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REVIEW: „Godzilla“ (Blu-ray Disc/Blu-ray 3D)

Godzilla Blu-ray 3D

Original: Godzilla

Anbieter: Warner Bros. Home Entertainment

Laufzeit: ca. 123 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 7.1 Englisch, Deutsch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 25.09.2014

Film

1999: Joe Brody (Bryan Cranston) ist für die Sicherheit eines Atomkraftwerks in Japan zuständig. Seismische Aktivitäten führen zu einem Störfall in der Anlage, bei dem Brodys Frau Sandra (Juliette Binoche) ums Leben kommt. Brody will sich auch Jahre nach der Explosion des Atomkraftwerks nicht mit der offiziellen Unfall-Theorie abfinden und macht sich auf eigene Faust ins Sperrgebiet auf, in dem rätselhafterweise gar keine Strahlung mehr nachweisbar ist, dafür aber genau die gleichen seismischen Aktivitäten registriert werden wie kurz vor dem Unfall. Etwas scheint dort in der Tiefe zu passieren, was der Auslöser für eine erneute Katastrophe werden könnte…

„Godzilla“ ist Gareth Edwards erster großer Hollywood-Film. Mit dem Low Budget-Science Fiction-Thriller „Monsters“ bewies Edwards 2010 sein Gespür dafür, mit wenig Aufwand eine spannende Atmosphäre zu erzeugen ohne wirklich viel zu zeigen. Das gelingt auch in „Godzilla“ am Anfang sehr gut. Bevor man „Godzilla“ erstmals in voller Größe auf der Leinwand sieht, nimmt die Handlung einen langen Anlauf. Die Geschichte geht zunächst weit in die Vergangenheit zurück und wird dabei aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Wenn Forscher in Schutzanzügen durch Höhlen mit riesigen Skelettfragmenten gehen, wirkt das schon fast wie „Alien“ und insbesondere Brian Cranston ist es zu verdanken, dass die Vorgeschichte im ersten Drittel des Films, welches komplett in Japan spielt, mit Tiefgang glaubwürdig vermittelt wird. Cranston ist allerdings nur am Anfang die wichtigste Figur. Im Gegensatz zu den Trailern, die suggeriert haben, dass der „Breaking Bad“-Star im Mittelpunkt des Films stehen wird, spielt er leider insgesamt nur eine etwas größere Nebenrolle, die sich auf die Entdeckung des Monsters in Japan beschränkt.

Sobald die Handlung aufs US-Territorium verlegt wird, gerät die geheimnisvolle Inszenierung zugunsten von vielen Show-Effekten in den Hintergrund. Aber „Godzilla“ ist keineswegs die Hauptfigur: Anstatt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, läuft das Spektakel als Familiendrama aus der Perspektive von Ford Brody ab, der als Vorzeige US-Soldat natürlich viel schlauer als seine Vorgesetzten ist und heldenhaft jedem zeigt, wie man es richtig macht. Mit dem richtigen Haupdarsteller wäre das nicht weiter schlimm. Doch dem stets gelangweilt dreinblickenden Aaron Taylor-Johnson fehlt leider das nötige Charisma, um in dieser großen Rolle zu überzeugen. Was seine Frau und das Söhnchen parallel dazu erleben, ist für die Handlung vollkommen belanglos, wird aber trotzdem immer wieder gezeigt und lenkt dabei ständig von den Godzilla-Fights ab. Action-Fans kommen aber trotzdem auf ihre Kosten. Denn hier wird geklotzt und nicht gekleckert: Die Action-Szenen sind wirklich bombastisch und zelebrieren eine Orgie der Zerstörungswut. Ein riesiges Szenenbild folgt dem nächsten und der krachende Sound bringt die Lautsprecher in den Grenzbereich. Für das Heimkino wird also auf jeden Fall eine Menge geboten.

 

Bild 86 %

„Godzilla“ wurde mit digitalen Arri Alexa-Kameras gedreht. Das Bild ist sehr sauber und überwiegend recht dunkel. Entsprechend ist der Kontrast auch nicht übermäßig hoch. Die Feinzeichnung dunkler Bildbereiche ist aber trotzdem so gut, dass man meist das Wichtigste erkennen kann und auch Rauschen ist nicht zu erkennen. Die Bildschärfe ist sehr hoch und sowohl Konturen als auch Details werden klar dargestellt. Die Farben wirken etwas schmutzig sind aber nur in leichtem Maße verfremdet worden und deswegen noch relativ natürlich. Artefakte sind nicht zu erkennen.

Der Film stellt eine wirkliche Herausforderung für den Fernseher dar. Denn der Großteil der Laufzeit von „Godzilla“ zeigt nur ganz geringe Helligkeitsnuancen und wer einen billigen Baumarkt-LCD-Fernseher mit schlechtem Schwarzwert und ungleichmäßiger Hintergrundbeleuchtung hat, wird mit diesem Film nur wenig Freude haben.

3D 83 %

„Godzilla“ bietet eine plastische 3D-Kulisse mit gelungener Tiefenwirkung und realistisch wirkender Ebenendarstellung. In ganz leichtem Maße scheinen einzelne Elemente sogar aus dem Bild herauszuragen. Das dunkle Bild sorgt keineswegs dafür, dass man mit aktiven Shutter-Brillen noch weniger sieht, aber in den dunklen Szenen kommt der 3D-Effekt nicht ganz so deutlich zur Geltung wie in den helleren Sequenzen des Films.

 

Ton 100 %

Der Mehrkanalmix von „Godzilla“ ist exzellent und bietet natürlich die krachenden Effekte, die man von einem Blockbuster erwartet. Auch die Klangualität ist exzellent. Voluminöse Bässe und saubere Höhen sorgen für ein hochwertiges Heimkino-Erlebnis.

Vor allem aber bietet „Godzilla“ ein sehr ausgefeiltes Sound-Design welches in dieser Vielfalt nur selten zu erleben ist und auf jeden Fall einen Oscar verdienen würde.

Der Film bietet nicht einfach nur etwas Surround-Klang mit ein paar Effekten sondern hier bekommt man eine sehr ausbalancierte 360 Grad-Abmischung im DTS HD MA 7.1-Format präsentiert, die ständig aus allen Richtungen vielfältige Geräusche durch den Raum treibt, die durch Mark und Bein gehen. Dabei donnert der Film auch nicht ständig mit Maximalpegel auf allen Kanälen sonder weiss auch immer wieder durch leisere Töne zu gefallen, die die individuellen Umgebungsgeräusche besonders gut zur Geltung bringen. Hierzu trägt auch der abwechslungsreiche Musik Score von Alexandre Desplat mit bei.

 

Special Features

  • MONARCH: Freigegebene Geheimakten
    Entdecken Sie explosive neue Beweise, die aufdecken, wie Godzillas Existenz geheim gehalten werden sollte.
    – Operation: Lucky Dragon
    – MONARCH: Die M.U.T.O Akte
    – Sonderbericht: Die Godzilla-Offenbarung
  • Der legendäre Godzilla
    Begeben Sie sich hinter die Kulissen, um gemeinsam mit den Filmemachern und der Besetzung einen genaueren Blick auf das weltberühmte Monster zu werfen.
    – Godzilla, eine Naturgewalt!
    – Ein ganz neues Ausmaß der Zerstörung
    – Ins Nichts: Brodys H.A.L.O Sprung
    – Alter Feind: Die M.U.T.O.s


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