TEST: Mit Backlight Master Drive zum perfekten Bild? Der Sony KD-65ZD9

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Endlich haben wir die Gelegenheit, den Sony KD-65ZD9 einem genauen Test zu unterziehen. Das 2016er Highlight-Modell verfügt über Backlight Master Drive (Direct-LED, jede LWD einzeln ansteuerbar, kein Streulicht durch Calibrated LED) und den neuen X1 Extreme Bildprozessor. Der leistungsfähige Prozessor optimiert überdies automatisch SDR-Inhalte, so dass diese in Richtung HDR getrimmt werden – was man auch gut nachvollziehen kann.

Kostenpunkt für das High Tech-Paket: 5.000 EUR. Es gibt den ZD9, der grundsätzlich über Sonys Triluminos-Display für die Darstellung eines erweiterten Farbraums verfügt, auch noch für 8.000 EUR in 75 Zoll und für satte 70.000 EUR in 100 Zoll. Den ganz großen ZD9 haben wir uns bereits auf der IFA 2016 ausführlich angesehen

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Klassisches Design mit stylischem Standfuß

Der Sony-TV ist ein Flat-Gerät, kein Curved-Fernseher, und kommt im klassischen, hochwertigen Layout. Aufgrund des Direct LED Backlights ist der ZD9 nicht extrem dünn wie zum Beispiel der Sony XD93 mit „Slim Backlight“. Aber – wer das beste Bild möchte, der nimmt auch gern etwas mehr Bautiefe in Kauf, und als wirklich „dick“ wird den ZD9 niemand bezeichnen. Nur, wenn er im Vergleich neben einem Sony XD93 steht, fällt die größere Bautiefe wirklich auf.  Technisch bietet der ZD9 Top-Leistungen. So verwöhnt der unter Android 6.0 laufende ZD9 mit einem für LCD-basierte TVs sensationellen Schwarzwert und tollem Detailkontrast. Überdies ist der natürlich HDR-fähige Flatscreen extrem hell. Die gängigen 1.000 Nits werden weit übertroffen (ca. 1.800 Nits maximale Helligkeit). Selbst bei deutlichem externem Lichteinfall kann man daher die Vorzüge von HDR-Material genießen, sehr praxisgerecht.  Technische Features helfen hier. Die Kombination aus Backlight Masterdrive, schon erläutert, sowie Extended Dynamic Range Pro, stellt diese Glanzleistungen sicher.

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Sehr saubere Detailverarbeitung

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Detail links unten

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Ansicht seitlich

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Rückseite

Der wie schon erwähnt sehr hochwertige verarbeitete ZD9 kommt mit einem konservativ gestalteten Standfuß und der typischen 2016er Sony-Remote. Sony liefert nur eine Fernbedienung mit, wie auch Samsung bei den 2016er TVs der SUHD-Klasse.

Die Sony-Fernbedienung ist vom Design her so, wie man eine Fernbedienung kennt, mit ausreichend Tasten sowie zentralem Navigationskreuz. Uns gefällt dieses Layout, es gibt beim Bedienen keinerlei Rätsel auf. Integriert ist auch ein Mikrofon für die gut funktionierende Sprachsteuerung.

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Home-Menü

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Quellenwahl und Einstellungen

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Netflix App

Das Hauptmenü ist für Android-affine Anwender leicht zu handhaben. Für Neueinsteiger ist eine kleine Umgewöhnung erforderlich, erst kommen die aktuellen Empfehlungen, dann eine feste Leiste von Apps und ganz unten dann, erkennbar am Zahnrad, folgen die Einstellungen. Neu bei Android 6.0: Drückt man die „Discover“ Taste auf der Fernbedienung, erscheint am unteren Bildschirmrand eine Menü-Bar, die dann entsprechende Änderungen per Fernbedienung erlaubt. Man kann direkt, ohne das Live TV Programm zu verlassen, sich eine passende Sendung z.B. auf Netflix oder ein Video in YouTube auswählen. Während dieses Vorgangs läuft wie erwähnt die aktuelle Quelle weiter.

Interessant, wenn auch nicht neu: Die Taste „Action Menu“ auf der Fernbedienung. Hier kann man übersichtlich und schnell z.B. Bild- und Tonparameter verändern. Je nach Quelle sind die Optionen im Action Menu unterschiedlich.  Übrigens: Für den VoD Service Netflix sowie für Google Play gibt es auch Direktzugriffstasten auf der Fernbedienung. Der ZD9 reagiert sehr schnell auf Befehle, die mit der Remote gegeben werden, und setzt diese entsprechend um. Auch, wenn er übers Netzwerk mit dem Internet verbunden ist, ist die zügige Arbeitsgeschwindigkeit sehr zu loben.

Der ZD9 bringt selbstverständlich PVR-Funktion, EPG, Doppeltuner (DVB-C, DVB-T/T2, DVB-S2) mit und verfügt über 4 HDMI-Eingänge und 3 x USB (1 x 3.0, 2 x 2.0).

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Bildeinstellungen

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Erweiterte Bildeinstellungen

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Farboptionen

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Sub-Menü „Klarheit“

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Präzise Farbeinstellungen

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Einstellungen zur Zwischenbildberechnung

Erwähnenswert wäre noch Motionflow XR 1200 als Frame-Interpolierer mit verschiedenen Programmen. Sehr gut gefällt uns, wegen des realistischen, bewegungsnatürlichen Bildes das Programm „Echtes Kino“.

Im Bild-Modus „Standard“, der bei externem Lichteinfall ein relativ homogenes, klares, dynamisches Bild generiert, schauen wir uns von Sony eigens produziertes 4K Material an. Es geht – nicht allzu phantasievoll – um die akkurate Zubereitung von Sushi. Kein Rauschen, Farbenpracht, viele Schwarz-Anteile: Sony hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, dieses Material perfekt auf den ZD9 abzustimmen. Natürlich ziehen die appetitlichen Sushi-Röllchen auch in HDR-Qualität über den Bildschirm. Trotz aller Rahmenbedingungen, die sehr für den ZD9 designt wurden, beeindruckt uns das Ergebnis tief.  Das Triluminos-Display stellt z.B. das Orange-Rosa des Wildlachses exzellent dar. Der Schwarzwert ist verblüffend tief, und die metallische Oberfläche der scharfen Sushi-Messer kommt sehr plastisch heraus.

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Ein Teil der Bildmodi

Wenden wir uns nun der Bildqualität im Modus „Cinema Pro“ bei der Ultra-HD von Independence Day ab Filmbeginn zu. Gleich zu Beginn fliegt das Mutterschiff der Aliens am Mond vorbei. Der ZD9 setzt sich hier bereits mit seinem ausgezeichneten Schwarzwert in Szene. Es gibt auch kaum Inhomogenitäten bei der Bildhelligkeitsverteilung zu bemängeln. Die US-Flagge auf dem Mond zeigt viele Details, unter anderem Abnutzungsspuren, und das aufgestellte Schild ist trotz der geringen Helligkeit im Quellmaterial selbst bei externem Lichteinfall tadellos erkennbar. Die Mondoberfläche kommt plastisch und fein heraus. Als die Erde sichtbar wird, sind die Umrisse der Kugel scharf, die Erdoberfläche erscheint detailreich. Das riesige Raumfluggerät donnert nun über den Screen und erfreut ebenfalls mit Schärfe und Klarheit während der Flugbewegung.

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Beiliegende Fernbedienung

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Rückseite der Fernbedienung

Das dritte Kapitel zeigt das Schlafzimmer des US-Präsidenten. Dessen graues T-Shirt und die Musterung im Ehebett hinter seinem Kopf stellt der ZD9 ungemein scharf dar. Obwohl ID4 (der Film ist aus dem Jahr 1996) etwas rauscht, verheimlicht der bildstarke Sony-TV dies fast perfekt. Das Bild wirkt klar und natürlich.  Das Innere des Weißen Hauses, als der Präsident, im Bademantel, sich an den Tisch setzt, kommt sehr ausdrucksstark heraus. Der Tisch mit den frischen Blumen, die Vorhänge, der Fußboden, die Möbel und Lampen – der ZD9 modelliert alles feinfühlig heraus. Auch die Frau des Präsidenten, die sich aktuell in einer anderen Stadt aufhält, wird mit feinen Konturen gezeigt, so wird trotz der Lichtverhältnisse ihre Augenpartie exzellent herausmodelliert.

Wir schalten ins vierte Kapitel. Der Zusammenprall des Satelliten mit dem riesigen Raumschiff kommt visuell überragend zur Geltung. Trotz der Distanz wirken die Flammen beim Aufprall auf die Raumschiff-Oberfläche gut strukturiert. Als kurze Zeit später David mit seinem Dad im Park Schach spielt, modelliert der ZD9 die Asche der Zigarre des Vaters ebenso sorgfältig heraus wie die Konturen der Schachfiguren. Der ZD9 schafft es immer, eine enorme Tiefe ins Bild zu bringen, die dafür sorgt, dass sich der Zuschauer besonders intensiv ins Geschehen hineinversetzen kann.

Im 7. Kapitel wird die Wüstenlandschaft, recht öde und mit erdigen Farbtönen versehen, stimmig zum Ausdruck gebracht. Die Bilder aus luftiger Höhe, aus dem Agrar-Kleinflugzeug, zeigen das Können des ZD9 eindrucksvoll auf – der Asphaltbelag der Straße ist deutlich auszumachen, ebenso die Oberfläche des sandigen Bodens. Als Russell aus seinem Flugzeug steigt, holt der Sony wieder praktisch alles aus dem Material, die Nieten rund ums Flugzeug-Cockpit treten plastisch in Erscheinung. Das Motorrad, auf dem sein Sohn naht, wird bewegungsstabil dargestellt. Auch die silberne Halskette um Miguels Hals wirkt authentisch.

Der Beginn des 9. Kapitels, wiederum in einer Einöde (irakische Wüste bei Nacht), wird hervorragend dargestellt, trotz wenig Licht im Material modelliert der ZD9 eine beeindruckende visuelle Tiefe und eine hohe Detailtreue heraus. Faszinierend sind die präzisen Farbübergänge, als das Alien-Raumschiff hinter der Wolkendecke zu erahnen ist. Das in der nächsten Kamera-Einstellung sichtbare U-Boot USS Georgia, das im persischen Golf unterwegs ist, wird von Innen präzise gezeigt, Die Kontroll-Instrumente sowie die Gesichter der Besatzung erscheinen sensibel und glaubwürdig eingearbeitet.

Die Vorzüge von HDR Ultra HD-Material verdeutlicht der ZD9 erstklassig. Feine Kontrast-Differenzen werden hervorragend dargestellt, Kontrast-Unterschiede der größeren Art exzellent präsentiert. Das Triluminos-Display ermöglicht eine präzise, feinfühlige Wiedergabe von kleinen Farb-Nuancen sowie von Farb-Übergängen.

Wo liegen die Vorzüge von Backlight Masterdrive?

  • Sehr tiefer Schwarzwert, noch eine Idee besser als bei Samsung KS9590 und Panaosnic DXW904, die praktisch auf identischem Level liegen.
  • Enorm geringe Halo-Neignung. Durch den exakt definierten Abstrahlwinkel der genau kalibrierten LEDs, die im Backlight zum Einsatz kommen, sind störende Effekte/In-Homogenitäten bei der Verteilung der Bildhelligkeit kaum auszumachen. Selbst die bereits sehr guten Topmodelle mit Direct LED der Konkurrenz können dem ZD9 hier nicht das Wasser reichen. Leichte Hot Spots sind bei den Kontrahenten in dunklen Szenen auszumachen.
  • Dank der Tatsache, dass Backlight Masterdrive jede LED einzeln und nicht mehrere LEDs in Clustern ansteuert (so war es bislang bei gebräuchlichen Direct LED  LCD-TVs), kommen filigrane Kontrast-Differenzen so gut wie bei derzeit keinem anderen LCD-TV heraus. Wir möchten dabei keinen Konkurrenten „schlecht machen“. Auch, was Panasonic DXW904 und Samsung KS9590 hier leisten, ist grandios. Aber der Sony legt einfach nochmal eine kleine „Schippe“ obendrauf.
  • Der Sony ist extrem hell, Sony spricht hinter vorgehaltener Hand von 1.800 Nits. Das ist krass – aber hat handfeste Vorzüge. Kaum ein anderer LCD-TV verdeutlicht die Vorzüge von HDR auch bei deutlichem externem Lichteinfall so stark.
  • Der ZD9 erzielt ein Schwarz, das zwar nicht ganz OLED-Niveau erreicht, aber schon deutlich in diese Richtung zielt. Auf jeden Fall können auch Heimkino-Fans, die der LCD-Technik bislang immer noch mit gewisser Skepsis gegenüber standen, mit dem ZD9 glücklich werden. Gleichzeitig aber hat er nicht den für OLED-TVs typischen Nachteil, dass die maximale Helligkeit begrenzt ist. Gute OLED-TVs schaffen 700 Nits. Das ist weniger als die Hälfte von der maximalen Leuchtkraft des ZD9. Bei externem Lichteinfall „säuft“ das Bild eines OLED ab, man erkennt keine Einzelheiten mehr. So gut der OLED für den Heimkino-Raum ist – das sind Ideal-Bedingungen, die in der Praxis eher selten vorherrschen dürften. Der ZD9 schafft den beinahe optimalen Spagat: Tolles Schwarz, aber auch Maßstäbe setzende maximale Bildhelligkeit. Das Beste aller Welten in einem TV – das macht den ZD9 derzeit konkurrenzlos.

Jetzt muss sich der Sony bei der 007-BD „Ein Quantum Trost“ (erste Sequenzen, Gardasee und Siena mit Gewölbe und Pferderennen) beweisen. Wir gehen folgenden Fragen nach:

  • Wie gut skaliert der ZD9 von Full HD auf Ultra-HD hoch?
  • Wie kontrastreich sieht normales SDR-Material aus?
  • Schafft der ZD9 auch bei normalen Blu-rays so ein plastisches Bild mit enormer Bildtiefe?

Die glitzernde Wasseroberfläche des Gardasees gibt der ZD9 mit intensiver Wirkung wieder. Sauber und ruhig erfolgt die Kamerafahrt, bis der Zuschauer mitten in der wilden Verfolgungsjagd ist. 007 wird in seinem Aston Martin DBS von schießwütigen Killern in Alfa Romeo 159 Limousinen gejagt, und zwar rund um den Gardasee. Details an den Autos, wie Kühlergrill, die Pedale, der Schalthebel oder die schwarze Lederausstattung an Bonds englischem Sportwagen arbeitet der ZD9 hervorragend heraus. Das Schwarz wird vom TV überragend präsentiert, auch bei Full HD-SDR-Inhalten. Dann donnern 007 und seine Verfolger durch den Staub, kleine Steinchen werden durch die Luft gewirbelt. Detailreich und fein erscheint das Bild,  nur kleine Bild-Zittern ist zu sehen, als der ansonsten detailreich abgebildete Bagger und der Felsen in der Bildmitte gezeigt werden. Als der Radlader vor den rasenden Autos auftaucht, sieht man dessen Motorhaube im Heckbereich hinten mit den Gitterstäben in nahezu allen möglichen Einzelheiten. Szenenwechsel – unterirdischer Tunnel in Siena. Die Ziegelsteine an der Wand mit den Fugen, die dazwischen liegen, präsentiert der ZD9 scharf sowie klar – wie wir es auch von UHD-Content kennen. Das Upscaling ist sauber und sorgt für tolle Detailtreue. Das gerade in Siena stattfindende Pferde-Rennspektakel mit mittelalterlichen Zügen gibt der Sony farbenprächtig und ausdrucksstark zum Besten. Aber auch in den Gemäuern, in denen der MI6 Bonds Zeugen verhören möchte, liefert der TV eine Bestleistung ab. Ganz gleich ob das Gesicht von M oder von 007, oder das zerfurchte Gesicht des Bösewichtes, der nicht aussagen will: Der ZD9 gibt Hautfarben sehr treffend wieder und zeigt auch Details der Hautoberfläche in hoher Güte. Zudem kommt, auch beim geringen Lichteinfall, der Stoff von Bonds Anzug tadellos heraus. 

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Allgemeine Einstellungen

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Unter „Externe Eingänge“ wird der TV für HDR-Inhalte vorbereitet

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Dies ist für jeden Eingang einstellbar

Der DVB-S2 Tuner des ZD9 bekommt ein echtes 3.840 x 2.160p Tunersignal von „Fashion 4K“ – also 4K mittels Tuner. Und natürlich wirkt jeder Laufsteg noch viel authentischer, wenn er in 4K-Auflösung gezeigt wird, und selbstredend sind die attraktiven Models, die sich grazil über den Laufsteg bewegen, in noch mehr attraktiven Einzelheiten erkennbar – oder man sieht auch, wenn sich die Fachkräfte beim Schminken  vor dem großen Auftritt vielleicht etwas vergriffen haben. Jede Nuance, jede Facette kommt präzise heraus, und die Dreidimensionalität des Bildes ist enorm. Wenn z.B. vorn im Bild Menschen interviewt werden, heben sie sich enorm deutlich von den dahinter liegenden visuellen Ebenen ab. Toller Bildstand und fließend eingearbeitete Bewegungen sind ebenfalls zu beobachten.  „WDR Aktuell“ in 720p HD beweist uns, dass der ZD9 einfach grandios hoch skalieren kann. Die attraktive Moderatorin sieht enorm natürlich aus, der Boden im TV-Studio wird extrem rauscharm und klar wiedergegeben.  In den aktuellen Reportagen wird z.B. das Innere eines Labors mit Mikroskopen und zu untersuchenden Substanzen mit hervorragender Bildschärfe präsentiert. Doppelkonturen leistet sich der ZD9 trotz des immensen Schärfeniveaus keine.

Fazit

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Der Sony ZD9 ist derzeit der TV, an dem sich die gesamte Konkurrenz messen muss. Dies soll nun nicht heißen, dass die Spitzen-Modelle z.B. von Panasonic oder Samsung völlig chancenlos sind oder keine erstklassigen UHD-Fernseher mehr darstellen. Nein, keinesfalls – aber der Sony ist überall dort, wo es um den Faktor Bildqualität geht, noch genau das Stückchen besser, das nötig ist, um zur neuen Benchmark zu werden. Optisch klassisch-konservativ gehalten, fokussiert sich der ZD9 klar auf bestmögliche Technik und schert sich nicht darum, ob er auch Design-Awards abstaubt. Er überzeugt durch edle Materialien, ohne Frage, sein Design ist aber zeitlos und recht unauffällig. Die Bedienung des Top-Sony-TVs 2016 ist genauso einfach und komfortabel wie bei den kleineren Modellen, die Fernbedienung wirkt zwar nicht besonders nobel, erfreut aber durch ein tadelloses Layout und hohen Bedienkomfort. Der Video-EQ des ZD9 besitzt exakt den richtigen Umfang, nicht zu viel, nicht zu wenig – optimal. Leider fehlen THX- oder ISF-Bildmodi. Cinema Home sowie Cinema Pro sind aber bilanzierend sauber abgestimmt.  Geht es um die Präsentation von HDR-Material, schlägt die Sternstunde des ZD9. Dank des Triluminos-Panel mit Backlight Masterdrive werden Bestwerte bei Detailkontrast, Gesamtkontrast und Schwarzwert erzielt. Bewegungen stellt der Sony immer stabil und ohne Artefakte dar. Das brillante Upscaling von 1080p/720p Inhalten auf Ultra-HD beweist uns aber auch, dass niedrige Auflösungen mit SDR-Dynamikbereich ebenfalls zu einem Erlebnis werden, wenn der ZD9 sie wiedergibt. In Anbetracht der hohen Leistungsfähigkeit wird nicht einmal der Kaufpreis von 5.000 EUR für den 65-Zöller als zu hoch empfunden.

Der Maßstab: Am Sony ZD9 führt derzeit kein Weg vorbei, ist man auf der Suche  nach optimaler visueller Performance
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LCD-TVs Luxusklasse
11.11.2016

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind
Datum: 11.11.2016

 

 




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