TEST-UPDATE: Teufel Ultima 40 5.1 Surround-Set aktuell für 799 EUR

Teufel Ultima 40 Surround Gruppenbild1

Vor geraumer Zeit testeten wir das Teufel Ultima 5.1 Surround-Set mit der Teufel Ultima 40 Mk 2 als Frontlautsprecher, dem damals neu entwickelten Center Ultima 40 C Mk2 und den Ultima 20 Mk2 Regalboxen für den Surroundbereich. Ergänzend als „Bass-Meister“ befindet sich der aktive Subwoofer US 2110/1 SW im Paket. Nun ist das leistungsfähige Mehrkanal-Ensemble gerade zu einem besonders günstigen Preis erhältlich: 799 anstatt 999 EUR lautet das aktuelle Preisschild. Um zu prüfen, ob sich heute noch ein sofortiges „Zuschlagen“ lohnt, haben wir unseren damaligen Test nochmals etwas überarbeitet. 

Kernstück ist der Standlautsprecher Ultima 40 Mk2 , den man getrost als so etwas wie die „Volks-Box“ bezeichnen kann. Nein, keinerlei politischer Hintergrund, sondern nur eine Aussage hinsichtlich der enorm großen Beliebtheit des klassisch gestalteten Schallwandlers der Berliner Direktversender.

Viele Stereo-Liebhaber, die größten Wert auf ausgezeichneten Klang zum kleinen Preis legen, sind bereits mit diesem Schallwandler glücklich geworden. Nun ist es an der Zeit, den „Wirkungskreis“ der Ultima 40 Mk2 zu vergrößern. Daher offeriert Teufel nun ein 5.1 Surround-Set.

Teufel Ultima 40 Surround UL40Mk2 Front Seitlich3

Ultima 40 Mk2

Teufel Ultima 40 Surround UL40Mk2 Rueckseite Seitlich2

Rückseite

Teufel Ultima 40 Surround UL40Mk2 Mitteltoener1

 Mitteltöner

Teufel Ultima 40 Surround UL40Mk2 Hochtoener1

Hochtöner

Teufel Ultima 40 Surround UL40Mk2 Bassreflexrohre

 Bassreflex-Öffnungen hinten

Teufel Ultima 40 Surround UL40Mk2 Anschluesse

Bi-Amping-Terminals und solider Sockel bei der UL 40 Mk2

Was bekommt der Käufer fürs Geld? Zunächst die klangstarke Ultima 40 Mk2, die mit den charakteristischen gerundeten Ecken und dem bei der Mk2 neu hinzugekommenen Sockel auch Ende 2016 noch richtig gut aussieht. Wie ein Billig-Lautsprecher wirkt sie in keiner Hinsicht, und auch die technischen Daten lesen sich gut. Die Dauerbelastbarkeit nach IEC Long Term liegt bei 120 Watt, die IEC Short Term-Kurzzeitbelastbarkeit wird mit 200 Watt angegeben. Die Empfindlichkeit gibt Teufel (2,83 V/1m) mit 87 dB an. Das ist kein überdurchschnittlich guter Wert (auch wenn Teufel dies auf der Website verkündet), demnach sollte man schon einen AV-Receiver mit kräftiger Leistung verwenden und nicht unbedingt ein günstiges Einstiegsmodell. Teufel empfiehlt 20 Watt Mindest-Verstärkerleistung – das ist aber wirklich die allerunterste Grenze. Schließlich soll es in der Praxis auch nicht zu unschönem Clipping kommen, da wird dann auch die Box in Mitleidenschaft gezogen.

Teufel Ultima 40 Surround Complete Gruppenbild1

Teufel Ultima 40 Surround Complete, derzeit für 1.600 EUR zu haben

Wer „auf Nummer sicher“ gehen möchte, bekommt die Ultima 40 im Übrigen auch, zusammen mit anderen hochwertigen Teufel-Komponenten, in einem Komplett-System: Das „Teufel Ultima 40 Surround Complete“ steht dann bereit. Man erhält hier „den Hörspass fix und fertig“ für derzeit 1.600 EUR. Für diesen Betrag kassiert der stolze Besitzer ordentlich ab, denn neben der UL 40 Mk2 Standbox für vorn links/rechts gibt es den Center UL 40 C Mk2, die Regallautsprecher UL 20 Mk2 für Surround links/rechts, den kraftvollen aktiven Subwoofer US 5305/6 SW und die Decoderstation 6 als Vorstufe.

Teufel Ultima 40 Surround Complete Decoderstation 6 Front Seitlich

Decoderstation 6 im Paket enthalten

Teufel Ultima 40 Surround Complete US 5305 Front Seitlich2

Alle Endstufen sind im Subwoofer untergebracht 

Die Endstufen lauern im Subwoofer darauf, endlich loslegen zu dürfen. Im Set enthalten sind auch 1 x 30 Meter Lautsprecherkabel AC 1030 CS, 1 x 30 Meter Lautsprecherkabel S2530S, 3 x 3 Meter Stereo-Cinch-Kabel C7530A und sogar 1 x 1,5 Meter HDMI-Kabel 1.4 C1515V. Eine DS 6 RC getaufte Fernbedienung fehlt natürlich auch nicht. Wir waren und sind auch für diese System-Lösung voll des Lobes, unser Fazit aus 2015 zum Ultima 40 Surround Complete lautete:

„Teufel zeigt klar die Kernkompetenzen des Unternehmens in diesem Komplett-Set: Kein Bamster, Rockster, Hipster oder sonst ein Trendprodukt, die im Marketing klar eine wichtige Position einnehmen und eine „neue Linie“ bekunden sollen, sondern brachial guter Klang für wenig Geld. Man mag kaum glauben, wie komplett, kultiviert, kraftvoll und dynamisch das Set aufspielt. Akustisch wird praktisch alles gnadenlos an die Wand gespielt, was sich in ähnlichen Preisregionen bewegt. Sicher werden jetzt einige bemängeln, dass jeder Gurken-AVR mittlerweile Decoder für DTS-HD und Dolby TrueHD mitbringt – aber das macht aus einer Gurke keinen Gewinner. Der Teufel Decoderstation 6 fehlen diese Decoder, dafür aber passt alles in diesem System optimal zusammen, und das macht einen echten Siegertypen letzten Endes aus.“

Also kann man auch hier bedenkenlos zuschlagen. Wenden wir uns nun wieder der Ultima 40 Mk2 zu. 

Der maximale Schalldruck, den die Standbox in 1 Meter Entfernung erzielt, liegt bei 108 dB. Die Nennimpedanz gibt Teufel mit 4 bis 8 Ohm an. Frequenzen von 45 Hz bis 20 kHz werden wiedergegeben. Der 25 mm Hochtöner hat eine Gewebekalotten, der Mitteltöner misst 165 mm und weist eine Membran aus Kevlar/Fiberglas auf. Die zwei Tieftöner haben ebenfalls einen Durchmesser von 165 mm, die Membran besteht aus Fiberglas und beschichteter Zellulose.

Das Lautsprecher-Gehäuse ist aus MDF-Platten zusammen gefügt, die recht sorgfältig foliert sind. Die Ultima 40 Mk2 arbeitet nach dem Bassreflex-Prinzip mit Bassreflex-Öffnung auf der Rückseite. Das Netto-Innenvolumen beträgt 52 Liter. Hinten sind hochwertige Schraubterminals zum Anschluss der Lautsprecherkabel angebracht, die die Verwendung von Kabelquerschnitten von bis zu 4 mm zulassen. Der Lautsprecher wiegt 21,5 kg, ist 32,70 cm tief, 106 cm hoch und 21,5 cm breit. 

Teufel Ultima 40 Surround UL40CMk2  Front Seitlich5

Ultima-Center, genau passend zum Rest des Sets

Teufel Ultima 40 Surround UL40CMk2  Front Seitlich2

Mit Abdeckgitter

Der UL 40 C Mk2 Centerlautsprecher ist mit 100 Watt dauerhaft und mit 150 Watt kurzzeitig belastbar, das sind tadellose Werte für die Preisklasse. Die Empfindlichkeit, unter identischen Bedingungen wie bei der UL 40 Mk2 Standbox gemessen, wird mit guten 89 dB angegeben. Der maximale Schalldruck, den der Center erreichen kann, beträgt 107 dB bei einem Abstand von 1 m. Die Nennimpedanz liegt auch beim Center bei 4 bis 8 Ohm. Der Frequenzbereich, der wiedergegeben wird, reicht von 90 Hz bis 20 kHz. An Bord ist wiederum, wie auch bei den Rears, der 25 mm Gewebehochtöner. Im Center eingebaut sind ferner zwei 110 mm Tief-/Mitteltöner. Der UL 40 C Mk2 ist als geschlossene 2-Wege-Konstruktion ausgeführt. Optisch passt er perfekt zum Rest des Ensembles, auch er hat ein Lautsprecher-Schutzgitter aus Stoff, zwar einfach gemacht, der Stoff ist aber faltenfrei auf das Kunststoffgitter aufgezogen.  Unterm Center sorgen vier mitgelieferte Gummi-Noppen für soliden Stand. Bei allen passiven Komponenten des Systems liegen diese Noppen bei. Der Center besteht ebenfalls aus MDF, und das bei Surroundsystemen wichtige Prinzip der tonalen Gleichheit wurde gekonnt umgesetzt, wie schon verschiedene Testsignale beweisen: Der querformatige Center ist sehr nah an Rears und Fronts von der tonalen Auslegung her. Das Gehäuse ist auch beim Center gut foliert. Teufel setzt auf hochwertige Lautsprecherkabel-Anschlussterminals und eine magnetische Abschirmung, die heute aber nicht mehr so wichtig ist. Das Netto-Innenvolumen beim Center liegt bei 7 Litern. Er ist 6,7 kg schwer, 17 cm hoch, 42 cm breit und 15,7 cm tief. 

Teufel Ultima 40 Surround UL20Mk2 Front Seitlich2

Ultima 20 Mk2

Teufel Ultima 40 Surround UL20Mk2 TiefMitteltoener

Tief-/Mitteltöner der Ultima 20

Teufel Ultima 40 Surround UL20Mk2 Rueckseite Seitlich1

 Ultima 20 Mk2 – Rückseite

Teufel Ultima 40 Surround UL20Mk2 Hochtoener

 Ultima 20 – Hochtöner

Die UL 20 Mk2, die als Rearlautsprecher agiert, wird auch als preiswerter und zugleich klangstarker Stereolautsprecher angeboten. Er weist eine Dauerbelastbarkeit von 50 und eine kurzzeitige Belastbarkeit von 80 Watt auf.  Teufel rät, wohl aus Grund des mit 84 dB nicht besonders hohen Wirkungsgrades, zu einer Mindestverstärkerleistung von 30 Watt. Der maximale Schalldruck liegt bei 104 dB bei einem Abstand von 1 Meter. Die Nennimpedanz gibt der Hersteller auch bei der UL 20 mit 4 bis 8 Ohm an. Frequenzen von 70 Hz bis 20 kHz werden wiedergegeben. Der 2-Wege-Bassreflex-Lautsprecher hat auf der Rückseite die Bassreflexöffnung. Ganz an der Wand sollte man ihn nicht aufstellen. Die Folierung des MDF-Gehäuses gibt auch beim Regallautsprecher keinen Anlass zur Kritik. Die abgerundeten Kanten sind Ultima-Kennzeichen und gehören daher auch bei der UL 20 Mk2 zum optischen Erscheinungsbild. Das Netto-Innenvolumen liegt bei 10 Litern. Die Lautsprecherkabel-Schraubverschlüsse sind für Kabel bis 4 mm Querschnitt geeignet. Die UL 20 Mk2 ist 24 cm tief, 21,5 cm breit und 33,5 cm hoch. Das Gewicht: 6 kg pro Box. 

Teufel Ultima 40 Surround US2110 Front Seitlich1

Aktiver Subwoofer mit schicker Optik

Teufel Ultima 40 Surround US2110 Unterseite

 250 mm Tieftöner auf der Unterseite

Teufel Ultima 40 Surround US2110 Rueckseite Seitlich2

 Rückseite

Teufel Ultima 40 Surround US2110 Bedienelemente

 Bedienelemente und Cinchanschluss

Teufel Ultima 40 Surround US2110 Innenleben Gesamt1

 Endstufe

Teufel Ultima 40 Surround US2110 Innenleben2

 Ringkerntrafo

Teufel Ultima 40 Surround US2110 Innenleben1

 

Im Detail

Teufel Ultima 40 Surround US2110 Innenleben3

 Platinenlayout, Kabel mit Schaumstoffüberzug

Der US 2110/1 SW Aktivsubwoofer weist 45 Liter Innenvolumen auf und besitzt einen eingebauten Verstärker mit 125 Watt Sinusleistung. Der Tieftöner misst 250 mm und besitzt eine Membran aus beschichteter Zellulose. Der Tieftöner wurde mittels Klippel-Messverfahren optimiert und besitzt einen langen Hub, so dass auch hohe Pegel problemlos wiedergegeben werden können.  Der Subwoofer ist eine Bassreflex-Konstruktion, die, um unschöne Strömungsgeräusche zu unterbinden. mit Teufels DPU-Reflextechnik arbeitet. Integriert sind hochwertige Standfüße, der Bassist strahlt überdies nach unten ab (Downfire). Auch der Subwoofer besteht aus MDF, oben ist eine elegante, aber kratzempfindliche Hochglanzplatte befestigt. Der Verstärker arbeitet nach Class D-Prinzip – also digital – was den Vorzug hat, dass wenig Verlustwärme entsteht und die Endstufe ausgesprochen effizient arbeiten kann. Der Bassist weist hinten einen Mono-Cinchanschluss auf und des Weiteren Pegelregler und Phasenumschalter (0/180 Grad). Ferner gibt es einen dreistufigen Auto-Level-Schalter für die optimale Anpassung an die unterschiedlichen Ausgangspegel verschiedener Steuergeräte. Damit ist sichergestellt, dass sich der Subwoofer immer exakt zum richtigen Zeitpunkt einschaltet. Eingebaut ist ein Limiter, der vor Übersteuerungen und Verzerrungen schützt. 

Testequipment
Klang

Wir beginnen mit einer Auflistung der Punkte, warum das Teufel Ultima 40 5.1-Surround-Lautsprecherset für aktuell 799 EUR besonders zu empfehlen ist.

  • Zu nennen wäre hier zunächst die sehr stimmige Zusammenarbeit der Komponenten untereinander. Nirgendwo kommt es zu Inhomogenitäten. Der Zuhörer fühlt sich nahtlos vom Klang umgeben. Stellt man alles richtig ein, ist die Zusammenarbeit der Ultima 40 Mk2 mit dem aktiven Subwoofer hervorragend, ein fließendes, kraftvolles Klangbild im Bassbereich ist die hörbare Folge. Klanglich werden Effekte vollkommen einheitlich und mit gleicher Tonfarbe wiedergegeben. Sehr gut integriert sich der vergleichsweise kompakte Center in die Front-Klangkulisse.
  • Der Center bietet eine tonale sauber strukturierte Stimmwiedergabe und erweist sich als erstaunlich pegelfest. So muss man nicht wegen dem Center mit geringeren Lautstärken fahren.
  • Der Klang des gesamten Systems ist als sehr angenehm zu bezeichnen. Längeres Hören mit gehobenem Pegel wird dadurch zu einem gelungenen Hörerlebnis. Die Pegelfestigkeit aller Komponenten ist überdurchschnittlich gut.
  • Tadelloser Tiefgang des aktiven Subwoofers. Auch bei Actionfilmen mit hohem Effektanteil bricht der aktive Subwoofer im Tiefgang nicht ein und stellt stets ein kraftvolles Fundament zur Verfügung. 
  • Für Filmton und Musik gleichermaßen geeignet. Bedingt durch die harmonische Auslegung aller Lautsprecher, ist bei nahezu jedem Quellmaterial viel Hörfreude garantiert. Die Impulstreue ist auf beachtlichem Niveau, die Detaillierung für diese Preisklasse ebenfalls. 

Einzel-Eindrücke:

Bei Paul Kalkbrenners „Altem Karmuffel“ (BD „2010“, DTS-HD Master Audio) liefert das Ultima 40 5.1-Set eine eindrucksvolle Kostprobe seines Könnens. Schon die Standlautsprecher erweisen sich als bassfreudig, und wenn sich dann noch der aktive Subwoofer ins Geschehen einmischt, sind raumfüllende, massive Bässe garantiert. Der Tiefgang des US 2110 ist für die Preis- und Größenklasse hervorragend, und wenn man die „Double Bass“-Funktion für Bassausgabe von Fronts und Subwoofer im Menü des AV-Receivers einsetzt, wird der tieffrequente Bereich machtvoll wiedergegeben – aber nicht nur nachdrücklich, sondern auch präzise. Verschiedene parallel stattfindende Bassstrukturen kommen ausgezeichnet zum Ausdruck, und die elektronischen Effekte schleudert das System bis weit in den Hörraum – der auch durchaus bis zu 30 Quadratmeter messen kann. Bei „Dockyard“ bestätigen sich mit enorm satten Bass und hervorragender räumlicher Wirkung erneut die akustischen Eindrücke. Auch mit der Pegelfestigkeit kann man hoch zufrieden sein. Obwohl wir einen sehr kraftvollen AV-Receiver, unseren Onkyo TX-NR929, verwendet haben, wirken die Teufel-Lautsprecher nie überfordert. Auch bei „Aaron“ kommt der Beat sehr gut heraus, und der Bass vereint Klarheit mit Wucht und Struktur. Kleinere dynamische Differenzen werden ohne Schwierigkeiten berücksichtigt.

Ähnlich gut schlägt sich das Teufel-Set bei der Tiesto-BD „Elements Of Life Tour – Copenhagen“. Hier hören wir auf der 2. Blu-ray die Titel „He’s A Pirate“ und „Back In Your Head“. Der überraschend fundierte, kraftvolle Bass, der zugleich aber auch, was bei solchen Trance-Tracks wichtig ist, schnell zur Sache kommt, hat uns überzeugt. Die elektronischen Effekte befördert das Teufel-Ensemble souverän auch bei hohem Grundpegel in den Hörraum. Struktur und Lebendigkeit sind auch im Mittel- und Hochtonbereich ohne Fehl und Tadel. Sehr gut werden bei „Back In Your Head“ auch die vokalen Teile übermittelt, die weibliche Stimme überzeugt durch klare Strukturen und das richtige Maß an Prägnanz. 

In DTS 96/24 hörten wir uns Intro und ersten Song des Within Temptation „Black Symphony“-Konzertes an. Das Mystische, Mächtige, Geheimnisvolle des Intros mit Choralgesang, vielfältiger Effektstruktur, gehaltvollen, tief nach unten reichenden Bass-Schlägen und sich stetig verdichtender Gesamtspannung kommt so gut heraus, dass wir überrascht sind, wie viel Hörfreude bei einem 1.000 EUR-Set in der Praxis aufkommen kann. Die Stimmen beim Choralgesang wirken sauber differenziert, die Instrumente schalten sich mit tadelloser Impulstreue zu. Die Beifallsbekundungen der Zuhörer sind mit dem richtigen Nachdruck herauszuhören. Das Ultima-Set schafft viel Atmosphäre, jeder Effekt, der sich zum klanglichen Gesamtbild hinzufügt, wird tadellos erfasst – der Einsatz der kompletten Streicher-Sektion des Orchesters oder der Schlag des Beckens erscheinen tonal natürlich getroffen. Kennzeichen des Ultima 5.1-Systemes ist das hohe Maß an Souveränität, welches einen kompletten, dichten Klang ermöglicht. Der Zuhörer hat den Eindruck, vom Klang umhüllt zu sein und nicht „außen vor“ gelassen zu werden. Der vielschichtige  Aufbau des Intros wird, wie bereits erwähnt, durch die überdurchschnittlichen Ergebnisse bei Grob- und Feindynamik gekonnt zum Ausdruck gebracht. Als dann der erste Song durchstartet, setzt das Ultima 40 5.1-Ensemble erneut enorme Dynamik frei, die denn ganzen Hörraum gleichmäßig einnimmt und für ein intensives Hörgefühl sorgt. Die Stimme der Sängerin wird mit Charisma wiedergegeben, von unten drückt der Bass nachhaltig, ohne aber dass sich Bassanteile unschön so weit in den Vordergrund schieben, dass vokale und andere instrumentale Anteile nach hinten aus dem Fokus rücken. 

Poliert man Stereomaterial mittels Dolby PLII Music auf, kann man sich auch auf eine überdurchschnittliche Performance freuen, wenn man einen AVR wie den Onkyo TX-NR929 nutzt, der sauber und akkurat im PLII Music-Betrieb agiert. Bei „Project T“ von Dimitri Vegas, Like Mike & Sander van Doorn im Remix von Martin Garrix drücken massive, exakt getimte Bässe, die elektronischen Effekte breiten sich homogen im Hörraum aus. Und auch bei „Hey Brother“ von Avicii sind Raumwirkung, Gesamtdynamik und Detaillierung enorm gut. 

2016 mit dem Onkyo TX-RZ3100 ist eine nochmals größere Performance möglich. Zwar gibt es leider noch keine Top Firing-Module für die Ultima-Baureihe, daher konnten wir nur im 5.1 Betrieb checken. Aber noch feinere Ausprägung aller Strukturen, eine räumliche Präsentation ohne störenden Hall, das kann man selbst beim Aufpolieren von Spotify-Tracks von Stereo auf 5.1 heraushören. Das Teufel-Set mit der ausgewogenen, als natürlich empfundenen Räumlichkeit und sehr guter Dynamik gibt „What Is Love 2016“ von Lost Frequencies sowie „Poison 2k11“ von General Base gekonnt wieder. Erneut überzeugt, wie lückenlos und komplett das gesamte Klangbild ist. 

Im Filmtonbetrieb haben wir uns „Mission Impossile – The Phantom Procotol“ angehört (Dolby TrueHD). Schon der Paramount-Trailer direkt zu Beginn entfaltet eine enorme Basskraft, gekoppelt mit ausgezeichneter Raumwirkung. Wir starten in dem Kapitel, in dem Ethan und Benji maskiert in den Kreml eindringen. Die markante, typisch russische Musik kommt eindrucksvoll zur Geltung. Auch Benjis Getuschel, das den genervten Ethan ansprechen soll, wird mit guter Detaillierung erfasst. Die Geräusche der technischen Geräte an der Sicherheitssschleuse und der Abwurf der Kamera in den Schacht werden akustisch sehr gut aufbereitet. Die Stimme des diensthabenden russischen Soldaten wirkt herrisch und authentisch. Der Music Score wird die ganze Zeit mit lebendiger Raumwirkung berücksichtigt. Einige Kapitel später ist Hunts Team im Landrover auf dem Weg nach Dubai. Der Music Score hat viel Wucht und Ausdruckskraft, die Stimmen der Team-Mitglieder im Innenraum des Landrovers kommen tadellos zum Ausdruck. Das Ausweichmanöver wegen der Kamele mit quietschenden Reifen managt das Ultima 40 5.1-System genauso souverän wie Hunt. 

Wir springen wieder einige Kapitel – hier versucht Hunt, im gerade wütenden dichten Sandsturm seinen Widersacher zu verfolgen. Hier ist der sonst absolut überzeugende aktive Subwoofer bei hohem Pegel doch mal mit seinen Fähigkeiten am Ende – kurz schlägt das Chassis an. Dreht man den Subwoofer-Pegel etwas zurück, entspannt sich die Lage wieder. Die Pegel, bei denen man das Anschlagen merkt, sind aber so hoch, dass die meisten User bei korrekt justiertem Setup diese Grenze nicht erreichen werden. Ansonsten beeindruckt der Bassist auch in dieser Sequenz wieder durch Wucht und Impulstreue. Die passiven Komponenten schlagen sich ebenfalls erneut gut: Das Piepsen des Smartphones, das einen Sender ortet, ist deutlich zu vernehmen, die quer durch den Raum wirbelnden Sandkörner umgeben den Zuhörer, und als Hunt mit Wucht auf die Windschutzscheibe des BMW X3 kracht, verbreitet dieser Effekt ein enormes Maß an Energie.  Die Verfolungsjagd zwischen Hunt im 6er BMW Cabrio und Wistrom (der verkleidete Hendricks) im X3 ist für jeden Action-Fan eine wahre Freude: Intensive, vielschichtige Effekte, weitläufige Gesamtwiedergabe, sehr guter Tiefgang des aktiven Subwoofers. Folgerichtig kann man sagen, dass mit dem Ultima 40 5.1-Paket auch echter Heimkino-Hörgenuss möglich ist. 

Beim aktuellen Mission Impossible Film „Rogue Nation“ begnügen wir uns mit der deutschen Dolby Digital Tonspur. Die englische Tonspur liegt sogar in Dolby Atmos vor, aber hier bräuchte man entsprechende Top Firing Module. Aber auch in 5.1, mit konventionellem Dolby Digital, ist das Faszinationspotential als durchaus hoch zu bezeichnen. Direkt zu Beginn, als der Airbus A-400 mit der gefährlichen Fracht an Bord startet und Ethan Hunt unbedingt an Bord muss, kommt die gesamte Geräuschkulisse sehr gut heraus. Die Geräusche der hochfahrenden Triebwerke des Militärflugzeugs werden raumfüllend und kraftvoll wiedergegeben. Die Dialoge zwischen Ethan, William und Luther bringt der Center sauber zum Ausdruck. Das schon zuvor herausgehörte Gefühl dichter Räumlichkeit bestätigt sich auch hier.

Wenige Kapitel später, als Benjamin an einer U-Bahn-Station unweit der Wiener Oper ankommt, gibt das Teufel-Set die Geräusche der U-Bahn-Station, wie z.B. den aus der Station fahrenden Zug oder der Scan der Brille, als sie Benjamin erhält, authentisch wieder. Für momentan 799 EUR kann man hier definitiv nichts falsch machen.

Als dann „Turandot“ von Puccini beginnt, sammelt das Teufel-Ensemble mit einer fundierten, sehr gut durchmodellierten Präsentation des Orchesters weitere Punkte. Auch hier gilt wieder: Kraftvoll, nachdrücklich, aber gleichzeitig kultiviert, das Ultima Surround-Set kann man kaum „auf dem falschen Fuß“ erwischen. Die Stimmen der Opernsänger wirken sehr natürlich, die Wirkung im großen Opernsaal wird gekonnt und glaubwürdig übermittelt. Parallel stattfindende Handlungen, wie die Keilerei zwischen Hunt und dem Killer, der den anwesenden österreichischen Bundeskanzler ermorden möchte, beweisen, wie gut die Ultima-Komponenten auch verschiedene Handlungsstränge akustisch tadellos ausleuchten kann. 

Was hat die Konkurrenz zu bieten?

Diese befindet sich zunächst einmal im Haus. Mit dem Cubycon 5.1-Set für ebenfalls 1000 EUR werden andere Käuferschichten angesprochen. Beim Cubycon geht es darum, aus sehr kompakten Satelliten und einem Hightech-Subwoofer mit drei Basschassis ein klangliches Optimum herauszuholen. Das gelingt auch recht gut, die Cubycons klingen dynamisch und klar. Das Ultima-Set ist aber für akustisch orientierte Anwender die bessere Wahl. Zwar beanspruchen die Boxen deutlich mehr Platz, der bessere Grundtonbereich, die höhere Souveränität bei hohem Pegel und mehr Räumlichkeit sind hier die Vorzüge.

Mit lebendigem Sound und sehr guter Verarbeitung beeindruckt das Magnat Vector 5.1-Ensemble. Günstig und optisch schick, kann man sich nicht beschweren, was es für 1.274 EUR gibt. Zudem ist das Set in verschiedenen Farben erhältlich: Mocca und Schwarz. Eigentlich auch in Weiß, aber den Betasub Aktivsubwoofer gibt es nicht in weißer Variante. Den Mehrpreis gegenüber den Ultima-Komponenten macht das Magnat-Ensemble mit etwas mehr Noblesse Wett – akustisch aber ist das Ultima 40 5.-System eine Macht. 

In Etwa zum gleichen Preis wie das Teufel Ultima 40 5.1 Surround-Set ist das Jamo S 628 HCS lieferbar. Hierbei handelt es sich zwar um ein 5.0 Set ohne aktiven Subwoofer, dafür aber sind die Fronts recht ausladend und sehr klangstark. Überdies kann man sich bei Jamo passend kraftvolle aktive Subwoofer ab ca. 400 EUR dazu kaufen – wenn man überhaupt einen separaten aktiven Bass braucht. Ist ein kraftvoller AV-Receiver im Spiel, ist es höchst erstaunlich, zu welchen tieffrequenten Leistungen sich die beiden elegant aussehenden Frontlautsprecher hinreißen lassen. Der Center ist recht kompakt, bietet aber trotzdem eine gute Leistung. Die beiden kleinen Rears können nicht die identische räumliche Wirkung bieten wie die Teufel Ultima 20 Mk2 bei unserem Test-Ensemble.

In einem aktuellen Vergleich mit dem erst kürzlich getesteten clearSound 5.2-Set von Saxx macht das Teufel Ultima 40 MK2 Surround-Ensemble immer noch eine extrem gute Figur. Besonders akustisch packen die Berliner Teufel kraftvoll, präzise und impulstreu zu. Ein Unibody-Gehäuse gibt es in der günstigeren Klasse von Saxx ebenfalls noch nicht, wenn auch die Verarbeitungsqualität der „jungen Wilden“ absolut überzeugen kann. Auch das Teufel-Set ist sehr solide verarbeitet, der Preisunterschied macht sich aber dennoch bemerkbar.

Fazit

Teufel Ultima 40 Surround Gruppenbild5

Auch gut zwei Jahre nach dem damaligen Test verdient sich das Ultima 5.1-Ensemble eine Preisklassen-Referenz.  So kann man nach wie vor zusammenfassen: Der Sound-Teufel schlägt immer noch voll zu – mit einem ausgewachsenen, Standboxen-basierten 5.1-Set, das mit recht großen Regallautsprechern und perfekt abgestimmtem Center sowie kräftigem Subwoofer im Mehrkanal-Musik- und im Filmton-Betrieb enorme Freude macht. Optisch im typischen Ultima-Design sehr gefällig gehalten, ist das Set gut verarbeitet – und klingt schlichtweg herausragend: Grob- und auch feindynamisch weit über Klassendurchschnitt, pegelfest, bassstark und raumfüllend. 

Wertvoller als je zuvor: Kultivierter, dynamischer und räumlich dichter Sound auf enorm hohem Niveau
preisklassenreferenz
Test-Update Stand-/Regallautsprechersysteme bis 1.500 EUR
25. November 2016

 

Test: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Fotos: Sven Wunderlich
Update: 25.11.2016




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