Cinebar 22 Display

Dezentrales Display an der an der Front

Dezentral platziert auf der Frontpartie der Soundbar informiert ein Display über den Betriebszustand. Das Display ist sehr gut ablesbar, und wer möchte, kann das Display mittels der im Lieferumfang enthaltenen Fernbedienung komfortabel dimmen. 

Teufel Cinebar 22 Bedienelemente

Touch-Panel auf der Oberseite der Soundbar

Für eine direkte Handhabung elementarer Funktionen am Gerät verfügt die Cinebar 22 über ein Touch-Panel, welches über dem Display zu finden ist. Hier untergebracht sind Touch-Sensoren fürs Aus- oder Einschalten der Soundbar sowie eine Eingangswahlelement. Ebenfalls steht eine Lautstärkereglung sowie ein Play-/Pause-Sensor zur Verfügung. Die Touch-Elemente regieren ausgesprochen schnell auf auszuführende Befehle.

Teufel Cinebar 22 Fernbedienung

Im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung 

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Im Lieferumfang der Teufel Cinebar 22 befindet sich eine Fernbedienung, die aus schwarzem Kunststoff hergestellt ist und im oberen Teil ein Hochglanzfinish besitzt. Auch in diesem Review möchten wir auf die Funktionen des Handsenders genauer eingehen. Wir starten unsere Erläuterungen mit den Bedienelementen oben links. Der erste Taster ist für das Ein- und Ausschalten der Soundbar zuständig und rechts daneben befindet sich das Bedienelement für das Stummschalten der Komponente. Eine Etage tiefer lokalisieren wir die Eingangswahltaster für TV, HDMI, optischen Eingang, AUX sowie Bluetooth. Darunter ordnen sich Knöpfe für die Anpassung des Bassbereichs von der Soundbar, ein Button für die Anpassung des Hochtonbereichs sowie der Mode-Taster an. Mittels diesem können wir unterschiedliche Soundmodis abrufen. So stehen wahlweise "Neutral", "Normal", "Sprache", "Musik" und "Nacht" zur Verfügung. Noch eine Etage darunter finden wir einen Button für die Anpassung des Pegels des Wireless-Subwoofer sowie einen Taster für das Aktiveren bzw. Deaktivieren der Dynamore Ultra Technologie.

Daunter gruppieren sich die Knöpfe für die Lautsätrkeanpassung und die Wiedergabesteuerung (Play/Pause). Zusätzlich zu diesen Funktionen vorhanden sind die Navigationstasten fürs Blättern im Hauptmenü. Den Abschluss der Bedienelemente bildet die "Zurück"-Taste, die für ein Navigieren im Menü genutzt wird, und der mittig sitzende Taster, der das Hauptmenü der Cinebar 22 aufruft. Die Sterntaste ist für die Helligkeitseinstellung des Displays gedacht. Der Signalgeber liegt harmonisch in der Hand und die Bedienelemente haben einen klar erkennbaren Druckpunkt. 

Teufel Cinebar 22 Rueckseite

Die komplette Rückansicht der Soundbar

Wenden wir uns nun der Rückseite der Soundbar zu. Wie wir bereits erwähnt haben, verfügt sie über integrierte Wandhalter. Als kleines, aber unverkennbares Detail stoßen wir auf der Rückseite auf ein Stoffsegel mit Dynamore-Schriftzug. Die Anschlusssektion ist auf der Unterseite untergebracht. Dies hat im Falle einer Wandmontage den Vorteil, dass keine abstehenden Kabel im Weg sind.

Teufel Cinebar 22 Anschluesse Unterseite2

Teil 1 der Anschlusssektion

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Nun möchten wir auf die Anschlusssektion der Teufel Cinebar 22 genauer eingehen. Wie es sich für eine moderne Soundbar gehört, verfügt der Teufel Soundriegel über einen HDMI-Port für den komfortablen Anschluss eines modernen Smart-TVs, natürlich inklusive ARC- und eARC-Unterstützung. Ein zusätzlicher HDMI-Eingang kann beispielsweise für Blu-ray Player oder Spielekonsole verwendet werden. Die Anschlüsse verfügen über 4K Pass-Through und die Unterstützung für HDR10, Dolby Vision und 3D.

Für ältere Fernseher steht ein optischer Digitaleingang zur Verfügung und die beiden AUX-Buchsen können für weitere analoge Zuspieler verwendet werden. Zudem verfügt die Soundbar über eine USB-Buchse, die aber ausschließlich für Servicearbeiten Verwendung findet. Wie wir bereits erwähnt haben, gibt es keinen Option für die Einbindung ins Heimnetzwerk - unserer Meinung nach auch keinesfalls zwingend notwendig bei einer Soundbar. 

Weiterhin sind auf der Unterseite ein Setup-Taster (sollte die automatische Kopplung mal nicht klappen) und ein Reset-Button (für ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen) vorhanden. 

Teufel Cinebar 22 Anschluesse Unterseite1

Teil 2 der Anschlusssektion

Teufel Cinebar 22 Bedienelemente Unterseite

Setup- und Reset-Knopf 

Teufel Cinebar 22 Dynamore Segel

Dynamore Ultra-Stoffsegel im Detail

Teufel Cinebar 22 Standfuesse

Gummierte Standfüsse auf der Unterseite sorgen für einen sicheren Stand

Gummierte Standfüsse auf der Unterseite sorgen für den richtigen Stand der Soundbar, gerade bei glatten oder lackierten Möbelstücken und schützen vor unerwünschten Kratzern.

Wireless-Subwoofer T6

Teufel Cinebar 22 T6 Subwoofer Stehend

Der wireless Subwoofer T6 in der Frontansicht, stehend

Nun setzen wir fort mit dem im Lieferumfang enthaltenen Wireless-Subwoofer des Sets, den T6. Der Bassist präsentiert sich sehr flexibel hinsichtlich der Aufstellung. So kann der Tieftöner stehend Position beziehen oder liegend, so passt er dann auch unter die Couch oder den Wohnzimmertisch. 

Das Gehäuse des Subwoofers besteht aus MDF, das, nach farblicher Ausführung des gewählten Sets, entweder schwarz oder weiß laminiert ist. Die Abmessungen des Subwoofers zeigen, wie kompakt er baut: Die Höhe inklusive Standfüßen liegt bei 43,5 cm, die Tiefe bei 42 cm und die Breite 12 cm. Das Gewicht beträgt rund 7,5 kg. 

Der Basslautsprecher besitzt einen 6,5 Zoll großes Tieftonchassis, das seitlich integriert wurde. Da der T6 ein aktiver Subwoofer ist, besitzt dieser im Inneren einen Class-D Verstärker, der 60 Watt an den Tieftöner abgibt. Das klingt nicht eben nach markerschütternden Bassgewittern, reicht aber, wie später unsere Testreihen zeigen werden, locker auch für gehobene Ansprüche aus.

Teufel Cinebar 22 T6 Subwoofer Treiber

Hinter der grauen Abdeckung mit Akustikstoff befindet sich das 6,5 Zoll große Tieftonchassis

Teufel Cinebar 22 T6 Subwoofer Standfuesse

Für die nötige Bodenentkopplung sorgen Klebestandfüsse

Teufel Cinebar 22 T6 Subwoofer Detail Oberseite

Silberner Teufel-Schriftzug auf der Oberseite des Subwoofers

Teufel Cinebar 22 T6 Subwoofer Rueckseite Seitlich

Die Rückansicht des Wireless-Subwoofers

Auf der Rückseite des Basssisten befinden sich zahlreiche Bedienelemente. Linksseitig finden wir den Taster fürs Wireless-Pairing. Setzt man die Soundbar und den T6 in den aktiven Betriebszustand, verbinden sich beide Komponenten in der Regel automatisch. Sollte dies nicht der Fall sein, kann der Subwoofer auch mittels des eben erwähnten Bedienelements manuell verbunden werden. Eine bestehende Verbindung zeigt die LED neben dem Taster mit einem dauerhaften Leuchten an.

Auf der rechten Seite des T6 ist noch ein Schieberegler am Start, um die richtige Aufstellungsoption auszuwählen. Hierbei kann ausgewählt werden, ob der Subwoofer frei steht oder in einer Ecke aufgestellt wurde. Weiterhin wird noch ausgewählt, ob der T6 horizontal oder vertikal seine Arbeit verrichten darf. Alle drei Programme rufen unterschiedliche Equalizer-Einstellungen ab, um so den bestmöglichen Klang abzuliefern und negative Störeinflüsse auszumerzen.

Auch ein Drehregler für die Einstellung der Lautstärke des T6 ist auf der Rückseite untergebracht sowie die Eingangsbuchse für das Netzkabel. Im unteren Teil der Rückseite ist das Bassreflexrohr zu sehen.

Teufel Cinebar 22 T6 Subwoofer Bedienelemente Rueckseite

Die Bedienelemente im Detail

Teufel Cinebar 22 T6 Subwoofer Liegend

Der Wireless Subwoofer in liegender Variante

Aufstellung und Inbetriebnahme

Die Aufstellung und Inbetriebnahme der Cinebar 22 gestaltet sich sehr einfach. Nachdem wir den richtigen Platz für die Soundbar gefunden haben, erfolgte der Anschluss mittels eines HDMI-Kabels an den Fernseher, zudem wird das externe Netzteil der Soundbar mit dem Stromkreis verbunden. Dann platieren wir den Subwoofer im Hörraum. Auf der Rückseite des Subwoofer wählen wir die zu unserer Aufstelllung passende Equalizer-Kurve aus. Dann wird noch schnell der Subwoofer mit dem Netzkabel ans Stromnetz angeschlossen. Der T6 geht automatisch in den Pairing-Modus und sucht die Soundbar. An der Cinebar 22 müssen wir nun einstellen, in welcher Menüsprache sie mit uns kommunizieren soll. Haben wir dies getan, kann die Wiedergabe starten und es erscheint im Display "Bereit zum Aufdrehen".

Menüfunktionen

Teufel Cinebar 22 Menue 1

Wie wir bereits eingangs erwähnt haben, verfügt die Cinebar 22 über keine Netzwerkfunktionen. Dennoch besitzt die Cinebar 22 ein relativ umfangreiches Einstellungsmenü, dass mittels der Fernbedienung aufgerufen und konfiguriert werden kann. Betätigt man die Menütaste auf der Fernbedienung, erscheint als erster Menüpunkt "Klang". Bestätigt der Nutzer mit der OK-Taste, können der Bass- sowie der Hochtonbereich angepasst, die Dynamore Klangtechnolgie aktiviert (für Stereo- und Mehrkanal-Material geeignet) sowie ein Klangmodus ausgewählt werden. "Neutral", "Musik", "Sprache" sowie "Nacht" stehen als Programme bereit. Weiterhin können wir die Upmixer-Funktion für Stereomaterial steuern (Aus, Direct, 2D Up) im Betrieb nehmen, die Dynamic Range Compression einschalten und den Dolby Virtualizer  oder DTS Virtual:X an- und ausschalten.  

Die Menüpunkte sind zum Teil erläuterungsbedürftig, daher folgen die Erklärungen direkt jetzt. 

Wenn Dolby Atmos oder DTS:X läuft, dann wird je nach vorilegender Tonspur entweder Dolby Atmos oder DTS:X virtuell wiedergegeben, und zwar mittels Dolby Virtualizer bei AStmos-Tonspuren oder DTS Virtual:X bei DTS:X-Tonspuren (wenn man beide im Klang-Menü auch aktiviert lässt). Bei nativem Dolby Atmos- oder DTS:X-Material ist Dynamore grundsätzlich nicht aktiv und kann daher nicht zugeschaltet werden. 

Liegt das Quellmaterial in Dolby Digital 5.1 und DTS 5.1 oder PCM 5.1 vor, kann man Dynamore zuschalten - für eine breitere Klangbühne. 

Stereo-Signal: Hier kann man im Klang-Menü unter "Upmix" entweder Upmix auf "aus" schalten oder zwischen "Direct" (4-Kanal-Stereo-Aufbereitung), beziehungsweise "2D Up" - hier wird ein virtueller Surroundklang bei Stereo-Material produziert - wählen. Unabhängig davon, welche Einstellung im Upmix-Menü vorgenommen wird, kann Dynamore grundsätzlich dazugeschaltet werden. 

Nachdem dies klargestellt ist, gehen wir im Menü weiter.

Der nächste Hauptmenüpunkt ist "Lautsprecher". Betätigt man diesen, kann man festlegen, ob ein externer Subwoofer oder Rearlautsprecher mit der Soundbar verbunden werden sollen. Ebenfalls als Unterpunkt zu finden ist die Einstellung für den Abstand zwischen Soundbar und Hörer sowie den Lautstärkepegel. Ein Testton für die Feinjustage ist ebenfalls vorhanden.

Der letzte Punkt im Hauptmenü ist "System". In diesem Abschnitt ist es möglich, die Helligkeit des Displays zu verändern, Hinweistöne ein- und auszuschalten werden, den Timer einzustellen sowie die Sprache auszuwählen. Beim Menüunterpunkt "Erweitert" können zusätzlich die Lippensynchronisation eingestellt, die TV-Quelle ausgewählt sowie Bluetooth aktiviert oder deaktiviert werden.

Teufel Cinebar 22 Menue 13

Detailaufnahme des Menüpunkt "Lautsprecher Pairing"

Klangwertung

Panasonic Tv 65z95beg Frontansicht1

Panasonic TV-65Z95BEG

Nun möchten wir auf die klangliche Auslegung der Teufel Cinebar 22 in diesem Review genauer eingehen. Hierfür verbinden wir die Cinebar 22 mit unserem Panasonic TV-65Z95BEG. Wir starten unsere Klangwertung, wie üblich bei unseren Soundbar-Test, mit der Wiedergabe von Musik, die wir via Bluetooth der Cinebar 22 zuspielen.

Hier starten wir mit "Resonance" (Boris Blank) und stoßen gleich zu Anfang an auf einen Musiktitel, für den sich die Aktivierung des Dynamore-Modus und für die 2D Up-Funktion eignet. Die ganzen akustischen Effekte kommen auf diese Art und Weise mit erstaunlicher Weitläufigkeit zur Geltung, und der T6 gibt der Vorstellung ein ausgezeichnetes Fundament. Die Pegelfestigkeit ist hoch, und erst dann, wenn man sich dem Maximalpegel annährt, wirken einige akustische Elemente, wie das elektronisch erzeugte Klavier, nicht mehr so homogen und ausgewogen wie zuvor. Aber selbst diese Einschränkungen sind lediglich minimal, sodass wir insgesamt über eine ausgesprochen gute Vorstellung sprechen können. 

"Land Of Confusion" klingt weitläufiger und realistischer, wenn wir wieder Dynamore aktivieren. Die E-Gitarrenriffs haben Punch, und das Fundament ist tadellos ausgeprägt, der Upmix-Modus "Direct" macht hier viel Freude. Klar,, ein echtes 2.1 Stereosystem oder 2.0 Standlautsprecher erzeugen hier ein noch authentischeres Klangbild, das noch nahtloser und in sich geschlossener wirkt. Aber für ein Soundbar-/Subwoofer-Ensemble ist die Leistungsfähigkeit des Cinebar 22 + T6-Duos wirklich überragend. Vor allem klingt der Song auch bei forciertem Pegel nicht zu aggressiv und metallisch, sondern hält noch eine solide Balance: Man merkt die gewollte Aggressivität im Titel, wird zugleich aber nicht förmlich angeschrieen. Diese in sich schlüssige Auslegung sorgt dafür, dass man selbst solche Tracks locker über einen längeren Zeitraum in hoher Lautstärke anhören kann. 

Komplett andere Tugenden sind bei Diana Kralls "The Look Of Love" gefragt. Hier haben wir eigentlich eher weniger gute Erfahrungen mit Soundbar-Systemen, ganz gleich, in welcher Konfiguration und Preisklasse, weil das akustische Ergebnis oft leicht hölzern und ungelenk wirkt. Richtig schlecht sind moderne Systeme selbst bei einem solchen Titel mittlerweile nicht mehr, aber es fehlt eben einiges, um sagen zu können, dass die Darstellung rundherum gelungen ist. Da nehmen wir erfreut Notiz davon, dass die Cinebar 22 und der T6 Subwoofer hier eine wirklich gute Verbindung miteinander eingehen. Sehr geschliffen ertönt Dianas charakteristische Stimme, das Klavier hat eine gut (wenn natürlich auch nicht perfekt) getroffene Temperatur, und der ganze Dynamikumfang erhebt sich realisitisch im Hörraum. Der aktive Wireless-Subwoofer passt mit seiner fundierten, kräftigen, aber nie überzogenen Präsentationen nahtlos zum restlichen Hörerlebnis. Übrigens - selbst bei diesem Titel schlägt sich Dynamore richtig gut, die Upmix-Funktion deaktivieren wir und nutzen weder 2D Up noch Direct. 

Wenden wir uns nun der Mehrkanal-Wiedergabe zu.

Hier starten wir mit der Blu-ray (Dolby Atmos-Tonspur) "Hans Zimmer - live in Prague" mit den beiden Titeln "Elysium" und "Now We Are Free" aus dem Film "Gladiator". Nicht einfach, diese Aufgabe, daher war unsere Erwartung nicht allzu hoch. Aber das Teufel-System setzt alles sehr ansprechend um, und durch den dedizierten Centerkanal kommt die weibliche Stimme bei "Now We Are Free" sauber und kultiviert heraus. Der T6 offeriert auch noch im mittelgroßen Hörraum ein stimmiges Fundament und punktet mit einem sehr guten Tiefgang. Nur, wenn man wirklich in Räume oberhalb der gut 25 Quadratmeter beschallen möchte, sollte man sich das größere Set mit dem T10 Aktivsubwoofer anschaffen. Hier geht dem T6 dann doch "die Puste aus". Dynamisch ist das absolut überzeugend, was das System abliefert, auch die klassischen Instrumente aus dem Orchester werden mit sauberen Konturen präsentiert. Der Eindruck an dichter Räumlichkeit ist gerade dann erstaunlich intensiv sowie realistisch, wenn man sich nicht zu weit weg von Soundbar und Subwoofer befindet. 

Weiter geht es mit der Anfangssequenz aus "Kingsman - The Golden Circle", wiederum in Dolby Atmos. Hier tut sich gleich in den ersten Minuten aus Sicht einer effektgeladenen Wiedergabe richtig viel, darum sind wir sehr gespannt, was das Cinebar 22/T6-Bundle hier erreichen kann. Bereits bein 20th Century Fox-Logo, noch bevor der Film startet, meldet sich der T6 schon eindrucksvoll "zu Wort" und lässt durchblicken, dass er auch hier wieder dazu imstande ist, ein nachdrückliches Fundament bereitzustellen. Die Dudelsack-Klänge, die dann folgen, wirken prägnant und klar, und der sich weiter entwickeltende, akustisch beeindruckende Music Score breitet sich mit sehr gutem Nachdruck im ganzen Hörraum aus. Dann erfolgt die erste Darstellung vokaler komponenten, und Charles Stimme wirkt etwas dünn - aber, wie heißt es so schön: Nobody is perfect. Eggsys Stimme ist sehr gut getoffen, und einzele Effekte kommen gut heraus. Nun kommt Nachdruck ins Spiel, als sich Eggsy und Charly im Kingsman-Taxi eine wüste Keilerei liefern und das wertvolle Fahrzeug alles andere als zimperlich behandeln. Das Schleifen von Metall auf dem Asphalt des Fahrbahnbelags, die Schüsse aus der Pistole, die Fahrgeräusche und der Music Score werden mit einem soliden Unterbau durch den T6 wiedergegegeben. Kleinere Strukturen rutschen, was typisch für Soundbar-Lösungen ist, bei hohem Pegel etwas zu weit in den Hintergrund und es fehlt hier auch etwas an Trennschärfe. Aber für einen unterhaltsamen Filmabend, der mit hoher Lautstärke vonstatten gehen soll, sind die Ergebnisse verblüffend gut. Als das Taxi gegen die Poller brettert und ein Trümmerregen niedergeht, punktet das Teufel-Bundle ein weiteres Mal mit einer guten Dynamik, im Groben wie im Feinen. Die Verfolger in ihren Jaguar-SUVs eröffnen ebenfalls das Feuer, und die Schüsse aus den automatischen Waffen ertönen mit dem richtigen Maß an Nachdruck. Was positiv auffällt: Neigen andere Soundbars dazu, bei hohem Pegel im Gesamt-Dynamikbereich einzubrechen und alles auf eine einzige, monoton klingende akustische Ebene zu reduzieren, erzeugt unser Teufel-Set immer noch eine differenzierte Gesamt-Dynamik mit einem intensiven, kraftvollen Klangbild. 

Nun legen wir die Lichtmond-Blu-ray mit englischer Dolby Atmos-Tonspur "The Journey" ein und hören uns die Stücke "The Journey 1" und "The Journey 2" sowie "Flowing Like A River" an. Eine echte Herausforderung auch bei der dritten Disc, die wir in den Testreihen verwenden - einfach machen wollen wir es dem Cinebar 22-System definitiv nicht. Gerade das enorme dynamische Spektrum dieser Scheibe sorgt bei vielen Soundbar-/Subwoofer-Systemen für Kopfzerbrechen. Nicht so bei den Teufel-Komponenten. Klar, kraftvoll und stets, selbst bei enormer Lautstärke, mit dem nötigen Überblick - hier läuft wirklich alles so, wie es laufen sollte. Die Effekte verteilen sich dynamisch und zugleich homogen im Hörraum, und die gebotene Weitläufigkeit ist exzellent. Hier macht sich die Chassis-Konfiguration mit den Side Firing-Modulen wieder bezahlt Dass es keine dediziertern Top Firing-Module gibt, fällt deutlich weniger ins Gewicht, als wir angenommen hatten. Auch, wenn es sich um eine rein virtuelle Darstellung handelt, spürt der Zuhörer akustische Bewegungen in der Überkopf-Ebene und freut sich insgesamt über ein fülliges, klar gegliedertes Klangbild. Die weibliche Stimme bei "Floating Like A River" kommt mit klarer Struktur und einer gelungenen Stimmfarbe heraus. Wieder verweisen wir auf den eigenen, aufwändig konstruierten Centerlautsprecher nebst eigenem Verstärkerkanal, der diese anspruchsvolle Wiedergabe möglich macht.

Bei "Stirb Langsam 4.0" in DTS-HD Master Audio haben wir das actionreiche 5. Kapitel angehört. Hier sind massive Sc husswechsel, die Explosion eines Feuerlöschers im Treppenhaus und zahlreiche zerberstende Gegenstände auf der Effekt-Habenseite. Auch kleinere Effekte wie leises Flüstern oder das Austauschen des Magazins an der Waffe gehören dazu. Wir sind hier tatsächlich begeistert vom Vermögen des Teufel-Systems, uns mitten ins heftige filmische Geschehen zu versetzen. Die Salven aus den automatischen Waffen haben einen enormen Nachdruck, und selbst der begleitende Music Score besitzt ein ordentliches Maß an Ausdruckskraft. Was der T6 wirklich an, dokumentiert er eindrucksvoll bei den großen Explosionen innerhalb dieses Kapitels, hier schafft er es, selbst bei hoher Lautstärke noch Struktur in den niderfrequenten Effekteaufbau zu bekommen - wie man am Ende des Kapitels deutlich hören kann, als die ganze Wohnung des Computer-Hackers in die Luft gesprengt wird. 

Vergleichen wir dieses Set mit der Cinebar 11, die ebenfalls als 2.1 Dolby Atmos-Set mit dem T6 Subwoofer ausgeliefert wird, so macht sich der dedizierte Center-Kanal der Cinebar 22 überall positiv bemerkbar. Stimmen werden detailreicher und mit besserer Gesamtkontur wiedergegeben. Zudem entfaltet die Cinebar 22 mehr authentische Räumlichkeit, und zwar sowohl was die Weitläufigkeit, als auch was die räumliche Tiefe angeht. Hier sind die Breitbänder, die an beiden Seiten als Side-Firing-Module installiert sind, wohl nicht ganz unschuldig dran. Da in beiden Sets, die wir getestet haben, der identische aktive Wireless-Subwoofer enthalten ist, können wir auch im Falle der Kombination mit der Cinebar 22 nur lobende Worte für den kleinen Bassisten finden, der sich nicht nur tapfer schlägt, sondern mit richtiger Kraft auch große effekte präsentieren kann. Verblüffend für die kleine Gehäusegröße ist zudem der Tiefgang.

Konkurrenzvergleich

Samsung Hw Qs710f Gruppenbild1

  • Samsung HW-QS710GF: Wir starten unseren Konkurrenzvergleich mit der Samsung HW-Q710GF. Das 3.1.2 Dolby Atmos/DTS:X- Soundbar/Subwoofer-System ist ausschließlich in schwarzer Farbvariante ab rund 499 EUR im Handel zu haben. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Soundbar/Subwoofer-System mittels der für 299 EUR Setpreis erhältlichen Wireless-Rearlautsprecher SWA-9500S zu einem Surround Sound-Paket zu erweitern. Für eine nahtlose Zusammenarbeit mit einem entsprechend kompatiblen Samsung Smart TV sorgt die Q Symphony-Funktion. Die Soundbar ist mit insgesamt acht Lautsprechern ausgestattet, inklusive zwei nach oben abstrahlende Top-Firing Module für eine glaubwürdige Dolby Atmos Wiedergabe. Im Set enthalten ist zudem ein Wireless-Subwoofer mit aktiv angeschlossenem 6,5-Zoll-Tieftöner und einem 8-Zoll-Passivradiator. Wer einen kompatiblen Samsung Smart-TV sein Eigen nennt, kann bei de HW-QS710GF Samsungs SpaceFit Sound Technologie in der Pro-Variante nutzen. Die Technologie analysiert den Aufstellort der Soundbar und passt den Klang automatisch an die Gegebenheiten an. Dank einer Netzwerkschnittstelle unterstützt das Samsung Device AirPlay 2, Bluetooth in Version 5.2, Spotify Connect, Tidal Connect, Google Chromecast sowie Roon. Zudem kann die Soundbar kabellos per WLAN oder Bluetooth mit einem geeigneten Samsung TV verbunden werden. Adaptive Sound gehört, zusätzlich zu weiteren manuell einstellbaren EQ-Betrtiebsarten, ebenfalls zu den Features. Hier analysiert das Processing der Soundbar die aktuell vorliegende Tonspur und liefert automatisch optimierten Sound, was im Testbetrieb erstaunlich gut funktionierte. In unserer Klangwertung überzeugte das Samsung-Ensemble mit einem für den fairen Kaufpreis erstaunlich differenzierten und natürlichen Klang. Die unterschiedlichen Stimmcharaktere in unseren Testsequenzen wurden zu jeder Zeit sauber und nachvollziehbar getroffen. Auch klassische Instrumente wie beispielsweise Streicher konnte die Samsung HW-QS710GF ordentlich darstellen. Bei den typischen Dolby Atmos-Effekten wie zum Beispiel bei über den Köpfen der Zuhörer fliegenden Hubschraubern überzeugte uns das Soundbar-/Subwoofer System auf ganzer Linie. Der im Paket enthaltene Wireless-Subwoofer ist für kleinere Räume bestens geeignet und liefert dann ein hervorragendes Bassfundament. Das Samsung-System wendet sich an Anwender, die auf App-Steuerung und auch ansonsten auf Vollausstattung viel Wert legen. Klanglich agiert das System gelungen, im Detail kann die Cinebar 22 mit noch mehr Feingefühl, höherer Auflösung und fundierterem Klang aufwarten. 

Sharp Ht Sbw55121 Gruppenbild

  • Sharp HT-SBW55121: Weiter geht es mit Sharp HT-SBW55121, einem ebenfalls klassischen Soundbar/Subwoofer System. Erhältlich ist das Paket sowohl in einer schwarzen als auch in einer grauen Variante, jeweils für einen Kaufpreis von rund 475 EUR (Markpreis). Wer möchte, kann sein Soundbar/Subwoofer-System mit den optionalen erhältlichen Surroundlautsprechern HT-SPR52021 zu einer 7.1.4 Konfiguration erweitern - für einen Paarpreis von 239 EUR. Mit einer Systemleistung von bis zu 650 Watt können mit der Sharp HT-SBW55121 problemlos auch größere Räume beschallt werden, und dank der dedizierten Topfiring- und Sidefiring-Module ist die Sharp Soundbar auch für ein immersives Klangerlebnis bestens gerüstet. Eine Vielzahl an Decodern wurde ebenfalls integriert, so stehen Dolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Digital Plus, Dolby Digital, DTS:X, DTS-HD, DTS 5.1 Decoder zur Verfügung. Über eine Netzwerkschnittstelle verfügt die Sharp HT-SBW55121 nicht, ein einfaches Musikstreaming vom Smartdevice ist aber dank der Integration von Bluetooth in der Version 5.3 jederzeit möglich. Die Soundbar verfügt zudem über unterschiedliche Soundmodis, die sich mittels der Fernbedienung abrufen lassen. So stehen dem Nutzer "Music", "Voice", "Game", "Sport", "Night" sowie "Custom" zur Verfügung. Die Klangkurven können nicht verändert werden. Für eine angepasste Klangkurve muss "Custom" verwendet werden. Hier ist der Anwender in der Lage, den Bass- sowie den Hochtonbereich anzupassen. An Anschlüssen verfügt der Soundriegel aus dem Hause Sharp über eine optischen Digitaleingang für den Anschluss eines älteren Fernsehers, eine AUX-In Buchse für eine Verbindung mittels eines Stereoklinkenkabels sowie eine USB-Buchse, für die Wiedergabe von USB-Speichermedien. Den Abschluss der Anschlusssektion bilden zwei HDMI Eingänge, die 4K-Passthrough unterstützen. Weiterhin steht natürlich ein HDMI-eARC-Terminal zur Verfügung - für die komfortable Einbindung eines Smart-TVs. Besonders stolz ist Sharp auf die Tatsache, dass die Akustikingenieure von Devialet bei der Abstimmung der neuen Q Soundbars zur Seite standen. Die französische Audioschmiede ist seit Jahren eine Institution im Bereich hochwertiger HiFi-Produkte. Das "Tuned by Devialet" Zertifikat bestätigt dies. In unserer Klangwertung überzeugte das Sharp-System in der 7.1.4 Konfiguration mit einem klaren und lebendigen Klang. Bei manchen Filmtiteln wie z.B. "Kingsman: The Golden Circle" wirkten die Dialoge der Protagonisten etwas nüchtern auf uns. Dem Sharp-Set gelang generell eine überraschend differenzierte und sehr klare Darstellung der unterschiedlichen Effekte. Die immersiven Überkopf-Elemente wurden dank der Upfiring-Treiber in der Soundbar und in den Rear-Lautsprecher glaubwürdig umgesetzt. Der im Set enthaltene Wireless-Subwoofer lieferte eine solides Bassfundament, könnte aber unserer Meinung nach etwas manchmal etwas präziser und voluminöser agieren. Insgesamt aber offeriert das Sharp-System einen hervorragenden Gegenwert fürs investierte Geld, sodass wir hier auf eine Erfolgsstory hinsichtlich der Verbreitung tippen werden. Vergleichen wir mit der Cinebar 22, so klingt diese kultivierter, detailreicher und mit mehr räumlicher Tiefenwirkung. Daher ist der Preis der Cinebar 22 vollauf gerechtfertigt. 

Hisense Ax5125h Gruppenbild1

  • Hisense AX5125H: Abschließen möchten wir unseren Konkurrenzvergleich mit der Hisense AX5125H. Für Marktpreise um die 300 EUR (die UVP lag ursprünglich sehr deutlich höher) gibt es nicht nur eine Soundbar mit Decoding für Dolby Atmos und DTS:X, sondern auch einen Wireless-Aktivsubwoofer und zwei Wireless Rear-Lautsprecher. In Anbetracht dieser Opulenz mag man es dem System verzeihen, dass bis aufs obligatorische Bluetooth keine weiteren Streaming-Optionen an Bord sind - kein Netzwerkstreaming, aber auch keine App-Steuerung, was ja auch mittels einer Bluetooth-App erfolgen könnte. Die Anschlussauswahl ist in dem Umfang gehalten, der heute bei solchen Soundbar-Systemen üblich ist. Zum Ausstattungsumfang gehören zudem mehrere DSP-Modi und eine Fernbedienung mit einfacher Handhabung. Verarbeitet sind alle Komponenten routiniert, daher gibt es gerade beim aktuell sehr günstigen Marktpreis keinen Anlass zur Kritik. Klanglich für wenig Geld einiges geboten - der aktive Subwoofer agiert druckvoll und kräftig, die Soundbar selbst gibt, selbst bei Musikmaterial Stimmen ansprechend wieder und überzeugt mit solider Dynamik. Bedingt durch die beiden Top Firing-Module der Soundbar erfolgt die Wiedergabe von effektbasierten Audio-Tonformaten recht glaubwürdig. Mittels der beiden Rear-Lautsprecher entsteht zudem eine lebhafte Surround-Klangkulisse. Vergleichen wir das Set mit der Cinebar 22, so klingt die Berliner Neuentwicklung hörbar präziser, fundierter und detailreicher. Wer aber für einen überschaubaren Betrag ein gutes, komplettes Soundbar/Subwoofer-Rear-Paket sucht, wird mit dem Hisense-System sehr zufrieden sein.

Fazit

Teufel Cinebar 22 Gruppenbild2

Dass Teufel sehr gute Soundbar-/Subwoofer-Systeme baut, ist nichts Neues - aber die Cinebar 22 inklusive dem bestens bekannten T6 Aktiv-Wireless-Subwoofer schießt noch über bisherige Ziele hinaus und beeindruckt uns mit einer gleichermaßen exakten wie dynamischen Auslegung. Das liegt natürlich auch an der recht aufwändigen Konzeption der Cinebar 22. Sie setzt nicht nur auf zwei Breitbänder als Sidefiring-Treiber, sondern zusätzlich auf ein spezielles koaxiales Chassis für den dedizierten Centerkanal. Stimmen erhalten durch diese konstruktive Maßnahme eine allzeit klare, saubere Struktur. Aber auch Teufels hauseigene Dynamore-Funktion und die Upmix-Optionen für Stereomaterial finden unsere volle Zustimmung. Demnach ist unser Test-System für alle Arten von Quellmaterial geeignet: Schon Musik, über Bluetooth zugespielt, klingt richtig klar sowie lebendig - und das ist alles andere als selbstverständlich für Systeme dieser Art. Mehrkanalige Musik und Filmton, ganz besonders Dolby Atmos-Aufnahmen, haben uns außergewöhnlich gut gefallen: Viel Räumlichkeit, ein erstaunliches Auflösungsvermögen und eine enorme maximal mögliche Dynamik stehen hier auf der Habenseite. Zusammen mit dem günstigen Kaufpreis und dem hochwertigen Finish ergibt sich eine hervorragende Bilanz für die Kombination aus Cinebar 22 und dem T6 Aktivsubwoofer. Die Folge: Nicht nur Referenz in der eigenen Preisklasse, sondern gleich in der Liga der Soundbar-/Subwoofer-Systeme bis 1.000 EUR. 

Cinebar 22 und Subwoofer T6 als "Duo Infernale": Grandioser Klang, aufwändige Konstruktion und ein mehr als fairer Kaufpreis
Referenz 2024
Soundbar-/Subwoofer-Systeme bis 1.000 EUR
Test 04. Dezember 2025

 

 

 

Test: Sven Wunderlich, Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 04. Dezember 2025

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