IFA 2017 Exklusiv-Test: JBL Boombox – Pegelmeister mit 24 Stunden Akkulaufzeit für 499 EUR

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Die neue JBL Boombox soll sich zum besten Bluetooth-Lautsprecher der Oberklasse aufschwingen. Ab diesem Monat kommt das nach IPX7 wasserfeste Device mit Bluetooth 4.2 für 499 EUR in den Handel. 24 Stunden Akku-Spielzeit bei moderatem Pegel sollen möglich sein, zudem bringt der neue Lautsprecher ebenso wie der aktuelle JBL Flip 4, JBL Connect+ als 2017er Standard mit.

Mehr als 100 JBL-Bluetooth-Speaker mit Connect + können miteinander Kontakt aufnehmen, um für ein eindrucksvolles Klangerlebnis zu sorgen. Zwei Bluetooth-Devices wie Smartphones oder Tablets können gleichzeitig mit der Boombox verbunden werden werden. Der gigantische Akku fasst 20.000 mAh und bringt zwei USB-Slots mit, an denen man Smartphones parallel aufladen kann. 

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Ansicht von oben

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Seite

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Geräte-Front

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Bedienelemente

Die JBL Boombox bringt 5,25 kg auf die Waage und misst 254,5 x 495 x 195,5 mm – das macht ihn zum imposantesten BT-Speaker im JBL-Portfolio. Vier aktive Lautsprecher und zwei Subwoofer sind integriert. Der bereits erwähnte Akku soll binnen 6,5 Stunden geladen werden können. Zwei verschiedene Soundmodi passen den Lautsprecher auf Indoor- oder Outdoor-Betrieb an. Der Frequenzgang reicht von 50 Hz bis 20 kHz. 2 x 30 Watt stehen beim Netzbetrieb zur Verfügung, beim Akku-Einsatz sind es immer noch 2 x 20 Watt. Das sind starke Leistungswerte.

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Tragegriff

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Rückseite

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Anschlüsse

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Standfuß

Das Finish der Boombox ist robust, nicht nobel. Ein stabiler Tragegriff sorgt dafür, dass die Boombox problemlos zur abendlichen Feier in der Gartenlaube mitgenommen werden kann. Die Anschlüsse sind hinter einer sehr solide wirkenden Gummi-Abdeckung wassergeschützt untergebracht. Die Boombox ist mit widerstandsfähigem Mesh-artigen Stoff bezogen, darunter arbeiten die Chassis. Oben auf der Boombox sind einige Bedienelemente untergebracht. An- und Aus-Schalter, Bluetooth-Kopplung, Lautstärkeregelung, die Taste für JBL Connect + Funktion – all dies findet sich dort. 

Klang

Natürlich wollen wir,  dass sich die Boombox richtig beweisen kann: Daher hören wir uns Westbams Mix des Moby-Klassikers „Feeling So Real“ an. Genau das Richtige für JBLs kraftvollen Bluetooth-Lautsprecher: Nachdrücklich, lebendig, mit einer enormen Freude an hohen Pegeln macht sich die Boombox ans Werk. Perfekt für die spontane Party am Badesee oder am Grillplatz. Bei Marushas „It Takes Me Away“, einem weiteren Rave-Klassiker aus den 90er Jahren, liefert die Boombox eine reife Leistung ab. Der Bass hat Substanz und Volumen, zudem trifft der Kickbass genau den richtigen Punkt. Hier war schon der JBL Xtreme ausgezeichnet, aber gerade dann, wenn es lauter zugeht, schlägt die Boombox gnadenlos zu und bietet eine deutlich bessere Performance. Die gesamte Dynamik ist hervorragend, man möchte sofort mittanzen. 

Nun befinden wir uns nicht mehr in den „ravenden“ 90er Jahren, sondern im Jahr 2017. „Tuesday“ von Burak Meter steht in der Warteschleife, und los geht es. Wie satt und tief der Bass herauskommt, das ist für einen Bluetooth-Lautsprecher schlichtweg sensationell, und auch die Stimmwiedergabe gefällt uns richtig gut. Auch bei deutlich gehobener Lautstärke wird der JBL-Speaker nicht unangenehm schrill, stets bleibt er homogen und gelassen. Diese Eigenschaften scheinen auch bei Ofenbachs „Be Mine“ durch. Wie gelassen und cool er enorme Lautstärken managt, verdient Respekt. Er klingt komplett, auch die Mitten sind keinesfalls unterrepräsentiert. Das ist alles andere als selbstverständlich, oft gab es zwar schon einen recht massiven Bass, aber in den Mitten war wenig Klanggüte zu spüren.

Beim 2016er Sommer-Hit „I Took A Pill in Ibiza“ von Mike Posner blamiert sich die Sound-Machine ebenfalls nicht. Klar, mit massivem Vorwärts-Drang, geht es direkt ab Beginn des Songs voran. Der Aufbau des Tracks und der Rhythmus kommen klar und mit enormer Ausdruckskraft heraus. Und die Pegel – grandios. Selbst dann, wenn man bedenkt, dass die Boombox recht groß ist, für das, was an akustischer Performance rauskommt, ist sie wahrhaftig klein. Die Trennung von Stimmen und Instrumenten schafft die Boombox sehr gut, und der Tiefgang im Bassbereich ist beispielhaft für einen Bluetooth-Lautsprecher. 

Es wird wieder schneller, bei „Raptor“ von Digital X soll sich die Boombox nun nochmals mit harten sowie zügigen Beats auseinander setzen. Das gelingt vorzüglich, der Bass hat ordentlich Energie, gleichzeitig aber werden kleinere elektronische Effekte sauber umgesetzt. Der Rhythmus wirkt klar, pointiert und kommt impulstreu heraus. Genau richtig, die Konkurrenz kann nur vor Neid erblassen. Alle Klangbeispiele zeigen: Die Boombox ist einfach besser, cooler, stärker. 

Sogar bei eher seriöser Musik kann die Boombox punkten: „Perfidia“ von Andrea Bonelli gefällt durch eine sehr gute Loslösung der Stimme von den Chassis. Die gebotene Räumlichkeit ist ebenso gut wie das Volumen. Dass die Boombox neue Maßstäbe in ihrer Liga setzt, beweisen sogar solche Stücke. Die einzelnen Instrumente kommen ebenfalls ausgezeichnet heraus. 

Der 007-Track „Moonraker“ von Shirley Basel beeindruckt ebenfalls, wenn er von der JBL Boombox wiedergegeben wird. Klar ertönt Shirley Stimme, gut werden auch kleinere musikalische Details hervorgeholt. Kraftvoll ist das Fundament, was uns der JBL BT-Speaker bietet. Und die Streicher klingen lebendig, aber sind gleichzeitig nie zu spitz: Die Boombox trifft ein weiteres Mal präzise ins Schwarze. 

Konkurrenzvergleich:
  • JBL Xtreme: Der schon fast legendäre Vorgänger ist mit noch rund 200 EUR Marktpreis hat keine Chance gegen die Boombox. Mehr Bass, mehr Dynamik, mehr Räumlichkeit, mehr Akkulaufzeit – den hohen Mehrpreis ist die Boombox Wert. 
  • Teufel Boomster XL: Auch der 600 EUR kostende Boomster XL von Teufel ist ein veritabler und klanglich talentierter Bluetooth-Lautsprecher. Gegen die Boombox aber kämpft auch er auf verlorenem Posten, wenn es um die Pegelfestigkeit, den Bassdruck und die räumliche Wirkung geht. Was die verwendeten Matertilaien angeht, wirkt der Boomster XL hochwertiger, dafür ist die Boombox wasserfest und sehr robust, überdies auch preiswerter. 
  • Dreamwave Elemental: Mit rund 250 EUR sehr preiswert, kann der Elementar durchaus überzeugen. So viel Power wie der deutlich teurere JBL-Speaker hat er nicht, der Bassbereich kann nicht mithalten. Dynamischer und räumlich dichter aufspielend, rechtfertigt die Boombox auch hier in aller Klarheit den Kaufpreis.
Fazit

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Unser „Held der IFA 2017“ – die JBL Boombox spielt ganz groß auf und wird neue Gesamt-Referenz bei den Bluetooth-Lautsprechern der Oberklasse. Extrem pegelfest, dabei stets höchst souverän, mit sehr guter Stimmwiedergabe und ausgeprägtem Tiefgang: Mehr kann man kaum noch erwarten. Und wer mehr erwartet, bekommt auch noch einiges „on top“ serviert: 24 Stunden Akkulaufzeit, ein robustes Gehäuse und eine hohe Betriebssicherheit.

Einfach nur grandios: Die JBL Boombox lässt die versammelte Konkurrenz souverän hinter sich
referenz
Gesamt-Referenz Bluetooth-Lautsprecher Oberklasse
Test 01. September 2017

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind
Datum: 01. September 2017




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