TEST: LG OLED evo AI TV C6 - Visuell starker OLED-Fernseher mit neuem KI-Prozessor und 165-Hz-Gaming

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Klipsch Onkyo Odyssee

Personalisierter Bild-Assistent und Auswahl des Bildmodus

LG OLED65C66LA Menue

Start des personalisierten Bildassistenten

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Auswahl aus sechs generierten Bildern

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Maximal zwei Bilder lassen sich auswählen

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Verschiedene Parameter werden nacheinander abgefragt

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Der LG 65C69LB bringt den personalisierten Bild-Assistenten mit. Dabei handelt es sich um ein KI-gestütztes Feature, um die Bildeinstellungen für die persönlich bevorzugte Bilddarstellung präzise und ohne Vorkenntnisse festlegen zu können. Die im LG Fernseher integrierte künstliche Intelligenz generiert zahlreiche verschieden geartete Bilder, aus denen der Anwender dann jeweils diejenigen auswählt, die visuell den eigenen Vorstellungen am ehesten entsprechen. 

Bei jedem Schritt schlägt der OLED-TV sechs Bilder vor. Aus diesen kann man dann eines oder maximal zwei auswählen. Nach einem generellen Bildeindruck werden spezifische Kriterien abgefragt. Die bevorzugte Schärfe, der bevorzugte Farbton, die bevorzugte Farbtemperatur, erneut die Schärfe sowie nochmal den bevorzugten Farbton. Am Ende wird die Analyse abgeschlossen und nachdem alle Schritte durchlaufen und alle Angaben gemacht wurden, justiert die KI die notwendigen Parameter für die gewünschte Bildwiedergabe, um das Bild so auszugestalten, wie es einem am besten gefällt.

Praktisch ist der Assistent besonders deshalb, da man, ohne überhaupt in die Menüstrukturen der Bildanpassung einsteigen und diese durchschauen zu müssen, die für sich optimale Bilddarstellung erhält. Das funktioniert durchaus passabel, allerdings neigt man häufig dazu, das knackigste und schärfste Beispielbild auszuwählen. Bei den generierten Vorschaubildern wirken diese dann, im Vergleich, am attraktivsten. Allerdings resultiert das nicht immer in einer Darstellung, die absolut originalgetreu ist.

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Abschluss der Analyse und Anpassung der Bildparameter

Der Personalisierte Bild-Assistent ist sicher für alle Anwender, die nicht unbedingt Wert darauf legen, so authentisch wie möglich zu sehen, sondern wie es eben Ihnen am besten gefällt, eine sehr gute Option. Für eine Darstellung, wie sie vom Regisseur und Produzenten vorgesehen wurde, empfehlen wir aber weiterhin auf eines der folgenden Bildfelder zu setzen:

  • Kino-Home
  • FILMMAKER MODE
  • isf Experte (Dunkle Flächen / dunkler Raum)

Alle drei kann man grundsätzlich gut einsetzen. Kino-Home ist eher geeignet, wenn man nicht in völlig abgedunkeltem Raum fernsehen möchte oder zwar eine authentische Farbdarstellung wünscht, gleichzeitig aber noch dynamische Bildoptimierer hinzuzieht. Letzteres kann sich insbesondere dann empfehlen, wenn man keine besonders hochauflösenden, qualitativ hochwertigen Inhalte betrachtet.

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Beim FILMMAKER MODE und auch bei isf Experte (Dunkle Flächen / dunkler Raum) sollte die Umgebung schon stark oder vollständig abgedunkelt sein. Das Preset isf Experte (helle Flächen / heller Raum) würden wir nur bei heller Umgebung empfehlen, da die Farben hier doch etwas strahlend und intensiv wirken. Die Bildfelder sind grundsätzlich im SDR- und HDR-Betrieb identisch. Werden HDR-Signale zugespielt, zeigt der LG dies aber im Menü an und spricht dann bei der Wahl des Bilmodus vom "HDR Modus". Zudem gibt es speziell für Dolby Vision abgestimmte Modi.

Der LG OLED-Fernseher lässt sich im Übrigen auch bei Tageslicht sehr gut verwenden und bietet ein kontraststarkes, plastisches Bild auch im Alltag im Wohnzimmer. Gänzlich frei von Reflektionen ist er trotz neuer Glare Free-Technologie aber nicht, wie wir bei unseren Praxiseindrücken noch sehen werden. Mehr dazu im Abschnitt TV-Tuner.

LG Gaming Portal und Game Optimizer

LG OLED65C69LB gaming

Das LG Gaming Portal

LG OLED65C69LB gaming

Empfehlungen sowie eine Rabatt-Offerte

Was Gaming betrifft, ist web OS 26 und der LG OLED65C69LB bestens aufgestellt. Software-seitig findet man unter dem Reiter "Gaming" das LG Gaming Portal mit Cloud Gaming-Optionen wie Xbox, NVIDIA G-Force Now und Luna. Identisch zum Home-Screen bei Filmen und Serien werden auch hier Empfehlungen ausgesprochen. Je nachdem ob man eher casual games oder intensive RPGs, FPS-Spiele, Racing Games oder Adventures bevorzugt, kann man auch hier den Bildschirm weitgehend personalisieren.

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Neben konventionellen Spielen gibt es auch speziell für den TV optimierte Games, wenn man zum Beispiel nur einmal nebenher eine Runde zocken möchte. Ansonsten verbindet man z.B. einen Xbox-Controller direkt mit dem Fernseher und kann direkt ohne zusätzliche Spielekonsole loslegen.

Schließt man einen PC oder eine Spielekonsole wie die PS5 oder eine aktuelle Xbox an den Fernseher per HDMI an, profitiert man natürlich ebenso von der visuellen Leistungsfähigkeit des OLED-TVs und den integrierten Gaming-Funktionen. VRR wird unterstützt, außerdem NVIDIA G-Sync und AMD FreeSync Premium. Mit dem Spiele-Optimierer kann man dann zudem in einem übersichtlichen Dashboard verschiedene Parameter justieren und z.B. das Spiele-Genre wählen sowie Gaming-spezifische Features aktivieren.

Visuell, und das können wir bereits vorwegnehmen, liefert der 65C69LB eine wirklich exzellente Performance und zieht den Anwender mit seiner außergewöhnlich plastischen, farbintensiven Darstellung in den Bann. Ein richtig knackiges, sehr scharfes und dynamisches Bild wird geboten. Durch die dreidimensionale, nahezu greifbare Abbildung ist das Spielerlebnis äußerst immersiv und mitreißend. Der LG OLED-Fernseher agiert sehr flink und zeigt im alltäglichen Gebrauch einen nicht nennenswerten Input-Lag. Wir konnten nicht nur RPGs wie Hogwarts: Legacy, sondern auch reaktionsschnelle Arcade Games ohne spürbare Verzögerung spielen. VRR ist absolut empfehlenswert und sorgt für eine flüssige, geschmeidige Darstellung des Spielgeschehens.

Bild

Ultra HD Blu-ray

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Wir starten mit unserem beliebten Filmbeispiel "Mord im Orient-Express" von UHD Blu-ray in nativer 4K-Auflösung und wählen in abgedunkelter Umgebung als Preset den Filmmaker Mode aus, um eine möglichst originalgetreue Darstellung zu erhalten.  Zudem sind hier Algorithmen der Zwischenbildberechnung sowie sämtliche weitere dynamische Bildoptimierer deaktiviert. Letztere sind bei hochwertig produziertem UHD-Material in der Regel eher schädlich als nützlich. Die Frame-Interpolation wirkt dem typischen 24p-Judder der Kinofilme spürbar entgegen, kann aber auch Nachteile mit sich bringen. Wir werden diese dann auch hinzuschalten, zunächst aber starten wir ab Filmbeginn ohne Zwischenbildberechnung.

Der LG OLED-Fernseher liefert erwartungsgemäß ein perfektes Schwarz ab und präsentiert ab der ersten Sekunde ein kontrastreiches, äußerst plastisches Bild mit sehr natürlichen, zwar knackigen, aber nicht zu intensiven Farben. Gleich in der ersten Szene lassen sich die Unzulänglichkeiten von lediglich 24 Bildern pro Sekunde ausmachen, denn die fordernde Szene, als die Kamera von der Sonne hinunter, an der Klagemauer entlang, nach unten schwenkt, ist für jeden Flachbildschirm sehr schwierig. Der LG OLED-TV liefert erfreulicherweise ein sehr angenehmes und ruhiges Bild, kann aber natürlich den 24p-Judder auch nicht vollständig ausmerzen. Hier und da zittert es schon an den Mauerfugen, der rechte Bildbereich ist nicht vollständig stabil und beim Blick auf die vielen umherwuselnden Personen sind die Objektkanten etwas unruhig. Kein Drama und weitgehend auch aktueller Standard. Wenig empfindliche Zuschauer werden hier ohnehin nichts negatives bemerken. Sieht man genau hin, wird gerade bei solch diffizilen Szenen aber klar, weshalb die Geräte-Hersteller eine Zwischenbildberechnung inkludieren.

Besonders bei vielen Objekten gleichzeitig im Bild fallen leicht zitternde Kanten natürlich auf. Dennoch wirkt der Gesamteindruck nicht unruhig und der OLED-TV ermöglicht ein angenehmes Sehen, zumal der 24p-Judder vorwiegend bei Kamerafahrten und Schwenks erkennbar wird. Objektkanten, sofern es nicht zu viele Objekte im Bild sind, bleiben meist sauber und sind eher dann anfällig, wenn es sich um nicht allzu flinke, dafür kontinuierliche horizontale Bewegungen im Bild handelt. Zum Beispiel wirken die Bewegungen des rennenden Jungen, der die leider ungleich großen Frühstückseier für Hercule Poirot transportiert, geschmeidiger als wenn der Rabbi kurz zuvor das Bild von links nach rechts langsam durchschreitet. Insgesamt bewegen wir uns aber bei der 24p-Wiedergabe aber auf sehr hohem Niveau und können nur diese Kleinigkeiten kritisieren, die in problematischen Szenen mit nativen 24 Bildern pro Sekunde zumindest nahezu unvermeidbar sind. Eklatante Fortschritte diesbezüglich gegenüber dem Vorjahr können wir nicht feststellen, man ist aber definitiv auf dem identisch hohen Level geblieben.

Wenn wir gerade schon bei den negativen Aspekten sind, leichtes Rauschen im Bild ist sichtbar. Bei vielen Szenen muss man schon mit Argusaugen hinsehen und explizit darauf achten, bei anderen fällt es etwas deutlicher auf, wenngleich es nicht direkt störend ist. Hingegen schinden die positiven Eigenschaften des LG 65C69LB deutlich mehr Eindruck. Die natürlichen Farben und die hohe Kontraststärke, die sich in enormer Plastizität und Tiefenstaffelung niederschlägt, haben wir bereits erwähnt. Hinzu kommt noch eine sehr klare, aber in keiner Nuance überzogene Schärfe. Feinste Details und Facetten in den Gesichtern der Protagonisten oder an den Kleidungsstücken der Darsteller werden herausgearbeitet und komplettieren das immersive, mitreißende visuelle Erlebnis.

OLED-typisch ist diese Plastizität und der faszinierende Kontrast, so dass man sowohl in sehr dunklen als auch in hohen Bildbereichen viele Feinheiten noch sauber erkennen kann. Insbesondere galt dies früher im abgedunkelten Raum. Inzwischen aber sind auch OLED-TVs mit sehr hoher Helligkeitsleistung ausgestattet. Das gilt auch für den LG 65C69LB, der zwar nicht das nochmals stärkere Primary RGB Tandem-Panel, also die Hyper Radiant Color-Technologie, mitbringt, dennoch aber eine höhere Helligkeitsperformance bietet als das Vorgängermodell. Gerade in Verbindung mit dem Filmmaker Mode Ambient mit aktiviertem Umgebungslichtsensor passt der TV bei wechselnden Lichtbedinungen die Parameter zuverlässig an, um einen authentisches und gleichzeitig intensiven Bildeindruck zu realisieren. Im Detail, vorwiegend in den hohen bis sehr hohen Helligkeitsbereichen im HDR-Betrieb, birgt das Bild noch geringfügig Potential. Wer hier sehr hohe Ansprüche hegt, wird sich die Modelle der G6 Serie oder eben die größeren Bilddiagonalen der C6 Modelle genau anschauen. Ohne direkten Vergleich und insbesondere, wenn es nicht auf das letzte Quäntchen Performance ankommt, wird der Unterschied aber vielen kaum auffallen. Hier geht es dann, vor allem im alltäglichen Bewegtbild-Betrieb, nur mehr um Nuancen.

Die tadellosen Farben schränkt etwas stärkeres Umgebungslicht jedenfalls überhaupt nicht ein und selbst die Tiefenwirkung des Bildes bleibt erhalten. Es ist, als ob man hineingreifen und die Schauspieler anfassen könnte. Ebenfalls erneut erwähnen sollte man die perfekte Balance der Schärfe. Akkurat und präzise erkennt man auch aus weiterer Entfernung vom Bildschirm noch feine Details, das Bild wirkt aber absolut natürlich und Überschärfungen sucht man vergeblich. Praktisch perfekt ist auch die Blickwinkelstabilität. Im vertikalen Bereich schafft man es fast nicht, dem 65C69LB überhaupt einen negativen Einfluss auf das Bild zu entlocken, selbst wenn man es stark übertreibt und sich um Winkel bemüht, die auf der typischen Wohnzimmer-Couch zweifellos nicht vorgesehen sind. Im horizontalen Bereich lässt es sich zwar produzieren, allerdings nur mit Mühe und ebenfalls extremen Winkeln. Sowohl was die Helligkeit des Bildes als auch die Farbauthentizität betrifft, kann man hier auch etwas weiter abseits von der optimalen Position Inhalte authentisch genießen.

Blu-ray Disc, 1080p-Upscaling

Wir bleiben beim Filmmaker Mode, wechseln aber das Format auf Blu-ray Disc und dunkeln den Raum zunächst nochmal ab, bevor wir bei der Prüfung des TV-Tuners wieder Tageslicht hereinlassen. Unseren Blu-ray Player stellen wir auf 1080p-Ausgabe, der LG OLED-TV muss also zusätzlich das Upscaling auf die native 4K-Auflösung übernehmen.

Auch hier verlassen wir uns auf den alten Bekannten und 23. Bond-Film "Skyfall". Auch in 1080p FullHD bietet der LG 65C69LB ein beeindruckend plastisches und farbauthentisches Bild. Schon zu Beginn, als Bond den dunklen Durchgang beschreitet wird dies deutlich. Mit Feinheiten und Details an der schwarzen Vertäfelung der Tür, die man problemlos ausmachen kann und einem passend warm beleuchteten Appartement. Als Bond weiter ins Zimmer hineingeht und die hellen Sonnenstrahlen durch die Jalousien fallen, wird auch das sehr präzise abgebildet. Die Hauttöne modelliert der OLED-Fernseher ebenfalls praktisch in Perfektion und zeigt auf der Verfolgungsjagd durch die Märkte Istanbuls dynamische, akkurate Farben. Auch hier ist leichtes Rauschen bemerkbar, aber nicht stärker ausgeprägt durch das Upscaling als bei der nativen 4K-Wiedergabe.

Die Schärfe und Feinauflösung im Bild ist dank des zwar niedriger auflösenden, aber sehr hochwertigen Bildmaterials auch nach dem Hochrechnen auf UltraHD ganz hervorragend und es entsteht ein imposanter Bildeindruck, den man als Laie auch gut einer nicht ganz so perfekten UHD Blu-ray zuordnen könnte. Mit ausgeprägter Tiefe und Weite gelingen die Aufnahmen im Außenbereich, auch hier zeigt der LG OLED-Fernseher eine enorme Plastizität und Dreidimensionalität einzelner Objekte, die das Bild nahezu fühlbar machen. 

Freilich hat auch die Blu-ray Disc mit 24p-Judder zu kämpfen, der hier besonders bei der Verfolgungsjagd auf vier und später dann auch zwei Rädern zum Ausdruck kommt. Gegenüber der wirklich schwierigen Szenen in Mord im Orient-Express liefert der C69LB hier aber eine sehr solide Performance und zeigt nur geringfügigen Judder. Kenner werden es dennoch bemerken, wir schalten also beim sowieso erhöhten Rechenaufwand durch das Upscaling die Zwischenbildberechnung hinzu. Diese findet man in den erweiterten Bildeinstellungen unter Klarheit und dem Punkt "TruMotion".

Der LG 65C69LB bietet bei der Zwischenbildberechnung "TruMotion" folgende Einstellungsmöglichkeiten:

  • Aus
  • Filmische Bewegung
  • Natürlich
  • Glatte Bewegung
  • Nutzerauswahl

Für all diejenigen, die den Film-Look erhalten, aber weniger ausgeprägtes 24p-Judder möchten, bleibt nur Filmische Bewegung bzw. die individuelle Nutzerauswahl. Filmische Bewegung ist ein exzellenter Mittelweg. Zwar lässt sich der Einfluss auf das Filmgeschehen erkennen und der Look ist nicht mehr 100% filmgerecht, dafür muss man aber schon sehr genau aufpassen. Das Bild ist dafür nochmals deutlich geschmeidiger und es fallen kaum mehr Ruckler auf. Abseits des leichten Einflusses auf den typischen Film-Look gibt es nur sehr wenige Artefakte der Berechnung, so dass man hier von einem sauberen Kompromiss sprechen kann. Bei der Einstellung Natürlich oder gar Glatte Bewegung ist der Einfluss auch für weniger versierte Zuschauer dann schon klar erkennbar. Hier sieht man Geisterbilder und unruhige Bereiche, in denen die Bewegungen der Protagonisten ablaufen. Auch ist der negative Einfluss auf den Film-Look stärker ausgeprägt. Es wirkt zwar nicht komplett unnatürlich, aber sieht schon deutlicher nach "Seifenoper" aus. Wem das nichts ausmacht, der kann auch diese Einstellungen verwenden, wir würden aber definitiv auf Filmische Bewegung setzen oder je nach Material die passende Einstellung unter Nutzerauswahl finden. Hier legt man "Entruckeln" und "Schärfen" zwischen 0 und 10 selbst fest und aktiviert OLED-Motion. Letzteres ist eine Blackframe-Insertion, die wir eher nicht empfehlen.

TV-Tuner, Bildwiedergabe bei Tageslicht

Wer sich die authentische und sehr natürlich wirkende Farbgebung auch im Alltag bei Live-TV erhalten möchte, der setzt auch hier auf den FILMMAKER MODE oder den Modus Kino-Home. Standard oder auch Autom. Energiesparen wirken zwar nicht völlig überzogen, die Farbgebung ist aber dennoch kühler. Dafür aktiviert der LG-Fernseher in diesen Betriebsarten den ein oder anderen dynamischen Optimierer. Das Bild wirkt so etwas sauberer und schärfer, was insbesondere bei schwachem Material mit geringer Auflösung durchaus von Vorteil sein kann.

Schaut man aber eine hochwertig produzierte Serie, einen Film oder auch solide Produktionen im Bereich Nachrichtensendungen und Talk-Shows, bieten die Modi Kino Home sowie auch der FILMMAKER MODE, die natürlichste Darstellung mit lediglich geringen Artefakten. Das Upscaling gelingt auch ohne Rauschreduktion und erweiterte Kantenglättung in hoher Qualität und so entsteht ein angenehmes, stabiles und ruhiges Bild mit ausgeprägter Plastizität und Staffelung. Auch Schriften im Bild werden ohne unschöne Treppenstufen angezeigt und die allgemeine Darstellung ist detailliert und differenziert, ohne dass es zu Überschärfungen kommt.

Der LG OLED-Fernseher liefert auch bei Tageslicht ein kontraststarkes, räumlich tiefes Bild mit intensiven Farben. Hier ist die neue Reflection Free Premium-Technologie integriert und unterstützt bei der dynamischen, farbechten Darstellung. Sie ist allerdings kein Freibrief, um den Fernseher direkt neben Fenstern oder sonstigen Glasflächen platzieren zu können. Bei direktem Lichteinfall, insbesondere bei Sonnenschein, treten Spiegelungen im Display weiterhin auf und stören, je nach Bildinhalt, mal mehr mal weniger beim TV-Genuss. Ein wirklich gutes, angenehmes, authentisches Bild mit hoher Plastizität Ja - frei von Reflektionen in allen Situation ein klares Nein. Man sollte also weiterhin darauf achten, dass der OLED-TV nicht in unmittelbarer Nähe eines Fensters steht, wenn man auch bei Tageslicht Entertainment-Inhalte genießen möchte.

Hält man sich an diese Regel, erhält man mit dem LG 65C69LB eine exzellente Live-TV-Darstellung mit hoher, natürlicher Schärfe, akkuraten Farben, sauberen Bewegungsabläufen und ausgezeichneter Bildstabilität. Feine Details werden herausgearbeitet und Scaling-Artefakte sowie Rauschen treten, gutes Material vorausgesetzt, praktisch nicht in Erscheinung. Es ist ein durch und durch angenehmes, in keinster Weise anstrengendes Fernsehen. Selbst in SD, wenngleich hier Bildrauschen und leichtes Kantenzittern spürbar stärker in Erscheinung treten als bei 720p- und 1080i-Material, ist die Darstellung auf der 65-Zoll-Bilddiagonale stabil und rauscharm.

Das Umschalten dauert im DVB-C-Betrieb ca. 1-1,5 Sekunden, der EPG-Programmführer ist übersichtlich und reagiert zügig. Im Sender-Manager, der ebenfalls innerhalb des EPG (Druck auf das Icon mit dem Stift) aufgerufen werden kann, lassen sich die Senderlisten für verschiedene Empfangswege bearbeiten und eigene Favoritenlisten erstellen. Sender können verschoben oder auch gänzlich gesperrt werden.

  • Auf der nächsten Seite geht es um den personalisierten Sound-Assistenten, die Klangqualität und wir ziehen das Fazit

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