TEST: Panasonic Blu-ray-Player DMP-BDT700 – die Messlatte bei den BD-Spielern der Oberklasse?

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Panasonics Blu-ray-Player-Topmodell gibt es schon seit 2014. Es hört auf den Namen DMP-BDT700, ist sogar THX-zertifiziert und kommt auf eine unverbindliche Preisempfehlung von 549 EUR. Kennzeichen sind hochwertiges 4K-Upscaling, zwei 2.0 HDMI-Outputs, 7.1 Kanal-Analog-Audioausgang (damit man die ausgezeichneten 192 kHz/32-Bit Audio-D/A-Konverter nutzen kann) sowie zahlreiche Smart TV-Funktionen. Lieferbar ausschließlich in schwarzer Version, macht der BD-Player optisch zunächst einen edlen Eindruck. Die gesamte Frontblende kann man herunterklappen, die Klappe ist recht nobel ausgeführt und passt daher tadellos zum Anspruch des Gesamtgerätes. Ein hübsches Punktmatrixdisplay, vorn zentriert, ist weiteres Merkmal des DMP-BDT700. Der Player überzeugt in allen Details durch gelungenes Finish und muss sich auch vor deutlich teureren Konkurrenten nicht verstecken. Dies belegen auch Einzelheiten wie die hochwertigen Standfüße oder die vergoldeten Cinchbuchsen hinten. Alle Buchsen sitzen fest und sind exakt eingepasst. 

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Die Laufwerkslade sitzt links

Möchte man die Laufwerkslade herausfahren, klappt zunächst die Frontblende herunter, anschließend fährt dann mit vernehmlichem, aber nicht zu lautem Surren die eigentliche Laufwerkslade, die links auf der Front platziert ist, heraus. 

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Hochwertige Materialqualität

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THX-Lizenz

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 Von unten gut zu erkennen sind die vier Standfüße

Die hochglanzschwarze mitgelieferte Fernbedienung ist von überragender Qualität – wenn man die Remote mit den Exemplaren vergleicht, die oft selbst bei teureren BD-Spielern mitgeliefert werden, kann man nur sehr zufrieden sein. Die Fernbedienung verfügt über ein klassisches Layout, also keine Touchpad-Spielereien wie beim Vorgänger DMP-BDT500. Die Tasten heben sich sehr gut aus farblicher Sicht vom Gehäuse der Fernbedienung ab. Die Remote ist allerdings relativ groß, lässt sich aber dennoch mit einer Hand bedienen. Sie verfügt sogar über eine Beleuchtung. 

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Hochwertige, beleuchtbare Fernbedienung

Das Innenleben des Players zeigt eine hochwertige analoge Audiosektion und ein Laufwerk von normaler Qualität. Alles ist ordentlich gemacht, es stören keine lose herumfliegenden Kabel oder ähnliches. Spezielles Mehrkammer-Design oder versteifende Gehäuseverstrebungen fehlen beim DMP-BDT700. Hier sieht man dann doch, dass 549 EUR durchaus als „Kampfpreis“ in der Liga der Hightech-BD-Player zu verstehen sind. 

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Gesamtansicht innen

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Netzteilsektion

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 Analoge Audiosektion

Mit Anschlüssen ist der DMP-BDT700 gut bestückt. Neben zwei HDMI-Outputs ist ein 7.1 Analog-Audioausgang, ein Netzwerkausgang, ein WLAN-Modul, ein optischer sowie ein koaxialer Digitalausgang plus USB-Anschluss und SD-Karteneinschub vorn vorhanden. Das ist eine exzellente Ausstattung, die sehr gute Zensuren verdient. 

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Zweimal HDMI, Lan-Buchse, koaxialer und optischer Digitalausgang 

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7.1 Audio-Analogausgang

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 Vorn: USB 2.0-Terminal und SD-Karteneinschub

Der DMP-BDT700 bietet als besonder Features für optimale Bildqualität 4K Direct Chroma Up-Conversion für eine detaillierte Farbwiedergabe, dank Pro4 Chip und HDMI 2.0 hat der Anwender hier einen echten Pluspunkt. 

Die Menüs des DMP-BDT700 sind sehr praxisgerecht und ermöglichen eine einfache Bedienung. Beim erstmaligen Starten des DMP-BDT700 wird man durch eine einfach verständliche Konfiguration geleitet.

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 Sprachwahl

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4K-Ausgang ja/nein

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Wahlmöglichkeit Automatisch oder Aus

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Schnellstart mit flotterer Reaktion, aber höherem Standby-Stromverbrauch

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Netzwerk-Schnelleinstellungen

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Kabel oder WLAN

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Praktisch – WLAN-Modul mit WPS-Funktion

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 Schnell und problemlos erfolgt die Verbindung mit unserem Router

Nachdem der Player betriebsfertig konfiguriert ist, können wir einen Blick auf die weiteren Menüs werfen. Wir können nur lobende Worte über das Zusammenspiel mit der Fernbedienung finden – Bedienbefehle werden zügig umgesetzt, für wichtige Funktionen gibt es Direktwahltasten auf der Fernbedienung, so für das unten abgebildete Home Menu, für DLNA oder für den Zugang zum Internet. Etwas Wartezeit (hängt natürlich auch von der Internet-Verbindung, die vor Ort aktiv ist, ab) sollte man nach Druck auf die „Internet-Taste“ aber schon einkalkulieren. Wer übrigens im Hauptmenü die Option  „Videos“ aussucht, erhält ebenso wie bei „Musik“ oder „Fotos“ als Auswahl Disc, SD-Karte oder USB. Wer „Heimnetzwerk“ anwählt, bekommt „DLNA-Client“, „Miracast“ (Display-Spiegelung von entsprechend kompatiblem Device) oder „Media Renderer“ als Optionen angeboten. Bei „Netzwerkdienst“ landen wir im Smart TV-Grundmenü.

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Elegant gestaltetes Hauptmenü, das beim Aktivieren des Players auf dem Screen erscheint

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Player-Einstellungen: Video

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Player-Einstellungen Video: Submenü HDMI-Ausgabe

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Player-Einstellungen: Audio

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Player-Einstellungen_ Audio, Submenü Digital Audio Ausgang

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Player-Einstellungen: 3D

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Player-Einstellungen: Sprache

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Player-Einstellungen: Sicherungsstufe

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Player-Einstellungen: System

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 Player-Einstellungen: System. Submenü TV-Einstellungen

Natürlich verfügt der DMP-BDT700 auch über umfangreiche Smart TV- und Multimedia-Funktionen. Allerdings läuft der BD-Spieler nicht, da er noch aus 2014 stammt, unter Firefox OS wie die aktuellen Panasonic-TVs des Jahrgangs 2015. Der DMP-BDT700 gibt über SD-Speicherkarte (kompatibel mit SD/SDHC/SDXC) JPEG/MPO, AVCHD sowie MP4 wieder. MP3, WMA, AAC, FLAC (bis 192 kHz/24-Bit Stereo und bis 96/24 Multichannel) und WAV (bis 192 kHz/24-Bit) z.B. über Netzwerk oder DVD-R beherrscht der Player ebenso. Videoseitig wird auch MKV entgegen genommen. 

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Suche nach neuer Firmware

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Noch älteres Smart-Plattform-Design

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Viera App-Market

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 Verfügbare DLNA-Server

Bild

Video-EQ

Welche Bildqualität realisiert der DMP-BDT700? Für die Optimierung steht ein Video-EQ bereit, den man nach Drücken der Taste „Picture Settings“ auf der Fernbedienung aufruft. Hier kann man unter „Display“ zunächst zwischen „Normal“ und „Projektor“ wählen. Es folgt „Bildtyp“, hier stehen die Bildprogramme „Normal“, „Cinema“, „Fine Cinema“, „Retro Cinema“ und „Animation“ sowie „Live“ zur Verfügung. Wir haben uns für das besonders gut auflösende und zugleich augenfreundliche „Fine Cinema“ entschieden. Es folgen weitere Parameter: Anpassung Schärfe (sehr gut ist die Aufteilung: Luma/Hohe Frequenz, für die feinen Details, Luma/Mittlere Frequenz, Chroma sowie Randkorrektur), Rauschreduzierung (Blockrauschen reduzieren, Zufälliges Rauschen reduzieren, Moskitorauschen reduzieren), Anpassung Farbe/Luminanz (Kontrast, Helligkeit, Gamma weiß, Gamma schwarz, Farbsättigung, Farbton), Begrenzung Bandbreite (Vertikale Bandbreite Luma, horizontale Bandbreite Luma, Vertikale Bandbreite Chroma, Horizontale Bandbreite Chroma), 24p/25p Umwandlung, sowie Progressiv. Insgesamt nicht nur eine hervorragende Funktionsvielfalt, sondern auch eine gelungene Gliederung. Der Anwender hat noch 2 Speicherplätze zur Verfügung, für eigene Justagen. Hinzu kommt die Voreinstellung „Standard“. 

Upscaling Blu-ray „Kingsmen“ von 1.080p auf 2.160p

Wir haben uns zunächst die aktuelle BD „Kingsmen“ angeschaut, und zwar von Beginn an.  Der DMP-BDT700 bietet ein ungemein sauberes, scharfes und detailreiches Upscaling von FullHD auf 4K.  Die Farben sind angenehm und authentisch, nicht zu kalt, wenn der DMP-BDT700 im Bildfeld „Fine Cinema“ betrieben wird. Der alte Ghettoblaster gleich zu Beginn des Films kommt scharf und mit allen Gebrauchsspuren zur Geltung. Die Wüstenfestung steht absolut stabil, kein Detail im hochfrequenten Bildbereich zittert.  Kamerafahrten wirken ruhig und flüssig. Der Panasonic, dies zeigen Nahaufnahmen von den Mauern, produziert praktisch kein Scalingrauschen. Im Inneren des Gemäuers präsentiert der DMP-BDT700 einen überragenden Detailkontrast, trotz des geringen externen Lichteinfalls sind die Steine des Mauerwerks in der Kammer tadellos zu erkennen. Minimale Unschärfen schleichen sich nur beim Blick auf den sandigen Boden ins Bild ein. Kurze Zeit später, als Harry Hart der Witwe des verstorbenen Kingsmen-Mitglieds die traurige Nachricht übermittelt, werden die Gesichter der Protagonisten sehr detailreich und mit fein nivellierter Darstellung der Hauttöne wiedergegeben.  Die Nadelstreifen auf Harts Anzug wirken ungemein authentisch, ebenso der Teppichboden in der Wohnung. 

Als es nun in den Alpen weitergeht, lässt der Panasonic die Schneeflocken scharf und natürlich, mit sehr hoher Raumwirkung, wirbeln. Im Inneren des alpinen Hauses wirken die lodernden Flammen des offene Kamins sehr realistisch. Die Felldecke, die über der Couch liegt, wirkt von ihrer Oberflächenstruktur her detailreich. Die nun folgende Keilerei mit dem Kingsman „Lanzelot“ zeigt uns, wie sauber der DMP-BDT700 Bewegungen wiedergibt – ohne Artefakte, fließend und scharf. Hier sollte man einen hervorragenden TV einsetzen, um die Vorzüge des Players auch wirklich in der Praxis nutzen zu können. Wir vertrauten auf den Philips 65PUS9809, das aktuelle Philips Topmodell. Absichtlich haben wir nicht den Panasonic TX-55CRW854 eingesetzt, um zu beweisen, dass der DMP-BDT700 auch mit TVs anderer Hersteller vorzüglich zusammenarbeitet. 

Nun befinden wir uns im Inneren des Kingsmen-Dienstfahrzeugs von Harry Hart. Hier kommt die Struktur der Wurzelholz-Täfelung sehr gelungen heraus. Auch das Innere der Schneiderei mit wiederum holzgetäfelten Wänden erscheint fein durchzeichnet. Weniger erfahrene Anwender könnten beinahe denken, es handele sich hier um natives 4K-Material. An der Gesamtbildschärfe und der Schärfe im Detail erkennt der erfahrene Anwender dann aber doch, dass es sich um hochskaliertes BD-Material handelt.  Der hochglänzende Holztisch mit den Spiegelungen in der Oberfläche und der Bilderrahmen rund ums Display wirken enorm realistisch. Der Panasonic schafft es schon im 2D-Betrieb, eine sehr plastische, tiefe Bildwiedergabe zu realisieren. Wir springen ins achte Kapitel, als der DMP-BDT700 das Innere des Pubs, inklusive den Abnutzungsspuren an den Bänken und am restlichen Inventar, sehr gut wiedergibt. Der Player kommt mit kontrastierenden Bildanteilen – Innen dunkel, etwas Helligkeit strahlt von Außen hinein – sehr gut zurecht und realisiert ein natürliches, dynamisches Bild mit authentischer Farbwiedergabe. Es folgt eine kräftige Schlägerei im Pub, als Hart die Gang der Gegend nachhaltig aufmischt. Die fiesen Gesichter der Gang-Mitglieder arbeitet der DMP-BDT700 hervorragend heraus, inklusive der böse funkelnden Augen. Die Bewegungen während der Kampfszenen werden ein weiteres Mal erstklassig umgesetzt – es dürfte bilanzierend schwer werden, auf dem aktuellen Markt einen BD-Spieler zu finden, der dem DMP-BDT700 das Wasser reichen kann.

Upscaling Blu-ray „G.I Joe, Tag der Abrechnung“ von 1.080p auf 2.160p

Auch bei der G.I Joe-Blu-ray „Tag der Abrechnung“ setzt sich der Panasonic in einer Art und Weise in Szene, die wir bislang nicht gekannt haben. Wir starten direkt mit dem Filmbeginn durch, als ein Einsatzteam einen Überläufer aus einem nordkoreanischen Stützpunkt befreien soll. Diese Sequenz offeriert durchaus schwierige Bedingungen, da sie in der Dunkelheit spielt. Beide Panasonic-Komponenten, der DMP-BDT700 und der verwendete TV TX-55CXW804, sind THX-zertifiziert. Das Zusammenspiel klappt glänzend. Die Gesichter der Joes auch in der Dunkelheit sind detailreich zu sehen. Der Glanz in den Augen kommt exzellent heraus. Das Wiederspiegeln des Lichts in der Wasseroberfläche wirkt sehr realistisch. Als dann mittels Spezialgerät das Metall des Zauns geschmolzen wird, stellt der DMP-BDT700 jedes Detail klar heraus, der glühende Draht des Zauns besticht durch die farblich präzise Ausarbeitung. Die Wiese, die zu sehen ist, präsentiert der Player ebenfalls exakt, praktisch jeder einzelne Grashalm ist zu sehen. Details an den Wachtürmen der Anlage inklusive Verwitterungsspuren entgehen dem Panasonic DMP-BDT700 nicht.

Die Gesichter der wachhabenden Soldaten, ja selbst die weiße Kaffeetasse modelliert der Player präzise durch. Es ist praktisch kein Rauschen zu erkennen, und das selbst bei dunklen Sequenzen, die sich hier oft als anfällig erweisen. Als der Überläufer aus dem Fahrzeug befreit wird und er kurz von hinten zu sehen ist, wird das Muster seiner Oberbekleidung scharf und klar herausgearbeitet. Als einer der Joes zum Schluss die schwarze G.I. Joe Fahne hisst, hebt sich diese sehr gut vom blauschwarzen Nachthimmel ab – ein Kompetenzbeweis für die Abteilung Kontrast des DMP-BDT700. 

Bei der Party, die nun eingeblendet wird, kommt das Gesicht des G.I Joe Mitglieds im mit Wasser gefüllten Fass exzellent heraus, auch die Blasenbildung im Wasser und die Handgranate im Mund. Szenenwechsel, nun ist das Pentagon in Washington D.C. in Panoramaaufnahme zu sehen. Jedes Detail am riesigen Verteidigungsministerium ist ruhig, steht stabil und ist fein detailliert. Dann wechselt die Kameraeinstellung ins Pentagon in einen Sitzungsraum hinein. Die zahlreichen Abzeichen an den Blazern der hohen Militärs arbeitet der DMP-BDT700 exakt und fein heraus. Das blaue Material der Anzüge ist mit exakter Oberflächenstruktur zu erkennen. Der Nadelstreifenanzug des US-Präsidenten ist ungemein scharf sichtbar, ohne dass sich Rauschen oder Flimmern bildet. Die Ansteck-Nadel mit der US-Nationalflagge ist ebenfalls enorm gut detailliert. 

Jetzt sind die G.I Joes im Einsatz, auf dem Weg nach Pakistan, Kernwaffen sichern. Der zügige Flug durch die Dunkelheit mit den Hightech-Flugzeugen wird dank exakter Gammawerte und feinstem Detailkontrast sehr gelungen zum Zuschauer transportiert. Die unterschiedlichen Graustufen werden in einer Art und Weise präsentiert, wie dies nur sehr wenige Zuspieler und Bildwiedergabegeräte können. Auch das Innenleben der Maschinen zeigt sich den Zuschauern in nahezu allen möglichen Details. Der Panasonic DMP-BDT700 setzt mit seinem rauscharmen Upscaling erneut Maßstäbe. BD-Player und TV realisieren zusammen einen tiefen Schwarzwert, hier sollte man Filme wirklich im abgedunkelten Raum betrachten, um in den vollen Genuss der Fähigkeiten dieser leistungsfähigen Kette zu kommen. Wer einen AV-Receiver einsetzt, sollte darauf achten, dass das vom DMP-BDT700 aufbereitete Signal einfach durchgeschliffen und vom AV-Receiver nicht weiter bearbeitet wird. 

Upscaling DVD, Star Wars Episode III, Eröffnungssequenz, von 576i auf 2.160p

Hier bietet der DMP-BDT700 weltmeisterliche Leistungen. Als TV fungiert ein exzellenter Panasonic TX-55CXW804, damit die Güte des DMP-BDT700 auch voll zum Tragen kommen kann. Die Star Wars-typische gelbe Laufschrift wird in allen Facetten übertragen. Der Stand der Schrift ist außergewöhnlich ruhig, die Lettern sind präzise durchzeichnet. Die Ränder verfärben sich nicht, wie oftmals zu beobachten, ins Weiße, sondern bleiben gelb. Die Farbgebung selber ist absolut authentisch. An den Buchstabenrändern sind kaum Treppenstufen zu beobachten. Selbst in den hinteren Ebenen läuft die Schrift beinahe ohne Wellenbewegung durch. Das Schwarz des Weltalls wird tief und satt präsentiert, der DMP-BDT700 holt viele Sterne aufs Display. Dann fliegt der große republikanische Sternzerstörer durchs Bild. Hier dauert es ca. 2 Sekunden, bis der De-Interlacer „einrastet“ und dann ein Bild der Spitzenklasse präsentiert.

Das Upscaling erfolgt beinahe ohne Rauschmuster, und stellt ein scharfes sowie detailreiches Bild sicher. Weniger erfahrene Zeitgenossen würden an dieser Stelle niemals glauben, dass es sich um DVD-Material mit solch geringer Auflösung handelt. Die Konturen des gigantischen Raumschiffs kommen praktisch ohne Treppenstufen oder sonstige Artefakte heraus. Beinahe noch nie haben wir eine solche Bildgüte beim Upscaling von 576i auf 2.160p betrachten können. Im Zusammenspiel mit dem hervorragenden TV wird auch der im Schatten liegende Flügel des Sternzerstörers überragend durchmodelliert. Der Triebwerksstrahl kommt ebenfalls ohne starke Rauschmuster oder Artefaktebildung heraus.

Nun überfliegen die Raumjäger von Obi-Wan und Anakin den Sternzerstörer. Beide Bewegungsabläufe, den langsamen Flug des großen Raumschiffs und den schnellen Flug der beiden Jäger, werden ohne Unschärfen oder Nachzieheffekte bewältigt. Als die beiden kleinen Raumflugzeuge nun nach unten abdrehen, eröffnet sich dem Zuschauer ein bis in die untersten Bildebenen nahe der Planetenoberfläche scharf gezeichnetes, rauscharmes Panorama mit hoher Farbtreue. Was der DMP-BDT700 hier leistet, ist grandios, denn selbst Einzelheiten an Raumstationen in den unteren Bildebenen werden nicht vernachlässigt. Als das Innenleben der Raumjäger gezeigt wird, überzeugt nicht nur die Detaillierung des Cockpits.

Auch die Gesichter von Obi-Wan und Anakin kommen extrem gut heraus. Die Hautfarbe wird exakt wiedergegeben, und der Bartwuchs von Obi-Wan zeigt auch kleine Unregelmäßigkeiten. Bei den zahlreichen Panoramaaufnahmen, als die beiden Jedis das Raumschiff des bösen General Grievous ansteuern, beweisen die Fähigkeiten des DMP-BDT700 aufs Neue: Die Explosionen bei Raketeneinschlägen werden scharf und farbecht wiedergegeben, kleine Farbnuancen stellt der DMP-BDT700 hervorragend dar. Das Raumschiff von General Grievous zeigt sich mit klaren Konturen und erneut erstklassiger Detaillierung. 

Upscaling DVD/576i auf 2.160p, „Top Gun“

Selbst bei technisch wenig attraktivem SD-Material schlägt der DMP-BDT700 voll zu. In unserem Falle haben wir uns Auszüge des Tom Cruise 80er Jahre-Films „Top Gun“ angesehen. Hier ist natürlich klar, dass auch bei der Aufbereitung durch den DMP-BDT700 deutliches Bildrauschen und Grieseln zu erkennen ist. Allerdings wirkt das Bild, auch in den schwierigen Sequenzen auf dem offenen Meer und am Himmel relativ zu Filmbeginn, erstaunlich kontrastreich und auch plastisch. Die Flugmanöver von Maverick und seinen Kumpanen kommen sehr gut heraus, der DMP-BDT700 überzeugt ein weiteres Mal mit akkuratem De-Interlacing und einer sehr hohen Bildstabilität im Gesamten. Die Flugmanöver kommen allesamt ohne Unschärfen heraus, und selbst am Triebwerksstrahl der Jets sieht man kaum Artefakte.

Das Innenleben des Flugzeugträgers kommt ebenfalls gut heraus. Dies sieht man im Kontrollraum, als viele Einzelheiten an den Monitoren und Überwachungsgeräten herausgearbeitet werden. Die speziellen Lichtbedingungen werden akkurat auf den Screen gebracht. Als einige Kapitel später die Kampfjet-Eliteflugschüler auf eine Party gehen, kommen ihre weißen Oberhemden inklusive der goldenen Schilder an der Brust akkurat heraus. Flächenrauschen ist natürlich sichtbar, aber in viel geringerem Ausmaß als wir es sonst kennen. Das Mikrofon, das Maverick zwecks einer Gesangsdarbietung in die Hand nimmt, wird in einer Großaufnahme in sehr feiner Detaillierung präsentiert, erstaunlich auch hier, wie gering das Bildrauschen ausfällt. Bilanzierend bietet der DMP-BDT700 selbst bei derartigem Quellmaterial ein beachtliches Maß an Bildgüte, so dass man den BD-Player getrost als „visuelles Universaltalent“ ansehen kann. 

Klang

Klanglich interessieren uns natürlich die hochwertigen 192 kHz/32-Bit Audio-D/A-Wandler. Wir haben den DMP-BDT700 analog an den Denon AVR-X3200W angeschlossen und über zwei Elac WS 1665 und den Quadral Qube 8 HiRes-Files angehört.  Wir starten mit Flac-Dateien im Format 48 kHz, genauer gesagt mit den Titeln „California Dreamin'“ und „Desperado“ in der Adaption von Diana Krall. Hier beweist uns der DMP-BDT700, dass er auch als Audio-Wiedergabegerät hohe Ansprüche erfüllt. Das hohe Auflösungs-Können der JET 5 Bändchenhochtönern in den bewusst ausgewählten Elac WS 1665 beliefert er mit seinen enormen Fähigkeiten, so wirkt der Hochtonbereich brillant und frei, mit fein dosierter Räumlichkeit. Die Mitten schließen sich nahtlos an, und der straffe, kontrollierte Bass ist ein weiterer Vorzug. Beeindruckend stabil steht Dianas Stimme im Raum, auf einer klar definierten virtuellen Bühne.

Italienischer Charme in 96 kHz Flac in Gestalt von Sandra & Tony Alessis „Diamante“ folgt auf dem Fuße, und ohne störenden schrillen Unterton bei der Wiedergabe der Gesangsstimmen bei gleichzeitig enormer Durchhörbarkeit strahlt der DMP-BDT700 ein hohes Maß an klanglicher Souveränität aus. Er liefert feine Details auf dem Silbertablett, was wir dem doch im Vergleich zu anspruchsvollen Audio-Quellgeräten sehr preiswerten DMP-BDT700 nicht zugetraut hätten. Alle vokalen Konturen werden anschaulich gemacht, und die Trennung von Stimmen und Instrumenten gelingt vorzüglich. Bei Mark Knopflers „Basil“ in 192 kHz (Flac) finden sich ebenfalls keine Mängel bei der gediegenen und kultivierten Wiedergabe durch den Panasonic-Player. Die Stimmkonturen sind auch hier exzellent gelungen, und die akustische Gitarre wird mit exakter Akzentuierung herausgearbeitet. 

Konkurrenzvergleich
  • Sony BDP-S7200 aus 2014: Schon für gut 200 EUR kann man den optisch schicken Sony erwerben, also sehr wenig Geld für einen voll ausgestatteten Blu-ray-Player, der sogar SACDs wiedergeben kann. Besonders leistungsstarkes WLAN-Modul („Super WiFi“), Steuerung mittels „TV Side App“ sowie DSEE Upscaling fürs Aufpolieren von Audiodateien präsentiert sich der flache Disc-Spezialist in sehr guter Verfassung. Er wirkt hinsichtlich der Gesamtqualität aber auch deutlich günstiger als der DMP-BDT700, das merkt man in jedem Detail des Gehäuses und erst recht bei der einfachen Fernbedienung. Der Video-EQ ist prima für die Preisklasse, und auch die audiovisuelle Performance lässt nichts zu wünschen übrig. Man muss trotzdem ehrlich erkennen, dass er gegen den Panasonic DMP-BDT700 keine Chance hat. Ganz gleich, ob Full HD-Material oder SD-Quellen auf UHD/4K hochskaliert werden: Immer produziert der bärenstarke DMP-BDT700 das schärfere, detail- und kontrastreichere Bild mit enormer Farbtreue. Die Rauschneigung ist sensationell niedrig, obwohl der BDP-S7200 auch nur wenig Rauschen produziert, muss er sich geschlagen geben. Auch audioseitig zieht der Panasonic mit seinen hochwertigen DACs am preiswerten Sony vorbei, der aber auf jeden Fall nach wie vor sein Geld Wert ist. Der Panasonic auch – in einer deutlich höheren Liga. 
  • Vergleichen wir nun mit einem Denon DBT-3313 aus 2012, ein Universal-Laufwerk mit Denon Link HD und herausragender Bildgüte – damals. Wie sich die Zeiten ändern. Heute hat der Denon keine Chance mehr gegen den nur halb so teuren Panasonic. Dass der DBT-3313UD nicht auf 4K hochskalieren kann, ist natürlich zu verzeihen, das war 2012 kein aktuelles Thema. Der Panasonic bietet beim Upscaling von SD-Material selbst auf UHD, also unter schwierigen Bedingungen, bessere Ergebnisse als der Denon beim Upscaling auf FullHD. Bildstand, Bildschärfe, Bewegungswiedergabe, Rauschverhalten – in allem demonstriert der DMP-BDT700, was sich mit der Zeit getan hat. Natürlich hat der Denon immer noch Pluspunkte: Kompatibilität zu SACD und DVD-Audio, ein besonders leises, weil hochwertig geschirmtes Laufwerk und nochmals opulentere Verarbeitung innen und außen. 
  • Echte Hightech-BD-Player gibt es immer noch: Und zwar den Pioneer BPD-LX88 für eine UVP von 1.499 EUR. Der optisch extrem edle, bis ins Detail hochwertige Player hängt den Panasonic bei den Audioeigenschaften souverän ab. Noch mehr Detailtreue, feinst dosierte Räumlichkeit und enorme Dynamik machen den BDP-LX88 zum idealen Partner für den Audio-Gourmet. Dank des verbauten Highend-DACs ESS Sabre DAC ES9018 kann auch DSD-Material exzellent wiedergegeben werden. Die Hochwertigkeit von Anschlusssektion und Innenleben wird vom DMP-BDT700 nicht im Ansatz erreicht, was aber angesichts des Preisunterschiedes auch kein Wunder ist. Gerade der Dreikammer-Aufbau innen beim BDP-LX88 mit hervorragender Schirmung wichtiger Komponenten setzt Maßstäbe. Bildseitig begeistert der erstklassige Video-EQ des edlen Pioneer-Players. Nun allerdings kommt etwas, was man bedenken muss: Geht es nur um die schiere Bildgüte und das Upscaling von FullHD- und SD-Material auf UHD/4K, agiert der preiswerte Panasonic DMP-BDT700 nicht nur genau so gut, sondern sogar noch eine Idee besser: Das Bild ist noch stabiler, die Detaillierung noch feiner, und selbst kleinste Ruckler verkneift sich der Panasonic. 
Fazit

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Der Panasonic DMP-BDT700 überzeugt direkt nach dem Auspacken und näheren Inspizieren durch die solide Verarbeitung, die hochwertige Optik und die üppige Anschlussbestückung. Nimmt man den BD-Spieler in Betrieb, begeistert er mit einem erstklassigen Video-EQ und durch ein Maßstäbe setzendes Bild beim Hochskalieren von BD-Inhalten auf 4K. Extreme Rauscharmut während der Scaling-Tätigkeit, eine herausragende Bildstabilität und eine hohe Bewegungsschärfe verbinden sich mit feinstem Detailkontrast und hoher Farbtreue zu einem visuellen Erlebnis der Elite-Liga.

Noch erstaunlicher als das schon bestechende Upscaling von BD-Inhalten ist allerdings die Güte, in der der DMP-BDT700 DVD-Inhalte auf einem UHD-Display präsentiert. Was hier bei guten DVDs geht, ist schlichtweg überwältigend: Das Bild ist scharf, detailreich, stabil und plastisch. Farbtreue und Kontrast erfüllen auch hier höchste Ansprüche.

Dank aufwändigem Aufbau und hochwertiger Baugruppen kann sich der DMP-BDT700 auch akustisch ausgezeichnet in Szene setzen. Er klingt im Stereobetrieb feinfühlig und lebendig, seine D/A-Wandler sind dabei besser als die in manchem AV-Receiver der angehenden Mittelklasse bzw. in älteren AVR-Modellen.

Mitgeliefert wird eine praktische und sehr hochwertige Fernbedienung, wie wir sie heute nur noch selten finden. Die 2014er Multimedia Smart-Plattform ist ebenfalls an Bord, sie ist zwar mittlerweile veraltet, doch wirklich schlimm ist das nicht, da man  ohnehin Smart TV Funktionen eher mittels des Fernsehers nutzt. Klare Bilanz: Respekt, Panasonic – hier kommt ein rundherum erstklassiger Blu-ray-Player, der in Anbetracht des beinahe unerschöpflichen Leistungsvermögens auch noch preiswert ist. 

Der Champion: Kein anderer Blu-ray-Player bietet ein derartig überlegenes Bild und so gute akustische Eigenschaften zu einem so günstigen Preis
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Blu-ray-Player
Test 16. November 2015

+ Upscaling von BD-Material auf 2.160p setzt Maßstäbe
+ Erstklassiges Upscaling von DVD-Material auf 2.160p
+ THX-Zertifikat und Top-Video-EQ
+ Akustische Eigenschaften auf Spitzen-Niveau
+ Edle Optik
+ Komplette Ausstattung inklusive 2 x HDMI
+ Betriebssicher
+ Preisgünstig für die gebotene Performance

– Vergleichsweise einfaches, nicht aufwändig geschirmtes Laufwerk

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind
Datum: 16. November 2015




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