TEST: Bluesound PULSE CINEMA - elegante 3.2.2 Dolby Atmos Soundbar mit BluOS Streaming-Modul

Klangwertung

In diesem Abschnitt unseres Reviews möchten wir auf die klangliche Auslegung und die akustischen Qualitäten der Bluesound PULSE CINEMA genauer eingehen. Hierfür verbinden wir die Soundbar mit unserem Panasonic TV-65Z95BEG. Wie üblich bei unseren Soundbar-Test, überprüfen wir im ersten Schritt die Wiedergabequalität bei Musik, die wir via AirPlay 2-Verbindung und Spotify Connect sowie TIDAL zuspielen.

Hierfür haben wir uns als erstes Klangbeispiel für "11 Minutes" von Yungblud, der US-amerikanischen Sängerin Halsey und dem Blink 182-Drummer Travis Parker entschieden. Die zu Beginn des Track erklingende E-Gitarre wird sehr detailliert von der PULSE CINEMA herausgearbeitet, wirkt allerdings etwas nüchtern auf uns, was an der Auslegung der PULSE CINEMA liegt, die eine sehr authentische Wiedergabe ohne "Schnörkel" fokussiert. Bereits nach wenigen Momenten steigt Halsey mit ihrer hellen und bewusst leicht hallenden Stimme ein, und auch hier kann die Bluesound-Soundbar mit einer detaillierten und feinfühligen Präsentation der nich leicht darstellbaren Stimmfarbe überzeugen. Mit ihrer neutralen Klangauslegung stellt die Soundbar die Stimmfarbe zu keiner Zeit zu schrill oder harsch dar. Als sich im weiteren Verlauf Yungblud mit seiner vokalen Präsenz in den Track einbringt, werden die beiden Stimmcharaktere mit einem tadellosen Differenzierungsvermögen präsentiert. Die zu Beginn des Titels erklingende E-Gitarre, die im ganzen Song eine spezielle Melodie spielt, bleibt ebenfalls voll erhalten und wird mit klarer Kontur präsentiert. Die beiden 102 mm großen Tieftöner liefern mit den vier 102 mm messenden Passivmembranen ein sauber aufgebautes, präzises Bassfundament. Für größere Räume empfehlen wir allerdings die Verwendung eines externen Subwoofers. Hier steht für 849 EUR der PULSE SUB bereit. Noch eine Bemerkung am Rande. Etwas verwundert uns die Tatsache, dass wir auf die Klangparameter wie z.B. Bass oder Höhen, keinen Zugriff innerhalb der BluOS App haben.

Weiter geht es mit dem Cyril Remix des Teddy Swims-Klassikers "The Door". Der äußerst dynamische Titel startet ab der ersten Sekunden mit schnellen Bässen sowie Synthesizer-Klängen voll durch. Die schnellen, voluminösen Bässe werden von der PULSE CINEMA präzise dargestellt, allerdings fehlt es hier spürbar an Durchschlagskraft - da braucht man tatsächlich einen zusätzlichen aktiven Subwoofer, möchte man diese kräftigen Bässe mit dem richtigen Nachdruck hören. Bei moderaten Lautstärkepegel ist das Bassfundament ausreichend, bei höheren Lautstärkepegel fehlt es dann aber an Volumen. Die Präsentation von Teddy Swims außergewöhnlicher Stimmfarbe kommt dafür sehr gut zur Geltung, viele Facetten werden herausgearbeitet. Die vokalen Elemente können sich zudem sehr gut von der PULSE CINEMA lösen. Die verwendeten Synthesizer werden auch bei höherem Lautstärkepegel zu keinster Zeit schrill oder aggressiv.

Weiter geht es nun mit der Filmtonwiedergabe, und zwar mit mit "Black Panther: Wakanda Forever" in Dolby Atmos. Von diesem Blockbuster verwenden wir sehr gerne das Kapitel Nummer 21. Shuri, die letzte Überlebende ihrer Familie, schafft es in dieser Sequenz, das herzförmige Kraut, eine durch Vibranium mutierte Pflanze in Wakanda, die dem Panther-Kult übermenschliche Stärke, Schnelligkeit, Agilität und geschärfte Sinne verleiht, zu synthetisieren. Die in der Szene erklingenden Synthesizer-Klänge werden von der PULSE CINEMA mit feinen Strukturen und mit stimmiger Gesamt-Klangcharakteristik umgesetzt. Die vokalen Elemente der Protagonisten werden mit einer hervorragenden Konturen und mit viel Natürlichkeit in den Hörraum transportiert. Diese akustischen Elemente lösen sich zudem hervorragend von der Soundbar und binden uns förmlich mit ins Geschehen ein. Nun bewegen wir uns zu der Szene, als die Schlacht entbrennt und bei der Shuri den Namor, König von Talokan, ans Festland locken möchte. Der Gesang der der Kriegerinnen wird sehr homogen und einer ausgezeichneten Plastizität von der PULSE CINEMA dargestellt. Bei den darauffolgenden Kampfszenen gelingt eine detaillierte Gesamtwiedergabe, und die Tieftöner liefern eine solides Bassfundament. Auch hier empfehlen wir für größere Räume die Verwendung eines externen Subwoofers. Die typischen Überkopf-Effekte von Dolby Atmos, wie beispielsweise das Aufsteigen der Fluggeräte und die Angriffe, werden authentisch und somit glaubwürdig umgesetzt. Demnach ist unser Testkandidat für 3D-Audio ausgesprochen gut geeignet.

Anzeige

Als nächstes Klangbeispiel haben wir uns für "Kingsman: The Golden Circle" entschieden. Bei diesem Titel verwenden wir fast immer die Startsequenz, als sich Eggsy und Charlie im modifizierten und kugelsicheren Londoner Black Cab, das Eggsy als Hightech-Fahrzeug dient, einen erbitterten Fight liefern. Die vor Energie strotzende und vielschichtige Szene wird von der PULSE CINEMA mit ausgezeichneten Konturen und mit ordentlichen Volumen sowie Punch umgesetzt. Die Dialoge der beiden Protagonisten sind klar und deutlich wahrnehmbar. Selbst kleinere Nebeneffekte, wie das Ziehen der Schusswaffe von Charlie, werden impulstreu präsentiert. Die Dolby Atmos-Effekte zeigen sich, wiederum dank der dedizierten Topfiring Module, mit enormer Wirkung und mit klarem Aufbau. Als die Verfolger in den Jaguar SUVs das Feuer auf das "Agenten-Taxi" eröffnen, gelingt eine klare, nuancierte Darstellung der unterschiedlichen Effekte. Der Crash am Betonpoller kommt ebenfalls mit akkurater Struktur zum Ausdruck, und das Zerbersten der Frontscheibe sowie die harte Landung Charlies auf der Straße wird mit stimmiger Durchzeichnung und sehr gutem Nachdruck dargeboten.

Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit der Blu-ray Disc "Hans Zimmer: Live in Prague". Auch diese Blu-ray besitzt eine Tonspur in Dolby Atmos, die wir für den "Soundcheck" verwenden. Hinsichtlich der Titel ist die Wahl auf "Elysium" und "Now We Are Free" aus dem Film "Gladiator" gefallen. Und die PULSE CINEMA kann ihrem Namen voll gerecht werden: Durch den dedizierten und angewinkelten Centerkanal kommt die Damenstimme bei "Now We Are Free" grandios zur Geltung und bindet uns nahtlos in Gesamtgeschehen ein. Das klassische Orchester wird ebenfalls hervorragend und detailliert zur Geltung gebracht, und einzelne Instrumente beziehungsweise Instrumentengruppen sind präzise zu lokalisieren. Die Basseinsätze meistert die Soundbar bei diesem Stück ebenfalls hervorragend. Zudem liefert die PULSE CINEMA einen raumfüllenden Klang.

Konkurrenzvergleich

Canton Smart Sounddeck 100 Frontansicht2

Canton Smart Sounddeck 100 V2: Für 1.049 EUR wird hier ein hervorragendes All-In-One-Device angeboten, das natürlich mit deutlich höherer Bautiefe auftritt als die sehr elegante PULSE CINEMA. Mit 300 Watt Systemleistung liegt das nach dem Dreiwege-Bassreflexprinzip arbeitende Canton-Sounddeck deutlich unter der PULSE CINEMA, kann sich dank des größeren Gehäusevolumens - hier kommt ein Vorteil der erwähnten größeren Bautiefe - im Bassbereich besser durchsetzen - so gut, dass man selbst im größeren Hörraum keinen zusätzlichen aktiven Subwoofer benötigt. Wer allerdings doch einen aktiven Subwoofer und vielleicht auch noch weitere Surround-Lautsprecher-Komponenten ergänzen möchte: Das Smart Sounddeck 100 ist kompatibel zu allen anderen Canton Smart-Produkten. Unter anderem stehen gleich drei unterschiedlich große aktive Wireless-Subwoofer bereit, und mit den kürzlich auf den Markt gebrachten Smart LIbero gibt es darüber hinaus auch formschöne Wireless-Rear-Lautsprecher. Die Verarbeitungs- und Materialqualität des Sounddecks 100 V2 ist exzellent, oben befindet sich eine massive Glasplatte. Im Gegensatz zu Bluesound liefert Canton übrigens eine Fernbedienung mit. Diese ist zwar keine Schönheit, dafür aber praktisch und robust. Cantons Smart Sounddeck 100 V2 kann in Cantons Smart-App eingebunden und darüber angesteuert werden. Hinsichtlich Streaming werden Google Cast, AirPlay 2 und Spotify Connect geboten. Insgesamt ist das Sounddeck 100 V2 technisch nicht mehr auf allerneuestem Stand, liefert aber nach wie vor eine enorm beeindruckende, kraftvolle und räumlich dichte akustische Präsentation.

Nubert Nupro As 3500 Gesamt 1

Nubert nuPro AS-3500: Für aktuell 895 EUR bekommt man die außergewöhnlich solide gefertigte Soundeck-All-In-One-Lösung von Nubert. Der aktive nuPro AS-3500 TV-Lautsprecher bezieht seinen Reiz aus der enorm hochwertigen Chassisbestückung, die sich an den sehr belastbaren und technische durchdachten Chassis der Nubert-Lautsprecher orientiert. Auch das hervorragend verarbeitete Gehäuse ist zu loben. Was die Ausstattung angeht, ist das schwäbische Souddeck eher minimalistisch gehalten. Decoder für Dolby Digital und DTS, Bluetooth mit aptX HD und HDMI-eARC - das sind die wichtigsten Bestandteile der Ausstattung. 3D Audio-Kompatibilität ist nicht vorhanden, und einen dedizierten Centerkanal gibt es auch nicht. Dafür trumpft das Nubert-System bei der Wiedergabe von Musik, auch in Stereo, richtig auf und bietet hier einen klaren und glaubwürdigen Klang. Dank Nuberts integrierter Voice+ Funktion sind Stimmen immer sehr klar und deutlich zu verstehen. Ebenfalls ist eine adaptive Loudness-Funktion und ein schaltbarer Wide Sound-Modus Bestandteil der Ausstattung. Die im Lieferumfang enthaltene, hübsche Fernbedienung punktet mit guter Verarbeitung und einfacher Handhabung. 

Fazit

Bluesound Pulse Cinema Frontansicht2

Anzeige
Yamaha True X 800x600

Die Bluesound PULSE CINEMA präsentiert sich im 3.2.2-Layout als aufwendig aufgebaut und besitzt insgesamt 16 Treiber, Daher sind ein dedizierter Centerkanal und nach oben abstrahlende Module für die 3D-Audio-Wiedergabe eine Selbstverständlichkeit. Dank 500 Watt Gesamtleistung stehen zudem genügend Reserven bereit. Wichtig: Die PULSE CINEMA decodiert nur Dolby Atmos und kein DTS:X - das dürfte aber nur für echte Kino-Freaks eine Rolle spielen, da in der Praxis Dolby Atmos nach wie vor das beherrschende 3D-Audio-Format ist. Man kann die PULSE CINEMA als All-In-One-System verwenden, was in kleineren Räumen auch problemlos möglich ist. Misst der Hörraum allerdings mehr als gut 20 Quadratmeter und wird mit höherem Pegel gehört, ist der zusätzliche Kauf des Bluesound PULSE SUB sinnvoll. Beeindruckend an der PULSE CINEMA ist der detailreiche Klang, der über den gesamten darstellbaren Frequenzbereich mit enormer Auflösung aufwarten kann. Stimmen werden sehr sauber präsentiert, und 3D-Audio-Effekte in der Überkopf-Ebene wirken authentisch und sehr gut ausbalanciert. Die PULSE CINEMA ist mit der BluOS Multiroom-/Streamingplattform ausgerüstet, die für sehr flexible Streamingeigenschaften steht. TIDAL; QOBUZ und Spotify sind darüber hinaus in den Connect-Versionen vorhanden. Überdies liefert Bluesound zwar keine Fernbedienung, dafür aber die passende Wandhalterung mit. 

Die Bluesound PULSE CINEMA ist eine elegante, umfassend ausgestattete Soundbar mit detailreichem, authentischen Klang
Überragend 2024Soundbars bis 1.500 EUR
Test 26. Januar 2026

 

Test: Sven Wunderlich, Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 26. Januar 2026

Anzeige


Weiter auf: Vorherige Seite

Seiten: 1 2 3

Tags:

Alle aktuellen Tests auf AREA DVD

Themen-Schlagwörter (nach Häufigkeit sortiert)

Lautsprecher Blu-ray Disc-Review Samsung Panasonic IFA TV Kopfhörer Ultra HD Ultra HD Blu-ray-Review Soundbar LG Sony AV-Receiver CES Teufel Fernseher OLED Denon Subwoofer nubert Verstärker Bluetooth-Lautsprecher Special Yamaha Dolby Atmos Smartphone Bluetooth Aktivlautsprecher Stereo Canton Dali Beyerdynamic JBL Marantz Philips aktiver Lautsprecher AVR Wireless-Lautsprecher KEF Info-Special

Privacy Manager
  ZURÜCK