TEST: LG OLED evo AI TV C6 - Visuell starker OLED-Fernseher mit neuem KI-Prozessor und 165-Hz-Gaming
Fernbedienung

Fernbedienung des LG 65C69LB

Oberer Bereich mit Navigationskreuz und weiteren Bedientasten
In 2025 hat LG erst die Fernbedienung erneuert und gegenüber dem letzten Jahr nichts großartig verändert. Die Oberfläche ist allerdings nicht mattschwarz, wie sie z.B. auch beim neuen Micro RGB evo TV 75MRGB96B9B ist, sondern soll den Eindruck geschliffenen Aluminiums vermitteln. Kunststoff als Material ist aber geblieben.
LG setzt also ausschließlich auf eine recht kompakte Smart Remote, die angenehm in der Hand liegt und eine durchaus praxisgerechte Tastenbestückung mitbringt. Neben Power- und Favoriten-Button (z.B. mit häufig genutzter App belegbar) gibt es direkten Zugriff auf die Eingangswahl, das Home-Menü, das EPG und die KI-Funktionen.
Darunter dann das Navigationskreuz mit mittigem Scrollrad, welches auch als OK-Taste fungiert sowie die Zurück-Taste. Mit dem Zahnrad greift man auf das Menü des LG OLED-TVs zu. Wiederum darunter befinden sich Lautstärke- und Programmwechsel-Tasten als Wippschalter. Diese kann man nicht drücken, zur Stummschaltung des Fernsehers hält man die Lautstärketaste nach unten ein paar Sekunden gedrückt.
Schließlich gibt es sechs Direktzugriffstasten für Netflix, prime video, Disney+, Rakuten TV, LG Channels und Apps.
Alle Tasten, abgesehen vom Navigationskreuz und den Wippschaltern sind gummiert, griffig und verfügen über einen guten Druckpunkt. Zusätzlich zur konventionellen Verwendung der Fernbedienung kann man die AI Magic Remote weiterhin wie eine Air Mouse verwenden und damit per Point & Click am Bildschirm das Menü bedienen.
Anschlüsse

Rückseite seitlich

Anschlüsse gesamt

USB- und HDMI-Schnittstellen

Ethernet, Audio-Ausgang und TV-Eingänge plus IR Blaster
- 4x HDMI 2.1 (1x eARC/ARC)
- Tuner-Eingänge: 1x LNB (DVB-S/2), 1x Antenne (DVB-C/DVB-T)
- Optischer digitaler Audioausgang
- 2x USB
- Ethernet
- IR Blaster
Bei den Anschlüssen gibt es keine große Überraschung, außer dass LG gegenüber dem Vorgängermodell auf einen dritten USB-Slot verzichtet. Es bleibt bei den typischen vier HDMI-Schnittstellen - alle unterstützen 4K-Auflösung mit bis zu 120 Hz Bildwiederholrate (165Hz VRR) sowie die in HDMI 2.1-spezifizierten Features VRR, ALLM, QMS, QFT. Der erweiterte Audio-Rückkanal (eARC) ist integriert, hier ist HDMI 2 dafür vorgesehen. Die Anschlüsse sind seitlich zugänglich, das Stromkabel wird rückseitig montiert. Ein rudimentäres Kabelmanagement ist vorhanden.
Der TV-Tuner ist als Single Triple-Tuner ausgeführt, für Satellit und Kabel bzw. terrestrischen Empfang sind die entsprechenden Anschlüsse vorhanden. Mit einem externen USB-Speicher kann man Sendungen aufnehmen, auch Timeshift ist möglich.
Zusätzlich zur LAN-Einbindung per Kabel setzt der neue 2026er LG OLED-Fernseher auf ein aktualisiertes WLAN-Modul und hat Wi-Fi 6E / 802.11ax an Bord. Bluetooth ist in der Version 5.3 integriert.
Einrichtung und Inbetriebnahme des LG OLED evo AI 65C69LB

Sprachauswahl

Barrierefreiheit-Einstellungen direkt am Anfang der Installation
Der LG C6 ist mit einem umfangreichen und leicht verständlichen Installationsassistenten ausgestattet. Nach der Einstellung der Sprache und des Standorts lassen sich direkt die Barrierefreiheit-Einstellungen festlegen. Dass dieser Schritt gleich am Anfang kommt, ist natürlich essentiell. Dann entscheidet man sich, ob man den Fernseher weiter konventionell mit der Fernbedienung einrichten oder die LG ThinQ App mit dem TV verknüpfen und dazu verwenden will.
Wer die LG ThinQ App ohnehin gerne nutzt, für den liegt das natürlich nahe. Wer die App für andere Zwecke nicht benötigt, der bleibt am besten bei der Fernbedienung. In jedem Fall wird die Internetverbindung hergestellt, es werden per HDMI verbundene Geräte erkannt und eingerichtet und der Sendersuchlauf durchgeführt.

Integrierten Tuner oder externe Set-Top-Box verwenden?

Anmelden mit einem LG-Konto
Der Fernseher berücksichtigt hier, ob man eine Set-Top-Box oder den im Fernseher integrierten Tuner verwendet. Auch beides ist möglich. Im Anschluss kann man sich mit seinem LG-Konto anmelden. Das ist vorteilhaft, wenn man personalisierte Inhaltsempfehlungen erhalten und spezifische App-Dienste nutzen möchte.
Sinnvoll ist ein Account und die Nutzung von LG ThinQ zwar besonders dann, wenn man sein Smart Home geräteübergreifend über ein Konto steuern oder das Konto als digitalen Identitätsnachweis z.B. für den LG Content Store nutzen möchte. Wer allerdings zusätzliche Apps auf dem TV installieren will, benötigt ebenfalls ein Konto und so kommt man kaum um die Account-Erstellung herum.

AI-Funktionen aktivieren?

Erläuterung des Home-Screens
Dann wählt man, ob der Fernseher auf dem Standfuß auf einem Sideboard steht oder an der Wand montiert wird. Der TV passt dann die akustischen Eigenschaften darauf basierend schon einmal an, später kann man noch den "Personalisierter Sound-Assistent" verwenden. Außerdem kann man mit "AI-Bild-Pro" und "AI-Ton-Pro" KI-basierte Bild- und Tonverbesserungsfunktionen aktivieren. In den Abschnitten zur Bild- und Klangqualität gehen wir noch näher auf die integrierten Assistenten sowie die AI-Modi ein.
Grundsätzlich kann man sagen, dass beide Modi unter gewissen Umständen Vorteile bieten können, gerade der AI-Bild-Pro-Modus allerdings nur bei niedriger aufgelösten Inhalten oder Sport und Live-TV genutzt werden sollte. Bei 4K-Material und wenn man eine originalgetreue Darstellung wünscht, sollte man lieber darauf verzichten.
Schließlich prüft der Assistent noch, ob eine neue Firmware für den TV vorliegt und installiert diese. Dann meldet sich noch einmal der Sendersuchlauf, der praktischerweise während der Installation im Hintergrund durchgeführt wurde und nun abgeschlossen ist. Ganz am Ende wird noch kurz erläutert, welche Informationen der Home-Screen bietet und wie man diesen am besten verwendet.
- Weiter geht es mit webOS 26, dem Home-Screen, den KI-Features und dem Menü auf der nächsten Seite!
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