TEST: Canton DM 90.3 für 1.199 EUR – die Krönung aller aktiven TV-Sounddecks?

Canton DM 90.3 Front Seitlich2

Gerade haben wir als neues „Masterpiece“ den Yamaha Digital Sound Projector YSP-5600 gekürt. Im Paket mit dem aktiven Subwoofer NS-SW300 für 1.999 EUR angeboten, brillierte der mit echten Schallreflexionen arbeitende Sound-Beamer im Test. Allerdings, so muss gesagt werden, ist der YSP-5600 nicht für jeden „Use Case“ das richtige Device. Man muss schon entsprechende räumliche Bedingungen haben, um die Leistungsfähigkeit voll auszukosten, überdies ist Voraussetzung, dass man noch Platz hat, zusätzlich einen aktiven Subwoofer unterzubringen. Ohne zusätzlichen Subwoofer ist die Bass-Performance der Yamaha-Lösung wenig begeisternd.

Canton DM 90.3 Front Seitlich3

Offen gelegt: Alu-Chassis beim 90.3 Virtual Surround System

Canton DM 90.3 Rueckseite Seitlich1

Rückseite komplett

Warum wir das alles schreiben? Weil Gegenstand dieses Tests eine Komponente für einen anderen Use Case ist: Cantons DM 90.3 für 1.199 EUR ist nicht nur halb so teuer, sondern auch gänzlich anders konstruiert: Nämlich als großer, leistungsstarker aktiver Bassreflex-TV-Lautsprecher, der sehr gut auch mit TVs mit großen Bildschirmdiagonalen optisch harmoniert. Aufgrund der Tatsache, dass hier DTS TruSurround als virtueller, auf psychoakustischen Algorithmen basierender Surround-Aufpolierer an Bord ist, kann vielleicht nicht das intensive Surround-3D-Erlebnis des YSP-5600 offeriert werden, dafür aber funktioniert Cantons Lösung nach dem Plug&Play-Prinzip unter praktisch allen räumlichen Bedingungen. Decoder für Dilby Digital und DTS sind überdies integriert, so dass es an nichts mangelt. Dolby True HD, DTS-HD Master Audio, Dolby Atmos und DTS:X werden nicht unterstützt, was beim Anwender, der sich eine solche Lösung ins Haus holt, aber auch bestimmt nicht unbedingt gebraucht wird. Satter Sound auf möglichst einfachem Wege, das ist hier die Maxime, nach der verfahren wird. 

Canton DM 90.3 Tieftoener

Einer der vier Tieftöner

Canton DM 90.3 Hochmitteltoener

Mittel- und Hochtöner

Da das Gehäuse entsprechend voluminös ist, sind vier jeweils 110 mm messende Tieftöner mit Aluminium-Membran für eine ansprechende Basswiedergabe gleich mit integriert. Somit muss man keinesfalls zwingend zusätzlich einen aktiven Subwoofer als weitere Komponente aufstellen. Die eingebaute Class D-Digitalendstufe liefert satte 300 Watt Geamtleistung, die neben den schon erwähnten Tieftönern noch zu zwei 110 mm-Mitteltönern und zu zwei 25 mm Hochtönern geführt werden. Frequenzen von 27 Hz bis 30 kHz können so wiedergegeben werden, das ist ausnehmend überzeugend. Dafür, dass es kaum zu störenden Gehäuse-Geräuschen kommen dürfte, sorgt das exzellent verarbeitete, von den Grundlinien her zeitlos-schlichte HDF-Gehäuse. Gleich in drei verschiedenen Ausführungen ist die DM 90.2 2.1 Virtual Surround-Lösung lieferbar: Schwarz hochglänzend, Schwarz seidenmatt sowie in Weiß seidenmatt, da ist für jeden das Richtige dabei.

Canton DM 90.3 Fernbedienung

Edle mitgelieferte Fernbedienung

Wie wir es von Cantons DM-Systemen schon seit Anfang an kennen, befindet sich überdies eine enorm hochwertige Fernbedienung mit im Lieferumfang. Auf der Fernbedienung sind gummierte graue Knöpfe für  Mute, Eingangswahl, Lautstärkeregelung, den Play Mode (Stereo oder Surround), für die Klangeinstellungen (Bässe/Höhen) und fürs Bluetooth-Pairing. Bluetooth 3.0 inklusive aptX fehlt nämlich ebenfalls nicht. In Rot gehalten und daher nicht zu verfehlen ist der Knopf für On/Standby. 

Canton DM 90.3 Display

Display mit recht grober Auflösung

Alternativ lässt sich das große Sounddeck auch über die Remote des Fernsehgerätes bedienen. Ein Display baut Canton ebenfalls ein, was wir als sehr praktisch empfinden. 

Canton DM 90.3 Anschluesse Rueckseite1

Output: HDMI mit ARC, drei HDMI-Eingänge

Canton DM 90.3 Anschluesse Rueckseite2

Optischer sowie koaxialer Digitaleingang, analoger Cinch-Eingang, wem der Bass nicht reicht, der kann über den Pre-Out noch einen externen aktiven Subwoofer anschließen

Als angemessen modern erweist sich die Anschlussbestückung. Neben 3 HDMI-Eingängen (mit 3D, 4K für die Ansprüche der Ultra HD-Ära) ist ein HDMI-Ausgang (mit ARC) vorhanden. Wir haben unseren Samsung UBD-K8500 angeschlossen, und bei der Wiedergabe einer Ultra HD-Blu-ray (San Andreas) über HDMI 1 auch ein Signal bekommen, das heißt: HDCP 2.2 wird unterstützt. 

Des Weiteren bringt das DM 90.3-System einen optischen Digitaleingang, einen koaxialen Digitaleingang und einen analogen Cinch-Eingang mit. Bei Bedarf kann über den Ausgang Sub-Out ein externer Subwoofer betrieben werden, um z.B. in größeren Hörräumen dem verstärkten Bass-Bedarf nachzukommen. 

Ausstattungsmerkmale und Funktionen in der Übersicht:

  • ECO Mode – wählbarer Stromsparmodus (ON/OFF)
  • Bluetooth 3.0 inklusive aptX
  • Subwoofer integriert
  • Decoder für Dolby Digital (bei Canton selbstverständlich) und DTS (sonst nicht dabei gewesen)
  • DTS TruSurround als sehr effektiv arbeitender Surroundaufpolierer mit sehr guter Effekt-Trennschärfe, ausgezeichneter Stimmwiedergabe sowie überraschend breit angelegter Räumlichkeit
  • Bluetooth® Select – wählt Bluetooth® Eingang automatisch
  • IR-Lernfunktion – steuerbar mit TV-/Systemfernbedienung
  • IR-Löschfunktion – einfachstes Löschen ungewollter Lernfunktionen
  • Lip-Sync – für exakte Sprach-/Bildsynchronisation
  • Equalizer – drei Presets für Anpassung an Aufstellungsort, wie auch von anderen Modellen wie z.B. DM 75 oder DM 55 her bekannt 
  • Easy-Pairing – einfachste Verbindung mit Quellgerät
  • ON/OFF – Ein- und Ausschaltautomatik
  • Gewicht 16,7 kg
  • Abmessungen B x H x T 90 x 14,5 x 30 cm
  • Standby-Stromverbrauch 0,4 Watt

Was fehlt?

Es findet sich kein internes Video-Processing, vielleicht wäre es wünschenswert gewesen, dass Videosignale zumindest auf digitaler Ebene von Full-HD auf 4K hochskaliert werden können. Weitere DSP-Modi, auch das ist typisch für Canton, gibt es nicht – das ist allerdings, so interpretieren wir es, durchaus so gewollt. Canton verfolgt hier eher ein puristisches Sound-Konzept ohne „Spielereien“, die vom Wesentlichen abhalten. Es gibt kein OSD, was man unserer Meinung nach auch nicht benötigt. Netzwerk-Funktionalität ist ebenfalls keine vorhanden, doch auch hier stellt sich die Frage nach dem Sinn. Muss eine Komponente, die den oft müden Klang des TVs auf beachtlichem Level verbessert, gleich eine „eierlegende Wollmilchsau“ sein? Lieber soll die Canton DM 90.3 das, was sie kann, richtig gut können – nämlich einen mitreißenden Sound entfesseln. Ob dies gelingt, überprüfen wir nun in der Klangwertung. 

Klang

BD „Star Wars Episode 7- Das Erwachen der Macht“, DTS-HD, ab Filmbeginn:

Die Star Wars-typische und legendäre Musik zu Beginn, zu der mittels gelber Schriftrolle die aktuell stattfindenden Ereignisse erzählt werden, kommt kraftvoll und klar zum Ausdruck. Als dann der Film beginnt und der riesige Raumkreuzer der Ersten Ordnung auftaucht, stellt Cantons DM 90.3 klar, dass wirklich keinesfalls zwingend ein aktiver Subwoofer zur Unterstützung benötigt wird. Mit Wucht und Nachdruck wird nicht nur das Geräusch des gigantischen Raumschiffs, sondern auch der Music Score wiedergegeben. Dann, auf dem Planeten Jakku, kurze Dialogszenen zwischen Poe Dameron und Lor San Tekka. Cantons großer TV-Lautsprecher gefällt durch eine gute Loslösung der vokalen Elemente von den Chassis. Dann landen die Stormtroopers, und der Kampf beginnt. Nur selten sind die vier Tieftöner am Anschlag (Pegel: V90 von 100 laut Display), das Kampfgeschehen wird vielschichtig und lebendig abgebildet. Nie vergisst es der DM 90.3, auch den Music Score mit einzubinden. Die Geräusche von BB-8, als Poe ihm den wichtigen Datenträger gibt, werden prima herausgearbeitet. Imposant kommt der Music Score heraus, als Kylo Ren aus dem Raumschiff tritt. Die lodernden Flammen im Hintergrund, im Vordergrund der Dialog Kylo Ren – Lor San Tekka: Verschiedene akustische Ebenen zu differenzieren, gelingt dem DM 90.3 ausgezeichnet. Bedenkt man, dass der Lautsprecher mit DTS TruSurround, also einem auf psychoakustischen Algorithmen beruhenden System, arbeitet, ist das Gefühl von Räumlichkeit tadellos. Natürlich bietet ein Yamaha Digital Sound Projector hier noch mehr, vor allem dieses Gefühl einer echten Kulisse hinter dem Zuhörer kann dadurch, dass echte Schallstrahlen abgegeben werden, weiter ausgebaut werden. Aber dafür funktioniert der DM 90.3 unter praktisch allen räumlichen Bedingungen, der Installationsaufwand tendiert gegen Null. Auspacken, anschließen, und es kann losgehen – das ist genau das, was viele Anwender suchen. Im 11. Kapitel „Verhör“ wird Poe von Kylo Ren verhört, und die leisen Geräusche im Hintergrund kommen gut heraus. Als Kylo dann seine Macht spielen lässt, wünscht man sich einen großen zusätzlichen Subwoofer. Diese Bass-Wellen sind den verbauten, recht kompakten Tieftönern bei hohem Gesamtpegel zu viel. Hier schlagen die Membranen an. Die nach dem Verhör folgende Sequenz auf Jakku zeigt ein weiteres Mal, wie facettenreich Cantons DM 90.3 darstellen kann: Es entsteht, selbst noch in einiger Distanz zum Lautsprecher, eine dichte akustische Atmosphäre, der Zuhörer fühlt sich gut ins Geschehen eingebunden. Poe und Finn flüchten nun in einem Tie Fighter, und werden erbittert verfolgt: Die Kampfpiloten der „Ersten Ordnung“ möchten die Flucht unbedingt verhindern. Waghalsige Flugmanöver, Geschützfeuer – es geht äußerst rund. Mit tadelloser Kontur und mit gutem Überblick bleibt der DM 90.3 auch bei deutlich gehobenem Pegel erstaunlich souverän. 

BD „Avengers“, Kapitel „Die Invasion Beginnt“, DTS-HD:

Räumlich dicht, mit einer guten Ortungsmöglichkeit für Effekte im virtuellen Raum und einer ein weiteres Mal tadellosenn Einbindung des Music Score macht sich der DM 90.3 in dieser Sequenz beliebt. Der Dialog zwischen Stark und Loki kommt sehr gut heraus, der leichte Hall im großen Raum wird sorgfältig eingearbeitet. Selbst das Ansetzen der Karaffe am Glas vergisst der DM 90.3 nicht. Als nun Loki versucht, mittels seiner Waffe den „Iron Man“ auf seine Seite zu ziehen, werden die elektrischen Geräusche detailgetreu eingearbeitet. Das Spannungspotential, das im Music Score steckt, entgeht dem DM 90.3 ebenfalls nicht. Mit hoher Räumlichkeit und einer feinen Wiedergabe der davon fliegenden Glassplitter nimmt sich der Canton-Lautsprecher dem Sturz von Stark durch die Scheibe an. Die Flugmanöver des Iron Man und der Kampf gegen die Alien-Invasion macht deutlich, dass Cantons großer aktiver TV-Speaker immer viel Struktur und räumliche Tiefe ins Geschehen bringt – nie wirkt alles platt und eindimensional, sondern zu jedem Zeitpunkt hat der Zuhörer den Eindruck, richtig ins tonale Gesamtgeschehen eindringen zu können. Was die Filmtonwiedergabe angeht, macht dem DM 90.3 keiner etwas vor, nachdrücklich und intensiv setzt das hessische Gerät hier Maßstäbe. 

BD „A New Day“, „Celine Dion Live In Las Vegas“, Dolby True HD, Song: My Heart Will Go On“, spezielle, lange Version des „Titanic“-Klassikers:

Wie sieht es mit den musikalischen Talenten von Cantons virtuellem Surroundsystem aus? Am Anfang dieser „My Heart Woll Go On“ Version stehen zunächst zahlreiche akustische Effekte, die in gewohnt dichter räumlicher Präsentation dargestellt werden. Als dann mit einer Violine der Song beginnt, erfreut uns, wie klar und präzise das Streichinstrument wiedergegeben wird. Weitere Instrumente kommen hinzu, und es entsteht eine fein aufgebaute musikalische Kulisse. Nur Raumfelds Sounddeck wirkt bei Musik noch eine Idee sensibler. Trotzdem, auch die Performance des DM 90.3 ist hörenswert, gerade auch die räumliche Staffelung. Als Celine ihre Stimme erhebt, ist der Hochtonbereich klar und frisch, die Trennung der vokalen von den instrumentalen Elementen gelingt ausgezeichnet. Der Bass stützt in Form eines soliden, aber nicht zu „vorlauten“ Fundaments die gesamte Akustik und fügt sich nahtlos und mit einer anständigen Präzision ein. 

BD Tiesto, „Elements Of Life – Copenhagen“, DTS-HD Master Audio, Disc 2: „Back In Your Head“ und „He’s A Pirate“:

Sehr lebhaft wird vom DM 90.3 auch der Live-Event des Star-DJs wiedergegeben. Die elektronischen Effekte bei „Back in Your Head“ umgeben den Zuhörer gekonnt. Der Kickbass könnte allerdings noch eine Idee dynamischer übertragen werden. Hier fehlt es ein wenig an Ausdruckskraft. Sauber wird die weibliche Gesangsstimme vom Rest der Akustik getrennt. Bei „He’s A Pirate“ gefällt uns der DM 90.3 besser: Kräftig und genau den richtigen Punkt treffend, ist die Basswiedergabe hier absolut überzeugend. Die Pegelfestigkeit der 300 Watt-Endstufe ist enorm, so dass man auch größere Räume bis zu knapp 30 Quadratmeter in höheren Lautstärken beschallen kann. Die alternierenden Effektfolgen werden dynamisch und glaubwürdig dargestellt. Die begeistert mitgehenden Fans stellt Cantons aktiver TV-Lautsprecher ebenfalls tadellos dar, so dass insgesamt eine dichte, mitreißende Klangkulisse entsteht. Das einzige, was der DM 90.3 fürchten muss, ist ein perfekt aufgestellter Yamaha Soundprojektor im Paket mit dem passenden aktiven Subwoofer: Der YSP-5600 und der NS-SW300 sind der Maßstab aller Soundbar- oder Sounddeck-ähnlichen Komponenten, verlangen aber nach sehr sorgfältiger Aufstellung und entsprechenden räumlichen Bedingungen. Mit einem Set-Preis von knapp 2.000 EUR für Digital Sound Projector und aktiven Subwoofer spielt das Yamaha-System auch preislich in einer anderen Liga. 

Eines ist noch interessant: Der „Stereo“ Modus des DM 90.3 ist für zweikanalige Musik richtig gut. Kein matter, müder, dumpfer Sound, sondern bei Andrea Bocellis „Dell Amore Non Si Sa“ eine facettenreiche, frische, gleichzeitig angenehme Wiedergabe mit solidem Bühnencharakter. Auch „A View To A Kill“ von Duran Duran kommt mit schöner Stimm-/Instrumentaltrennung heraus, der Bass ist straff und ehrlich. Auch hier also eine weitere Stärke des Canton-Devices: Eine gute, direkte und lebendige Präsentation von Musik in Stereo. 

Konkurrenzvergleich
  • Raumfeld Sounddeck: Mit 1.000 EUR ist das sehr gut verarbeitete und ausschließlich in weißem Schleiflack lieferbare Sounddeck günstiger als der Canton DM 90.3 Lautsprecher. Für die 1.000 EUR bekommt der Käufer noch ein komplettes Wireless Multiroom Audio-Modul mit komfortabler App-Steuerung. Und wer denkt, nur Canton würde edle Fernbedienungen beilegen, hat die Remote des Raumfeld Sounddecks noch nicht gesehen: Schick und in edlem Alu-Gewand sammelt Teufels Multitalent auch hier fleißig Punkte. Akustisch geht der eindrucksvolle Auftritt nahtlos weiter. Dank der speziellen Raumfeld Wellenfeld Technologie wird sogar Musik mit überzeugender räumlicher Wirkung und zugleich mit guter Präzision wiedergegeben. Die Verstärkerleistung des Sounddecks fällt ebenfalls üppig aus. Wo also kann der Canton DM 90.3 ansetzen? Zum Beispiel beim Thema Decoder. Das Sounddeck bietet nicht einen einzigen, also weder Dolby Digital noch DTS. Das ist dürftig, ebenso wie das eine HDMI 1.4a-Terminal für die ARC-Verbindung zum angeschlossenen TV. Da räumt der Canton Aktivlautsprecher mit vier HDMI-Inputs und einem HDMI-Ausgang richtig ab. Akustisch herrscht Gleichstand, denn das Sounddeck klingt bei Musik noch vielschichtiger, Cantons DM 90.3 entfacht bei der Filmtonwiedergabe noch mehr Nachdruck. Eine Bluetooth-Schnittstelle hat das Teufel Sounddeck übrigens nicht.
  • Nubert nuPro AS-250: Nubert verfolgt mit dem „aktiven Stereoboard“ nuPro AS-250, das für sehr faire 585 EUR angeboten wird, eine ganz spezielle akustische Mission. Es soll hier nur um eine ehrliche, direkte, kraftvolle Stereo-Wiedergabe gehen – ein Algorithmus für virtuellen Surround fehlt, und zwar bewusst. Mit solidem Sound, sehr guter, Nubert-typisch hoher Pegelfestigkeit, einem praktischen Display, umfangreichen Einstellmöglichkeiten, einem USB-DAC und ausgezeichnetem Finish sammelt Nuberts Alternative viele Punkte. Fürs Musikhören richtig gut, bei der Filmtonwiedergabe überzeugt das auch deutlich teurere Canton DM 90.3 System dafür noch mehr. Auch fehlt dem Nubert-System eine HDMI-Beschaltung ab Werk. 
Fazit

Canton DM 90.3 Front Seitlich1

Das Raumfeld Sounddeck muss teilen lernen: Denn als zweite Gesamt-Referenz für aktive TV-Lautsprecher gesellt sich der Canton DM 90.3 hinzu. Mit ganz starker Leistung bei der Filmtonwiedergabe, moderner HDMI-Beschaltung, Dolby Digital- und DTS-Decoder, drei lieferbaren, attraktiven Farbvarianten zur Auswahl, mit satten 300 Watt Verstärkerleistung und einer, wie bei Raumfeld, edlen Fernbedienung lässt sich der großvolumige Lautsprecher mit vier Tieftönern nichts nachsagen. Ein rundum gelungenes Gesamtkonzept, allerdings hätte Canton für 1.199 EUR auch noch ein Video-Upscaling von Full-HD auf 4K mit integrieren können. Ein Gerätedisplay mit feinerer Auflösung wäre ein weiterer Wunsch unsererseits. 

Canton dreht auf: Exzellent verarbeitetes Kraftpaket mit praxisgerechter Ausstattung und hervorragendem Klang
referenz
Gesamt-Referenz Aktive TV-Lautsprecher
Test 15. Juni 2016

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 15. Juni 2016




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